Nie mehr allein! Ein Nachruf auf die Privatsphäre.

3. Januar 2014 | Kategorie: RottMeyer

von Frank Meyer

Es wurde viel gestorben im letzten Jahr. Es gab Unmengen von Gedenkfeiern, Urnenbeisetzungen, Berichterstattung und Nachrufe. Vergeblich habe ich aber einen Nachruf auf unsere Privatsphäre gesucht…

Mag sein, dass die Privatsphäre schon früher verstorben ist. Es ist nur keinem großartige aufgefallen. Den genauen Zeitpunkt des Todes sollen Geschichtsbücher beurteilen und auch Gedenksteine später daran erinnern. Wer vermisst schon die Privatsphäre? Sie ist wie eine lästige sabbernde Tante zu Besuch am Kaffeetisch. Vorbei sind die Zeiten, in denen man allein ist – am Telefon, am PC, in der Öffentlichkeit, auf Arbeit, unterwegs, zu Hause. Was tut man? Und wann? Und warum? Und wie oft?

Kann sich heute überhaupt noch jemand vorstellen, ohne das alles auszukommen, was wir „modern“ nennen und zugleich die Voraussetzung für eine Selektion in gut, böse und uninteressant ist? Und wie in drei Teufels Namen ging das früher ohne das alles, was heute unverzichtbar erscheint? Wahrscheinlich käme es sogar zu einer Revolution, sollten unsere Netze, also jedermanns „Soma“, je einmal ausfallen.

Oh, es gäbe so viele liebe Leute, mit denen würde man sich doch viel lieber und länger beschäftigen, wenn sie doch mehr Zeit hätten und weniger eine weiche Birne, deren Fähigkeit durch den Gebrauch moderner Applikationen beansprucht würde. Vielleicht muss man ja heute das eine aufgeben, um das andere zu bekommen – die seichte, leichte Welt voller Spaß und Unterhaltung mit all ihrem Komfort, wo man seine Freunde immer dabei hat, die einem aber nie beim Umzug helfen würden. Nie mehr allein. Ist das nicht jedermanns Sehnsucht?

Der Lauscher an der Wand, hört seine eigne Schand, hieß es früher mal. Welche Schande? Spione haben es heute wesentlich einfacher. Eine ganze Industrie ist daraus entstanden und damit ein Geschäftsmodell für die Wirtschaft und ein Schutzmodell für jeden Staat. Endlich weiß jeder schon vorher, was die Leute nachher sagen werden, wenn gestern schon heute morgen ist…

An der Börse gab es neulich einen kleinen Zwischenfall. „Man sollte die entsprechenden Aktien kaufen“, sagte ein Analyst. „Das ist ein Wachstumszweig.“ Am liebsten hätte ich ihm auf seine ungeputzten Schuhe gekotzt. Verzeihen Sie bitte den Ausdruck, aber noch rege ich mich auf. Herr Analyst analysiert ja nur kühl nach Umsatz, Gewinn, Marge und Wachstumsaussichten. Er tut nur seinen Job. Das hat man auch früher auf ähnliche Art und Weise getan. Und wenn es danach geht, müsste man der Börse aus dem Weg gehen oder sich auf Aktien beschränken, die „frei von Schuld“ sind. Haben Sie eine Idee, welche gemeint sein könnten?

Es ist irgendwie auch erheiternd, die Leute in ihrem täglichen Feldversuch zu beobachten mit ihren tragbaren Überwachungseinheiten. Ronald Gehrt nannte sie in einer seiner Kolumnen mal „Affen mit iphone“. Man muss sie alle haben, um mitzuteilen, wo man ist, was man frisst, was man tut und wo. Wie oft man furzt und wie laut. Die kleinen Apps helfen gerne und immer weiter. Sie wissen immer, wo sich ihre Träger gerade aufhalten, mit wem sie Kontakt haben und wie oft. Riesige Datencenter zeichnen alles auf, sogar das Gesagte. Die geübte Abhängigkeit vom Mobiltelefon und Computer, ob mental oder beruflich, schiebt alle in die gleiche Gasse – die Gasse der Abhängigkeit. Die Schweine im Schlachthof gehen den gleichen Weg, nachdem ihnen vorher ein Chip verpasst wurde. Eine Wette: An der Chip-Ausgabe für Menschen bildet sich bestimmt eine lange Schlange, wenn es Frei-Klicks gäbe…

Hängt ihn!

