Murphys Gesetz

5. Juni 2011 | Kategorie: RottMeyer, Slideshow

von Frank Meyer

Was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. Das ist das Forschungsergebnis von Edward M. Murphy, einem US-amerikanischen Ingenieur. Er studierte menschliches Versagen und Fehlerquellen in komplexen Systemen.

 

 

Ob an der Börse, beim Autofahren oder in Liebesbeziehungen – oft bekommt man nicht das, was man sich wünscht, sondern das, was man verdient.

Atomreaktoren sind so sicher wie die Rente, die Ewigkeit des Euro und die Berliner Mauer. Viele Dinge in ihrem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf. Der Eseleien gibt es viele Sachen in Europa, die als Diktat der Politik über die Ökonomie daher kommen. „Wenn es ernst wird, muss man lügen“, so der Chef der Euro-Gruppe Jean-Claude Junker. Hat er bei Mark Twain nachgeschaut, der behauptete, man müsse die Tatsachen schon kennen, um sie verdrehen zu können? Wahrscheinlich wären weder Twain noch Murphy auf die Idee gekommen, eine Eurozone zu gründen. Der eine hätte gewarnt und der andere hätte sich nur amüsieren wollen.

Der andere Jean-Claude, EZB-Präsident Trichet, ist jetzt Träger des Karlspreises. Bislang jedenfalls konnte er Murphys Gesetz austricksen, was zwei Fragen aufwirft: Wie lange noch? Und zum anderen, ob die Entscheidung später als bedauerlich erachtet wird, denn die EZB hat Grundsätze gebrochen. Die Geschichte wird zeigen, wie lange das mit dem Euro funktioniert.

Apropos, etwas länger als den Euro wird es wohl die Orchideen geben. Eine dieser bezaubernden Arten trägt jetzt den Namen unserer Kanzlerin. Was schief gehen kann, geht irgendwann schief, wird sich die Orchidee gesagt haben, mit einem leicht verkrampften Lächeln.

©Frank Meyer, Kolumne aus den Lübecker Nachrichten

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18 Kommentare auf "Murphys Gesetz"

  1. cubus53 sagt:

    Die Ratingagenturen stufen Griechenland auf Ramsch-Status, die Troika kommt aber zum Schluss, dass man dem Land nochmals viele Milliarden hinterher werfen kann. Warum ? Doch nur, um die europäischen Banken wieder mal vor einem Mega-Verlust aufgrund wertloser Anleihen zu schützen. Die Börse jubelt – das kommt Schwachsinn gleich. Denn am Ende zahlen die Zeche ICH und DU. Juchu !!!!

  2. rolandus sagt:

    Moin Moin aus FFM
    Da kann ich noch etwas Aktuelles beitragen unter dem Schatten der EZB in Frankfurt:
    Kommt ein Gewitter nach etwas wärmeren Wetters wie heute, fallen nicht etwa die Klimaanlagen aus sondern alle Züge ob nach Nord oder Süd haben 30 bis 80 Minuten Verspätung und verwandeln den Frankfurter HBF in einen wilden Hühnerhaufen. Wegen starken Fahrgastaufkommens fallen auch Züge aus, was wohl das Ergebnis der billigen Bahn ist.
    Die Frage womit ich das verdient habe würde ich aber gern gewandelt haben in : Warum habe ich gerade jetzt wieder eine Resonanz zu diesem Monster namens Bahn.
    Nochmal aktualisiert: Jetzt fallen nochmehr Züge aus und es gibt ganze 25 Eu und eine Entschuldigung von der Bahn.
    Mein lieber schwarzer Schwan. Die Bahn und die EZB sind sich sehr ähnlich,bezahlen im Nachinein oben drauf nach dem sie erst alle veräppelt haben.
    Schön Sonnatg ins Ried von Gleis 8 wnscht
    rolandus

  3. holger sagt:

    Rolandus

    —>>>Die Frage womit ich das verdient habe würde ich aber gern gewandelt haben in : Warum habe ich gerade jetzt wieder eine Resonanz zu diesem Monster namens Bahn.“

    Das ist sowas von sympatisch… mit der Resonanz. Komm gut Heim. Ich drück dir die Daumen.

