Mehr Geld = weniger Glück?

15. November 2014 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Ich las vor kurzem, dass es keine Korrelation zwischen Glück und Geld geben würde. Oh ja? Die halbe Welt arbeitet, nur um zu überleben. Aber die andere Hälfte arbeitet, um vorwärts zu kommen. Sie will reicher werden…

Warum gibt es so viel Anstrengungen, wenn es keine Verbindung zu Glück geben sollte? Und warum investieren so viele Menschen ihr Geld, wenn nicht in der Hoffnung auf Ertrag…was sie reicher macht? Mehr Geld, mehr Freude?

Die Verbindung zwischen Geld und Glück ist nicht so einfach und sicher wie diese: Mehr Geld = mehr Glück.

Es gibt drei Schlüsselentscheidungen, die man im Leben treffen kann; Geld zu haben, hält einen nicht davon ab, bei diesen dreien falsche Entscheidungen zu treffen.

Geld kann eine falsche Entscheidung sogar noch wahrscheinlicher für jemanden machen.

Ich bin arm aufgewachsen…aber nicht unglücklich. Ich habe in meiner Kindheit gelernt, dass Glück unabhängig von Reichtum ist. Ich zog mein glücklich sein aus unserem zu Hause und der Familie.

Und da die Basis meiner Zufriedenheit sicher war, konnte ich in die Welt gehen und mich den Herausforderungen und Härten stellen, die sich mir in den Weg stellten – zuversichtlich, dass mein Glück zu Hause sicher war, egal was passieren würde.

Ich beginne mit einer Einsicht: Wenn man reich werden will, dann muss man besser erst einmal lernen, die Armut zu mögen. Ein Mann, der seinen Wert nach materiellem Erfolg misst, kann vielleicht das Risiko des Scheiterns nicht tragen. In meinem Fall war mir das relativ egal.

Geld zählte nicht wirklich viel für mich. Deshalb konnte ich es mir leisten, etwas zu riskieren. Statt den sicheren Weg zu gehen – Rechtsanwalt zu werden – begann ich ein Unternehmen zu gründen.

Der einzige sichere Weg zum Erfolg

Egal, was man tut, es ist schwer, richtig Geld zu verdienen. Wenn man alt wird, gehört alles Geld der Welt schon jemandem. Dessen Wächter und Wärter werden es einem nicht leicht überlassen.

Zu Beginn werden Sie nicht wissen, wie Sie Ihr Unternehmen zum Erfolg bringen. Am wahrscheinlichsten ist es, dass Ihr Unternehmen scheitern wird.

Aber Sie wollen einen Vorteil. Da Sie nicht im Voraus wissen, dass Ihr Unternehmen Erfolg haben wird, ist der einzige sichere Weg zum Erfolg das Eliminieren von Scheitern. Das Leben ist ein Wettbewerb. Wir wollen gewinnen. Und Geld ist der Punktestand.

Wie bei einer Technologie, die das Bestehende verändert, muss man den Weg ändern, wie Geld verdient wird…ausgegeben wird. Wenn Sie relativ gesehen mehr bekommen, müssen andere weniger haben. Dies gibt dem wettbewerbsfähigen Geldverdiener einen tiefen Sinn für Gewinn, sogar bevor er erfolgreich ist.

Er ist nicht notwendigerweise der reichste unter den Menschen, aber wahrscheinlich unter den Glücklichsten.

Quelle: Kapitalschutz Akte
Mehr Geld = weniger Glück? (von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

 

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7 Kommentare auf "Mehr Geld = weniger Glück?"

  1. Argonautiker sagt:

    Materielles, also reich Sein, oder nicht, mit glücklich Sein, oder nicht, miteinander zu vergleichen, verhält sich noch weniger möglich, wie das Messen von Äpfeln und Birnen aneinander. Also warum sollte man das tun? Will der Autor Reich sein dürfen begründen?

    Zuerst:
    Es gibt nicht nur Ein reich sein, zumal reich sein nichts absolutes, nichts eigenständiges ist, sondern reich ist man im Verhältnis zu Anderen. Reich mißt sich also nicht am effektiven Besitz von Millionen oder Milliarden, sondern daran wie viel mehr man als Andere hat, denn haben alle Millionen und Milliarden, also der Unterschied und nicht die effektive Menge machts.

    Sicherlich ist es selbst von der Schöpfung so angelegt, daß es von Mensch zu Mensch materielle Unterschiede gibt. Es gibt große und kleine, schwere und leichte, schwache und starke, Menschen, sodaß es allein aus diesem Umstand schon hervorgeht, daß es auch immer reiche und arme Menschen geben wird.

