Frage der Woche: Spielen Aktien ein Rolle?

22. August 2011 | Kategorie: Frage der Woche, Kommentare, RottMeyer

von Bankhaus Rott

Die Tendenz zur Einmischung der Politik in die Finanzmärkte, besser gesagt, der Versuch der Einmischung, scheint mehr an Aktienkursen zu hängen, als an anderen ökonomischen Realitäten. Märkte sind einigen Parlamentariern offenbar ein Dorn im Auge, wenn die Richtung des Marktes sich der political correctness verweigert. Rezession ante portas, Sparorgien oder Staatspleiten, ein zirkusgleicher Tumult der selbsternannten europäischen Eliten – all das spielt keine Rolle…

Sobald aber Kollege DAX einen Anfall bekommt, steht fest: Mindestens alle drei Minuten Radiomeldung auf allen Kanälen! Live ablesen der Kurstafel (wieder dreizehn Punkte!) zwischen den Ergebnissen der dritten Liga (nicht mal einen Punkt!) und dem Tages-Kochrezept (leichte Reisküche). Das Urteil: Ein Kurssturz, irrational und getrieben von „Spekulanten“, die der eine oder andere wohl gerne im Stile einer Finanz-Inquisition der reinigenden Kraft der Flammen übergeben würde.

Der Grund, warum so manch ein Volksvertreter es nicht mit Märkten hat, liegt vermutlich darin, dass Preise weniger Interpretationsspielraum lassen als unverbindliches Debatten-Gedudel. Wer kennt sie nicht, die Sätze die klingen wie: „Ja, der Frieden ist wichtig, aber wenn man dafür ein bisserl Krieg braucht, dann muss man sorgfältig darüber nachdenken und noch sorgfältiger ein Paket schnüren, dessen Bestandteile über einen langen Zeitraum in Kooperation mit den Bündnispartnern erarbeitet werden, und die vor dem Hintergrund der Geschichte, eines unvermeidlichen Kassensturzes und gegebenenfalls auch dem Zeitpunkt der nächsten Wahl einzustufen sind.“ Wie kurz und bündig ist hingegen doch das Satzfragment: „Coba bei 1,85, Marktwert der Bank nur noch knapp über €9 Mrd“. Nicht für jeden leicht verdaulich aber schlicht und elegant.

Abseits aller Abneigung gegen bestimmte Marktbewegungen ist der Fokus auf die Volatilität der fraglos nicht unwichtigen Aktienmärkte ein wenig befremdlich. Unbestreitbar kann es für Unternehmen unter vielerlei Gesichtspunkten von Interesse sein, wie die eigene Firma von Marktteilnehmern bewertet wird. Möchte ein Unternehmen eine Kapitalerhöhung durchführen, ist dies in einem positiven Marktumfeld leichter, sprich billiger. Schaut man nicht auf die Bewegungen eines Monats, oder gar einer Woche, so lösen sich viele Irrationalitäten in Rauch auf. So ist es seit Jahren durchaus nachvollziehbar, wenn Aktien von Banken oder Versicherungen, die auf absehbare Zeit Eigenkapital in außerordentlicher Höhe benötigen, nicht gerade nach oben gepeitscht werden. Warum sollten sie? Das Wort Verwässerungseffekt haben viele Auguren scheinbar nie gehört.

Aber wie sieht es eigentlich aus Investorensicht aus? In Amerika gibt es zwar auf dem Papier viele Aktionäre, aber nur wenige Prozent der Bevölkerung haben nennenswerte Summen in Anteilsscheine investiert. Der Großteil der US-Amerikaner hat sein nest egg im Immobilienmarkt angelegt, viele im Eigenheim, nicht wenige auch als Vermieter von Häusern oder Wohnungen. So hilft es den meisten Bürgern finanziell nicht weiter, wenn sich der S&P 500 Index verdoppelt oder gar verdreifacht. Im Gegenzug ist es für diese Menschen unter dem Gesichtspunkt der persönlichen Finanzen gleichgültig, ob der Index sich halbiert oder fünftelt.

Wie steht es mit Ihnen? Würde es für sie finanziell einen substanziellen Unterschied machen, ob der DAX am Jahresende bei 1.000 oder 10.000 Punkten steht? Der DAX dient hier der Einfachheit halber als Platzhalter. Sie können sich natürlich einen für Sie möglicherweise passenderen breiten Index und die  entsprechend angepassten Kursmarken vorstellen.