  4. rolandus sagt:

    Doppelposting – eins gelöscht

  5. rolandus sagt:

    Aktuelle Verspätung : 65 Minuten. Klimaanlagen sollen tatsächlich wieder ausgefallen sein heute morgen, da hatte ich morgens wohl wieder meinen Reiseschutzengel dabei, ohne den ich aber auch nie wegfahre, vielleicht hatte ich ihn vor der Rückfahrt ignoriert. Dafür mußte ich schon 3 mal den Platz wechselen, da ich die Resonanz zu meinen fehlenden Kopfhörern zu spüren bekomme, und vollgemüllt werde mit Geräuschen und nicht mal die Metallwoche zum 2. hören kann ;-///

    Ich verstehe die (Thessa-) Jugend jedenfalls nicht mehr oder nur noch rausch—end .

    Ah gerade kommt noch ein schwarzer Schwan daher: Man gedenkt nun die alte Strecke zu fahren, die voller Baustellen ist und meint 15 Minuten aufzuholen, damit sind sie unter 60 min. und sparen auch noch jede Menge Erstattung.

    Das haben wohl alle kapiert aus zwei Lesben, die mit der Schaffnerin zehn Minuten diskutieren, ob sie was ertattet bekommen oder nicht. Das ist der Deutsche: Um 10 Euro diskutieren, aber Mrd ohne Mullen und Knullen den Bank. Äh Griechenland (Nach Lesbos???;-) überweisen.

    Fahr zur Grube… Ich werde berichten ob ich tatsächlich angekommen bin.

    Schön Gruß nahe HH Harburg mittlerweile
    rolandus

    @Holger : Den Knast habe ich gesehen, hat ja nicht mal Gitter 😉 Biste da ausgebüchst oder wie?

    • Frank Meyer sagt:

      In der Tat. 20 ICE`s warem am 5.6. überhitzt. Murphy würde sich wundern. So schnell geht das. Kennst Du die vier Feinde der Bahn? So hieß es immer im Osten: Frühling, Sommer Herbst und Winter. Ich erinnere mich an eine Fahrt, die ich fotographisch festgehalten hatte. Murphy saß da gerne :-)) LINK

      Wenn Du irgendwann ankommen solltest, vor dem nächsten Winter, dann gib Bescheid. Sonst retten wir Dich.
      Murphy hatte acht Teile seines Gesetzes erarbeitet. Das möchte ich bei der Bahn gar nicht erleben. Aber ich glaube, ich habe Lust, das mal
      genauer auseinander zu nehmen. Viele Grüße

  6. rolandus sagt:

    23:45 die Bahn hat nur knapp das Ziel von 61 Minuten verfehlt, und es mit 55 Minuten später geschafft. Bleibt also eine herzliche Entschuldigung, enttäuschende Lesben and ein thänk you for yousing Deutsche Bahn
    Aber wenigstens steht die Stadt noch, was ja auch nicht selbstverständlich ist in solchen Zeiten..
    So, ich mach Schluß mit live Kommentaren, sonst schimpft der Blogwart, und den will ich schliesslich nicht ärgern das wäre ja noch ein schwarzer Schwan… ein Blogverbot.

    cu cu ins Ried
    rolandus

  7. rolandus sagt:

    0.15 wieder daheim, in Hamburg eine Luft wie in Rom oder Florenz im Sommer. Als wenn nix gewesen wäre hier oben. das Glas Rotwein hat Murphy aber dann doch nicht aus der Hand fallen lassen, wohl damit ich den Endbericht abliefere. Schliesslich habe ich mir trozdem eines von den reichlich ausliegenden Briefchen der Fahrgastrechte geschnappt. Den Brief sollen sie bekommen, obwohl ich mich immer beherrschen muß, nicht die Bahnsklaven anzugreifen, aber einen Text bekommen sie trozdem.

