Neues aus der Zone

16. Februar 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Bankhaus Rott

Das Jahr 2016 hat gleich zu Beginn eine Menge zu bieten. Wie im Fernsehen setzt sich das Programm vor allem aus Wiederholungen zusammen. Immerhin mischt sich auch manches Schmuckstück zwischen die alten Kamellen…

Wie oft nach dem Jahreswechsel rufen einige alte Bekannte an. Manche kommen sogar zu Besuch. An den Finanzmärkten kommt der Besuch meistens ohne vorherige Anmeldung und ist dabei derart aufdringlich, dass man schon nach wenigen Stunden das Gefühl hat, er war nie weg.

Die Krise macht wieder Urlaub im Süden

Zum einen, von vielen eher unbemerkt, ist die gute alte Krise der Eurozone wieder aktiv. Die Bundesanleihen steigen, die Anleihen der Peripheriestaaten fallen. Bisher ist es nur der Ansatz eines Spagats, aber es zerrt schon an den Leisten. Dem einen oder anderen wird es bei 1,7% für Italiener doch etwas mulmig, was vermutlich nicht nur am dahinsiechenden italienischen Bankensektor (gibt’s ja hier auch) sondern auch an der anhaltenden Kapitalflucht liegt.

Der Anteil der faulen Kredite in den Büchern des italienischen Sektors ist deutlich höher als in anderen Ländern der Zone (unser neues Kurzwort für Eurozone, bitte gewöhnen Sie sich schon mal daran).

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Auch in den offiziellen Statistiken der EZB zeigt sich ein wenig erbauliches Bild. Kapitalzuflüsse in den Süden sehen anders aus.

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Nimmt der Euro seinen Abwärtstrend wieder auf und gewinnt die Talfahrt an Dynamik, dann wird neben den Themen Flüchtlingspolitik (gibt es eine?) und Schengen, Kapitalkontrollen, Probleme im Bankensektor und wirtschaftliche Stagnation bei divergierenden Entwicklungen in den Mitgliedsstaaten auch das Thema „hält der Euro“ wieder auf den Tisch kommen. Möglicherweise wird es im dritten Anlauf lauten „soll er überhaupt halten“? Manchmal wird das Unmögliche zum Wahrscheinlichen ohne den Umweg über das Mögliche zu gehen.

Mahlzeit: Nachschlag bei den Negativzinsen

Aus dem Laboratium der Zentralbanken kommt derweil mal wieder der Ruf nach der Bargeldabschaffung (Folge 1235). Ohne dieses Verbot würden die Maßnahmen der Zentralbanken einfach nicht greifen. Natürlich funktionieren die Maßnahmen nicht. Warum sollten Sie? Die Damen und Herren Finanzbeamte zäumen wie einst die Schiffsfondsanbieter das Pferd von hinten auf.

Damals wurden Schiffe gebaut, die niemand brauchte, weil Geld da war. Wie der Schiffsmarkt zeigt, kein besonders erfolgversprechender Ansatz. Man investiert vernünftigerweise eben nicht nur, weil Geld da ist. Man investiert um Geld zu verdienen. Gründe für mehr Investitionen in Deutschland ließen sich anstelle durch Zinskapriolen möglicherweise einfacher finden, wenn über eine massive Steuerentlastung und Vereinfachung des Systems nachgedacht würde. Herumschrauben an der Zinskurve wird nicht helfen. Aber das ist alles viel zu kompliziert und vermindert zumindest temporär die Manövriermasse. Einfach Zinsen senken, ein paar Bonds kaufen und dann spielen alle realen Problem keine Rolle.

Bald nur noch Bargold statt Bargeld?

