Mit Geld spielt man doch!

6. Juli 2014 | Kategorie: RottMeyer

von Frank Meyer

Die Börsenparty läuft weiter. Neue Hochs gehören nun zum Alltag wie das Einwickeln der ganzen Probleme in rosa Papier. Die Experten raten, jetzt unbedingt Aktien zu kaufen. Andere Wichtigtuer empfehlen, das Geld zu verprassen…

Experten sind von Verkäufern heute kaum noch zu unterscheiden. Klar, solange man für sein Geld etwas bekommt, sollte man es ausgeben. Doch wofür? Das ist die entscheidende Frage. Ob man Tinneff kauft, das Geld aus dem Fenster schmeißt oder es investiert, macht schon einen Unterschied. Etwas zu kaufen, heißt, dass man seine Baumwollscheine und Verrechnungseinheiten in etwas tauscht, wenn es billig ist. Nur wer weiß schon, ob Aktien immer noch preiswert sind? Gleiches trifft auf das Betongold zu. Vielleicht steigen die Preise noch weiter. Niemand weiß das. Lieber schaue ich dorthin, wo vor lauter Entzückung niemand nachschaut.

Und was ist das? Das Gold meldet sich zurück, trotz aller Todesanzeigen für das gelbe Blech in der Öffentlichkeit. Neulich sendete die große Zeitung mit den vier Buchstaben allerhand Tipps, was man mit seinem Geld tun sollte und was nicht. Beim Thema Gold hieß es, man sollte dort nur „Spielgeld“ investieren. Ha! Was sonst als Spielgeld verwenden wir sonst im Alltag?

Im Vergleich zu Aktien ist das Gold billiger geworden, weshalb ich es ja immer noch mag. Gold verteuert sich, wenn eine Währung schwächer wird. Dann benötigt man für eine Goldeinheit mehr Währungseinheiten. Mehr kann Gold nicht. Gleiches trifft auch auf Aktien zu.

Die drohende Pleite von Argentinien zeigt, welche Sparform auf lange Sicht überlebt. Binnen einer Dekade verteurte sich dort Gold um 820 Prozent. Die Kaufkraft des damaligen Peso wurde durch Gelddruckerei auf ein Achtel erfolgreich geschreddert. In Euro und US-Dollar verläuft der Prozess zum Glück etweas langsamer. Aber vonwegen Stabilität… Beide Währungen haben gegenüber Gold ebenfalls massiv abgewertet. Sie gehen nur langsamer und unbemerkter pleite als andere Währungen. Später werden wir auch ihre „Werthaltigkeit“ besser einschätzen können, wenn vermeintliche Stabilität auf Realität trifft. Achten Sie auf Argentinien!

©Frank Meyer, Kolumne aus den Lübecker Nachrichten (Langfassung)


 

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Ein Kommentar auf "Mit Geld spielt man doch!"

  1. bluestar sagt:

    Natürlich berichten die kontrollierten Medien der GROKO- Diktatur nichts über Argentinien.
    Könnten ja die Schlafschafe bei ihrem blinden Vertrauen ins bedruckte Klopapier geweckt werden.
    Ich meine auch, achten Sie genau auf die Ukraine. Warum man Menschen als Terroristen stigmatisiert und wie man mit EU-Segen mit jenen umgeht, die für den Boden kämpfen auf dem sie leben und sich nicht einer zentralen, US-gelenkten Verbrecherjunta aus Oligarchen unterwerfen wollen.

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