Und nun zur Umfrage!

[poll id=“26″]

Die bereits abgeschlossenen Umfragen beim Bankhaus Rott & Meyer können Sie im Archiv einsehen.

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25 Kommentare auf "Frage der Woche: Spielen Aktien ein Rolle?"

  1. Avantgarde sagt:

    Wenn ich falsch liege darf man mich korrigieren.
    Aber soweit ich weiß liegt der Aktienanteil in D bestenfalls bei 13%.

    Dafür macht man aber ein ziemliches Geschrei in den Massenmedien.
    In jeder Hauptnachrichtensendung gibt es inzwischen einen Börsenbericht welchen man getrost in die Rubrik Grimms Märchen legen kann – die Leute werde wirklich veralbert.

    Das Ziel dieser Überthematisierung scheint wohl zu sein, daß mehr Menschen Aktien kaufen – sprich man braucht unbedingt Nachkäufer.
    Vorbild Amerika – Rente soll privat werden und das sinnvollste aller Systeme das Umlagesystem wird beständig torpediert.

    Bei den Amis sieht die Lage schon etwas dramatischer aus – da steckt der Großteil der Altersversorgung im Aktienmarkt.
    Die US-Regierung hat schon alleine deshalb ein Interesse diesen Markt zu stützen.

    Die Aktie dieser ach so tolle Sachwert wird komplett überschätzt.
    Wie oft muß ich hören, daß Aktien am Ende immer steigen würden….
    🙂
    Mammamia – was meinen die Leute damit?
    Nominal vielleicht schon – na ja….
    Hat schon mal jemand der diese Aussage tätigt auf den Nikkei geblickt? – Aua!
    Mal den Dow oder Dax in Gold gerechnet?

    Ob der Wert einer Aktie bei 100 oder 10 liegt spielt zunächst für den Unternehmenszweck keine Rolle – z.B. die Telekom betreibt ihr Geschäft in beiden Fällen.
    Ja – Kapitalerhöhungen sind in guten Zeiten einträglicher und die Boni der Manager höher – das war es dann auch.

    Wirkliche Substanzwerte zu finden ist gar nicht so einfach.
    Die Zeit wird noch kommen – aber nicht jetzt.
    🙂

    • auroria sagt:

      [Vorbild Amerika – Rente soll privat werden und das sinnvollste aller Systeme das Umlagesystem wird beständig torpediert.]

      Bei einer schrumpfenden Bevölkerung, unter Kontrolle der Politik (plündert die Rücklagen), abhängig von der aktuellen Arbeitlosenquote (Beiträge) und in Zeiten von größerer Inflation, ist das Umlagesystem aber auch nicht zu gebrauchen.

      Alles in Aktien zu halten ist natürlich genauso unfug.

      Ein sinnvolles Rentensystem müsste zum Teil in Aktien, Immobilien, Gold und Silber anlegen, einen ordentlichen Cash Bestand halten, zum Teil umlagefinanziert sein und von der Politik so unabhängig wie die Bundesbank (früher mal war) sein.

      • Avantgarde sagt:

        Die Sache mit der Bevölkerungspyramide ist nur ein Teilaspekt – das begründet noch lange keine Abkehr vom Umlagesystem.
        In Zimbabwe, Tunesien…. ist die Bevölkerungspyramide auch ideal…

        Ein anderer sehr entscheidender Faktor ist die Produktivität.
        Je produktiver eine Gesellschaft ist, desto mehr kann verteilt werden – oder eben auch nicht.
        Das ist letztlich auch gerecht.

        Die Alternative „privat“ bedeutet doch letztlich Spekulieren für das Alter.
        Und das kann wenn es schlecht läuft ganz gehörig daneben gehen.

        Nun kann man freilich etwas spekulieren.
        Aber die Grundlage sollte weiterhin das Umlagesystem darstellen.

        Wobei das Umlagesystem auch den Vorteil hat Liquidität abzuschöpfen, mit der die Leute mangels Alternative eben spekulieren gehen.
        Der Spekulationsdruck auf die Börsen ließe dann auch etwas nach.

