Neumodisch denken – altmodisch handeln

7. Januar 2014 | Kategorie: RottMeyer

von Frank Meyer

Hoppla! Was war das denn? Alles stürzt. Sogar die Kanzlerin beim Langlauf. Kein Auftakt nach Maß. Selbst der DAX stürzte und damit die Experten in Erstaunen, die vor wenigen Tagen vor Zuversicht besoffen schienen. Error!

Das Jahr ist noch jung. Die Wunden schon wieder tief. Bloomberg schrieb, Gold hat den Investoren das Herz gebrochen, was sonst nur großen Lieben vorbehalten ist. Und wer am Montag eines der inzwischen knapp 12.000 börsengehandelten Gold-Zertifikate besaß, ist diese Sorge jetzt zum Glück los, nachdem mal wieder ein kleiner FlashCrash die Herzschrittmacher hat anspringen lassen.

Was doch eine Millisekunde im Computerhandel alles bewegen können… Hier der Absturz des Goldpreises und die kurze Aussetzung des Handels für 10 Sekunden von NANEX

flashgold

Schnell waren die zerborstenen KO-Papiere weggeräumt und durch neue ersetzt. Wer kauft das Zeug eigentlich? Die meisten werden sich als Investoren sehen. Der südafrikanische Springbock hat kurz im Schrank gelacht. Doch das nur nebenbei…

Überhaupt sind die ersten und letzten Tage eines Jahres an der Börse spannend. Zwischendrin ist es nicht anders. Das große Geld kommt aus den Weihnachtsferien. Was wird es tun?

Sicher ist sicher, sagen sich die Experten und schrauben in den letzten Wochen ihre Kursziele weiter hoch. Auch wenn der DAX fällt, die jetzigen Verluste machen die künftigen Gewinne noch größer, habe ich heute gelesen. Der DAX wird mindestens bis gestern schon auf 10.000 Punkte gestiegen sein – konservativ gehofft. Ja, die Bäume wachsen in den Himmel, außer die Bäume gehen ein. Die Fachleute sind mitten im Börsen-Fieber und hoffen auf weitere Ansteckung. Dieses Virus ist wirksam und massentauglich.

Übrigens.. Als Geheimtipp unter den Börsenhändlern gelten für dieses Jahr schon wieder Propaganda-Aktien und NSA-Spionage-Papiere.

Während ich zuschaue, bin ich weiter davon überzeugt, dass es sich wesentlich ruhiger schläft, wenn man weniger ausgibt als man einnimmt. Die Leser kennen das schon. Nur so bleibt ein Plus am Monatsende übrig. Reich wird man immer noch nicht durch Geld ausgeben, sondern durch Sparen, auch wenn das sehr altmodisch erscheint.

Mein Lieblingswort an der Börse ist neben „billig“, „unterbewertet“ und positiv wieder der „Anlagenotstand“. Angesichts der Entwicklung der Aktionärszahlen scheinen gar nicht so viele Leute darunter zu leiden. Wer aber dieses traurige Schicksal erfährt wie einen Beckenbruch, sollte besser zum Arzt gehen, ihn genießen und dann ausnahmsweise auch seinen hoffentlich gesunden Menschenverstand fragen, bevor man dann die Ersparnisse zur Vernichtung anderen überlässt… (Seite 2)

 

Seiten: 1 2

Schlagworte: , , , , ,

3 Kommentare auf "Neumodisch denken – altmodisch handeln"

  1. Michael sagt:

    Was fällt uns dazu ein … möglw. ‚Altmodisch‘ Denken und Neumodisch Handeln.
    http://www.sparefroh.at/de/Geld-Wissen/Sparefroh-TV

    Sparefroh TV … Was ist ein Markt? … Übungshefte usw …

    Auf jeden Fall für die Kinder und welche die es noch werden wollen. Geld und so (Rubrik rechts auf der Seite) ist auch recht nett.

  2. humanearth sagt:

    tss,tss,tss.
    die Schwarzmaler und Dauerpessimisten werden auch Anfang 2014 nicht müde ihr fehlendes Vertrauen in unser doch so bewährtes Finanzsystem zu postulieren.
    Wer immer noch diesen dunkelen Gedanken nachhängt und sich in der Rolle eines steten Mahners gefällt , sei folgendes gesagt :

    http://www.onvista.de/news/kolumnen/artikel/07.01.2014-09:00:34-die-finanzkrise-ist-vorbei!-wo-sind-denn-die-weltuntergangspropheten?supplierId=10&sourceId=33&newshash=d7a3c914e9e16e1e3a504f7144f2da30

    Die Finanzkrise ist nämlich vorbei , so. Unser Geldsystem erhält sich durch Vertrauen , nicht durch Mißtrauen. In God we trust.

  3. wolfswurt sagt:

    Ein Polizist hält einen Radfahrer an:
    Ja an dem Rad ist ja gar keine Beleuchtung.
    Hm, stimmt.
    Und die Klingel fehlt auch.
    Leichte Erheiterung beim Radfahrer.
    Na und der Kettenschutz ist auch nicht vorhanden.
    Radfahrer lacht laut.
    Das Schutzblech ist ja auch ab.
    Radfahrer schlägt sich auf die Schenkel und krümmt sich vor lachen.
    Sagen sie mal was gibt es denn da zu lachen?
    Na dahinten kommt einer der hat gar kein Rad.

    Glaube keiner es handelt sich um einen Witz.
    Bei Betrachtung aller Zustände brutale Realität, ob an der Börse oder sonstwo.

Schreibe einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben.