Massenpanik wegen Ebola?

23. Oktober 2014 | Kategorie: RottMeyer

von Andreas Hoose

Eine bedrohliche Krankheit scheint aus dem Ruder zu laufen. Droht deshalb in Kürze ein gewaltiger Börsencrash? Oder ist alles nur halb so schlimm? Wie so oft ist die Wahrheit hinter den Kulissen zu finden…

Die Geschichte mit diesem Ebola-Virus nimmt allmählich groteske Züge an. Während der Öffentlichkeit nahezu unbekannt ist, dass die US-Gesundheitsbehörden schon vor längerer Zeit ein Patent auf einen bestimmten Typ des Virus beantragt hatten, kein Witz, ergehen sich nun auch immer mehr Kollegen in allerlei Vermutungen.

Neueste These: Die jüngste Ausverkauf an den Börsen sei der Tatsache geschuldet, dass viele Fondsmanager nicht etwa wegen schlechter Wirtschaftsdaten auf den Verkaufsknopf gedrückt hätten – der wahre Grund sei vielmehr die geradezu panische Angst vieler Akteure vor einer weitweiten Ebola-Pandemie.

Tatsächlich tut man derzeit ja alles dafür, dass sich das Virus möglichst zügig auf der ganzen Welt verbreitet. Ärzte und Krankenschwestern aus den Krisenregionen etwa dürfen selbst dann unbehelligt in der Weltgeschichte umherfliegen, wenn sie bereits erste Krankheitssymptome zeigen.

Bezeichnend sind auch viele der sogenannten „Hilfsaktionen“, mit denen immer mehr Freiwillige in Westafrika die Seuche stoppen sollen. Da es bislang (offiziell) kein Mittel gegen die Seuche gibt, gehen alle Helfer das Risiko einer Infektion ein. Man kann davon ausgehen, dass sich zahlreiche Seuchenbekämpfer anstecken und das Virus in ihre Heimatländer einschleppen werden.

Nachdem am Freitag bekannt wurde, dass sich nun auch ein New Yorker Arzt mit dem Virus infiziert und mutmaßlich weitere Menschen angesteckt hat, dürfte die Ebola-Panikmache in den USA schon an diesem Wochenende einen neuen Höhepunkt erreichen. Im weiteren Verlauf sind in der Tat einige problematische Entwicklungen denkbar:

Geradezu zwangsläufig werden schon in Kürze auch in den Ballungszentren immer mehr Ebola-Fälle auftauchen. In der Folge könnten immer mehr Menschen Orte mit erhöhter Ansteckungsgefahr meiden, Schulen etwa, Kindergärten, Behörden, Sport- und Konzertveranstaltungen, oder auch viele Arbeitsplätze.

Wenn hinreichend viele Menschen nicht mehr zur Arbeit gehen, könnten Logistikketten zusammenbrechen. Supermärkte könnten leer bleiben, auch Züge und Flieger könnten verwaisen. Das Gesundheitswesen könnte kollabieren. In letzter Konsequenz könnte das gesamte Wirtschaftssystem zusammenbrechen.

Die Frage ist: Wird es tatsächlich dazu kommen?

In Wahrheit ist das Theaterstück, das uns hier präsentiert wird, sehr leicht zu durchschauen. Man muss nur den gesunden Menschenverstand ein wenig bemühen, anstatt sich von den Horrorszenarien beeindrucken zu lassen, die jetzt zunehmend herumgereicht werden.

Dass an einer klassischen Grippewelle in jedem Jahr bis zu 500.000 Menschen sterben, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Setzt man dies in Relation zu den bisherigen Ebola-Fällen von rund 2.800, dann wird das viele Menschen trotzdem nicht trösten. Schließlich sei dieses neue Virus ja „hochansteckend und extrem gefährlich“, wie überall zu lesen und zu hören ist.

Am Donnerstagabend konnte man dazu gegen 21:45 Uhr einige sehr interessante Beobachtungen machen. Ich schildere das nachfolgend exakt so, wie ich es mit eigenen Augen gesehen habe:

Da war zunächst eine Reportage bei NDR aktuell. Dort wurde gesagt, Ebola sei zwar durchaus eine ernst zu nehmende Krankheit. Doch dann kam eine Botschaft, mit der vor allem „gehirngewaschene Mainstream-Konsumenten“ ganz sicher nicht gerechnet hatten:

Denn ganz offensichtlich ist die Krankheit sogar mit bewährten „Hausmitteln“ wie Fiebersenken, Infusionen, einer gesunden und reichhaltigen Ernährung sowie ausreichender Hygiene durchaus zu beherrschen. Daher sei das Virus auch keine Gefahr für die Bevölkerung in Deutschland.

Das hatte gesessen…

Doch dann wurde es wirklich interessant. Nur wenige Sekunden später, heute journal des ZDF, gleiches Thema, gleiches Krankenhaus (!) , gleicher Patient (!):

Plötzlich ist Ebola eine Krankheit, vor der wir uns alle irrsinnig fürchten müssen. Die Behandlung eines einzigen Patienten übersteige die Kapazitäten jedes normalen Krankenhauses bei Weitem. Die Symptome seien praktisch nicht zu beherrschen. Einzige Hoffnung für die Menschheit sei ein Impfstoff, der im Moment noch erprobt werde, der aber hoffentlich im nächsten Jahr einsatzbereit sein werde.

Na, klingelt`s?

Das Beispiel zeigt in seltener Klarheit, wie wir von den Medien an der Nase herumgeführt werden – und natürlich gilt das nicht nur für Ebola. Im konkreten Fall aber wird überdeutlich, dass die Massenmedien ihren Auftrag zur Aufklärung der Bevölkerung ganz bewusst missbrauchen. In diesem Fall geht der Vorwurf an das ZDF.

Bei derart unterschiedlicher Berichterstattung zu ein und demselben Thema mit exakt den gleichen Beteiligten, entsteht der Verdacht der gezielten Meinungsmanipulation.

Das Ziel ist nur zu offensichtlich: Die Bevölkerung soll sturmreif geschossen werden, denn wenn sich in ein paar Monaten alle brav impfen lassen, winkt ein Milliardengeschäft für die Pharmaindustrie. Sie können daher darauf wetten, dass man uns besagten Impfstoff schon sehr bald präsentieren wird. Analogien zur Schweine- und zur Vogelgrippe sind unübersehbar.

Und jetzt sehen Sie sich einmal an, was uns diese so genannten „Qualitätsmedien“ sonst noch so alles auftischen. Falls Ihnen dann übel werden sollte, empfehlen wir einen Spaziergang an der frischen Luft. Der Wetterbericht fürs Wochenende ist nämlich exzellent…

Andreas Hoose – Antizyklischer Börsenbrief



 

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