Möhren, Macht und Schande

2. Januar 2013 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

(von Ronald Gehrt) Niemand wünscht sich ein schlechtes neues Jahr, jedenfalls nicht laut ausgesprochen. Klar, das wäre nicht entsprechend gesellschaftlicher Konventionen. Im Gegenteil, viele versuchen, kurz vor Toreschluss Unfrieden und Streit aus dem Weg zu schaffen….

…um wenigstens für die Seele mit einer frischen, weißen Weste ins neue Jahr starten zu können. Es ist wie eine alte Regel, die mir vor langer Zeit beigebracht wurde. Es ist verboten, schlafen zu gehen, bevor man sich nicht wieder vertragen hat. Lest ihr das, liebe Demokraten und Republikaner im US-Senat und Repräsentantenhaus? Nun, zumindest die im US-Senat kennen die Regel offenbar, denn da gab es wenige Stunden vor Toreschluss eine Art „Deal“. Und doch:

Ginge es in der US-Politik zu wie heute noch im Vatikan und vor Generationen in so manchem Hause, man würde diese Mischpoke übers Knie legen und dann so lange in ihren ehrwürdigen Hallen einsperren, bis weißer Rauch aufsteigt und eine anständige Lösung für die Misere gefunden ist. Wobei über das „anständig oder nicht“ die Eltern zu urteilen hätten. Also wir. Aber wenn ich wie gestern im Gespäch in großer Runde die Hoffnung unseres Landes teilnahmslos mit gesenktem Kopf über ihre Smartphones gebeugt sehe, während die „Alten“ von früheren Zeiten erzählen, beschleicht mich das Gefühl, dass sich viel geändert hat. Die kommen damit durch, die Politiker. Weil diese Posse kaum jemand zur Kenntnis nimmt. Der wirkliche Aufschrei wird erst erfolgen, wenn plötzlich das Geld in jedermanns Tasche noch weniger wird. Und:

Bis das (für die Politik ungemein praktisch) zusehends egozentrische und in bester Biedermeier-Manier für alles um sie herum blinde Wahlvolk das mitkriegt, ist sicherlich irgendein fauler Kompromiss gefunden. Um diese Methode zu erlernen, musste man als US-Politiker ja nur aufmerksam bei der EU in die Lehre gehen. Man wird sich erneut Zeit erkaufen, auf Kosten derer, die es nicht einmal merken. Hüben wie drüben. Denn solange der Abstieg der Konjunktur noch einigermaßen zu verschleiern ist und die, die ins soziale Abseits rutschen, dies ungehört tun, lässt es sich trefflich pfuschen und mauscheln. Besser noch:

Die Mächtigen beider Lager in den USA bilden sich ohne Zweifel ein, dass das Scheitern der Verhandlungen um diese elende „Fiscal Cliff“ sogar ein immens gewitzter Schachzug ist. Denn so kann man sich trefflich selbst inszenieren. Zunächst als selbst zutiefst verantwortungsbewusst, aber leider unschuldiges Opfer der Engstirnigkeit des politischen Gegenüber geworden. Und danach als Retter der Nation, der gegen alle Widerstände der bösartigen Gegenseite im Sinne des Volkes Entscheidendes hervorgebracht hat. Und da die Gegenseite genau dasselbe erreichen will, sind wir alle erstmal die Klippe hinuntergesegelt. Aber:

Je mehr Menschen erst dann über ihren Tellerrand schauen, wenn das eigene Einkommen unmittelbar betroffen ist, desto leichter lässt sich dergleichen ungestraft – und vor allem unbemerkt – durchziehen. Und nicht nur das: Dass beide Esel den jeweils anderen Langohr schelten und beide am Ende dann den Planeten gerettet haben wollen, wird kaum für Gelächter sorgen, denn die Anhänger der jeweiligen Parteien werden den ihren zustimmen und die anderen als Lügenbeutel beschimpfen. Und wer versucht, objektiv zu urteilen, hat in den Medien gemeinhin keine Stimme. Ja, die kommen damit durch!