        Das wäre sicherlich auch ein gutes Modell für die USA.
        Wird denen aber vermutlich zu sozialistisch klingen – also spekulieren sie lieber zu 100%.
        Mit etwas mehr Hirn könnten die USA ihre Lage schon verbessern.

        • auroria sagt:

          Mit einem Umlagesystem für die Grundsicherung könnte ich leben, aber für mehr auch nicht, denn ein System, wo man am Ende inflationsbereinigt nicht mal seine Einzahlungen rausbekommt ist unbrauchbar.
          Wenn man einen halbstaatlichen Fonds aufmacht, der breit diversifiziert und langfristig anlegt (ich sehe das als Investition und nicht als Spekulation), ist so ein Fonds gegen praktisch jede Krise außer Krieg immun. Man muss auch nicht alles im eigenen Land anlegen.
          Entscheidend wäre politische Unabhängigkeit.

          Deine Variante ist lieber gar nichts ansparen, dann kann man auch nichts verlieren …

          • Avantgarde sagt:

            „Mit einem Umlagesystem für die Grundsicherung könnte ich leben, aber für mehr auch nicht, denn ein System, wo man am Ende inflationsbereinigt nicht mal seine Einzahlungen rausbekommt ist unbrauchbar.“

            Du rechnest schon wieder in Rendite – für was Du eingezahlt hast.

            Das Problem ist aber:
            Wer hat uns überhaupt ermöglicht, daß wir diesen Liquiditätszuwachs überhaupt haben?
            Es waren etwas Plakativ die Alten, die dieses Land wieder aufgebaut haben und die meisten hier dürften die Erbengeneration sein, die ohne viel eigenes Zutun oder zumindest mit bester Starthilfe nun Kapital akkumulieren können.

            Und weil ich gerade was gelesen hab kann ich Dir mit Norbert Blüm antworten:
            „„Jede Generation sorgt für sich selber“, diese Maxime der Jungliberalen und ihrer neoliberalen Mitläufer in der Jungen Union ist das Motto einer politischen Verblödung. Ich habe noch kein Baby sich selber stillen oder auch nur wickeln gesehen. Von der Wiege bis zur Bahre sind wir aufeinander angewiesen. Diese alte Wahrheit macht das Leben schön. Sie ist die Quelle von Liebe und Sympathie. Und diese gehören zum Besten, wozu die Menschheit fähig ist.“
            http://www.cicero.de//berliner-republik/norbert-bluem-revolution-des-beharrens/42663?seite=1

            „Deine Variante ist lieber gar nichts ansparen, dann kann man auch nichts verlieren …“

            Jain 🙂

            Meine Variante ist nicht zuzulassen, daß sich zu viel Kapital an wenigen Stellen konzentriert.
            Geld muß umlaufen können – insbesondere im Kreditgeldsystem.

            Wenn dieser Umlauf nicht gesichert ist und man die Liquidität zum spekulieren benutzt um gleichzeitig die relativ wenig Gewinnträchtige Realwirtschaft abbaut dann bekommt man die USA 2011.
            Die haben nun ein strukturelles Nachfragedefizit, welches nur noch mit größeren Verwerfungen ausgeglichen werden kann.

            Guck Dir wenn noch nicht geschehen den hier verlinkten Film: Kaufen für die Müllhalde an.
            Drastisches Beispiel dafür, daß ohne Konsum nix geht – und daran hängt auch die Akkumulationsfähigkeit so mancher Vermögender.

          • auroria sagt:

            (Mist, maximale Verschachtelung erreicht. @Blockwart, wir brauchen ein Forum hier 😉 )

            [„Wer hat uns überhaupt ermöglicht, daß wir diesen Liquiditätszuwachs überhaupt haben?“]
            (Nur am Rande: Die Amerikaner mit ihrem Marshallplan kämen mir da u.a. in den Sinn. Wieviel Geld spendest du denn so aus Dankbarkeit über den Atlantik?)

            Wenn du von (fehlender) Dankbarkeit sprichst, forderst du auch eine Rendite.
            Eine Rendite für die Leute und die von diesen geleistete (Wiederaufbau-)Arbeit.
            Ich sehe da keinen wirklichen Unterschied, wenn ich heute eine Rendite für meine Arbeit/Rentenzahlungen in der Zukunft erwarte.

