Märkte in Aufruhr: Game over?

5. August 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer, Slideshow

von Frank Meyer

Was ist das? Der DAX verliert 1.100 Punkte in fünf Tagen. 120 Milliarden Euro im DAX sind weg.  Eine Welle der Verzweiflung überrennt die Märkte. Ein Crash? Das Ende? Game over? Ein seltsames Gefühl überkommt einen, wenn man auf die Finanzmärkte schaut, als ob der Sensenmann ums Haus schleicht…

Man kann es nur kurz fassen: Mist! Die Gründe für den Kursrutsch sind klarer geworden. Und sie stehen am Morgen in den Nachrichten ganz oben und im Lichte der Öffentlichkeit: Misstrauen. Es ist ein Misstrauensvotum gegenüber denen, die die Geschicke lenken, bzw. vorgeben, das zu tun. Erleben wir einen „Schwarzen Freitag“? wie meine Kollegin mich fragte?

Am Montag hieß es noch, die USA wären gerettet. Vor zwei Wochen hieß es, der Euro wäre gerettet, und Europa, und Griechenland, und die Konjunktur und der Rest der Welt. Pah! Gerede…

Am Dienstag bestand man dringend darauf, dass das so richtig wäre. Nach jedem Nachmittagsschläfchen stand der DAX mindestens 100 Punkte tiefer und begann sich zu übergeben. Was passiert heute? Keine Ahnung. Wahrscheinlich kommen die Experten aus ihren Büros an die Börse und erklären, warum ihre neuesten Prognosen wieder mal nicht haben eintreffen können.

Die große Flucht“ nannte ich eine Kolumne am Montag. Dass diese so schnell kommen würde, hatte ich unterschätzt. Raus aus Aktien – rein in Staatsanleihen? Das erinnert an einen Sprung aus der Pfanne in die Fritteuse. Übrigens, die Interventionen und damit Manipulationen der Notenbanken in der Schweiz und Japan verpufften unter den Rauchschwaden am Devisenmarkt. Papier kämpft gegen Papier und um den schwächsten Platz. Und alle sitzen sie in der gleichen Gondel. Bon voyage!

Bleibt zu hoffen, dass die US-Arbeitsmarktdaten um 14:30 Uhr eine Eindeckungswelle an den Märkten auslösen wird. Und diese fand recht schnell nach einer schwachen Eröffnung statt, mitunter saft – und kraftlos. Böse Stimmen sagten auf dem parkett, vielleicht wurden die Arbeitsmarktzahlen noch ma neu durchgerechnet, bevor 14:30 Uhr dann 117.000 neue Stellen geschaffen worden sind. Vielleicht auf dem Papier?

Wenn die wall Street am Freitag nicht dreht, kommt am Montag der Crash, berichten Händler auf dem New Yorker Parkett.  Moment! Trends nach unten zu extrapolieren ist gefährlich. Märkte laufen in Wellen – nur die letzte Welle ist final.

Und dann waren die Gewinne schnell wieder dahin. Der DAX sauste 300 Punkte vom Tageshoch nach unten. Und wieder 200 Punkte hoch. Die in Flugzeugen bereit gehaltenen Tüten waren heute Mangelware… Während es Updates steigt der DAX weitere 100 Punkte…

Tagesverlauf DAX


Die arme EZB… Diesmal war ihre Pressekonferenz spannender als die Zeitung von gestern. „Mister Vigilance“ verkündet Wirtschaftswachstum, Wachsamkeit, Inflation und den Aufkauf von Schrottpapieren – von allem etwas. Die Zentralbank scheint unter Druck zu stehen, die Fäkalien aus dem Markt zu saugen, die Überreste einer offensichtlich verfehlten Wirtschafts– und Finanzpolitik. Bevor die EZB-Show vorbei war, gab es schon erste Bewegungen im Anleihemarkt, die von Jean-Claude Trichet angekündigt worden waren. (Seite 2)

 

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34 Kommentare auf "Märkte in Aufruhr: Game over?"

