Nichts ergibt einen Sinn

18. Oktober 2017 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Die Kurse steigen…und steigen…und steigen. Dow, S&P500 und Nasdaq sind alle auf Rekordhöhe. Die weltweiten Aktien waren nie wertvoller. Jeder weiß, dass die Aktienkurse fallen müssen. Aber niemand weiß wann… oder auch nur warum…

Nichts ist solide. Nichts ist wahr. Nichts ist wirklich sinnvoll. Die Gewinne der Unternehmen sind gefälscht – mit Buchhaltungs-Tricks.

Die Statistiken der Regierung sind auch gefälscht, Arbeitslosigkeit, Inflation, BIP. Wenn sie richtig gemacht würden, zeigten sie, dass mindestens die Hälfte des Landes das ganze 21. Jahrhundert in einer Depression verbracht hat.

Die Aktienkurse sind gefälscht – getrieben durch extrem niedrige Zinsen… QE… und Aktienrückkäufe.

Und die Zinsen selbst sind gefälscht – die Fed hat sie auf ein 5.000-Jahres-Tief gedrückt.

Sie spiegeln nicht mehr wieder, wie viel Kapital (Ersparnisse) im Verhältnis zur Nachfrage nach Krediten zur Verfügung steht …und wie viel Kredite daher wirklich kosten sollten.

Und schließlich ist auch das Geld selbst fake.

Projekt in der Sackgasse

Wir haben so viel darüber geschwafelt, wir werden Sie heute nicht mit mehr belästigen.

Aber Geld ist das Maßband für den Tischler Wirtschaft.

Wenn das Band sich dehnt oder schrumpft… haben Sie am Ende ein Haus, in dem Sie nicht leben wollen, mit krummen Wänden und schiefen Türen.

Und am Ende fällt Ihnen etwas auf den Kopf.

Das Problem ist, wir wissen nicht, wann dieses Monstrum zusammenbrechen wird… oder wie.

Ansonsten können Sie in den nächsten Jahren hilflos dabei zusehen, wie Ihr Vermögen dahinschmilzt, wie Eis in der Sonne.

Der IWF fordert bereits mehr Enteignung für deutsche Sparer. Schützen Sie Ihr Vermögen, solange es noch geht. Ziehen Sie Ihr Geld aus der Eurozone ab! Klicken Sie hier…

Und in der Zwischenzeit…

Die Installateure sind dabei, mehr und mehr Rohre zu verlegen… die Maurer legen Stein auf Stein… die Elektriker verlegen überall Kabel und Leitungen… und die Zimmerleute machen Lärm mit ihren Hämmern.

Das heißt, reale Ressourcen gehen in eine leidvolle, Geld-verschluckende Sackgasse von einem Bauvorhaben.

Wie lange das Hämmern noch andauern wird, wissen wir nicht. Alles, was wir sagen können, ist, dass wir nicht dabei sein wollen, wenn das Erdbeben kommt.
Quelle: Kapitalschutz-Akte
Weitere Informationen: Investor Verlag

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4 Kommentare auf "Nichts ergibt einen Sinn"

  1. Insasse sagt:

    „Und die Zinsen selbst sind gefälscht – die Fed hat sie auf ein 5.000-Jahres-Tief gedrückt. Sie spiegeln nicht mehr wieder, wie viel Kapital (Ersparnisse) im Verhältnis zur Nachfrage nach Krediten zur Verfügung steht …und wie viel Kredite daher wirklich kosten sollten.“

    Ich will diese Aussage einmal in Frage stellen und stelle die These in den Raum, dass die Zinsen deshalb so tief sind, weil es zu viel Kapital im Verhältnis zur geringen Nachfrage gibt. Insoweit wäre allerdings noch zwischen den kurzfristigen und langfristigen Zinsen zu differenzieren. Eine interessante Diskussion dazu mit weiterführenden Links ist unter dem Artikel auf https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/the-courage-to-normalize-monetary-policy/ zu verfolgen.

    Es wäre interessant, hierzu insbesondere auch einmal die Meinung vom Bankhaus Rott zu lesen, das sich ja mit diesem Zusammenhang besonders gut auskennen muss (ich erlaube mir einmal diese Anregung).

    Schöne Grüße aus der Anstalt vom Insassen!