Und besser noch: Zumindest am letzten Handelstag in den USA – dort wurde Silvester noch gehandelt – nahm man die Sache anfänglich schon wieder relativ gelassen, um gegen Handelsende in eine euphorische Rallye überzugehen, weil den Anlegern wieder mal im genau rechten Moment eine Möhre vor die Nüstern gehalten wurde. Während es in den zwei Wochen zuvor tendenziell abwärts ging, weil Hoffnungen auf eine Lösung durch die Politik systematisch eingestampft wurden, kam jetzt wieder genau die Denkweise zum Vorschein, die es überhaupt möglich machte, dass die Gesamtlage immer finsterer wird, die Aktienmärkte aber gleichzeitig immer weiter steigen: Man hat wieder etwas, worauf man hoffen kann! Es ist doch immer dasselbe Spiel:

Immer wieder wird den Kleingeistern eine Möhre vor die Nüstern gehalten, der sie hinterher rennen können. Rettungsschirme, Zinssenkungen, Anleihekaufprogramme. Und solange man dafür sorgt, dass immer ein neues Leckerli in Reichweite bleibt, interessiert es all diejenigen, die auf dieser klapprigen Leiter, die in die angebliche Wende zum Guten führt, eine Sprosse nach der anderen höher klettern, ohne je nach unten zu blicken, einen feuchten Kehricht, dass die vormaligen Möhren allesamt nichts bewegen konnten. Irre, aber wahr. Denn die niedrigen Zinsen alleine könnten diese steigenden Aktienmärkte nicht oben halten, denn mit Blick auf den gerade in den USA immensen Refinanzierungsbedarf verschwindet der Löwenanteil des freien Geldes ja nach wie vor in dem Treibsand der Festverzinslichen. Nein, es ist vor allem dieses Spielchen mit der irrationalen Hoffnung der Menschen, das dafür verantwortlich ist, dass die Schere zwischen Aktienmärkten und Realität derart weit auseinander klafft… (Seite 2)

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9 Kommentare auf "Möhren, Macht und Schande"

  1. katzbuckel sagt:

    Wohlstand wird durch Arbeit geschaffen. Nicht durch Geld. Das werden vor allem die Briten merken, welche ihr Land inzwischen weitgehend deindustrialisiert haben. Man dachte, die City würde es bringen.

    In den USA scheint die Lage tragisch auszugehen, da nur noch der Schein einer Wahl besteht. Entweder Inflation oder Deflation.

    Mehr Geld zu drucken, heißt auf lange Sicht, den Dollar zu zerstören. Steuererhöhungen und Sparmaßnahmen dagegen ziehen liquide Mittel aus dem Kreislauf.

    Da bleibt auch den USA nichts übrig, als Kreative zu fördern, welche dann als Gründer auftreten und wirken könnten.

    Es gibt keine Methoden der Steuerung, eine mangelnde Wertschöpfung zu kompensieren.

    Außer Leutem zu helfen, ihre reale Werte schaffenden Geschäftsideen schnell und wirksam auf den Weg zu bringen.

    Das fängt schon mit den Kosten für ein Patent an. Auch sind die Anmelde – Verfahren viel zu lang und zu kompliziert.

    Spreche aus Erfahrung.

  2. samy sagt:

    Ich hoffe wir sind alle gut gerutscht und ich wünsche allen Gesundheit im neuen Jahr, das ja noch heiter werden kann. Wird es das Jahr der Lemminge, wird die perth Minth eine Lemming-Edition als Münze springen lassen?

    http://i5.piczo.com/view/2/a/9/q/1/1/c/n/m/m/j/t/img/i243156032_28359.jpg

    Ronald Gehrt hat recht. Und in zwei Monaten geht es weiter. Mc Cain kündigte schon weit härtere Verhandlungen an. Und dann wird das Debt-Ceilling Teil der Verhandlungsmasse. Great!

    Der 2-Monats-Komromiss ist für sich eine Demütigung für die Republikaner. Aber ist er wirklich so neutral für die wirtschaftliche Nachfrage? Lässt er den Mittelstand ungeschoren? Laut eines SPON-Artikels wird er 77% aller Amerikanner im Jahr mit 1635$ zusätzlichen Lohnsteuern belasten, also auch den Mittelstand.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/fiscal-cliff-in-usa-einigung-im-haushaltsstreit-ist-mogelpackung-a-875321.html

    Und die Börsen lassen die Korken knallen. Sie können mit fast zinsfreien Geld spekulieren, da ist jeder Prozent Kursanstieg ein fetter Gewinn, Verluste trägt dann eh der Steuerzahler. Und vielleicht ist es bei diesem Affentheater schlicht klüger Aktien statt US-Staatsanleihen zu halten. Zur Sicherheit wenigstens bis die Schuldendeckelung wieder angehoben wird, vielleicht diesmal gleich auf 20 Billionen? Und wird der Deckel angehoben, müssen noch mehr Aktien her, ist ja schließlich ein Inflationsschutz.