  1. spn sagt:

    Oh man da geht der DAX dahin (aktuelle 8:20 schon – 3,2 %). Die 6200 zerrinnen wie Eis in der Sonne. Mich beschleicht ein ganz ungutes Gefühl

  2. heikeF sagt:

    so hört sich ein crash an….
    ein börsenmakler bei seinem job!

    CRASH-Emotionen: Live Mitschnitt vom Wall-Street-Crash

    http://goo.gl/g9oQF

  3. samy sagt:

    Merci für den Artikel,

    zynisch, witzig und so wahr.

    Deflationsschock sind halt wie ein Blitz. Zack, bumm es brennt lichterloh. Und die Löschflugzeuge des Bernanke sind noch am Boden. Vor der finalen Welle kommt noch einmal ein Bank Holiday und die Börsen würden einige Tage geschlossen. Bernanke würde so noch einmal Zeit eingeräumt bekommen, um Liquidität auf die brennenden Märkte zu werfen. Aber vielleicht wird es zu spät sein? Gut das Gold und Silber nicht brennen 🙂
    Baroso? Sprach er nicht auch von Konjunkturdaten, die sich schlecht entwickeln. Kennt er neue?vWar Berlusconi beichten? Wurde Italien nicht für die Euro-Einführung von den Goldmännern „beraten“?
    “Es ist klar, dass wir es nicht mehr nur mit einer Krise an der Peripherie der Eurozone zu tun haben” Wer weiss, was da für eine kleine Schweinerei auf uns zukommt, von der selbst TINA-Merkel noch nichts weiss.
    14:30, dass wird interessant, aber so wenige in Deutschland begreifen das 🙁

    VG

    • Frank Meyer sagt:

      QE3 – wir kommen :-)!!! Ich wette, heute gibt es einen gewaltigen Squeeze. 1.100 Punkte in vier Tagen… Mal schauen. Mikado.. Wer zuerst eindeckt, tritt die Welle los….

      • EDE sagt:

        Meun Frank! Du bist ja grade vor Ort, gibt es Gründe für den Squeeze???
        Also egal was um 14:30 kommt, die Märkte steigen? Hm. Oder rechnen viele genau damit? Un dann kommt keine Erholung…und dann? Was macht man vor dem Wochenende nach einer solchen Woche, ich weiß es nicht. Aber was wird die Politik am Wochenende verbrechen? Lasst Merkel im Urlaub!

      • Avantgarde sagt:

        Unverbesserlicher Optimist 🙂

        Rein technisch sollte man tatsächlich annehmen, daß es eine Gegenreaktion gibt.
        Sicherlich werden einige Derivatespieler darauf setzen – und einige Greater Fools dürften auch noch vorhanden sein.

        Aber Freitag ist immer gefährlich.
        Bleiben die Käufer weg dann reicht auch die letzte halbe Stunde um das Ding abermals kippen zu lassen.
        🙂

  4. stonefights sagt:

    Wer kennt nicht „das Auge zwischen den zwei Türmen“ in „Herr der Ringe“ ?

    Das Auge „der Märkte“, der „politischen Entscheidungsverdreher“, aber auch das der „Bürge(r)“ wird immer dahin gelenkt, wo es hinschauen soll.

    Selbst ein Brötchengeber unseres verehrten blogwarts spricht von
    „…der gesamte Markt droht zu kollabieren. GRUND sind vor allem die SORGE UM DIE US-WIRTSCHAFT und die SCHULDENKRISE IN EUROPA…“.

