Macht das Einreiseverbot von Donald Trump Sinn?

8. Februar 2017 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Gott sei Dank gibt/gab es das Trump-Reiseverbot! Seit den 1950er Jahren wurden rund 1.000.000 Menschen in den USA ermordet, darunter 2.996 am 11. September 2001. Wir brauchen keine weiteren Mörder in den USA; wir haben schon längst genug hier im Land. Aber, Stopp!

Sie sagen, dass gebürtige Amerikaner fünfmal häufiger Mörder sind als Flüchtlinge bzw. Immigranten.

Sie sagen, dass das Reiseverbot nicht die Länder – vor allem Saudi-Arabien -, betrifft, aus denen die 9/11-Terroristen stammten?

Und weiter werfen Sie ein, dass dieses Verbot keine der terroristischen Anschläge in den USA verhindert hätte; weder den Angriff auf den Pulse-Nachtclub, noch den Terroranschlag in San Bernardino bzw. auf den Boston-Marathon.

Was gibt es noch?

Konstruktive Kritik im Fokus

Die Presse ist derzeit voller Haß- und Hetztiraden. Aber Sie können von uns hier heute keine zynischen Scharfschüsse erwarten. Und auch keine sarkastischen Angriffe, ironische Reflexionen oder aufrichtige Meinungen.

Der Geist des gesellschaftlichen Verbesserungswillens ist über uns gekommen wie eine staatlich angeordnete Lobotomie. Heute bieten wir nur konstruktive Kritik an.

Glücklicherweise haben wir nun eine Möglichkeit, die Trump-Politik zu beurteilen, ohne auf Emotionen oder Stimmungen zurückgreifen zu müssen. Wir wenden einfach unsere revolutionäre neue Formel an.

Unsere neue Formel ist weit besser als das Pro-Kopf-BIP, Kaufkraftparitäten, Beschäftigung oder jede andere statistische Zahl. Sie beschreibt, was die Menschen wirklich wollen:

Zufriedenheit.

S = rv (w-w – w-1)

Zufriedenheit (S) entspricht dem realen Wert (rv) von „Win-Win-Deals“ (w-w) minus „Win-Lose Deals“ (w-l).

Amerika wieder groß zu machen ist mehr, als nur mit der Nationalflagge zu wedeln und schlecht über Ausländer zu sprechen.

Es geht darum, den Amerikanern zu helfen, mehr von dem zu bekommen, was sie wirklich wollen und weniger von dem, was sie nicht wollen. Niemand will getötet werden. Unter dem Aspekt könnte ein Reiseverbot tatsächlich Sinn machen.

Weniger Regulierung

Von einem weiteren positiven Schritt in die richtige Richtung berichtete die Presse. Präsident Trump hat den Amerikanern ja weniger Regulierung verordnet.

Hier lautet die neue Formel: Zwei für eins.

Wenn man EINE neue Regelung einführt, müssen dafür ZWEI alte Regelungen abgeschafft werden. Das ist ein klarer Schritt in die richtige Richtung.

Warum?

Je mehr die FEDs sagen, was zu tun ist, desto weniger können Sie tun, was Sie wollen.

Schlechtes Geschäft

Die Menschen sind nicht so kompliziert: sie bekommen mehr von dem, was sie wollen, wenn sie in der Lage sind, es überhaupt zu bekommen.

Sie müssen sicher sein. Sie müssen frei sein. Sie müssen das Recht haben, Eigentum zu besitzen. Dann können sie „Win-Win-Deals“ mit anderen Menschen abschließen. Und zwar so, wie sie es wollen bzw. sie es verdienen.

Hier ist eine einfache Illustration:

Stellen Sie sich vor, Sie sind gezwungen, eine hässliche, streitsüchtige Cousine zu heiraten, die darauf besteht, Kartoffelchips im Bett zu essen; dabei schaut sie dann noch Wiederholungen von „My Mother the Car“ an.

Dieser „deal“ ist schlecht. „Win-Lose“ bestenfalls. Wahrscheinlich „Lose-Lose“. Da kann niemand zufrieden sein.

Wenn Sie andererseits frei sind, den/die zu heiraten, den Sie wollen, können Sie immer noch in einen „Lose-Lose-Deal“ geraten. Aber wenigstens ist es dann Ihre eigene verdammte Schuld.

Und wenn Sie Glück haben, sind Sie und Ihr Ehepartner Gewinner. Sie leben glücklich miteinander. Die Zufriedenheit steigt.

Nichts hat einen Wert an sich. Es ist nur der Wert von Menschen, die das als solchen wollen bzw. definieren.

Niemand, der in der Sahara lebt, zahlt für Sand. Wenn Sie unter Laktose-Intoleranz leiden, hat Milch für Sie wenig Wert.

Wertloser Zwang

Wir bekommen nur einen Hinweis darauf, welchen Wert die Dinge haben, indem wir beobachten, was die Leute für diese freiwillig zahlen wollen.

Auch hier geht es letztlich darum, dass es freiwillig ist. Die Bundesregierung kann eine Verordnung erlassen, die Sie dazu zwingt, Milch zu kaufen. Aber das gibt der Milch ja keinen Wert.

Der reale Wert der Waren und Dienstleistungen wird durch die Preise von den willigen Käufern gemessen. Kein Käufer wird bereitwillig einen „Lose-Deal“ eingehen. Also, jeder ehrlicher Deal muss ein potenzieller „Win-Win-Deal“ sein.

