Neues aus der Meyerei. Segel setzen! Doch wohin geht es?

16. Januar 2013 | Kategorie: Auf die Ohren, Kommentare, RottMeyer

(von Frank Meyer) Tschüss 2012! Hallo 2013. Wir aus der Meyerei blicken zurück und blicken voraus. Meyerei? Meyer, Hellmeyer und zwei Schlaumeier (Flierl, Malisch) nehmen zum zweiten Mal in einer Konferenz das große Bild in den Fokus. Europa, Eurokrise, Politik, Banken, Gesellschaft , Geopolitik und Edelmetalle. Wir senden einen Podcast mit einem Blick zurück auf 2012 und einen Blick voraus in das Jahr 2013. Viel Spaß bei unserer Vierer-Konferenz…

Zugeschaltet aus München sind Ralf Malisch und Ralf Flierl vom Smart Investor und Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank. Am Mikrofon: Frank Meyer. Viel Spaß!

[audio:http://www.rottmeyer.de/wp-content/uploads/2012/12/Meyerei2012.mp3|titles=Meyerei2012]

Der Beitrag wurde zuerst auf der Metallwoche veröffentlicht. Unsere „Meyerei ist auch Thema in der kommenden Ausgabe des Smart Investor.

Themen der Sendung

Abgehakt nach „Wünsch Dir was“ – die Eurokrise
Spezial: Europa, Europa, Europa
Wenn Scheinblüten verwelken, wenn Notenbankpolitik wirkt
Warum soll ich den Banken den „Arsch“ retten?
Unmut und Nebelkerzen: Halunken werden belohnt
Banken: To big to bail – to big to jail
Beispiel Island und Wirkung von Schuldenschnitten
Volk, Markt und Politik
Machtachsenverschiebungen und Kleinstaaterei
Meyer regt sich auf: Die EU ist ein Sumpf und Pfusch
Weltweiter Wirtschafts – und Finanzkrieg
Gesellschaftlicher Sprengstoff dank „Harmonisierung“
Mir doch egal & Mediensterben: Der Markt funktioniert
Protest per Tastatur und Biermeier 2.0
Märkte: Financial Repression
Spezial: Gold und Silber
Basel III: Gold kehrt zurück ins System
Manipulationen der Edelmetalle
Folker Hellmeyer: „Ich bin so entspannt!“
Ralf Flierl „Die Spirale des Wahnsinns dreht sich weiter“


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9 Kommentare auf "Neues aus der Meyerei. Segel setzen! Doch wohin geht es?"

  1. braindead sagt:

    Danke für den Podcast

    Erpressungspotential der „Finanzwirtschaft“
    mehr gibts nicht zu sagen

    und es ist ein Naturgesetz das die Banken weiter Geldschöpfungsmonopol haben …

    leider haben wir zu viele Abhängige die zusätzlich nicht denken möchten

    also Schotten zuschweißen, Kapelle lauter spielen lassen, alles wird gut. Das System funktioniert, also muß der „Mittelstand“ komplett weg.
    Früher werden die drunter und drüber nicht bemerken das es mit „Leistungslosen Einkommen“ irgendwie nicht funktioniert dauerhaft.

    aber ich habe nicht wirklich eine Problem damit wenn das allierte Besatzungsgebiet mit seiner BRD GmbH für Zuwanderer jeglicher Art unattraktiv wird. Keine Rohstoffe nur geistiges Restpotenzial. Das wird spannend. Tolle Infrastuktur hmm, man wirds sehen.
    Und wir importieren also was? Zeitarbeiter und 1€ Jobber, das klingt nach blühenden Landschaften. Und wer braucht schon Bürger?

    Europa gerne nur wer braucht Brüssel und die EU?

    Ansonsten warten wir mal auf blühenden Landschaften …

    Demokratisch gewählte Regierung? mit ungültigem Wahlrecht und buntlackierter Einheitsblockpartei? und die Schweizer sind gagga mit ihrem Wahlrecht?

    Ich hätte noch Beschleunigungsvorschläge:

    Da eine Mehrheit von Groß-TV + Smartphone + max. Anzahl Urlaube lebt, könnte man doch alle Agrarflächen und auch alle Naturfreiflächen mit Solarzellen zukleistern, natürlich wie gehabt nur umlegen auf den kleinen Stromabhängigen, außerdem halt 10% digitale Rendite anbieten, dann ist es doch schnell vorbei?
    International jeden gefällten Baum mit einer Prämie versehen und schon muß man sich um nichts mehr kümmern, außer strong long bei irgendwelchen Kunstnahrungsherstellern …

    freier Anbau (vor allem zum Eigenverzehr)auf noch sporadisch vorhandenem eigenen Boden sollte wie in Neuseeland gehandhabt werden, und wer alte Erfahrungen (eigentlich Grundwissen) offen weitergibt sollte wie in Frankreich beim Thema Brennesselsud behandelt werden.