    Und Obama wünscht sich für das nächste mal „ein bisschen weniger Drama“. Wie das wohl in den Ohren der Republikaner klingt? Ich nenne das nachtreten und dumme Sprüche klopfen.

    VG

    • katzbuckel sagt:

      Wenn die Aktien auf eine Wertschöpfung spekulieren, die schon aus prinzipiellen Gründen nicht stattfinden kann, dann laufen die Hoffnungen sicher ins Leere.

      Der Auutor trifft den Kern der Dinge.

      Sicher werden das inflationäre Gelddrucken noch gesteigert. Der Erwerb von Edelmetallen ist daher sicher nicht falsch.

      Doch ist auch das Bunkern von Gold und Silber kein Ersatz für unternehmerische Kreativität.

      Was haben wir bisher noch nicht erfunden, das in neue Produktideen fließen könnte? Wobei reale Güter gemeint sind. Kein Papier.

      Wie ermuntern wir Kreative, sich und ihren Ideen zu vertrauen und neue Unternehmen zu gründen?

      • samy sagt:

        Und wenn nicht auf ein Wertschöpfungspotential spekuliert wird?
        Worin lag das Wertschöpfungspotential einer Tulpenzwiebel?
        http://de.wikipedia.org/wiki/Tulpenmanie
        Billiges Geld und Gier, Fehlallokation des Kapitales halt, bis es knallt.
        Damals wie heute, dass selbe Prinzip, nichts gelernt.

        Wer soll denn neue Geschäftsideen finanzieren wollen, wenn man zumindest eine Zeit lang mit Spekulationen gut verdienen kann, weil Zinsen absurd niedrig gehalten werden und der Staat bei Verlusten einspringt?

        Gestern im Gelben folgenden Link aufgelesen, sehr lesenswert. Passt auch zu der Kolummne des Bankhauses Rott von gestern.

        http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/deflation_und_inflation_auch_2013_eintraechtig_beieinander/

        Nochmal, der 210-Jahre alte Zinszyklus (30 Jahre auf und 30 Jahre ab, seit 1800, 10-Y-US-Anleihen) ist eigentlich intakt, man sieht ihn nur nicht, weil die Zentralbanken die Bilanzen verlängern, indem sie Anleihen aufkaufen.

        Aus o.g. Link:
        „…Der Nullzins soll zum Kauf von Vermögenstiteln – vor allem Aktien und Staatspapiere – verführen,…Müssten Geschäftsbanken bei der Zentralbank 4% Zins zahlen, könnten sie einen Index, der nur 2,2% bringt, nicht kaufen. Zahlen sie bei der Zentralbank aber nur 0,1%, liegt der Ertrag plötzlich um den Faktor 22 über dem eigenen Zinseinsatz….“

        und

        „…Ein viel wichtigere Anlageklasse als Aktien (Anteile an Firmen) sind Staatspapiere (Anteile an zukünftigen Steuererträgen von Nationen). Ihr Volumen stieg global von 18 Billionen Dollar nach dem Dotcomcrash 2001 über 28 Billionen 2006 bis auf 50 Billionen Dollar Ende 2012 …“

        2010 hätte der Zinssatz augenscheinlich steigen müssen, kommt also zetilich mit den Ankäufen hin.

        Der Kapitalmarkt ist durch die Niedrigzinspolitik total zerstört, machen wir uns nichts vor.

        Gute Geschäftsideen sind erst wieder nach einem Crash gefragt.

        • 4fairconomy sagt:

          @ Samy: Danke für den Link zum sehr lesenswerten Artikel von Prof. Gunnar Heinsohn.