Das Gejammer, das Bargeld sei schuld daran, dass die Maßnahmen nicht greifen, ist albern und genauso peinlich wie die weinerlichen Tiraden der Kommunisten und Sozialisten, ihre tollen Zaubersysteme funktionierten nicht, weil es ja anderswo noch kapitalistische Staaten gebe. Schuld sind immer die anderen. Interessant ist auch die Inkonsistenz. Einerseits wird Bargeld als nutzlos dargestellt und dessen Gebrauch als klitzekleiner Rest einer alten Kultur. Andererseits soll ausgerechnet dieses Relikt die vermeintlich allmächtige Zentralbank in die Knie zwingen. Stellen Sie sich auch oft vor, wie die BASF statt eine neue Produktionsstätte in Ludwigshafen zu bauen, fünf Milliarden in kleinen Scheinen abholt und unter den Kopfkissen der Angestellten versteckt? Wenn bloß das böse Bargeld nicht wäre, dann würden die Jungs morgen aber sowas von expandieren. Schöne Grüße in die Klapsmühle.

Während man für Bonds mittlerweile Zinsen zahlt, versucht sich Gold an einer Bodenbildung. Der erste Aufwärtsimpuls war in seiner Dynamik bemerkenswert. Wichtig wird der Verlauf der Konsolidierung bei wieder anziehenden Notierungen des US-Dollar sein, sollte es dazu kommen. Gegen die relevanten anderen Währungen war die Lage schon vor der Dollarkorrektur konstruktiv. Hält sich die Stärke auch gegen einen seitwärts oder gar steigenden Dollar, wäre das ein sehr positives Zeichen. Der eine oder andere mag einwenden, die großen Gewinne seien ja bereits gemacht, einige Minen hätten sich bereits vermehrfacht. Das trifft natürlich auf einige Titel zu und ein derartiger Gewinn sei denen, die ihn verbuchen können, gegönnt. Relevant sind natürlich nur die Gewinne über den gesamten Zyklus. Wer eine Aktie seit 100 hält, wartet bis sie auf 5 fällt und sich dann freut, wenn sie sich von dem Niveau ausgehend verdreifacht, der sollte besser seinen Anlageansatz einer Prüfung unterziehen. Nach einer Konsolidierung bieten sich bei einem erneuten Aufwärtstrends noch reichlich Chancen. Nur keine Panik und nur keine Hektik.

Auf die anderen Rohstoffwerte, die in den letzten Quartalen die dynamische Phase ihres nicht sonderlich überraschenden (siehe ART Keine Entwarnung) Abwärtstrends erlebten, hatte die Bewegung beim Gold noch keinen übermäßigen Einfluss. Einige Titel haben, nachdem man gemerkt hat, dass nicht alle Firmen sofort pleite gehen, nur weil man short ist, eine famose Korrektur hingelegt. Das sollte man noch nicht als Trendwende interpretieren. Aber es gibt durchaus positive Signale von den Rohstoffmärkten. So ziehen etwa die Stahl- und Eisenerzpreis an. Selbst wenn eine solche Erholung nach dem Einsturz noch keine Verkündung einer neuen Hausse ist, in der Breite short sein will man den Sektor nach einem solchen Kursrutsch wohl nicht mehr.

Freilich wird dies für viele kleinere Firmen zu spät kommen, aber jeder Dollar mehr ist positiv für die Cash Flows der Unternehmen. Das ist deshalb wichtig, weil viele Firmen nicht deshalb fördern, weil sie die Preise so attraktiv finden, sondern weil sie die Cash Flows brauchen. Eine deutliche Preiserholung hätte demnach zwei Effekte. Zum einen steigen die Cash Flows der Firmen, was potentiell zu einer Senkung der Förderung führen kann. Dies wirkt sich wiederum auf die Angebotslage an den Rohstoffmärkten aus. Ein positive feedback loop, wie es so schön im Englischen heißt.

Ob es zu einer solchen Erholung kommt, hängt davon ab, wie aggressiv die Firmen den Cash Flows hinterherlaufen. Duch zahlreiche Sparmaßnahmen und das Einfrieren oder Stoppen von Projekten wurden die laufenden Kosten deutlich eingedämmt, was die Flexibilität zur Reduktion der Förderung – steigende Preise vorausgesetzt – deutlich erhöht. Bis die Projekte wieder angeschoben werden oder dahinschlummernde Minen wieder in Betrieb gehen, wird es länger dauern. Ein Anstieg der Preise von 20% wird dafür kaum ausreichen.