    Wer bewusst wissend mal auf die Kernaussage dieses Satzes sieht, der fängt spätestens jetzt das Schielen an.
    Warum wird „der Markt“ nach unten geprügelt ?
    M.E. sind das die „Vorwehen“ zur Geburt des QE3.0.
    Jede Geburt ist meistens mit Schmerzen verbunden. Auch die weniger schöne „Nachgeburt“ kommt komischerweise früher oder später jedesmal mit raus, da ist der Name Programm…
    Der zweite Grund ist, dass das Land der Meckerziege noch weiter in Ketten gelegt werden muss. Irgend welche Hand-Schirme werden die nächste Zeit zu Pavillions ausgebaut, „alternativlos“ sozusagen, nach dem Motto „Bevor einer glaubt, sie könnten auch noch aus der EUdssr aussteigen, erzeugen wir soviel (grosse) Bürgschaftsketten, dass noch nicht einmal ein Copperfield den Trick begreifen wird“.

    Nochmal zum „Auge“, selbst die von mir geschätzte DSDS-Sendung „Monitor“ fängt schon mit dem Verdrehen von Tatsachen an, wie sie gestern abend doch von irgendeiner „DEUTSCHE VERFASSUNG“ berichtete.
    Völlig IRREtiert fing ich an, nach einer Verfassung in meinem Nachtisch-Schränkchen zu wühlen, gleich neben der Bibel müsste sie doch liegen, shit, ich konnte keine finden, ich muss sie verlegt haben…
    Hat sich das Thema mit dem „ungültigen Wahlrecht“ eigentlich schon „geklärt“ ? Weiss nicht, wahrscheinlich nicht, wenn dann der Abfluss verstopft ist, eine Wahl zum neuen Rohr anfällt, ist keins da, alternativlos, sozusagen, gibt unsere „Verfassung“, äh „Grundgesetz“ und gültiges Recht dann keines her…
    Ich geh jetzt in mein Hamsterrädchen, das dreht sich wenigstens immer im Kreis in die gleiche Richtung, und nicht permanent mal nach oben und unten…
    lg, stonefights

  5. Fnord23 sagt:

    Hallo in die Runde,

    die Meisten hier glauben doch, dass eh alles immer zu einem bestimmten Zweck manipuliert wird. Ist ja wohl auch so.

    Für das weltweit ausgelöste Gemetzel gibt es welche Gründe?

    1. Vorbereitung einer neuen QE-Welle
    2. Das Kapital in bestimmte Bonds treiben? Wo es ja auch benötigt wird.
    3. Was noch?

    Nun, dann halt her mit QE 3. Wir sind wohl noch zu früh für den ganz großen Absturz. Dann aber wieder EM hoch. Ein Theater.

    Wer es nicht gehört hat. Ein Bekannter Börsenkommentator auf n-tv heute morgen:

    „….raus aus der Pfanne, rein in die Fritteuse.“

    Wer kocht und was gibt es zu Mittag?

    Sehr schön.

    VG aus Sachsen

  6. sachse sagt:

    IST DAS SO SCHLIMM??
    Hier wird ein bißchen heiße Luft abgelassen. Im März 2009 stand der Dax bei 3600! Dahin ist es noch weit, wenn er aber wieder dort ankommt, sind doch bloß die Blasen von 2 Jahren zerstört, von denen doch jeder wußte, daß sie ungerechtfertigt sind. Die Probleme liegen tiefer, blicken wir in die Schweiz:

    Wenn die Schweiz nicht aufpaßt, wird das Land deindustrialisiert und ein Heer Arbeitsloser aus der Industrie und dem Fremdenverkehr steht auf der Straße. Der Mittelstand kann einiges abfedern, aber schon heute bezahlt der Bund Subventionen für jeden Franken Export! Was tut man, wenn die Steuermittel dadurch aufgefressen werden?
    Die Schweiz hat ein ISLANDproblem. Natürlich hat die Schweiz keine Idioten als Banker, aber Sie können vom Personal der Finanzindustrie niemals erwarten, daß sie das Wohl eines Landes im Auge haben. Die Bilanzsumme der UBS und CSFB ist viermal so hoch wie das Bruttonationalprodukt der Schweiz eines Jahres! Und die Bilanzen sind voll mit $-Anlagen. Der $ ist immer noch völlig überbewertet. Schon seit 2 Jahren werden die US-Staatsanleihen nicht mehr an real existierende Schuldner verkauft, sie hängen als Luftbuchung zwischen Weißem Haus und Fed, jedes Jahr in Höhe von 10% des BNP! Da der Vermögensverlust nicht bei einem Dritten anfällt, müßte dieses QE allein eine Teuerung von 10% pA ausgelöst haben. Dieser Verlust wird kommen, je später desto stärker und in einem Rutsch.
    Je länger es dauert, bis die Situation zurechtgerückt wird, desto mehr setzt sich die Deindustrialisierung und Konzentration der Wirtschaft auf den unproduktiven Sektor fort!