    Das kann ja wohl nicht sein- S 21 bauen (um 10 Minuten einzusparen) und dann ein riesen Bohay machen, weil es wieder unvorhergesehen Sommer wurde.

    Eine mittelschwere Horrorfahrt mit endlos hin und her laufenden Gören, rauschenden Kopfhörern und debilen Raab TV Gaffern und natürlich den Lesben die ganz männlich um einige Cents kämpfen.

    An die 4 Feinde der Bahn mußte ich auch bisweilen denken ,-)

    Übrigens Murphy hat auch im Krankenhaus zugeschlagen, denn ich stehe 10 Tage vor meinem Jahresurlaub und die Urlaubssperre gilt noch bis 10.6 dank Murphys EHEC , ausserdem sollen die Fluglotsen in Spanien zeitweilig streiken.

    Es ist also hohe Zeit nach der Resonanz zu fragen und zu forschen, denn nach Los Gurkos und el Sprossos wird in naher Zukunft auch sicher noch ein Rinderbetrieb in Westfalen oder Meck Pomm gefunden wo sich doch tatsächlich EHEC finden ließ…. Die Wissenschaft ist am verblöden aber bewahrt mich vielleicht auch vor Flugzeugchaos.

    Übrigens in HH gab es bei keinem Bäcker das ekelige Tomate Mozarella Brötchen aber in Frankfurt schon- für 3,99!!! Vor 2 Monaten waren es noch 3,10 !!!!!!!!!!!!!!!! no comment

    Da bleibt schliesslich nur die Freude über einen erhebenden Sonntag Nachmittag.

    Gute Nacht und Prosit ins Ried
    rolandus

  8. holger sagt:

    @ Rolandus

    hab dank für Deinen Bericht. Ich dachte bis dato, dass es nur mir so ergeht. 😀 Ja, mit der Bahn kann man viel und reichlich erleben. Da geht man quasi manchmal in Eigen-Resonanz über. Gingen denn wenigstens die Toiletten? (Edit: hatte ja gar noch nicht von Franks Begeisterung und Fotos was gelesen)

    —>>>@Holger : Den Knast habe ich gesehen, hat ja nicht mal Gitter Biste da ausgebüchst oder wie?“

    Ne, wenn das so weiter geht in diesem Land, weißt Du jetzt, wo Du mich in Zukunft mal besuchen kannst. Leg ein gutes Wort für mich bei der Übergangsregierung ein. Eigentlich bin ich Pazifist.

    Pluß Gruß nach HH

    P.S. hast Du Dir das mit Espanol gut überlegt?

  9. rolandus sagt:

    @Anne : Vielen Dank für die sehr treffenden Beschreibungen. Der Mann hat ja sehr zentral unser aller Leid mit der Bahnmafia beschrieben.

  10. rolandus sagt:

    @Holger: die Kanaren sind ja eigendlich kaum Spanien 😉 aber nach Andalusien hätte ich schon Bedenken, wenn die da Hamburg lesen kriegt man bestimmt mehr als eine Tomate nachgeworfen bei der Flucht.

    Cu
    ro

  11. rolandus sagt:

    Und noch einen für Murphys Gesetz, fast müßte man die bahn in Schutz nehmen, denn unsere schöne (EHEC-)Umwelthauptstadt bekommt es gerade ordentlich zu spüren:

    Ein Platzregen mit Gewitter und schon bricht vieles zusammen, geht baden oder muß warten.

    http://www.mopo.de/hamburg/panorama/land-unter–hamburg-geht-baden/-/5067140/8529622/-/index.html

    EHEC hinterläßt hier oben einen ratlosen Krisenstab der immer wieder neue Verdächtige findet, und sie gleich veröffentlicht, auf das die Schadensersatzklagen auch reichlich ausfallen, mit der Dusche heute haben wir mal eine Message von oben bekommen, das es auch gewisse Opfer bedeutet sich als „Umwelthauptstadt mit Umwelttaxis zu brüsten, vor 25 Jahren als der erste Umweltminister antrat gab es nur ein paar versprengte Umweltaktivisten, heute eine ganze Industrie incl Atomaussteig ganz schnell ,-) …und da sollen die Götter nicht auch mal weinen und zornig werden, vor soviel Blindheit?