Man darf überaus gespannt darauf sein, was die Beamten in den Geldlaboren der Zentralbanken zu einem Schub der Rohstoffpreise sagen würden. Negative Zinsen bei gleichzeitig steigenden Notierungen an den Warenbörsen, öfter mal was Neues. Endlich kommt dann auch die Inflation, denn die ist ja seit einigen Jahren gut und nicht mehr böse, seit das Ende des kalten Krieges gegen die Geldentwertung ausgerufen wurde. Aber Hauptsache kein Bargeld, dann wird alles gut.

Hohe Zinsen, keine Zinsen, negative Zinsen

Schon jetzt sorgen die negativen Zinsen bei großen Teile der westlichen Staatsanleihen für bemerkenswerte Verdrehungen an den Finanzmärkten. Gold zahlt keine Zinsen und damit mittlerweile mehr als viele Staatsanleihen. Interessanterweise sind diejenigen, die ewig das genannte Argument gegen Gold ins Feld führten, sehr leise geworden. Nun zahlt Gold immer noch keine Zinsen, aber wenn man nichts kaufen mag, was keine Zinsen zahlt, dann hat man mit vielen Anleihen ein Problem. Offenbar rechnen die Damen und Herren noch aus, warum und in welchem Ausmaß ein negativer Zins doch positiv ist. Immerhin hat die Bundesanleihe ja die volle Rückendeckung der Bundesrepublik Deutschland. Fühlt sich doch gut an. Leider stärken Aussagen wie die folgende nicht gerade das Vertrauen in die Sachkenntnis der Verantwortlichen.

(Handelsblatt.de) So sagte der sagte der Obmann der Unionsfraktion im Finanzausschuss des Bundestages Hans Michelbach „Die Deutsche Bank hat kein Liquiditätsproblem

Bei der aktuellen Problematik geht es bekanntermaßen nicht um die Gefahr der Illiquidität sondern um das Risiko der Insolvenz. Ein nicht unwesentlicher Unterschied. Sollte dieses Missverständnis in der Breite bestehen, würde dies immerhin die absurde Negativzinspolitik der EZB erklären. Dummerweise wird die Lage der Banken dadurch nicht besser sondern schlechter.

Aber nach einer baldigen Fusion der Commerzbank mit der Deutschen Bank und der KfW zur DKCfW (Deutsche Kredit- und Commerzanstalt für Wiederaufbau mit Betonung auf Anstalt) steht Frankfurt der Londoner City dann in nichts mehr nach. Warum jemand auf die Idee kommen kann, Frankfurt könne nach einem Brexit in der Finanzwelt den Platz der Briten einnehmen, erschließt sich bestenfalls einem Finanzlaien mit mehr oder weniger gesundem Lokalpatriotismus.

Mittelstands-Titanic fährt unter Wasser weiter

Ein letztes Highlight gibt es noch im jungen Jahr 2016. Es kommt vom Markt für so genannte „Mittelstandsanleihen“. Die Probleme in diesem Segment waren ebenfalls nicht gänzlich überraschend (siehe Mittelstands-Titanic rammt jeden Eisberg aus dem Jahr 2013), das Ausmaß ist jedoch erschreckend. Besonders bitter für diejenigen, die an den Unfug geglaubt haben, ist die extrem gute Entwicklung normaler Unternehmensanleihen in den vergangenen Jahren. Man hat daher nicht nur Geld verloren, sondern gleichzeitig vergleichsweise leichte Gewinne liegen lassen. Kommt’s dumm, kommt’s eben dumm.