    Und noch ein Wort zur Finanzkrise: der Vergleich der US Bundesschulden (14 Trillionen$) mit den Schulden der EU-Einzelstaaten ist völlig falsch. Die EU hat nämlich keine Schulden, während die US-Bundesstaaten sehr wohl exzessiv verschuldet sind, fast die Häfte davon ist default. Hinzu treten die Kommunalschulden, die ebenfalls im roten Bereich laufen. Die Bundesländer in Deutschland haben niedrige Schulden, die Regionen in Italien gar nicht, die Departements in Frankreich auch nicht!
    Der richtige Vergleich wäre zwischen europäischen Ländern und den US-Bundesstaaten zu ziehen, wobei ich nicht weiß, wer besser abschneidet, hinzu kommen die Bundesschulden von 34.000$ je Kopf, aber nur in den USA. Die Welt ist verrückt und keiner denkt nach: “wenn Kredit das Problem ist, warum wollt ihr mehr Kredit” (USMC Paul). Die Finanzindustrie muß jetzt zur Verantwortung gezogen werden, ganz besonders am Standort Schweiz, denn wenn jetzt die etwa 2 Trillionen $ Anlagen der Schweizer Großbanken um 25 % abgeschrieben werden müssen, sind diese Banken und die Schweiz insgesamt default.
    “Noah hat die Arche im trockenen gebaut” (Warren Buffet)

    • wolfswurt sagt:

      Ob der eine mehr oder weniger Schulden im Verhältnis zum anderen hat ist unerheblich.
      Alle haben eines gemeinsam: Zinszahlungen auf Altschulden können nur noch durch Neukredite aufgebracht werden.
      Diese Tatsache würde meine Bank mit dem Kommentar „Sie sind insolvent“ belegen.

      Nun zur Ursache: Im Kreditgeldsystem muß Kredit auf Teufel komm raus erzeugt werden um überhaupt Geld zu schaffen!

      Können dies die Unternehmen und Bürger nicht mehr, muß zwangsläufig der Staat einspringen. Ansonsten wirklich Game over.

      Dies hat selbst ein Ron Paul nicht begriffen.

  7. Andre sagt:

    „Raus aus Aktien – rein in Staatsanleihen? Das erinnert an einen Sprung aus der Pfanne in die Fritteuse.“
    Genau dies sind die passenden Analogien, die ich an Herrn Meyer so schätze.
    Ich denke die „passenden“ Arbeitsmarktzahlen werden schon veröffentlicht werden! Die „freien“ Märkte sind doch genau so frei, wie der Junki ohne „Stoff“. Leider ist dieser Fakt für viele Menschen zu schwer zu verstehen! Für Menschen die es verstehen möchten, kann ich dieses „Nachhilfe“ Seminar von Herrn Popp nahe legen. Ab Minute 5:30 wird dieser Zusammenhang vorzüglich erklärt.

  8. wolfswurt sagt:

    Die Arbeitsmarktzahlen USA sind doch in Insiderkreisen längst bekannt und mit dem Kursrutsch abgearbeitet.

    Was in Wirklichkeit geschieht ist das immer mehr Menschen begreifen die „elitären Akteure“, welche jetzige Situation verursacht haben, können nicht gleichzeitig die Retter sein.

    Ein Statiker der nichts von Statik versteht wird auch nicht seine fehlerhafte Konstruktion beheben können!

    Der einfache Grund liegt in grandioser Sebstüberschätzung von Unfähigen!

