Nicht schon wieder Griechenland! Es gibt anderen Schmutz!

4. Februar 2014 | Kategorie: RottMeyer

von Frank Meyer

Kennen Sie den schon? Griechenland braucht wieder Geld. Ja, kennen Sie schon! Langweilig! Während sich die Öffentlichkeit über eine gewisse A. Schwarzer aus dem Schwarzgeldland erregt, werden hinter den Gardinen schon wieder Milliardenpakete in Stellung gebracht…

Wie heißt es so schön, nichts ist sicher, außer der Tod und die Steuer. 

Ich möchte Sie nicht mit einem Kommentar zu Steuersündern langweilen. Das tun andere. Doch welche Zufälle! Kaum ist das Dschungelcamp vorbei, werden andere Säue durchs Dorf getrieben. Die richtig Dicken bleiben aber im Busch versteckt. Sie sind  in der öffentlichen Wahrnehmung so beliebt wie ausrangierte C-Promis auf mitternächtlichen Sendeplätzen. 

Während sich aber gerade die Leute ihre Augen an den Steuersünden einer Vorzeige-Feministin mit zweifachem Bundesverdienstkreuz sattsieht, läuft auf einem anderen Kanal ein echter Blockbuster ohne Zuschauer – die Verschiebung der richtigen Milliarden. Der geneigte Stammtisch-Diskutant wird meinen, die Griechen werden die vielen Milliarden in den verbliebenen Kneipe Hellas verpulvern, sich dann noch undankbar zeigen und auch noch die Rente der toten Omas monatlich verjubeln.

Offiziell wird es in den nächsten Wochen wieder darum gehen, das ach so arme Griechenland zu retten. Leider bekommen die wirklich armen Leute dort nichts vom Geldregen. Vielmehr gilt es, die Gläubiger zu befriedigen. Wer besitzt eigentlich die griechischen Staatspapiere außer den Lesern des Handelsblattes? Oh, auch die EZB? Und dafür braucht es ein neues Paket, denn das zweite Paket ist leer geräumt worden.  

Ganz unbemerkt bleibt wieder mal, wem die vielen Milliarden, und das alternativlos, in den Allerwertesten geschoben werden. Es ist einfach zu kompliziert fürs Wahlvolk. Für die meisten Nichtwähler auch. Schon wieder geht es nicht um Schulden sondern um Guthaben und den Schutz derer.

Wie sagte einst J. C. Juncker? „Transferleistungen sind so absurd wie eine Hungersnot in Bayern.“

Ach, der Herr Juncker, der Träger des Karlspreises, wofür Aachen später noch viel Öffentlichkeitsarbeit leisten muss, als Abbitte sozusagen. J.K.J. tritt wieder an! Er wird Spitzenkandidat der europäischen Konservativen für die Europawahlen im Mai und zugleich für das Amt des Präsidenten der EU-Kommission. Ich bin zuversichtlich für ihn, denn jeder bekommt das bzw. den, den er verdient. Eine kleine Geste hier, etwas Lächeln da und ein paar emotionale Interviews – und schon heißt es, der ist doch nett. Kreuzchen dran. Super. 
Meyers Money-Fest: Über den täglichen Wahn und Sinn an den Kapitalmärkten

Wer, wenn nicht er, ist prädestinierter für die höchsten Ämter? Hätte die Kirche noch mehr zu sagen, er wäre sicherlich schon heiliggesprochen worden. Zuchtrosen trügen seinen Namen. Wahrscheinlich würde ihm die J.C.Jucker Medaille verliehen. Ich schreibe das heute, denn später, wenn er diese Auszeichnung bekommen hat, ist es verboten, so darüber zu schreiben. Deshalb zerstört sich dieser Absatz in diesem Blog von selbst – bevor im Martin Schulz-Gymnasium die Schüler darüber unterrichtet werden, welches in der Herman van Rompuy-Straße liegt, unweit der Jean Claude Trichet Allee… (Seite 2)

 

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6 Kommentare auf "Nicht schon wieder Griechenland! Es gibt anderen Schmutz!"