            Wenn schon, denn schon. Wenn man ein Umlagesystem fordert, wo immer aus den aktuellen Arbeitseinkommen die Rente finanziert wird, dann muss man bei stark gestiegener Lebenserwartung und explodierten medizinischen Kosten (wovon die Rentner heute profitieren und was ich ihnen auch gönne), sowie ausuferndem Niedriglohnsektor eben die Konsequenzen ziehen und die Renten senken.
            Mal ehrlich, der heutigen Rentnergeneration, geht es ziemlich gut. So gut wie keiner vor ihr und bei erwartbarem langfristig sinkendem Lebenssstandard im Westen womöglich auch so gut wie keiner nach ihr.

            Bei der Generationen-Solidarität unterscheide ich zwischen Kindern und Rentnern: Ich zahle gerne die Schule und Ausbildung der Kinder, die später als Ärzte oder Busfahrer mich (im Rentenalter) operieren oder durch die Gegend fahren. (ja ich weiss, wir sind wieder bei der „Rendite“)
            Die Rentner bekommen bei „meinem“ Modell solidarisch die Grundsicherung und dazu das, was ihre angesammelten Anteile an dem Fonds(1/4 Aktien, 1/4 Immo., 1/4 Gld & Slv, 1/4 Cash) wert sind.

            Dass das Modell bei Krieg nicht funktioniert, hatte ich schon geschrieben. Dass es sehr lange dauern würde das System dahingehend umzustellen ist auch klar (womit dann die Wiederaufbaugeneration davon kaum betroffen wäre).
            Das Risiko eines Krieges, ist bei Zeiträumen von 50 Jahren und mehr sicher nicht zu verachten, eine Lösung dazu habe ich nicht! Aber ich möchte die Systemfrage nicht an der Gefahr eines (Atom?-)Krieges ausrichten.

            Ich habe 2 große Probleme mit dem Umlagesystem:
            1. Man sammelt in den Arbeitsjahren Anteile an den Rentenbeiträgen der in 40 Jahren arbeitenden Bevölkerung. Für mich ist das genauso eine Spekulation wie wenn ich in einen gut disversifizierten Fond einzahle.

            2. Bei einer schweren Deflation, wie in den 30ern in den USA, bricht ein Umlagesystem mit Reserven für 1-2 Wochen sofort zusammen. Wenn keiner Arbeit hat, gibts auch keine Renten. Das verstärkt noch die Deflation.
            Ein Fonds (wenn er z.b. für 15 Jahre Rentendauer ausgelegt ist) könnte mit dem 1/4 Cash, 4 Jahre problemlos die Renten bezazhlen, danach nochmal 4 Jahre mit dem 1/4 Gold und Silber.

            In den USA sehe ich andere Gründe für die desolate Situation, als das Rentensystem. In Deutschland hat die zusätzliche Liquidität, die wir mit dem Umlagesystem angeblich haben auch nicht zu einem boomenden Binnenmarkt geführt, wir leben vom Export.
            Aber dieser Post ist eh schon zu lang.

            Den Film „Kaufen für die Müllhalde“ habe ich gesehen, dort auch gepostet, die Schlussfolgerung „dass ohne Konsum nicht geht“, teile ich aber nicht. Aber das kann man dort weiter dirkutieren.

            Wie auch immer, dank sinkendem Rentenniveau, sinkenden Reallöhnen und diversen Förderungen für private RV, haben wir eh schon ein Kombisystem.
            Nur nach einem Fonds, der die Beiträge sinnvoll verteilt anlegt, suche ich unter all den vielen vergeblich …

        • Stuelpner sagt:

          @Avantgarde

          Diesmal meine Zustimmung.
          Wenn der Staat schon nicht in der Lage ist, im Zuge der Rentenabsicherung eingezahltes Geld verantwortungsvoll zu verwalten (wie auch bei den Gesichtern) stattdessen auf das Umlagesystem umschwenkt (hat ihm damals glaub so 40Mrd. gebracht) läuft alles schief. Wie schon erwähnt sollte das Verhältnis von Arbeitskraftgeber und Rentnern durch die steigende Produktivität ausgeglichen werden, das funktioniert aber nur wenn in D gewisse Firmen an ihre soziale Verantwortung erinnert werden und mal paar Steuern von der Steigenden Produktivität abgeben. Aber zu diesem Thema was auch ein gesellschaftl. ist und weiter oben was von zu sozialistisch stand passt der Artikel bei Heise ziemlich gut:
          http://www.heise.de/tp/artikel/35/35336/1.html

          Und nein Aktien sind uninteressant, da eine ehrliche, faire nachvollziebare Bewertung und Einschätzbarkeit fehlt, ich hab kein Orakel und demzufolge auch keine Aktien. Alles andere ist für den Normalbürger fahrlässiger Umgang mit seinen noch nicht in Steuern inverstierten Papiereuro.