    Der Krug wird brechen, soviel ist gewiß!

    • hughunter sagt:

      „Ein Statiker der nichts von Statik versteht wird auch nicht seine fehlerhafte Konstruktion beheben können!“

      Das eigentliche Problem besteht doch darin, daß sich nicht Statiker um die Statik kümmern, sondern Statistiker…manchmal sogar Statisten…

  9. hannesb sagt:

    … mal um die Ecke gedacht:
    Was ist, wenn die „ganz Großen“ bei dieser Inszenierung längst massiv short sind, die Märkte ab 14.30 Uhr runterknallen und an einem vorher bestimmten Zeitpunkt wieder (nach einem freudigen Ereigniss) long gehen (Insiderwissen von wenigen)
    Alle abgezockt und mal wieder mächtig Kohle gemacht.
    Die Märkte sind nun mal manipuliert.

    • Avantgarde sagt:

      Ach bitte hör doch auf mit diesem Manipulationskrampf.

      Die Märkte waren auf weiter steigende Kurse eingestellt – und die Kaufcomputer wohl auch so programmiert 🙂
      Ganz klassisch auf dem falschen Fuß erwischt.

      Wäre ja auch ein so schönes Märchen gewesen:
      Die Staaten sind überschuldet, die Anleihen Toast – und der rettende Anker sind die ach so tollen Sachwerte wie vor allem Aktien.
      Die Aktien steigen, Staaten gehen Bankrott – und die Aktienhalter lachen.

      So – oder so in etwa hieß doch das Märchen, daß den Leuten vom Mainstream bis hin zu den sog. Alternativen erzählt wurde.
      🙂

      Nun trifft die harte Realität eben auf diese schöne Geschichte.
      Bestimmte Marken wurden gerissen – und plötzlich haben die mathematischen Algorithmen „gesehen“, daß es ein Problem gibt.
      Jetzt korrigiert es eben wieder – mal sehen wie weit.

      • wolfswurt sagt:

        Aufschwung XXL und Panik alles konstruiert.

        Manipulieren ist gar nicht nötig.
        Manipulation wäre nur bei intelligenten Marktteilnehmern nötig.

        Konstruieren, einfach nur konstruieren reicht beim vorhandenem IQ.

        Bis der Krug bricht, denn den Konstrukteuren mangelt es an Kenntnissen.

  10. […] viaMärkte in Aufruhr: Game over? » Rott & Meyer. Share| August 5, 2011 at 12:48 pm by admin Category: Finanzkrise(Crash), GAME OVER […]

  11. quest sagt:

    Forts. von Pfanne, Friteuse…

    Aus der Pfanne über die Fritteuse durch den Schornstein in den Regen durch die Traufe in die Sch..ße…

    Pardon.

    Aller Anfang ist schwer. War der Versuch eines Wirtschaftskommentars.

  12. DCWorld sagt:

    Hallo Frank,

    wieder ein Artikel, der die augenblickliche Lage sehr gut trifft.

    Mich ärgert diese „Wegschieben des Problems“ durch die Medien. Es heisst immer „huch der DAX fällt unerwartet“ oder „Überraschend sind die Aktien eingebrochen“. Das ist mir zu wenig.

    Du schreibst Tag für Tag über die Probleme der Wirtschaft und über die Gefahren Euro/DAX & Co.

    Da dürfen sich auch die großen Medien einlesen und sich mit den wirklichen Problemen beschäftigen anstatt eine Schuldenrettung in Europa und eine Einigung in den USA zu feiern.

    DAX Absturz kam nicht überraschend:
    http://www.start-trading.de/blog/2011/08/05/dax-absturz-kam-nicht-ueberraschend/

  13. DieterGraef sagt:

    Grad hab ich mich selbst erwischt das ich von ner Krimi Cd auf einen Nachrichtensender gewechselt habe.
    Früher dachte ich ja ne Börse is diese Art Ledertasche wo das Geld drin ist. Aber nun lern ich ne Borse is ein Häuschen in Frankfurt wo aus unerklärlichen Gründen grad jede Menge Geld verschwindet.Na sowas. Da hilfts ja nichts mir bleibt ja nix weiter übrig als heute Abend zu meinem seit Jahren im Altersheim vergessenen Opa zu fahren und mal zu fragen was denn die Renner im Tauschhandel 1946 waren.