Und dann gab es diesen Edward Snowden, der darauf aufmerksam machte, dass etwas aus dem Ruder gelaufen sei. Schlimmer noch: Er hat Licht ins Dunkle gebracht. Ein kurzer Aufschrei, ein schnelles Staunen. Thema durch. Das Update von WhatsApp und der Unfall eines Promis waren wichtiger als dieser „Verbrecher“.

Verbrecher… Dieser Meinung ist der frühere CIA-Direktor James Woolsey. Er sagte auf Fox News, dass man ihn „hängen“ sollte. Eine Amnestie wäre idiotisch. Er sollte für Verrat belangt werden. Falls er von einer Jury schuldig gesprochen wird, „sollte er an seinem Genick aufgehängt werden, bis er tot ist“(Seite 2)

 

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14 Kommentare auf "Nie mehr allein! Ein Nachruf auf die Privatsphäre."

  1. Reiner Vogels sagt:

    Sehr geehrter Herr Meyer,

    das ist wieder einmal ein großartiger Artikel aus Ihrer Feder. Danke! Sie treffen den Nagel auf den Kopf.

    Als Normalmensch kann man die Entwicklung leider nicht verhindern, aber man kann versuchen, sie so gut wie möglich zu behindern.

    Das heißt: Möglichst wenig elektronische Spuren hinterlassen! Also Barzahlung statt Kartenzahlung, das Handy immer wieder mal ausschalten oder zu Hause lassen. Suchmaschinen benutzen, die die eigene IP-Anschrift durch ihre ersetzen. Noch geht das alles. Schlimm wird es allerdings, wenn die Politik bzw. die hinter ihr stehenden Finanzeliten es schaffen, das Bargeld abzuschaffen. Dann ist das Ende aller Freiheit gekommen. Ich hoffe, dass ich das nicht mehr erlebe.

  2. Skandinavienfan sagt:

    Wie wahr, wie wahr: der Grad an schafgleicher Abgestumpftheit lässt sich u.a. an der Anzahl sog. „Freunde“ im Netz oder der Unfähigkeit, soziale Kontakte abseits kryptischer SMS und chronischer Chatsucht zu pflegen, ablesen. Herrlich, wie das „extra 3“ vor kurzem mal wieder auf den Punkt gebracht hat!

    https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/videos/extra6581.html

  3. Skandinavienfan sagt:

    P.S.: Wird selbst die finsterste Phantasie bald wieder von der Realität überholt ? Durch technische Kapazitäten sog. Quantencomputer etwa, für die Uncle Sam bereits mit Nachdruck forschen lässt ?

    http://derstandard.at/1388649926327/NSA-entwickelt-Super-Computer-zum-Ausspaehen

    • bluestar sagt:

      @mikeondoor
      Passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. 100% Wahrheitsgehalt.
      Danke auch die verlinkten Hintergrundinfos zum 9-11 und Patriot-act.
      Leider wissen in D nur sehr wenige Menschen um was es überhaupt geht, obwohl
      es im Netz genügend Informationen gibt.
      Vor Weihnachten habe ich im Kreise von leitenden Akademikern nur mal den Flug 77 ins Pentagon aufgrund der erdrückenden Faktenlage angezweifelt. Eine Welle der Entrüstung spülte mir entgegen und die Frage,auf welcher Seite ich denn überhaupt stehe. Meine Antwort: Auf der Seite der Wahrheit, der unschuldigen Opfer und des Rechtsstaates haben nur 2 von 9 Anwesenden verstanden.
      Da hat doch die Verblödungs-und Manipulationsindustrie des Überwachungsstaates hervorragende Arbeit geleistet. Wirklich excellent.

  4. bluestar sagt:

    Hallo Herr Meyer,

    vielen herzlichen Dank für diesen grandiosen Artikel und alles Gute für Sie in 2014 !!!
    Alles was Sie ansprechen ist traurige Realität, die Maschen der totalen Überwachung und Kontrolle werden spürbar enger gezogen. Es ist kaum noch möglich sich diesem
    Vorgang zu entziehen. Die Masse der Deutschen jedoch erfreut sich an Spielkonsolen,
    Talkshows, Smartphone, Facebook und GroKo.
    Die „Affen mit iphone“ befinden sich mittlerweile im Zoo, gefangen, dressiert, korrumpiert und überwacht. Aber glücklich und zufrieden über das Futter was ihnen die Obrigkeit hineinwirft. Und sie dürfen aller 4 Jahre sogar den Futtermeister wählen, ist das nicht toll? So etwas wird dann als Demokratie empfunden.
    Freiheitsdrang, Privatsphäre, Unabhängigkeit, Selbständigkeit, Eigenverantwortung – alles uncoole Fremdwörter für Spinner.
    Seit dem selbst inszenierten oder zumindest geduldeten, bis heute nicht ansatzweise rechtsstaatlich aufgeklärten 11. September hat sich die Welt dramatisch verändert, was ja Ziel dieser Veranstaltung war. Mehr Lügen, mehr Überwachung, mehr Kriege, mehr Kontrollen, mehr Manipulation, mehr Diktatur, mehr Tote. Die von Ihnen erwähnte Wortwahl von Vertretern der US-Behörden gegen Edward Snowden lässt tief blicken wohin die Reise gehen wird und was uns in naher Zukunft erwartet.
    Es wird ungemütlicher im Käfig der Affen werden, aber noch ist die Masse happy und
    vertraut ja unerschütterlich den Aufsehern und ihren versprochenen Futterrationen.
    Zum Glück gibt es noch diesen Blog mit frei denkenden Menschen. Das macht ein wenig Hoffnung in dieser verrückten Welt.
    Vielen Dank an alle Autoren und Kommentatoren, die diese Seite einmalig machen.

    LG aus dem Osten.

  5. samy sagt:

    „…Am liebsten hätte ich ihm auf seine ungeputzten Schuhe gekotzt….“

    .. und dann höfflich Erkündigung eingeholt, ob denn noch seine Krawatte zum Wischen des Mundes zur Verfügung stünde 🙂

    Ach ja, frohes Neues und Gesundheit allen Kommentatoren und natürlich den Blog-Betreibern.

    2014, da freue ich mich dann auf Pussy-Riot und Herrn Chodorkowski. Man wolle sich um die Rechte der Gefangenen in Putinland kümmern. Und Herr Mannigs, der im Knast schmort? Herrn Assange oder Herrn Snowden, die auf der Flucht vor den USA sind? Sind die auch gemeint? Wohl kaum, oder doch? Schauen wir uns dan die Heuchelei in den Medien einmal an. Das wird ein Schenkelklopfen. Oder zeigen die Journalisten einmal Rückgrat, fragen nach dem Unterschied zwischen West- und Ostknast, zwischen traditionellen russischen Knickschuss und amerikanischen Galgen?

    Obwohl eine Arbeitsthese schwirrt mir durch den Kopf. Was ist wenn Chordokowski einen Deal mit Putin hat? Oligarchen machen das manchmal in Russland. So in der Post-Gorbatschow-Ära. Der Oligarch Chordokowski hielt sich nicht daran und wollte in die Politik, kam in den Knast. Ursache und Wirkung, hier gerne verschwiegen, womit ich das Ruhigstellen hinter russischen Gardinen oder Irrenanstalten nicht verteidigen will. Mit Sicherheit nicht. Aber Deal ist Deal, jedenfalls aus Sicht der ruschischen Politikerkaste.

    Was nun, wenn Chordokowski sich für Snowden, Assange und Mannings einsetzt? Vielleicht auch ohne neuen Deal, nur um sich mit Putin wieder gut zu stellen? Zugriff auf 400 Millionen Dollar und ein normales Leben in Russland könnten Argumente sein.
    Oder vielleicht nur aus Überzeugung, den politische Gefangene sind nun einmal politisch Gefangenen. Überall. Wir werden sehen.