          Die Niedrigzinspolitik ist nur eine weitere Massnahme von vielen, um ein bankrottes System aufrecht zu erhalten. Würden die Zinsen angehoben bzw. dem freien Markt überlassen – was auch immer richtig ist (aber ohne Mindestzinsgarantie von nominell 0%!)- dann käme es vermutlich weit mehr als nur zu einer „Zerstörung des Kapitalmarktes“…

          Da stellen sich mir zum Artikel einige Fragen. Ich gehe davon aus, Heinsohn weiss, dass ohne diese Niedrigzinspolitik und Liquiditätsschwemme eine Kernschmelze des Finanzsystems die Folge wäre. Das sagt er indirekt in seinem Artikel, wenn er die Höhe der Wertkorrekturen erwähnt, welche höhere Zinsen verursachen würden. Heinsohn bleibt ja beschreibend, wertet nicht. Zwischen den Zeilen ist aber schon eine Kritik an der Niedrigzinspolitik festzustellen. Bedeutet dies, dass er eine Kernschmelze des Finanzsystems der Niedrigzinspolitik vorziehen würde? Gilt dies auch für Sie, wenn Sie die Niedrigzinspolitik kritisieren?

          Ich sehe in der heutigen Form der Niedrigzinspolitik auch keine dauerhafte Lösung. Die Marktkorrektur wird wohl unausweichlich sein (fals nicht vorher Krieg geführt wird). Besser wäre es wohl, dem Finanzsystem kontrolliert die Luft herauszulassen. Was immer das Risiko beinhaltet, dass die Situation ausser Kontrolle geraten könnte. So oder so sitzen die Industrieländer mit ihrem Geld- und Finanzsystem in der Klemme.

          Die Problematik beginnt mit der Schuldenwirtschaft bzw. dem Zwang, dass immer mehr auf Pump konsumiert wird. Dies wiederum hat etwas zu tun mit Rahmenbedingungen, welche erzwingen, dass die Kapitalerträge in einer Volkswirtschaft stets wachsen können müssen. Ansonsten zu wenig investiert bzw. desinvestiert wird. Dies wiederum hat mit einem garantierten Mindestzins von 0% für die Liquiditätshaltung zu tun.

          Eine weitere Problematik ist die Förderung von Staatsanleihen als Geldanlage, was Investitionen in Unternehmen verdrängt. Für Banken sind Staatspapiere interessant, da sie als sicher und bei der Notenbank als Garantie gelten. Für Staatsanleihen – wie für Geschäfte der Schattenbanken, müssen die Finanzinstitute weniger Eigenmittel aufweisen. Basel III verchlimmert noch diese Situation. Die Ersparnisse fliessen in Staatsanleihen, Immobilien und kurzfristige, spekulative Geschäfte statt in Unternehmen. Das ist katastrophal bzw. schafft noch mehr illusionäre Vermögen ohne reale Werte. Staatspapiere, also Konsumkredite an den Staat, sollen sicherere Geldanlagen sein als Unternehmenskedite? In dem Sinne sind die Zinsen für Staatspapiere (= Konsumkredite!) effektiv viel zu tief, und dies nicht erst seit heute. Hingegen sind die Zinsen für Unternehmen viel zu hoch bzw. können die konjunkturelle Situation nur in einer Wachstumsphase korrekt widerspiegeln, nicht bei Stagnation oder Krise.

          Im Falle einer Kernschmelze des Finanzsystems sind Zinssätze not-wendig, welche sich frei bilden können zwischen Ersparnisbildung und Kreditnachfrage von Unternehmen: damit weniger gespart sondern mehr konsumiert wird und Unternehmen zu günstigeren Krediten kommen können.

      • Skyjumper sagt:

        Wie wir (nicht nur) Kreative wieder ermuntern Geschäftsideen zu verwirklichen? Sehr einfach; Indem wir die staatlich geförderten Oligopole knacken und der Staat endlich mal aufhört einem Unternehmer bis zum letzten Pups in die Schüssel vorschreiben zu wollen wie er das zu machen hat.

        Auf gut Deutsch: Das wird in diesem System nichts mehr. Der Staat, als Lobbyverband von Politikern und Bürokraten will gar keine Unternehmer. Der Staat will abhängige Untertanen und keine Freigeister.