          • Avantgarde sagt:

            Hallo Stuelpner

            Zu dem Artikel von Prantel fällt mir doch gleich der Satz von John Maynard Keynes ein:

            „Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung,
            dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven
            irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden“

            Und irgendwie hatte diese Genie Recht.
            🙂

            Soziale Verantwortung gibt es in diesem sich zum Raubkapitalismus entwickelten System nicht.
            Jeder ist sich selbst der Nächste.

            Aktien sind für jeden Normalbürger wirklich extrem schwer einzuschätzen – und noch schwerer wenn die Analysten „gute Tipps“ haben.

            Im übrigen muß ich mal auf Vorfälle wie Enron oder Worldcom hinweisen.
            So etwas kann man vom grünen Tisch aus niemals wissen – eine Bilanz kann ich immer frisieren.
            http://de.wikipedia.org/wiki/Enron
            http://de.wikipedia.org/wiki/MCI_WorldCom

            Ich kaufe vielleicht trotzdem mal wieder Aktien – aber nicht jetzt.
            Wohl wissend, daß das immer heikel werden kann.
            Zu viel Kapital sollte man da auf jeden Fall nicht investieren – immer so, daß man notfalls darauf verzichten könnte.

  2. Deutsche trifft Aktienabsturz nicht…

    Seit Anfang August fallen weltweit die Aktienkurse. Die Angst ist ausgebrochen und greift nun hysterisch um sich. Keine Zeitung, keine Sendung vergeht, ohne auf die Talfahrt der Börsen einzugehen. Aber die Mehrheit der Deutschen interessiert sich gar n…

  3. holger sagt:

    Ein ganz „klares“ Nein.

    Der DAX ist für mich eh verwässert. Versicherungen und Banken haben da mE überhaupt nix mehr zu suchen. Ich kann doch keine Allianz mit Daimler oder VW vergleichen und in einem Pott werfen. Der eine ist Produzent von materiellen Gütern und der andere im Dienstleistungssektor. Wenn man das denn noch Dienstleistung nennen kann. Wenn die Deutsche Bank mal verschwindet, wird in Wolfsburg trotzdem noch produziert werden können, nagut meine paar Kröten wären vermutlich dann auch weg. Was ich überhaupt nicht verstehe, ist: Dass man alle fünf „Sekunden“ Verkaufen und Kaufen MUSS. Mir persönlich ist es egal geworden wo das Dingen steht. Bin ja auch noch nicht in Rente oder Pensionär. Und habe eine Flatrate bei der „Dellekomm“. Vor ca. 12 Wochen hat man mir sogar TV versprochen und einen neuen Router mit 16.000 und? Is immer noch nicht da. Und Windows 7 ist auch Mist.

    Die Umfragen sind Spitze.

  4. Andy sagt:

    Hallo Frank,

    Du kannst so herrlich die Goldpresse zerpflücken. Ich habe da neues Futter für Dich in der FTD von heute:

    http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/rohstoffe/:portfolio-preisblase-bei-gold-droht/60093963.html#utm_source=rss2&utm_medium=rss_feed&utm_campaign=/finanzen

    Besonders gefällt mir:

    „Bei Gold sind alle Anzeichen eines Schneeballsystems vorhanden“

    Beste Grüße
    Andy

  5. Andre sagt:

    Solange es nicht zu Entlassungen in der Realwirtschaft kommt, macht mir das „Stimmungsbarometer“ der Spekulanten (Dax) nichts aus-egal wo der steht. Leider habe ich die Befürchtung, dass es irgendwann zu Entlassungen kommen wird!

  6. retracement sagt:

    Keine Hausse ohne Banken!

    Keine Hausse ohne Bürgen!

    Ich verbürger mich hiermit im Namen unserer in Kraft und Würden stehenden TINA für einen Aktienkurs von XYZ am St.nimmerleinstag.