    Klar Rückzug in den privaten Bereich, echte Netzwerke aufbauen, kein Konto mehr, alles was ich lokal erwerben kann auch dort erwerben.
    Schulden abbauen, Immos abstoßen

    kein TV mehr kein Radio keine Zeitung …

    langfristig ist mir jede Planungsmöglichkeit genommen weil auch Eigentum und Besitz nicht sicher ist, also wozu über den Grundbedarf anstrengen? Die Sommer sind auch hier sehr schön …

    Auswandern für mich keine Thema da die Erde eine Kugel ist ….
    (Außerdem ist einwandern in alle anderen Länder eher schwierig außer man bringt seine lebenslange Versorgung schon mit)

  2. Holla sagt:

    „Wenn eine Regierung hinsichtlich des Geldes von den Banken abhängt, dann kontrollieren diese und nicht die Führer der Regierung die Situation, da die Hand, die gibt, immer über der Hand steht, die nimmt. Geld hat kein Mutterland; Finanziers verfügen weder über Patriotismus noch Anstand; ihr einziges Ziel ist der Gewinn.”
    Napoleon Bonaparte

    Das ist kein Europa der Menschen, Herr Hellmeyer, sondern ein Europa der Banken und dieses brauche ich nicht!

  3. retracement sagt:

    Nehme zur Kenntnis:
    – 2013 darf man entspannt auf Euroland blicken
    – die Nachschuldner werden nicht ausgehen
    – Umverteilung kommt den Leuten zu den Ohren raus
    – FTD war ein eher linksorientiertes Blättchen
    – der Kopf ist rund, daß sich auch weiter die Gedanken um sich selbst in der präferierten Richtung drehen können 😉
    – der Fallschirmspringer bleibt aus Angst vor dem Absprung besser weiter im Flugzeug ohne Piloten sitzen und verdrängt die zunehmende Fallhöhe

  4. walt sagt:

    Ein hörenswerter Podcast, Kompliment!

    Gleichwohl sind Kritiken die Voraussetzung einer jeden Verbesserung (nur bei Zustimmung bitte weiterlesen).

    Zur „Kunstkritik“:
    Herr Flierl: Es ist erfreulich, dass er Kurs hält (irgendwie) und den zunehmenden Ich-bin-oben-angekommen-Positionen von Herrn Hellmeyer auch weiterhin tapfer entgegenstellt. Positiv anzumerken ist zudem, dass Herr Flierl eigene Fehler eingestehen kann (danke dafür!). Gleichwohl: Wäre man seinen konkreten „Anlegertipps“ in den letzten beiden Jahren zumindest gefolgt, wäre man beinahe grundsätzlich stets auf der falschen Seite gestanden, der Verliererseite. Einmal CrackUp-Boom (bis 2011), dann wieder nicht (2012, Finger weg von Aktien), dann irgendwie doch wieder, ein bisschen (2013, bullish für Aktien). Was stimmt denn nun?

    Herr Hellmeyer: @Frank Meyer – danke für den richtigen Einwand, dass sich „strategische Aussagen“ von Herrn Hellmeyer explizit widersprechen. Positiv gestimmt für den Euro und gleichzeitig wie Gold? Wahre Experten wie Sie (Frank Meyer) wissen sofort – man kann nur eine haben… Herr Hellmeyer scheint mir ein neues heimliches Vorbild zu besitzen: Jürgen Trittin. Der fing damals auch „unten“ an und vertrat die wahre reine Lehre – und endete als selbstgefälliger stolzer Bilderbergteilnehmer, der sich ersichtlich wohl fühlt in seiner neuen Heimat. Endlich selbst angekommen bei der Elite – Lebensziel 1.0 geschafft. Herrn Hellmeyer möchte ich nicht zu nahe treten. Im Grund mag ich ihn. Seine Entwicklung jedoch sollte er überdenken.

    Herr Meyer – bleibt der wahre Meyer 🙂 Danke für Ihr wieder einmal hörenswertes Podcast und alle Mühe, die dahintersteht (stehen muss)!

    Walt

  5. Wollen sagt:

    Jaja typisch deutsch, Probleme über Probleme, europäische Bowle;), klasse Auswertung Prognose.
    Europäische Strukturreformen, die schmerzhaft sind und waren.
    Öffentlicher medialer Mainstream,ja gut, wenn wenig Informationsgehalt, einseitig,die Flucht hin zu den alternativen wie Blogs.
    Lohnstückkosten,alles nach China und wieder zurück.