    In diesem Sinne
    Schöne Grüße von dem Rand von Berlin
    Dieter

  14. jean sagt:

    Am Wochenende kommt das QE3 und der EU-Rettungsschirm wird aufgeweitet. All dies wird vor der Eröffnung der asiatischen Märkten entschieden. Am Montag explodieren die Börsen weltweit.
    So funktioniert eine Planwirtschaf! wir -das Volk- zahlen alternativlos die Zeche.

    Chapeau Frau Merkel!
    das Volk, das Sie gewählt hat, haben Sie verraten.

  15. rolandus sagt:

    Apllaus Apllaus….also ich weiss ja nicht wie Du Rotwein und Lindenberg, den alten Ledermantel aus dem Le Meridian, zusammnenkriegst aber vielleicht hast Du ja an

    http://www.youtube.com/watch?v=QU8YiEIyPUw&feature=related

    gedacht.

    Bei dem Text war das Onkel Pö schon 20 Jahre alt …heute ist da ein „Schwein“ drin ,-))))

    Schön Gruß aus der Kreuzfahrtschiffestadt
    rolandus

  16. hughunter sagt:

    Was ich nicht gutheißen kann ist, daß uns immer weieder erzählt wird, daß irgendwelches Geld bei einem Crash weg ist…so auch hier:“100 Milliarden Euro sind weg.“

    Ich habe das 2008 schon einmal gefragt, bzw. gesagt…Das Geld kann doch nicht weg sein, da es doch niemals existiert hat…

    z.B.: Ich habe 2008 eine Unze Silber für 13€ erstanden. Wenn diese Unze heute 28€ wert ist, ist das zwar schön…aber wenn sie morgen nur noch 13€ wert sein sollte, kann ich doch nicht aufschreien und heulen, daß plötzlich 15€ weg sind…diese 15€ habe ich doch niemals besessen…

    Ich sollte mich mit diesem Mist eigentlich gar nicht mehr beschäftigen, sondern mich auf die Dinge besinnen, die im Leben wirklich wichtiger sind, als Vermögen anzuhäufen: Freunde, Freude, Liebe, Familie, Gesundheit und Spaßhaben…

  17. sx2011 sagt:

    Nur mal so ganz vorsichtig gefragt: Könnte es sein, dass Barrosos Familie und Bekanntenkreis im Besitz von Kreditausfallversicherungen (CDS) sind?
    Dann würde (fast) alles einen Sinn ergeben…

  18. samy sagt:

    N’abend,

    was für verrückte Kursausschläge. Wie passt nun dieses Gerücht (SuP Downgrade nach Börsenschluss) “ http://www.godmode-trader.de/nachricht/Marktgeruecht-Angeblich-wird-die-Ratingagentur-SP-USA-nach-Boersens-DOW-Jones-Industrial-Average-Index,a2606007,b2.html
    mit dem vulminanten Anstieg im Dow von 18:00 zusammen.
    Wenn man das Chaos als die Abwesenheit von Wahrscheinlichkeiten sieht, dann ist das gerade chaotisch.

    VG

  19. Märkte in Aufruhr: Game over? » Rott & Meyer sagt:

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  20. Andre sagt:

    Wie ich heute um 12:11 Uhr geschrieben habe, wurden uns die „passenden“ Arbeitsmarktzahlen präsentiert. Ich habe eigentlich mit der Verkündung der Vollbeschäftigung gerechnet – so mutig waren sie dann doch nicht!
    🙂
    So wird weiter „feinjustiert“, sinnlos palavert und wertvolle Zeit verschenkt!
    Für alle, die jetzt glauben dies war der Crash – nein! Dies war eher ein Crashchen!
    Übrigens ist eigentlich bekannt, dass man aus der amerikanischen Arbeitslosen Statisik herausgenommen wird, wenn man nur 1 Stunde monatlich arbeitet! Das zum Thema, wie seriös die vorgelegten Zahlen sind.