    Die entscheidende Frage ist, WIE reich oder arm jemand im Verhältnis zu den Anderen ist. Die Schöpfung scheint diesem materiellen Unterschied innerhalb einer Gattung ein Maß zugewiesen zu haben, denn es gibt weder Menschen die nur, sagen wir einmal 3 groß, schwer, stark sind, und es gibt auch keine, die 300 groß, schwer, stark sind. Mit Geld und den dazugehörigen Geldsystemen, ist man nun jedoch in der Lage solche, und noch weit größere Unterschiede zu erzeugen. Und das ist die Frage, ob dies wirklich so sinnvoll ist, ein selbst von der Schöpfung innerhalb einer Gattung eingehaltenes Maß, bis ins unendliche zu überschreiten?

    Da frage ich mich, was soll dieser Artikel an sich? Will er ablenken, oder unrechtes plausibilisieren?

    Kurz gesagt, ich halte es durchaus für richtig, daß Einer fünf oder gar zehn Mal so viel hat, wie ein Anderer, aber allerspätestens dann hört es auch schon auf, weil der Reiche dann nicht mehr reich aus seinem eigenen mehr Vermögen, wie Stärke, Schnelligkeit, Klugheit, etc. ist, sondern dieser übergroße Reichtum aus der Leistung Anderer gezogen wird, und das ist Sklaventum.

    Gruß aus Bremen

    • Peter Ihle sagt:

      „aber allerspätestens dann hört es auch schon auf, weil der Reiche dann nicht mehr reich aus seinem eigenen mehr Vermögen, wie Stärke, Schnelligkeit, Klugheit, etc. ist, sondern dieser übergroße Reichtum aus der Leistung Anderer gezogen wird, und das ist Sklaventum.“

      In Bezug auf den allergrößten Reichtum, den einer aus der Leistung anderer gezogen hat, fällt mir nur einer ein, der „Wohlfahrtsstaat“.

      • Argonautiker sagt:

        Stimme ich in soweit zu, daß dies die Kehrseite der selben Medaillie ist. Aber daß dies der Einzige ist, da stimme ich dann nicht mehr zu. Um das so zu sehen, muß man dann schon vieles ausblenden WOLLEN.

  2. Demut sagt:

    Man stelle sich mal vor, die Leute würden erkennen, das mehr Geld nicht unbeding mehr Glück und Lebensqualität bedeutet, könnten Sie sich vorstellen wo Das enden wird? Der Neid und Hass auf glückliche Menschen, ist ja jetzt schon kaum zu entkommen. 🙂

  3. FDominicus sagt:

    Es gibt m.E. keine solche Grenze und diesen Absatz kann ich nicht ausstehen:
    “aber allerspätestens dann hört es auch schon auf, weil der Reiche dann nicht mehr reich aus seinem eigenen mehr Vermögen, wie Stärke, Schnelligkeit, Klugheit, etc. ist, sondern dieser übergroße Reichtum aus der Leistung Anderer gezogen wird, und das ist Sklaventum.”

    Reichtum basiert auch aus der Leistung Andere. Denn ohne entsprechende Produzenten wird es mit dem Reichtum nicht. Die wirklich entscheidende Frage ist: Wurde der Reichtum verdient oder abgepresst?

    Steht dahinter ein Handel oder eine gewaltsame Aneignung. Bei den heutigen Wohlfahrststaaten sieht es für mich nicht nach dem letzteren aus. Das wir uns all diese wahnwitzigen Programme „leisten“ können, zeigt wie perfekt der Staat die Ausbeutung beherrscht. Kaum vorstellbar das in einem System basierend auf freiem Handel derartig viele pseudowissenschaftlichen Stellen an den Unis vorhanden wären. Es wäre kaum denkbar, mit derartig vielen Versprechungen „beglückt“ zu werden wie durch die unsere gewählten Vertreter.

    Es wäre kaum denkbar, daß es Banken gäbe die zu groß zum untergehen sind und ohne die perfektionierte Ausbeutung würde wahrscheinlich die CB nicht mehr bestehen und die ganzen Extraprogramme kumulierend im ESM hätte es mit Sicherheit nicht gegeben.

    • Argonautiker sagt:

      Da sind wir dann unterschiedlicher Ansicht.
      Stimme ihren Ausführung aber durchaus teilweise zu.
      Die Frage „Wurde der Reichtum verdient oder abgepresst“, sehe ich jedoch nur als die Spitze, und nicht als das entscheidende Kriterium, des Falschen.