    Schön Gruß aus der „verfluchten Stadt“
    rolandus

  12. rolandus sagt:

    10 Tage weiter und Murphy ist wieder in die Bahn mit eingestiegen. „Se kööönnn doch dürschfahn bis Flughafen FFM sagte mir die sächselnde Schaffnerin als ich nach S-Bahnen fragte. Soso, aber wegen der Klimaanlagen habe ich bewusst nicht den letzten Zug genommen. Sie lächelte, da war die Bahnwelt noch in Ordnung, und wir gerade in Göttingen. In „Wolfgang“ bei Hanau, einer Zone ohne IT-Netz dann nach zwei Minuten Stand die Durchsage: wegen Stellwerkproblem in FFM bis zu 90 Min Verspätung und dabei sah ich in der Ferne dunkle Wolken über Südwest während es östlich hell war. Oh weh, einer von vier Feinden, hat die Bahn mal wieder überraschenderweise gekillt. Aus 90 wurden dann 60, 40 und am Ende schliesslich 45 Minuten, na das nehmen wir doch locker hin, incl. der bekannten Entschuldigungen.

    In FFM wollte mir der Mann dann noch ungewaschen Tomate Mozarella verkaufen für 6 DM (!), aber die gekochte Pasta neben dem Gammelfleisch schien mir dann doch unauffälliger. Rein damit und prompt kam der Anschluss zum Flughafen auch pünktlich 10 Minuten zu spät. Am Flughafen ist es ruhig in dieser Mondfinsternisnacht und ich werde aus Gomera berichten ob Flieger und Schiff auch soviel Widerstand spiegeln.

    Auf jeden Fall hatte ich genügend Zeit, um 400 Seiten van Geest zu lesen, schliesslich komme ich ja am 25.6 zurück, einen Tag vor dem großen Knall in Berlin und ich hoffe nur das Murphy besonders an diesem Tag rege und aktiv ist, für Berlin hoffe ich es jedenfalls.

    Schön Gruß von nebenan und ich freue mich schon auf eine Metallwoche am Atlantik ,-)
    rolandus

    • Frank Meyer sagt:

      Ach, aufgrund von „Betriebsablaufproblemen) (ich liebe das Wort) verzögert sich die Weiterfahrt auf unbestimmte Zeit. Kam gerade als Ansage. Bin auch noch in der Bahn unterwegs. Ist es Murphy oder die Mondfinsternis? Wenn ich kommenden Dienstag nicht zu Hause sein sollte, zünde ich den Waggon an – als Leuchtsignal, um mich zu retten. Haaaaaaaa! Dieser Mond bringt die stärkste Bahn zum stehen.

      • rolandus sagt:

        Na da war ich wenigstens nicht „allein“ mit den bahnabenteuern. Übrigens Flug , Schiff und Bus waren alle problemlos. Punkt 12 war ich da und grüße bei 28 Grad eitel Sonnenschein und Nordwind. Müller und Hellmeyer sprachen ganz unterschiedlich von der nahen Wandlung, das hört sich hier unten ganz anders an, aber die Preise hier zeigen das Problem obwohl relativ wenig se vende Schilder an den Häusern prangen.

        Schön Gruß aus weiter Ferne ins Ried.
        rolandus

        P.s. Könnzet ihr in der nächsten Metallwoche nochmal auf die Minen eingehen. Es ist doch verwunderlich, dass sich die Minen in diesen Zeiten immer noch parallel zu den großen Märkten bewegen. Müßten sie nicht steigen ?

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