Meine neueste Bewerbung um ein öffentliches Amt

29. Januar 2014 | Kategorie: Gäste

von Bill Bonner

Meine Kampagne zur Bewerbung um den Fed-Vorsitz scheiterte. Mein Telefon klingelte niemals. Stattdessen ging der Posten an Janet Yellen. Aber ich habe es nicht aufgegeben, auf eine Karriere im öffentlichen Sektor zu setzen…

Ja, nach 40 Jahren auf dem harten Boden der freien Wirtschaft will ich nun etwas Neues. Ich will mit den Themen des Tages konfrontiert sein und meinen Teil beitragen. Ich will an den großen Herausforderungen der Zeit beteiligt sein und „einen Unterschied machen“.

Neulich wurde ich inspiriert von zwei Inhabern öffentlicher Posten – diejenigen, die für das Wohl anderer arbeiten, nicht nur für sich selbst.

Ich will die Annehmlichkeiten, die mit einer hohen Position im öffentlichen Dienst einher gehen.

Etwas Lustiges rauchen

Wie der Bürgermeister von Toronto.

Ich rauche kein Crack. Aber wer kann ehrlich sagen, dass er es nicht mag, ein oder zwei Mal die Woche betrunken zu sein? (Und wenn während meiner Amtszeit eine größere Krise auftritt, hoffe ich zumindest, nicht wie Rob Ford zu der Zeit betrunken zu sein.)

Oder was ist mit dem Posten des Gouverneurs von New Jersey?

Chris Christie verneint, dass er etwas mit der Schließung der Zugangsstraßen zur George Washington Brücke zu tun hatte. Aber das ist eine bekannte Ausrede, welche Könige, Mafiosos und Bürgermeister überall nutzen.

„Will no one rid me of this turbulent priest“, fragte Henry II. im Jahr 1170 n.Chr. Kurz danach war der Erzbischof von Canterbury tot.

„Was können wir mit diesen Idioten in Fort Lee tun“, hat sich Chris Christie vielleicht gefragt? Und bevor er es wusste, war der Verkehr über die George Washington Bridge hoffnungslos betroffen.

Wenn ich gewählt werde, plane ich ein paar eigene Fragen zu stellen…

„Was meinen Sie damit, dass niemand den Steuerbescheid von Tom Friedman überprüft hat?“

„Warum hat Schweden den Nobelpreis für Wirtschaft an Paul Krugman verliehen? Kann man das rückgängig machen?“

„Will niemand in dieser Nation diese Zombie-Banken loswerden?“

Und das ist nur der Beginn…

Aber ich schaue nach Übersee, da sehen öffentliche Ämter noch attraktiver aus…

Präsident Clinton hatte seine Praktikantin. Gouverneur Schwarzenegger seine Haushälterin. Aber das war lahm und billig, verglichen mit dem, was in europäischen Ämtern passiert… (Seite 2)

 

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4 Kommentare auf "Meine neueste Bewerbung um ein öffentliches Amt"

  1. Michael sagt:

    Hat keiner angerufen. Hollywood Principle. Don’t Call US – We call U. Nicht zur Schauspielerei geboren. Sie werden einmal FED Chairman. Kommt mit der Zeit. Ein Afro machte sich noch recht gut …

    Mit fröhlicher Musik geht’s gleich viel leichter. Ab in den Morgen.
    http://www.youtube.com/watch?v=UKU1RVwzqkA

    und für die Light Freunde – Bitcoin Barbarians

  2. bluestar sagt:

    „Die nächste Wahl ist erst in einigen Jahren“
    Die Zufriedenheit der Franzosen mit ihrem Präsidenten liegt bei etwa 20 %. Damit dürfte er deutlich unbeliebter sein wie der Präsident der Ukraine, wo allerdings schon in 15 Monaten Neuwahlen stattfinden.
    Vor 3 Tagen wurden in Paris 250 Demonstranten verhaftet, natürlich hat darüber das gleichgeschaltete Staatsfernsehen in Deutschland nicht berichtet.
    Wieso fordert die Deutsche Politik nicht die Freilassung der verhafteten Demonstranten in Frankreich wie in der Ukraine ???
    Wieder einmal ist das alte Spiel der nutzenorientierten Demagogie und schleimigen
    Doppelmoral widerlich.
    Bill Bonner sollte neuer Präsident von Frankreich werden. Er würde den Job auf jeden Fall besser machen als dieser Hollande, denn Bonner ist ein ehrlicher Mensch mit ökonomischem Sachverstand und gesellschaftlicher Verantwortung.
    Leider werden solche Menschen in westlichen „Demokratien“ von der Masse nicht gewählt.

    • wolfswurt sagt:

      bluestar, ein neuer Präsident, ob jetzt mal besser oder nicht, ändert nichts am Gesamtzustand.
      Wir befinden uns im System der Millionen.
      Ein ehrlicher Präsident wiegt nicht die hunderttausenden von korrupten Charakteren auf, auf welche er gezwungen ist sich stützen.
      Ich vergleiche den Systemzustand mit dem Zustand eines morschen Baumes, an dem die gesunden Zellen immer weiter absinken und das Totholz zunimmt.
      Bringt dieser Baum nun an seiner verbliebenden Kronenspitze einen gesunden Samen hervor, so hilft
      dies das dem Baum nichts.
      Der Samen fällt zu Boden und wächst erst zu einem neuen Baum stattlicher Größe heran, wenn der morsche Alte gefallen ist und dem Neuen Raum und Licht geschaffen hat.

      Altes, was morsch, faul und lebensuntüchtig ist, muß dem Neuen immer Platz schaffen.
      Ewiges Gesetz.

  3. bluestar sagt:

    wolfswurt, ein sehr guter Vergleich in Bildern.
    Vielen Dank.

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