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So wie mancher Anbieter auf seine Weingummitüten „ohne Fett“ druckt, sollte man vielleicht auf diesen Index „ohne Ertrag“ schreiben. Ein bemerkenswertes Beispiel der letzten Tage ist die mittlerweile insolvente German Pellets GmbH…

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Hier wurden offenbar nicht nur Pellets verbrannt. Im alten wie im neuen Jahr gelten daher die alten Regeln:

  • (a) kein Geld verlieren 
  • (b) siehe a. 

Finger weg von schon offensichtlich zu hohen versprochenen Renditen. Wer nur diese eine Kleinigkeit beherzigt, schläft auf Dauer besser.

 

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15 Kommentare auf "Neues aus der Zone"

  1. Insasse sagt:

    Sehr geehrtes Bankhaus Rott,

    „Neues aus der Zone“ – Sie haben es vollbracht! Mit der Einführung dieses Kürzels, fühle ich mich endgültig in die Zeit vor 1989 zurückversetzt. Sozusagen „back to the roots“, wenn auch ungewollt…MIST! Die politische Führung, die Straßen, die Schulen, die planwirtschaftlich gelenkte Wirtschaft, gleichgeschaltete Mainstreammedien, zwangsbezahlte öffentlich-rechtliche Propaganda und sonstiger Zwang wohin man schaut. Alles sprach schon lange für „die (neue) Zone“. Ich vermute seit einiger Zeit, die alte ist gar nicht untergegangen. Nur die Immobilien sehen (noch) besser aus – erstaunlich eigentlich. Besten Dank für die überfällige Klarstellung.

    Schöne Grüße aus der Anstalt vom Insassen

    • Filer sagt:

      Und nicht die blühenden Landschaften vergessen! Ist zwar alles nur noch Raps und Mais, aber die scheinen ja gut zu wachsen.

    • bluestar sagt:

      Zur Zone gehören dann wohl auch noch:
      1. Blockparteien und ein Scheinparlament
      2. Parteitage mit 10-Minütigen Ovationen für die Führung
      3. Realitätsverlust und Konzeptionslosigkeit der Landesführung
      4. Vorauseilender Gehorsam gegenüber der Besatzungsmacht
      5. Ein Heer von Mitläufern, Unterstützern, Profiteuren am Niedergang
      6. Feindbilder und Kampf gegen alles was nach echter Opposition oder Alternative aussieht

      • Insasse sagt:

        Ganz was Wichtiges haben wir noch vergessen: die STASI 2.0, die all unsere Daten erfasst, Telefon-, Fax- und Internetkommunikation auf Vorrat speichert und ungefragt unsere Konten abfragt. All dies ohne Richtervorbehalt versteht sich. Womit wir bei einem weiteren evidenten Punkt pro „Zone“ wären: dem Rechtsstaat, der genau wie die Demokratie, bestenfalls noch den Anschein desselben hat. Vielleicht noch zur Reisefreiheit: Auch diese wurde bereits stark eingeschränkt. Im Schengen-Raum kann ich zwar (noch) ohne Reisepass reisen. Will ich aber darüber hinaus, benötige ich einen solchen. Und dazu muss ich der STASI 2.0 zwei Fingerabdrücke geben (seit dem Jahr 2009). Will ich das nicht (z.B. aus Datenschutzgründen, was gehen den Staat meine Fingerabdrücke an, die noch dazu überall maschinenlesbar und damit auslesbar und damit abspeicherbar sind???), kann ich nicht über den Schengen-Raum hinaus reisen. In der neuen alten Zone braucht es eben keine physischen Grenzen, um doch den selben Zweck zu erreichen. Nur Nebenbei: Das Element des Reisepasses, in dem die biometrischen Daten gespeichert werden, hat übrigens die Bezeichnung (…na, wer kommt darauf?…) „maschinenlesbare Zone“.