    VG

  6. bluestar sagt:

    @samy
    Interessanter Gedanke, aber ich glaube der Chordokowski bleibt was er seit seiner Zeit als Funktionär bei den Komsomolzen war.
    Ein Blender, Betrüger und gieriger Egoist. Fall sich dieser Mensch geändert haben
    sollte, dann sind die russischen Straflager doch nicht so schlecht wie ihr Ruf.
    Übrigens wird er sich wohl kaum mit den US-Leuten anlehnen, denen er großzügig
    den Zugang zu russischen Ölreserven schaffen wollte.
    Aber: Ich lass mich gern auch überraschen…
    Dass sich der greise Genscher für diesen Typen engagiert, hat bei den US-Boys wieder
    Punkte für Germany gebracht. Das war auch bitter notwendig, nach dem offiziellen
    Sturm im Wasserglas gegen die NSA.
    Dieser Edward Snowden ist für mich ein Held. Hat gutbezahlten Job mit besten Zukunftsperspektiven aufgegeben und handelt nach seinem Gewissen. Wissend, dass er Heimat, Job und Familie für immer verlieren wird.
    Hier gibt es kein Verständnis geschweige Unterstützung von den Herrschenden für dieses Verhalten. Wahrscheinlich wissen die nicht einmal was ein Gewissen ist.

  7. Der ganz normale Wahnsinn sagt:

    Wenn man die Ereignisse seit 9/11 mal betrachtet,so ist dieses Datum der Ausgangspunkt einer ganzen Reihe von Entwicklungen auf den unterschiedlichsten Gessellschaftsebenen.Nicht eine davon dient der Freiheit des Individuums.Der 11. Semptember wurde inszeniert um diese Entwicklungen überhaupt erst möglich zu machen.Dafür mussten die Menschen erst einmal Angst bekommen,ein diffuses Feindbild musste her.Ein Feind der angreift,sich versteckt um dann anderswo zuschlagen zu können.Er musste potenziell überall lauern,denn man wollte ja die totale Überwachung auch und gerade der eigenen Bevölkerung.Der internationale Terrorismus war geboren und wurde uns so verkauft als ob es ihn vorher nicht gegeben hätte.Man sagte uns:“ Wir wussten von nichts!“ Aber bereits als die Türme noch brannten war man sich schon sicher:“Die sind´s gewesen!“ Für wie blöd halten die uns?Die heutigen NSA-Skandale sind doch nur die logische Konsequenz eines Patriot Acts,das ist nunmal die Strategie unsere Elite,sie führen Gesetze ein deren auswirkungen den Bürgern erst sehr viel später bewusst werden.Das liegt leider zu einem grossen Teil daran, das die meisten sich mit Politik gar nicht beschäftigen und so solche Gesetze nicht bereits bei der Entstehung behindern bzw. sie verhindern.Die NWO wird kommen,sie ist das erklärte Ziel der Finanzelite,von Leuten deren strategische Planung weit über das hinausgeht was unsere Politiker überblicken.Da beginnen für mich die Probleme…Den Menschen in Demokratien die durch Vermögen eine solche Machtfülle erreichen,untergraben das ein Mann eine Stimme Prinzip.Einzeln betrachtet mögen sie keine Bedrohung sein,in Summe bedeuten sie das Ende der Demokratie…Man könnte auch sagen,entweder tötet der Kapitalismus die Demokratie,oder die Demokratie tötet den Kapitalismus.Beides kann auf dauer ohne Einschränkungen nicht koexistieren.Aber das ist nur meine Meinung…..

    • Der ganz normale Wahnsinn sagt:

      Nachtrag:

      Letztlich dient diese ganze Terrorshow nur der ablenkung der Bevölkerung vor der tatsächlichen Bedrohung.Das Finale einer mathematischen exponentialfunktion mit katastrophalen Konsequenzen.Dem kollaps des Finanzsystems…..Da vom Ende der Welt zu sprechen kommt der wahrheit schon ziemlich nahe finde ich…Die letzten beiden Male ging es jedenfalls nicht gut aus.In diesem Sinne ,frohes neues 😉

  8. Jochen sagt:

    Hallo Herr Meyer,

    vielen Dank für diesen Nachruf, den man nicht ergänzen muss.
    Für 2014 wünsche ich Ihnen Gesundheit und Glück.

    Die Ignoranz hier in Deutschland macht mich mittlerweile fassungslos,
    zu unserer politischen `Elite` mag ich mich gar nicht äußern.