    Dieser Kurs ist sicher und gewährleistet dauerhaft allen die sich daran orientieren ein Gefühl XYZ am Tag DOLF (DayOfLongFaces)

    Originalton Süd: Sell isch gwies (gewiss) – an Acker isch koi Wies!

    • Stuelpner sagt:

      @retracement

      Was bietest Du als Entschädigung an falls der Kurs nicht XYZ sonden 678 ist? Ach so ja im Namen von TINA na dann kann nichts passieren, die Sparguthaben sind ja sicher, nun auch schon die Aktien als alleinige Sachwertheilsbringer.

      DOLF das ist der Bringer 😀

  7. Stuelpner sagt:

    @Avantgarde ist kein Antwortbutton mehr unter Deiner Antwort (überall wird gegeizt)

    “…irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden”

    Bloß wie ist nun die Definition von allg. Wohl???

    „Soziale Verantwortung gibt es in diesem sich zum Raubkapitalismus entwickelten System nicht.
    Jeder ist sich selbst der Nächste.“
    Das aus Deiner Tastatur ich hau mich weg oder hast Du das einfach bei Karl-Eduard abgeschrieben, Du hast zwar Recht, wie er auch, was sich seit 20Jahren rausstellt, aber glauben will es keiner, weil es unschick ist, nicht der Norm entspricht … was weis ich.

  8. Stuelpner sagt:

    @Avantgarde

    Gleich noch einen, weil wir gerade dabei sind:
    http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/europa/warum-karl-marx-mit-seiner-kapitalismuskritik-recht-hatte
    Nun weis ich nicht ob die HZ ein linkes Propagabdablatt finanziert von der Honecker-Stiftung ist oder vielleicht … weil in der Schweiz.
    Jedenfalls ist es lustig, 21Jahre nach Beginn der Rückentwicklung, Kehre, Wende, Abkommen vom Weg, wie auch immer, merken die Leute plötzlich K. M. hatte Recht K.-E. S. sowieso und nu, Bananen wieder zurückgeben oder was. Die Betriebe sind platt die Grundstücke, Bodenschätze usw. sind „privatisiert“ oder auch geklaut wie man es nun sehen will, die russ. Schulden hat sich Schrödi in die eigene Tasche gesteckt (auf Umwegen).

    So nun bin ich ruhig sonst kommt Frank wieder und erinnert mich wieder an mein Glück, das ich doch habe in einem freien, demokrat. Rechtsstaat, in einer sozialen Marktwirtschaft zu leben, na jedenfalls läßt er es manchmal bissl durchblicken 😉

    • Stuelpner sagt:

      Un nu? Das mal bitte löschen. Bin jetzt verwirrt. Ich kann beim vorherigen nichts mehr deleten

      • Frank Meyer sagt:

        Stimmt, Du hast recht! wollen wir das „sind“ durch ein „waren“ ersetzen? Dann passt das schon. Spätestens im Herbst werden wir sehen, was von all dem, was wir früher so schätzen konnten noch übrig bleiben wird. Ich bin in großer Sorge.

        Delete-Knüppel? Schönes Wort. Ich benutze den nur selten. Zum Glück. Wir sind ganz schön stolz über die Fülle und über die Qualität der Kommentare hier.
        Außerdem kann jeder selbst deleten, was er deletet (ist das Wort schon im Duden?) wissen will. Viele Grüße!

        • Stuelpner sagt:

          Mach mal, ich kann nicht so mit der Edit, sie reicht nicht so weit zurück.

          „(ist das Wort schon im Duden?)“ ich glaube das steht neben geuploadet oder so 😀
          Duden, dieses Machwerk welchen den Namen nicht mehr verdient, weil es aller paar Jahre geändert wird.

          „Spätestens im Herbst werden wir sehen, was von all dem, was wir früher so schätzen konnten noch übrig bleiben wird.“
          Na die Antwort ist leicht –> Alles nahe Null. Dann kommt der interessante Teil.

          „Ich bin in großer Sorge.“
          Nein brauchst Du nicht, ändern kannst Du nichts und Schuld dran bist Du auch nicht (hoffe ich :-D) Sorgen machen älter und unhübsch, das gibt dann wieder Probleme auf Arbeit usw. ist wie mit dem Sack Reis in China.