    • Skyjumper sagt:

      Ich habe das Gefühl das hier zu eindimensional geguckt wird. Wie in so vielen Diskussionen wird mit Gewalt versucht „entweder-oder“ Szenarien zu konstruieren. Ein „sowohl als auch“ wird fast regelmässig ausgeschlossen.

      Natürlich ist es zutreffend, dass ein immer größer werdener Kapitalstock (mehr als 7 Dekaden ohne große Zerstörungen in den kapitalistischen Ländern lassen grüssen) einem Investitionsumfeld gegenübersteht dem langsam aber sicher die Phantasie ausgeht wo man denn noch sinnvoll (im Sinne von nachhaltig ertragreich) investieren könnte. Allerdings ist das ja nicht der einzige Kapitalmarkt, es gibt auch noch den risikobehafteten Markt.

      Ganz klassisch dem Gesetz von Angebot und Nachfrage folgend müßte sich der Zinssatz, als Preis des Kapitals, in Teilbereichen demnach reduzieren. Gleichzeitig gibt es jedoch reichlich Personen/ Firmen/ Institutionen die (hoch risikobehaftete) Investitionsvorhaben umsetzen möchten und dafür Kapital nachfragen. Beispielsweise auch (unter vielen anderen) Staaten fragwürdiger Bonität.

      Kurzum, der Zins resultiert bei einem freien und unmanipulierten Kapitalmarkt nicht ausschließlich aus Angebot und Nachfrage, sondern da gibt es noch viele andere Preisbildungsfaktoren. Bonität, Währungssicherheit, Laufzeiten, Kapitalverkehrsvorschriften, Steueranreize etc. etc.
      Die Unterscheidung in Kurzfrist- udn Langfristzinsen wäre also nicht die einzige zusätzliche Differenzierung die man treffen müßte. Es gibt eben nicht DEN Kapitalmarkt. Wir versuchen es nur mit Simplifizierungen um ein hoch fragmentiertes Geschäftsfeld leichter zu handhaben.

      Entscheidend ist aber eigentlich was anderes. Bonner differeziert ja offenbar sehr bewußt zwischen „Kapital (Ersparnissen)“ und „Kapital“. Man muss sich doch nun wahrlich nicht weit aus dem Fenster lehnen wenn man behauptet dass die ZB’s durch ihre Kapitalschöpfung die Kapitalangebotsseite über alles hinaus ausweiten was dieser Angebotsseite durch reine Kapitalersparnisse sonst zur Verfügung stände.
      Bonner hat an keiner Stelle behauptet dass er mit der angesprochenen „Zinsdrückung“ die Leitzinsfestsetzungen der ZB’s gemeint hat. Die Zinsdrückung findet quasi schon vorher via „Kapital“schöpfung statt. Das Giralgeldschöpfung und Leitzinsfestsetzung dabei Hand-in-Hand gehen und sich gegenseitig waschen muss bestimmt nicht weiter betont werden.

  2. beko sagt:

    D’accord.
    Ein Blick auf das risikovolle Wirken der FINANZOKRATIE hat mich zu folgendem Reim veranlasst:

    „Zu was verführt uns der Wust an Valuten,
    Mit denen Zentralbanken die Welt fluten!?
    Freilich, die Finanz-Casinos sind entzückt,
    Die Schuldenlast hingegen immer mehr drückt.
    Infolge schwindsüchtiger Habenzinsen
    Gehen Sparerguthaben in die Binsen.
    Der ARME wird Ärmer – der REICHE reicher
    Das geht nicht allzeit gut, denkt man’s nur weiter.
    Es gleicht einem formidablen Mummenschanz,
    Wo der Teufel lädt zu ekstatischem Tanz.
    Wenn wir dem Schwarzen Loch nicht widerstehen,
    Wird die Demokratie zugrunde gehen.“

  3. Marktbegleiter sagt:

    Eine Tatsache ist – das System funktioniert (noch). Ein klarer Fakt.
    Es funktioniert, weil die Masse dies weiterhin akzeptiert und glauben will. Es vertraut diesem System, weil es ihnen noch nicht die Schlussabrechnung gezeigt hat.

    Trotz allem und nochmals in Wiederholung – ES FUNKTIONIERT aktuell. Der Selbstbetrug ist überall, draußen um uns herum und in uns selbst. Den Status erweitern, erhalten, jeden Tag ist die Triebfeder dahinter. In uns. Da helfen die Bill Bonners Artikel weltweit auch nicht mehr weiter.