  2. nursongedanke sagt:

    … jetzt mal unter uns: Glauben Sie ernsthaft den verkündeten Zielen der Zentralbanken? Wohl kaum. Die mögen ja Alles sein – durchtrieben, verdorben bis ins Mark, soziopathisch, machtgeil, geldgeil… – nur eben garantiert nicht blöd, ganz im Gegenteil. Jedenfalls nicht ansatzweise so blöd an ihre Legenden selbst zu glauben.
    Nein, ich glaube die wollen nur die Show am Laufen halten. Solange es geht. Whatever it takes.
    Also müssen die Banken solvent gehalten werden, genau wie die Staaten. Und sei es auf Kosten der Bevölkerung. Und das funktioniert bisher prächtig. Wenn erforderlich dann ist auch das Undenkbare recht. Negativzinsen, Bargeldverbot, Kapitalverkehrskontrollen, Zerstörung des Aussenwerts der Währung. Scheisswurscht. Zahlt ja nur der Schlafbürger. Und wenn, wie JPM kürzlich verkündete, in der Zone die Negativzinsen mal bis -4,5 % sinken, dann nimmt man zur Not auch eine Hyperinflation in Kauf. Bevor die böse Deflation dem eigenen Klientel deren Schulden in bleierne Lasten verwandelten. Wen kratzt es, mei …?!

    • Bankhaus Rott sagt:

      Hallo nursongedanke,

      „… jetzt mal unter uns: Glauben Sie ernsthaft den verkündeten Zielen der Zentralbanken?“

      Wir würden die Aussagen der Zentralbanken diesbezüglich – analog zur Debatte Bargeldverbot gegen Terrorismus – unter Marketing einordnen 🙂

      Das Interessante an den Negativzinsen ist jedoch, dass man damit, entgegengesetzt zur weit verbreiteten Meinung, die Banken eher in Richtung Abwicklung treibt als in Richtung Erholung. Ob das aus Dummheit oder Absicht geschieht ist in der Tat eine spannende Frage. Ausschließen würden wir beides nicht.

      Beste Grüße, eine schöne Woche
      Bankhaus Rott

      • nursongedanke sagt:

        … gut, ich hab ja nie vermutet, daß an mir etwa ein Diplomat verloren gegangen sein könnte. Aber „Marketing“, wenn auch mit Zwinkern – während ich nur noch Blendgranaten sehe. Das ist ja schon Regierungsprecher-Level. Machen Sie was draus! 🙂

        Im Ernst: Könnten Sie vielleicht gelegentlich mal die Arithmetik der Negativzinsen-Bankenstress-Thematik für uns Falschgewickelte erläutern?

        Vielen Dank im Voraus.

        P.S. Ihre Beiträge auf Rottmeyer waren und sind für mich die absoluten Highlights. Danke!

        • Bankhaus Rott sagt:

          Hallo nursongedanke,

          vielen Dank!

          Ja, den Themenvorschlag nehmen wir gerne auf.

          Bezüglich des möglichen Wechsels in den hohen Rat. Wir haben ab und zu Treffen mit MdBs. Sobald das Leid geklagt wird, wie hart der Beruf ist (was wir nicht bestreiten wollen, wir hatten ja nicht das Vergnügen) schlagen wir vor, den Job für eine Legislaturperiode zu übernehmen. Aller Härte zum Trotz wollte sich noch niemand von seinem Posten lösen 🙂

          Beste unabhängige Grüße
          Bankhaus Rott

  3. Habnix sagt:

    Wenn die Deutsche Bank von was weis ich wem über Wasser gehalten wird,dann hat sie tatsächlich kein Liquiditätsproblem, aber das wäre dann nur die halbe Wahrheit und die ist bekanntlich die beste Lüge.

    Wahrscheinlich wird sie indirekt vom Negativzins über Wasser gehalten oder sonst was.

  4. Lickneeson sagt:

    Schöner Artikel. Wenn wir alle jetzt in “ der Zone“ leben könnte man das „Bankhaus“ auch in „Neues Deutschland“, „Prawda“ oder Ähnliches umtaufen.

    Mal im Ernst: Abgesehen von Systemrelevanz, Marktverwerfungen und Entlassungen – hätte eigentlich eine Seele in der Zone schlaflose Nächte wenn die Deutsche Bank pleite ginge?