    Die geplante Abschaffung von Bargeld ausgerechnet in Schweden finde ich bemerkenswert, es dürfte eine der ganz spannenden Fragen sein, ob und wenn ja wie schnell dieser Prozess global an ‚Nachhaltigkeit‘ gewinnt.

    Ein spannendes Jahr liegt vor uns.

    Allen Lesern natürlich ebenfalls alles Gute für das neue Jahr,

  9. Lickneeson sagt:

    Danke Frank für diesen heissen, feuchten Lappen, den Du uns um die Ohren semmelst.

    Die Einstellung der Amerikaner zu „Verrätern“ ist seit 9/11 nur gewachsen, es gab sie schon in der Mc Carthy-Ära. Die Amis sind in allen Belangen ein extremes Volk, aber ihr Nationalismus erinnert von der Intensität und Einäugigkeit sehr an diverse Fundamentalprediger aus dem mittleren Osten. Aus NSA sowie Präsidentensicht muss man natürlich „Veständnis“ haben, das sie Snowden nicht gleich auf die Dollarnoten drucken. Würde hier auch niemand tun.

    IPhone und C0. sind nur moderner Ersatz für das erste Auto in den 60-ern…., es entpolitisiert die Leute und macht sie zu Hampelmännern der IT – u. NSA Mogule.
    Wer sich so ein Gerät kauft und sich dann übers Ausspähen aufregt, hat leider gar nichts verstanden. Schlimmer ist, das die Gesellschaft u.a. durch „Karrierekids“ und
    „Businesskasperls“ zu einer durchweg amerikanischen, kapitalismussüchtigen unpolitischen Mischpoke wird, die sich einen Dreck um eine eigene Meinung(nebst Rückgrat!) sowie eine soziale u. gerechte Lebensform schert.

    Heraus kommen (in unserem harmlosen Land) Rentner in „Wolfskin-Outlook“, die im Starbucks via IPhone „sichere Geldanlagen“ ordern und sich später wundern, das es zuhause ins Hirn regnet.

    Tip für 2014:

    Halten Sie sich von IPads + Co fern, gehen Sie NICHT wählen, auch nicht am MC Doofstand. Packen sie Sachen für 1 Woche in einen Rucksack und gehen Sie wandern….

  10. wolfswurt sagt:

    Eine sehr gute Zusammenfassung der Zustände.

    Nun mal etwas positives:
    Natürlich wird die moderne Technologie von den Obrigkeiten und ihren Institutionen benutzt um möglichst alle Informationen ihrer Untertanen zu erhalten.
    Erinnert sei hier an Nero der verkleidet abends in Rom´s Gasthäusern unterwegs war um zu hören was das Volk spricht.
    Sammeln und archivieren ist die eine Seite.
    Auswerten und einordnen die Andere.
    Um dies erfolgreich zu tun benötigt es Personen die mit ihrer Intelligenz und Fähigkeiten über dem Durchschnitt der Bevölkerung liegen müssen.
    Das ist nicht der Fall.
    Warum?
    Menschen mit den Eigenschaften wie: klug, fähig, anständig, kultiviert und charakterstark betrachten die Tätigkeit der Schnüffellei an ihren Mitmenschen in der Regel als Tätigkeiten auf unterstem Niveau.
    Notwendige Eigenschaften für eine geheimdienstliche Tätigkeit sind: Käuflichkeit, niedriges Selbstwertgefühl, mangelnde Intelligenz, Gier, Neid und Charakterlosigkeit.

    Geheimdienste ähneln einem Pilzsammler, welcher alle Pilze die er findet in seinen Korb legt aber anschließend nicht in der Lage ist die giftigen von den ungiftigen zu unterscheiden.
    Die Obrigkeiten und ihre Geheimdienste werden gleich dem Pilzsammler an ihren Informationen ersticken.

  11. bluestar sagt:

    @wolfswurt
    Wieder ein sehr interessanter und nachdenklicher Beitrag von Ihnen zum Thema. Bei Ihrem Vergleich musste ich schmunzeln.
    Mögen Ihre Prophezeiungen Realität werden.
    VG und schönen Sonntag.

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