    Es funktioniert. Noch.
    Aber was stürmt gegen das eigene System aktuelle nun an?

    1. die Zinsfalle, in der wir uns alle befinden. Sie können nicht erhöht werden. Es sei denn wir finden einen neuen Planeten.

    2. die daraus resultierenden, nicht mehr weiter auffindbaren Anlagealternativen. Auch sie zeigen uns einen Weg zum baldigen Knall. Wohin mit dem Buchgeld? Immobilen – sehr teuer. 1 Million Dollar, Euro, CHF, für 70- 80 qm in Bestlagen von NYC, Zürich und München sind heute normal in der Betrachtung. Musst du halt bezahlen. Wird (noch) bezahlt. Weiter zu den Oldtimer- und Kunstwährungen. Diese wandern in noch weitere neue Sphären. Kunstpreise aus Anlagenotstand. Ist halt so. Wenn du haben willst, „sichern“ willst – bezahle.

    3. Die Babyboomer weltweit mit ihren aufgebauten Ansprüchen wandern nun Zug um Zug in ihre Anspruchszeit, Namens Rente und Pension. Es ist absehbar, errechenbar, dass dies so wie ursprünglich gedacht nicht gut gehen kann.

    4. Die Automatisierung in Verbindung mit der Robotik und KI. Ein weiterer Sargnagel für das aktuelle System. Hier sind die Auswirkung in einer exponentiellen Betrachtung noch für den Großteil gar nicht überschaubar. Wie auch, es ist einfach sehr komplex, wenn man sich mit Fertigungsmöglichkeiten nicht beruflich beschäftigt.

    Es wird zu rasanten Umbrüchen kommen in der Produktionswelt. Mehr Technik, mehr automatisierte Fertigung 24/7. Wesentlich mehr Output. Wer dann die Abnehmer dafür sein sollen, wenn Arbeitsplätze human nicht mehr besetzt sind… ohne nennenswertes Einkommen, stört wohl niemanden.

    Die humane Titanic kann den Eisberg darüber noch nicht vollumfänglich erkennen. Es wird hier weiter schöngeredet von den maximalen Profiteuren und vom eigenen Selbstbildnis in Platons Höhlenwand.

    Fazit: Die aktuelle Entwicklung geht vordergründig sehr, sehr langsam, darum auch so viel Bonner und Co. Artikel über die Jahre, ohne nennenswertes Resultat. Der gefühlte Zusammenbruch des Systems seit 2008 geht meiner Erfahrung nun langsam gegen 100 mal.
    Nicht desto trotz, gehen wir 5 Jahre in die Zukunft… ob es dann immer noch so ruhig in der Gesellschaft seit wird, wage ich extrem zu bezweifeln. Sämtliche Faktoren welche zum Auslöser der Subrime Krise und deren Folgen global geführt haben sind heute übertroffen. The big Short Teil 2 – die schwarzen Schwäne – alle sind sie längsten auf dem Wasser. Somit gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Love it, change it or leave it. Lebenszeit ist kostbar. Daran sollte man sich erinnern. Kein Tag kommt zurück.

    PS: Ein untrügliches Zeichen für the big chaos mache ich in der erfolgreichen Umsetzung der elektronischen, bargeldlosen Gesellschaft aus. Ist diese durchgesetzt, dann wird es wohl nicht mehr lange gehen, bis man das System zur Kernschmelze bringt. Dann nämlich hat man die Situation einigermaßen in Kontrolle für das Nachfolgesystem. Ging es nicht immer nur darum…

    Und zum Abschluss noch wenig Symbolik – natürlich alles nur Zufälle.
    https://www.google.de/search?q=oculus+new+york&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwjYtv2B4PnWAhWBxxQKHTbGCkkQ7AkIhwE&biw=3072&bih=1628

    The all seeing eye ist längsten groß und breit installiert. Man muss es nur wahrnehmen (wollen). Mein persönlicher Favorit ist die Zeitschiene 2022-2023. 5 Jahre bis dahin zum weiteren Illusionserhalt kann ich mir vorstellen. Darüber hinaus kann ich es mir nicht mehr vorstellen. Wir werden sehen.

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