  21. samy sagt:

    Bevor es reicht für heute, noch die Entwicklung zum möglichen Downgrade:
    „http://blogs.abcnews.com/politicalpunch/2011/08/govt-official-us-expecting-sp-downgrade.html“
    Hieraus: „A government official tells ABC News that the federal government is expecting and preparing for bond rating agency Standard & Poor’s to downgrade the rating of US debt from its current AAA value…. The official was unsure if the bond rating would be AA+ or AA.“
    Die Zinsen stiegen heute auch, meine ich jedenfalls.

    VG

  22. Olaf Palme sagt:

    schön,schön das ihr alle versteht was in dieser kleinen welt abläuft.
    wäre auch super zuverstehen(alle 5 sek` stirbt ein Kind an unterernährung, seit jahren, schon immer),warum keiner auf der Straße ist,damit sich was verändert.(scheiß zins und zinseszins)
    man kann sich noch so gut absichern wie man selbst es kann aber wenn alles nach und nach explodiert kann man sein Gold und Silber nicht verstecken und andere Menschen werden handeln.
    hoffe mal das es nie soweit komm und man kann hier und da ne münze tauschen. Aber das ist dann schon glauben.
    LG ans Metal Woche-Dorf, Kleinstadt und an den Bürgermeister und seinen Meister

  23. Verstehnix sagt:

    Sie habens getan! Amiland wurde (ein bisschen) herabgestuft. Da bin ich jetzt aber mal gespannt, wie lange es dauert, bis die Verantwortlichen mit einem Skandal herabgestuft werden. Die Zimmermädchen werden wohl demnächst angeheuert. 🙂

    LG und allen ein schönes Wochenende
    Verstehnix

  24. EDE sagt:

    Ist die Herabstufung noch eine Überraschung oder deutete sich das an? Dass sie am Wochenende kommt ist klar.

  25. sachse sagt:

    bulletin aus der Krankenstation:

    abcdefg
    Medienmitteilung
    Kommunikation
    Postfach, CH-8022 Zürich
    Telefon +41 44 631 31 11
    communications@snb.ch
    Zürich, 10. August 2011
    Nationalbank weitet Massnahmen gegen den starken Franken aus
    Die deutlich angestiegene Risikoaversion an den internationalen Finanzmärkten hat die Überbewertung des Schweizer Frankens in den letzten Tagen nochmals verschärft. Angesichts dieser Entwicklung ergreift die Schweizerische Nationalbank weitere Massnahmen gegen die Stärke des Schweizer Frankens. Sie wird die Liquidität am Schweizer-Franken-Geldmarkt weiter signifikant ausweiten. Die Nationalbank strebt einen raschen Anstieg der Sichtguthaben (Giroguthaben) der Banken bei der SNB von derzeit 80 Mrd. auf 120 Mrd. Franken an.
    Um den Anstieg der Frankenliquidität zu beschleunigen, wird die Nationalbank zusätzlich Devisenswap-Geschäfte abschliessen. Der Devisenswap ist ein geldpolitisches Instrument der Nationalbank zur Schaffung von Frankenliquidität. Es wurde letztmals im Herbst 2008 eingesetzt.
    Die massive Überbewertung des Schweizer Frankens stellt eine Bedrohung für die Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz dar und hat die Abwärtsrisiken für die Preisstabilität weiter erhöht. Die Nationalbank verfolgt die Entwicklung am Devisenmarkt und an den Finanzmärkten sehr aufmerksam. Sie wird bei Bedarf weitere Massnahmen gegen die Frankenstärke ergreifen.

    Na klar, bei diesem Wechselkurs sind UBS und vlt. CSFB default.

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