    Ein Institut, das durch Betrug auf allen Ebenen und absolut katastrophales Missmanagement am Abgrund herumoszilliert? Bei Ackermann und seinem Vorgänger hatte man schon ein leicht ekliges Gefühl, dabei waren das ja fast Lichtgestalten.Aber danach – Erbärmlich & Überschätzt.

    Die US -Banker müssen sich bei den hiesigen Katastrophen ja totlachen.

    MfG

  5. Thomas S. sagt:

    Liebes Bankhaus,

    vielen Dank für einen erneuten Klassiker aus Ihrer Feder.

    Einige Titel haben, nachdem man gemerkt hat, dass nicht alle Firmen sofort pleite gehen, nur weil man short ist….

    Herrlich, Herrlicher, Bankhaus Rott

    • Bankhaus Rott sagt:

      Hallo Thomas S.,

      vielen Dank! Im ersten Augenblick hatten wir gedacht, wir hätten ein paar Worte vergessen, aber es war doch alles an der richtigen Stelle 🙂

      Beste Grüße
      Bankhaus Rott

  6. Bonnie sagt:

    hallo bankhaus rott,
    du schreibst….
    „Aber es gibt durchaus positive Signale von den Rohstoffmärkten. So ziehen etwa die Stahl- und Eisenerzpreis an“
    als nicht ökonom denke ich,
    das diese signale der politik angelastet werden sollten.
    wenn die eu….. chinesischen und russischen stahl nicht mehr frei ,unverzollt in die zone lässt………wie angekündigt,
    ist dann nicht ein kursanstieg der zonenstahl aktien ,
    und auch des rohstoffs zu erwarten?
    und sei dem so….
    hat das nichts mit erholung am markt zu tun.
    oder?
    zum fracking sei angemerkt:
    die eu pumt 5 milliarden subventionen in den fraking markt.
    die augenblicklichen pleiten zeigen nicht das ende dieses marktes an.
    die firmen wechseln schlicht den besitzer,und die neuen eigner sind die alten ölmultis.
    sie werden europa mit teurem frackinggas zuschütten .
    wenn nicht nur syrien und der irak,
    sondern auch iran, saudiarabien ect ….in schutt und asche liegen,
    und vom is verwaltet werden.

    zu den nutzlosen schiffen sei noch angemerkt,
    das damit viele steuern gespart wurden.
    und sich die steuersparer nicht gegrämt haben.
    und das die schiffe dann nicht gebraucht wurden,
    konnte auch nur gott(oder vielleicht schäubele) voraussehen.

    und auch wenn mit investitionen geld verdient wird ,
    heißt das nicht automatisch das sie o.k. sind.
    eine investition sollte nicht nur geld einbringen,
    sondern auch sozialverträglich sein.
    sozialverträglich ist ein altes wort…
    verstehst du was es meint?ich meine das nicht überheblich.
    das ist eine ernstgemeinte frage.
    mfg bonnie

    • Bankhaus Rott sagt:

      Hallo Bonnie,

      die positiven Signale bei den Rohstoffpreisen beziehen sich auf die erwähnten Cash Flows der Unternehmen.

      „zu den nutzlosen schiffen sei noch angemerkt,
      das damit viele steuern gespart wurden.
      und sich die steuersparer nicht gegrämt haben.“

      Bei vielen Anlegern flatterten die Nachschussbriefchen ins Haus. Ganz so einfach, wie es sich viele dachten funktionierten die genutzten Konstruktionen nicht.

      „Sozialverträglich“ ist ein schwammiger Begriff mit dem man vieles und nichts meinen kann. Wir finden es jedenfalls sauberer, wenn man nicht nur schaut, für was man Geld ausgibt sondern auch, wo es herkommt. Das gilt nicht nur für Banken sondern für alle Umverteilungen.

      Beste Grüße
      Bankhaus Rott

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