  9. crunchy sagt:

    Ich denke, in der gegenwärtigen, fatalen Situation sollte man
    überlegen welche die beste Assetallocation ist.

    Dazu tue ich das, was kaum einer macht,
    weil er meint es besser zu können:

    Ich schaue in die Vergangenheit!
    Ich verlasse mich darauf, dass Menschen ihre Fehler wiederholen.
    Über einen Zeitraum von ca. 3 Generationen haben sie vergessen.

    Wer kann sich heute vorstellen, in einer Situation wie
    vor 90 Jahren zu stecken:
    Überflüssigem Konsum (Dekadenz) weniger, zunehmende Verelendung
    von Massen, den Roaring Twenties folgten Krieg und Reset bei
    den Währungen. Das mit dem Krieg wird sich heute hoffentlich
    weniger blutig darstellen, den Reset wird es geben.
    Eine unendliche Aufschuldung ist dann nicht mehr möglich, wenn
    die Zinsen steigen. Europa steckt mittendrin,
    USA und Japan werden in das hier gegrabene Loch mit reinfallen.

    Was muss man hier also haben?

    Gold, Gold und nochmals Gold und auch Kleingold: Silber!

    Was kann man nach dem Reset damit kaufen?

    A L L E S !: Aktien, Bonds und Immobilien, nur echte Freunde nicht.

  10. […] den Originalbeitrag weiterlesen: Frage der Woche: Spielen Aktien ein Rolle? » Rott & Meyer Bookmarken Sie uns, Danke! Mit Klick auf diese Icons kann man diese Webseite mit anderen […]

  11. jean sagt:

    @ Frank
    Selbst, der gar keine Aktie hat würde bei einem Dax bei 1000 Punkte starke finanziellen Einbußen haben. Ein DAX bei 1000 Punkten würde die schlimmste Rezession aller Zeiten bedeuten. D. h. wir alle werden leiden (n-tv entlässt seine Reporter, auf Rottmeyer.de wird es keine Werbungen mehr geben, Daimler entlässt viele Mitarbeiter….).

  12. Fnord23 sagt:

    Ich hau mich wech….Herzlichen Glückwunsch Frank! Volltreffer!

    Das war, glaub ich die erste geschlossene UmFrage. Also nur „ja“ und „nein“ möglich. Und hier gehts rund.

    Ich hab mit „ja“ gestimmt. Auch wenn ich keine Aktien besitze, habe ich aber schon ein paar Werte im Blick.

    Wobei 1000 Daxe schon ganz schön depressiv sind. Aber da müssen wir wohl im Sinne der geistigen Volksgesundheit hin. Vielleicht auch erst über die 10.000.

    Egal ob die Idizes nun oben oder unten stehen. Es wird ungemütlich für alle, die nicht vorbereitet sind. Dax bei 10.000 kann ja auch bedeuten, dass 250g Butter 3,69 EURO kostet. Da sind 1,69 EURO, wie heute gesehen, schon noch recht günstig.
    Vor einem Jahr waren das noch 1,09 Euro. Warum nur manifestiert sich der Geldwertverfall durch Inflation ausgerechnet bei lebenswichtigen Dingen wie Energie und Nahrung und nie bei Flachbildschirmen? Bestimmt nur Zufall…..

    Solange ich in der Lage bin mein Einkommen mit dem selben Prozentsatz zu steigern, null prolemo. Bin ich aber nicht.

    Altersrente:
    Die Rente ist sicher. Da hatte olle Nobi schon recht.
    Durch das Umlageverfahren wird ja nichts weiter gemacht, als Wirtschaftsleistung direkt und zeitnah umverteilt. Und geleistet wird im Land immer was . Da hab ich bei den Deutschen keine Angst.

    Dass die gesetzlichen Renten unten sind, ist ja eine reine Politikentscheidung. Das müsste nicht sein.
    Aber es ging doch darum, den Wirtschaftssubjekten Altersarmutsangst zu machen, um das Geld dieser über die Altersvorsorgeprodukte als Kredit (Staatsanleihen) an die Märkte zu bekommen. Oder?
    Damit konnten wir dann Europa bei uns verschulden. Und Arbeit gab es noch dazu. Leider bleibt bei diesem Ringelpiez ohne Anfassen so viel im System hängen.

    VG aus Sachsen

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