Frage der Woche: Gold und Silber – aber wie?

18. Juli 2011 | Kategorie: Frage der Woche, Kommentare, RottMeyer

Die Edelmetalle sind schon ein bemerkenswertes Marktsegment. Während die Zuckungen an den breiten Aktienmärkten auch nach 10-jähriger Negativrendite noch als Jubelgrund herhalten müssen, kocht der Markt für Gold, Silber und Co in vielen Mainstream-Gazetten noch auf Sparflamme. Noch sparflammiger ist die Investitionsquote einer großen Zahl von Investoren, die entweder den dekadenlangen Anstieg der Metalle – respektive die Kursverluste der Verrechnungseinheiten – noch nicht bemerkt haben, oder ihn jedes Jahr aufs Neue für beendet erklären.

Gold sei zu teuer, zahle keine Zinsen, man könne es nicht essen, sie kennen das sicher alles. Während sich teuer und billig durch Angebot und Nachfrage langfristig regeln, zahlt Gold natürlich keine Zinsen. Es beinhaltet auch kein Ausfallrisiko und ist nicht beliebig vermehrbar. Wer lieber seine gesamten Mittel in Essbares investieren mag, als Notreserve spricht ja nichts dagegen, der hat entweder einen sehr überschaubaren Spargroschen oder sehr große Lagermöglichkeiten. Von frischen Bananen wird an dieser Stelle ausdrücklich abgeraten. Als vermeintlich ebenfalls essbare Alternativen werden auch Anleihen oder Aktien gerne genannt, wobei darauf zu achten ist, ins Girosammeldepot über die Hausbank rechtzeitig etwas Salz und Pfeffer einzubuchen.

Zurück zu den Investments. Natürlich spricht nichts gegen eine Investition in gute Firmen. Ebenso kann die eigene Immobilie Freude bereiten. Sich aber dauernd abfällig mit den oben genannten Argumenten über Edelmetalle zu äußern ist allerdings wenig hilfreich. Vielleicht ist es ja beim einen oder anderen eher das Unbehagen einer vermeintlich verpassten Gelegenheit, das für Bauchgrimmen sorgt. Abgestandene Cola und Salzstangen sollen in diesem Fall helfen.

Einer der bekannteren Personen, die mit Gold nichts anfangen können, ist Warren Buffet, der Chef der Versicherung und Holding Berkshire Hathaway. Er sagte unlängst:

Gold hat wirklich keinen Nutzen. Ich setze lieber auf einen guten Produktionsbetrieb, um damit etwas zu übertrumpfen, was nichts tut

Nun darf jeder kaufen, was er mag, allerdings hat sich Buffet in den letzten 10 Jahren nicht mit Ruhm bekleckert. Was zudem Firmen wie Wells Fargo und einige Versicherungsbeteiligungen mit einem guten Produktionsbetrieb zu tun haben, bleibt unklar. Vielmehr sollte es sich um Wetten auf weitere staatliche Subventionierungen des Finanzsektors handeln.

Sei es wie es ist! Jetzt sind Sie gefragt. Die heutige Frage dreht sich – wenig überraschend – um Gold und Silber. Wie sieht für Sie persönlich die bestmögliche Allokation aus? Sind Sie ein Freund reiner Gold- oder Silberanlage? Halten Sie von beiden Metallen gar nichts oder favorisieren Sie das 50/50 Prinzip?

Wir freuen uns natürlich wieder auf eine lebhafte Diskussion im Kommentarbereich!

[poll id=“21″]

Die bereits abgeschlossenen Umfragen beim Bankhaus Rott & Meyer können Sie im Archiv einsehen.

Print Friendly, PDF & Email

 

Schlagworte: , , ,

Schreibe einen Kommentar