      Reichtum ist nichts anderes, als Fett sein, und das ist begrenzt gut, aber über die Maßen hinaus, versammelt es an einem „Ort“ viel zu viel, wodurch es an anderem „Ort“ zu wenig ist. In einer begrenzten Welt, ist es nun mal so. Man schichtet letztendlich nur um.

      Die Schwierigkeit ist es, das mit einer Regel festzulegen, denn wer wollte bestimmen, ab wann einer zu Fett ist. Eigentlich sollte das die innere Nächstenliebe balancieren. Und daran fehlt es wohl derzeit.

      Zusätzlich kommt natürlich die Frage auf, entspricht es wirklich noch dem Sinn des Lebens, Materie extrem anzuhäufen, oder ist es eben nicht so, daß sich der Sinn des Lebens dadurch definiert, Materie in Emotion und Expression, also in Leben zu verwandeln, anstatt Materie zu horten? Ist dieser ganze Reichtums Hype, nicht einfach nur ein ungesunder Glaube?

      Ich verstehe auch nicht, warum Sie verneinen, daß es seitens der Schöpfung innerhalb der Gattung Mensch eine Begrenzung im materiellen Sinne gibt. Die Gattung Mensch bewegt sich physisch durchaus innerhalb eines Maßes zueinander. Es ist in Zahlen jedoch schwierig zu definieren, es drückt sich eher in Verhältnissen aus, mir sind jedenfalls keine 100 Meter großen Menschen bekannt.

      Materiell sind Menschen also sehr wohl zueinander beschränkt. Emotional, und Geistig nicht, zumal dies auch nicht wirklich meßbar ist. Wer wollte auch schon sagen, ich bin drei mal glücklicher, oder trauriger, als du. Vielleicht sollte man schon mal schauen, wo die Schöpfung im Menschen Maßlosigkeit zuläßt, und wo eben nicht.

      Leider ist es so, daß die materielle Maßlosigkeit einiger Weniger, mittlerweile dazu führt, daß es anderen so viel materiellen Mangel bereitet, daß es an die Existenz geht. Und dabei ist es egal, ob es nun rechtlich redlich verdient, oder illegal erpreßt wurde. Das hat dann auch nicht mehr was mit falschem Neid zu tun, das ist dann einfach durch die Nächstenliebe nicht mehr ausbalanciert.

      Da ist dann eher das Ego in Einigen etwas zu groß geworden.

      Schönen Gruß

      • FDominicus sagt:

        Das wir unterschiedlicher Meinung sind ist mir völlig Recht. Solange Ihre Meinung nicht dazu führt jemanden gewaltsam zu enteignen habe ich damit kein Problem. Sollten Sie aber irgendwelche willkürliche Deckel ziehen, würde ich mich zu Recht dagegen wehren.

        Ich finde Ihr Vergleich hinkt. Es gibt keine 100 m große Menschen, es gibt aber Menschen die weitaus intelligenter, schöner etc als ich bin. Und es gibt mit Sicherheit auch Menschen die weitaus dümmer, hässlicher etc als ich bin. Es gibt sicherlich Millionen von Menschen die herrschen wollen und es gibt sicherlich auch welche die beherrscht werden wollen. Und es gibt die, die Ihr Ruhe haben wollen.

        Ich gehöre zu den Letzteren und wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mich einfach nach meiner Fasson leben lassen wollten. Sollte ich reicher sein als Sie mir zugestehen wollen, so erwarte ich dennoch von Ihnen mich nicht zu berauben. Dieses Recht stehe ich auch Ihnen zu oder den Superreichen. Deren Reichtum tut mir nicht weh, aber es täte mir sehr weh wenn Sie mir meine Art von Leben verbieten würden.

        Oder anders herum bisher hatte ich keine Probleme mit dem Reichtum von Herrn Gates, Soros, der Aldi-Familie, den Quandts und was weiß ich noch wem. Meine Problem ergeben ich aus den Millionen von Mitläufern die unser Systemlinge unterstützen. Ich behaupte sogar mich malträtieren jährlich/monatlich/täglich/stündlich Menschen die „nur“ vom Staat ausgehalten und bezahlt werden. Und ich bezweifele sehr stark, daß die meisten davon reicher als ich wäre. Spielt doch auch keine Rolle, sie brauchen „nur das Plazet“ der Politiker oder einen entsprechenden Job in der Bürokratie und Sie können fast jeden kleinbekommen.

        Somit beuten mich offensichtlich nicht die Reicheren aus, sondern eher diejenigen die nicht reich sind. Das ich da etwas empfindlicher reagiere sollte verständlich sein.

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