  6. OutdoorM65 sagt:

    Ich habe mir gerade euren Podcast angehört und musste leider feststellen, dass Herr Volker Hellmeyer irgendwie andere Medien konsumieren, ganz andere Menschen kennen und ganz andere Erfahrungen gemacht haben muss, als ich das Glück hatte. Ich kenne keinen Menschen – so schade es sein mag – der den Euro befürworten und die EU vorantreiben würde. Es ist ein Trend in meinem Verwandten und Bekanntenkreis hin zum Privaten – mehr gegenseitige Hilfe, Austausch von Produkten und Leistungen. Massive Sorgen um die Versorgung im Alter, den Verlust gesellschaftlicher Identität und Hass auf die Regierung sind die Themen am Stammtisch. Auch wenn solche Formulierungen von selbsternannten Eliten immer abwertend kommentiert werden, so ist es doch Volkesmeinung.

  7. Reinhard S sagt:

    Gute Diskussion Herr Meyer,

    vom systemkonformen Zweckoptimismus des Herrn Hellmeyer mal abgesehen. Ich bin sicher, Herr Hellmeyer hat auch Anfang 2008 absolut keine Probleme gesehen!
    Seine Kommentare („kann nicht mehr sagen“…nach dem 30 jährigen Krieg …blah blah) sind weitere Beweise dafür, dass die Europäer den Finanzsektor auf das richtige Maß zurückschneiden müssen, wenn die Brüsseler Diktatur verhindert werden soll. Die momentane „Alles wird gut“ Kampagne der Bankster und Politiker soll von der schleichenden Verarmung weiter Teile der Bevölkerung Europas und dem anhaltenden Vermögenstransfer von der Mittelklasse zu den Superreichen ablenken. Im übrigen erinnert mich die momentane Situation sehr an Januar 2008. Meines Erachtens haben die Spanier jetzt ihre Pensionskasse zum Ankauf ihrer Staatsanleihen fast geplündert und werden vermutlich schon im Q2 wieder ins Rampenlicht geraten. Allerdings müssen sie sich im Q3 die Bühne dann mit Frankreich teilen. Wenn dann noch die japanischen Zinsen um 1 % steigen sollten, ist ein Krieg mit China über ein paar Felsen sehr wahrscheinlich. In 2014 erwarte ich 2 stellige Inflationsraten in einigen OECD Staaten. Dann wäre ein neuer Kriegsschauplatz für die US Elitisten dringend erforderlich. In Nordafrika hat bereits ein Krieg begonnen. Soll ja gut für die Konjuktur sein. Ich bin sehr gespannt …

  8. gilga sagt:

    Ein schönes Interview. Schön das Folker Hellmeyer dabei war und daher die Diskussion vielschichtiger geworden ist. Im Gegensatz zu einigen Kommentaren hier empfinde ich seine Aussagen als wohlüberlegt.

    Zumindest sind sie in jedem Fall gut dazu geeignet, die eigene (oftmals wohl recht zementierte) Auffassung mal einer ergebnisoffenen(!) und unemotionalen Prüfung zu unterziehen (was offensichtlich vielen schwer fällt). Ich kann nur sagen, dass ich – ohne in letzter Zeit viel von Hellmeyer gelesen zu haben – schon ungefähr im letzten Sommer für mich ähnliche Schlüsse gezogen hatte.

    Man sollte auch genau hinhören: In vielen Fällen sind seine Aussagen nicht „nein“-, sondern „nein, aber“-Antworten. Insofern wiederpricht er mancher Auffassung gar nicht komplett, sondern rückt sie nur in ein etwas anderes Licht.

    Also viele Dank für dieses wirklich vielschichtige Interview!

    • stonefights sagt:

      Auch ich kann erstmal nichts Verwerflicheres eines (englischen? 😉 ) hell meyer’s erkennen, als nur eine gegensätzliche Meinung im Labyrinth der Dualität von Für&Wider.

      Dem Unterhaltung- und Informationswert wäre ein seichtes Fahnengespräch im Wind des güldenen Einerlei ohne ihn schädlich gewesen.

      Nichtsdestotrotz bestätigte mich mein Fazit darin, dass mein grosses Bild bereits gemalt ist. Auch wenn Ereignisse vielleicht noch einige Konturen abzuändern vermögen, so hat das Grosse doch weiterhin Bestand.
      Noch.

      Besonderen Dank an den Initiator der informellen Tafel für die Brotsamen der metallwoche und seiner Arbeit.

      LG, stonefights

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