  3. katzbuckel sagt:

    „Der Staat will abhängige Untertanen und keine Freigeister.“

    Eben. Wir sind in Wahrheit gar keine offene Gesellschaft. Denn sonst müßten z. B. Erfinder mit epochalen Ideen (so es sie gibt) raketenartig nach oben schießen können. Können sie nicht. Sie werden entweder blockiert oder absorbiert.

    Dabei ist nicht nur die staatliche Hierarchie zu sehen, sondern auch deren Verflechtung mit den wirtschaftlichen Kartellen.

    Wahrscheinlich hat @samy recht. Erst nach dem Crash wird wieder freie Bahn für wirklich neue Ideen herrschen. Venture Capital ist natürlich eine spekulative Anlageform. Das ist richtig. Wie bekommen es die Erfinder, ohne sich in Knebelverträgen quasi enteignen zu lassen?

    Wie heißt noch mal die berühmte Bar in den USA, wo sich Erfinder und Geldgeber direkt begegnen….?

  4. Dagobert sagt:

    Vielen Dank an Ronald Gehrt für die Markt-Kommentare!

    In diesen Zeiten komme ich mir ständig vor wie die Ameise auf einem Möbiusband! – Im Prinzip ständig zur richtigen Zeit am richtigen Ort, aber (fast) immer auf der falschen Seite…demnächst richte ich einfach meiner spiegelbildlichen Ameise ein Konto ein!

    Ganz im Ernst: Wie soll man denn den Spagat hinkriegen zwischen der Realität und diesem neuen *Paradigma* à la:

    *Whatever-it-takes! And-believe-us,-it-will-be-enough* ?

    Dieses Paradigma ist ja deshalb unerträglich, geradezu sadistisch, da die „Ungläubigen“ sogleich abbestraft werden und diesmal nicht die paranoiden, sondern die „Don’t-worry-be-happy-Affen“ überleben und sogar belohnt werden!

    Wenn schon die Marktkräfte ausgehebelt sind und so alle News, Unternehmensmeldungen, Wirtschaftsdaten u.s.w. irrelevant werden – tja, dann ist ein Ameisenhirn unabdingbar und auch die pfeilwerfenden Affen können einpacken!

    Allen ein erfolgreiches Neues Jahr!
    Dagobert

    P.S…damit meine Ameise nicht runterfällt pinsle ich ihr die 200-Tage-Linie des S&P500 als Leitlinie auf die Mitte des Möbius-Bandes…

  5. samy sagt:

    Das Versagen der Republikaner ist zu offensichtlich. Es lohnt sich darüber nachzudenken, ob hier nicht strategisch gehandelt wird, um medial bei den Wählern Mitleid zu erhaschen. Obama gelang es in den letzten Wochen den Republikaner in Sachen Starrsinn in den Medien den schwarzen Peter zuzuschieben. Nun das, auf 40 Dollar Steuererhöhungen kommen angeblich 1 Dollar Ausgabensenkungen, öberflächlich betrachtet ein Schlag in das Gesicht der Reps. Aber jetzt werden die Medien sehr genau hinschauen, wer hier wirklich Starrsinnig ist. Kann Obama noch einmal das schwarze Peter Spiel durchziehen? Ich bezweifel das.
    Ich weiß nicht, ob Politico eine seriöse Quelle ist, aber wenn sich dieser Dialog zwischen Reid und Boehner so zugetragen hat, dann müssen auch die Demokraten mit knallharten Bandagen gekämpft haben.
    „… It was only a few days before the nation would go over the fiscal cliff, no bipartisan agreement was in sight, and Reid had just publicly accused Boehner of running a “dictatorship” in the House and caring more about holding onto his gavel than striking a deal.“Go f— yourself,” Boehner sniped as he pointed his finger at Reid, according to multiple sources present.
    Reid, a bit startled, replied: “What are you talking about?”
    Boehner repeated: “Go f— yourself.”… “
    Quelle:http://dyn.politico.com/printstory.cfm?uuid=249B8F6D-1AB7-43C9-95A0-F33AEF1B8ADA

    Oder sind die Reps wirklich eine derart führungsloser Hühnerhaufen? Hat Boehner noch das Sagen? Erleben wir Ende Februar ggf. die Abschpaltung der Tea-Party Movement von den Reps.?

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