  1. bluestar sagt:

    Diese widerlichen Kampagnen gegen „Steuersünder“ sind die geistigen Vorbereitung der Volksmasse auf kommende finanzielle Repressionen.
    Die Botschaft: Der Staat mit seinen Forderungen steht über alles, kritische Nachfragen ausgeschlossen. Der Staat ist immer das Gute. Willkommen in der DDR.
    Und dieser SPD-Schleimer mit Namen Oppermann fordert noch schärfere Maßnahmen, alles muss kontrolliert und überwacht werden, jeder Euro gehört dem Staat.
    Mittlerweile ist klar, dass bei Kampagnen in den Medien irgendwelche Sauereien im Hintergrund vorbereitet oder durchgezogen werden die von der Masse nicht wahrgenommen werden sollen. Oder Schweinereien wie den NSA-Skandal sollen in Vergessenheit geraten. Dafür kommen tagtäglich Bilder über die Ukraine.
    Dazu noch die Debatten über Olympia in Sotchi. Der Neid, dass sich ein Land ohne Staatsverschuldung 50 Mrd. für diese Spiele leisten kann ist in jedem Bericht zu spüren.
    Dass der gutverdienende Mittelstand im Zarenreich Putins sich in den letzten Jahren verdoppelt hat während bei und der Mittelstand dahinvegetiert wird natürlich nicht erwähnt…

  2. m. sastre sagt:

    Wen wunderts noch? Die Aussage, daß die, die in Europa die Politik verantworten, bis zum (vornehmlich bitteren) Ende lügen werden, nur um das Überleben des jetzigen Politikentwurfes von Quartal zu Quartal zu ermöglichen, bestätigt sich mit schöner Regelmäßigkeit.
    Aber wen wunderts? Die europäischen Völker, die mit der noch vorhandenen Möglichkeit der demokratischen Abstimmung die Gelegenheit zur Korrektur besäßen, nutzen diese nicht. Wenn in Deutschland eine Frau Merkel fast eine absolute Mehrheit erreicht und in Griechenland auch noch immer die Parteien das Sagen haben, die für die katastrophale Entwicklung verantwortlich zeichnen, dann ist dem nüchternen Betrachter klar, wohin die Reise geht. Mitleid ist hier fehl am Platze! Wie so häufig, sind es die angeblichen Kräfte der Mitte, die die Bevölkerung, genau wie das Staatswesen, langsam ruinieren und damit den Kräften der Extreme preisgeben. Die bewußt wahrnehmenden Menschen wähnen sich an den Nischen ihres Meinungsaustausches gerne als Mehrheit, tatsächlich sind sie eine marginale Größe im politischen Diskurs. Gerne wird auch auf den angeblichen Widerstand in anderen Ländern der EU verwiesen, dabei sind auch dort die Menschen, obwohl in weiten Teilen bereits verarmt, zu kaum mehr als einem punktuellen und vorübergehenden Aufbegehren fähig.
    Das wird böse enden. Wer das begriffen hat, kann sich zumindest persönlich darauf einstellen.

  3. Lickneeson sagt:

    Eine herrliche Zeit, um mal wieder eine anständige APO zu bilden. Vor Feindbildern kann man sich kaum retten und in der Kommunikation sind ja bekanntlich keine Grenzen gesetzt. Gesichtsbuch und Googlehupf sei Dank. Aber tagelang bei Minusgraden vorm Reichstag stehen? Anscheinend hockt die Mehrzahl lieber beim „Public Viewing“ vorm Dschungelkamp und lacht sich über Idioten schlapp. Wenn Affen über Affen lachen…

    Steuersünder: Also U.Hoeneß im Currywurstkostüm2 Wochen am Pranger auf dem Viktualienmarkt – des wär scho was!

    MfG

    PS:Danke nochmals Frank für dein „Hindenburg-Omen“ vor ca. 2 Wochen,hihi.

    • m. sastre sagt:

      Nix da! Wir müssen mit unserem Hauptjob und den vielen Nebenjobs doch genug Kohle verdienen, um am Konsumkarussell teilhaben zu können. Da bleibt keine Zeit um uns mittels APO um die politische Verbesserung unserer grundsätzlichen Lage zu kümmern.

  4. Michael sagt:

    Die Frau Schwarzer soll verdien was sie will und versteuern genauso – jetzt die Finanzeinkünfte. Man kann sich mal getrost die Wirkungsweise von der Besteuerung von Finanzerträgen überlegen von Unternehmen deren Einkünfte aus der Sekundärverteilung anderer Staaten stammt… Das Thema ist für mich noch nicht ganz gegessen.

    Was ist eigentlich passiert mit ntv Telebörse um 22:45? Habe gestern eingeschaltet als ich mich nach getaner Arbeit zum Fernsehgerät plagte. Zuerst dachte ich ein Doku über die Arbeitswelt in der Globalisierung, aber ein würdiger Ersatz für Telebörse war das nicht. Heute musste ich festellen, der Termin scheint abgesagt zu sein. Ist 22:03 bis 22:10 der würdige Ersatz. Nachher ist eine Dokumentation über den Dollar: Übernatürlich! An der Schwelle zum Jenseits. Es bleibt bei Wirtschaftsthemen, das wohl.

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