Neue Formel für Amerika

Aus dem Ganzen ergibt sich für uns eine einfache Definition der Zufriedenheit: sie bekommen das, was Sie wirklich wollen. Und daraus ergibt sich eine einfache Formel, um Amerika wieder groß zu machen:

Zunahme von Win-Win-Deals, ein Minus, Rückgang von Win-Lose-Deals.

Es gibt alle möglichen Arten von „Win-Lose-Transaktionen“. Sie zahlen jemanden, um Ihr Haus zu streichen; er haut mit ihrem Geld ab, bevor er die Arbeiten am Haus beendet hat. Er gewinnt. Sie verlieren.

Ein Straßenräuber hält Sie auf der Straße auf und nimmt Ihnen Ihre Brieftasche ab. Wieder gewinnt der andere. Sie verlieren.

Regierung als größter Täter

Aber der größte Täter ist die Regierung. Jedes Edikt und jede Regulierung, egal wie klein sie auch sein mag, basiert auf der Macht der Regierung, die Menschen bestrafen und zu etwas zwingen zu können. Das führt dazu, dass die Menschen keine Chance haben, das zu bekommen, was sie wirklich wollen.

Und jede „Pflaume“, die von der „Regierung verschenkt“ wird – sei es ein Behindertenparkplatz oder ein Milliarden-Dollar-Vertrag – muss vom Baum eines anderen kommen.

So, jetzt sehen wir, wie Donald Trump Amerika besser machen kann. Er muss die Reichweite, die Einmischung, das Mobbing, den Betrug und den Diebstahl der Organisation, die er jetzt (teilweise) kontrolliert, reduzieren.

Quelle: Kapitalschutz-Akte
Eine andere Welt...(von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

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2 Kommentare auf "Macht das Einreiseverbot von Donald Trump Sinn?"

  1. DonSarkasmo sagt:

    Ja, Mr. Bonner, Sie haben es zu 100% s erkannt. Dem ist nichts hinzu zu fügen. Jetzt muß es nur noch die Mehrheit erkennen und da ist noch sehr viel Platz nach oben, besonders im Champagnersozialisten-Europa. Exzellenter Kommentar, vielen Dank.

  2. Argonautiker sagt:

    Und genau das wird Trump nicht können, WEIL er Dollar Milliardär ist. Dollar Milliardär wird man einfach nicht, ohne daß man seinen Wert unverhältnismäßig höher einschätzt wie den Wert einer anderen Leistung. Diese Unverhältnismäßigkeit kann man mit einer Umleitung über die Realwerte in Geld erreichen, weil dort der eigentliche Wert der Leistung verschleiert werden kann.

    Wenn man Holzhacken gegen Boden umgraben tauscht, wird niemand einen Reichtum eines Milliardärs erreichen, weil jeder die Leistung abzuschätzen vermag. Es wird Unterschiede geben, weil man sieht, der ist Stärker, Geschickter, oder was auch immer, aber nicht mal Hundertfache, geschweige denn noch Größere. Das ermöglicht erst das Prinzip des Geldes.

    Man sieht es dem Geld nicht an, ob darin eine echte Leistung oder ein Betrug oder Übervorteilung steht. Es hat solange man daran glaubt immer Zugriff auf echte Werte. Geld hat also vor allen Dingen die vermögend gemacht, die außer sich selbst zu übervorteilen wenig vermögen, alle Anderen beutet es eher aus.

    Einer der diesen Weg bis zum Dollar Milliardär gegangen ist, hat nichts anderes gelernt. Er gleicht einem der in die Posaune tönt und laut verkündet, daß ihm das Wohl der Arbeiter und Amerikas am Herzen liegt, während er die Weichen so stellt, daß er davon am meisten profitieren wird. Profitiert einer kontinuierlich überproportional viel mehr, geht das immer auf Kosten Anderer. Man kann sicherlich gut auf 400.000$ Präsidentengehalt verzichten, wenn man vielleicht über Verbindungen zu Baugesellschaften über zum Beispiel den Bau einer Mexikanischen Mauer das Zigfache einnehmen wird.

    Reichtum ist kein Absoluter Wert, sondern Reichtum definiert sich in einem Verhältnis zu Anderen. Reichtum für Alle ist folglich eine Illusion. Eine Illusion, von denen hervorgerufen, die wollen, daß möglichst viele ihnen folgen, und aus dem ihnen folgen, werden sie den Profit ziehen, das sie selbst reich im Verhältnis zu denen werden, die ihnen folgen.

    Der Wunsch nach Reichtum im Menschen ist eine der Wurzeln des Übels, weil er das Symbolisiert, daß er gerne Leistungsarm viel erhalten möchte, um so über Anderen zu stehen, anstatt auf ein miteinander Leben mit den natülichen, wirklichen Unterschieden zu setzen.

    Würden sich die Menschen also umdrehen und miteinander Leben, und nicht diesen Heilsversprechern hinterher laufen, dann gäbe es Ersten keine Reichen, und damit auch keine Armen, und Zweitens würde sich das Leben auf ein echtes gegenseitiges souveränes Miteinander gründen, wodurch ein Sozialstaat vollkommen überflüssig wäre, Dauerschmarotzer aber ebenso einfach abfallen.

    Es gibt sie überall die Heilsversprecher, die durch das ihnen hinterherlaufen für sich viel mehr erwirtschaften, als sie es eigentlich für die Allgemeinheit erzeugen. Daraus entstehen dann erst die großen Ungleichheiten. Und dann tauchen die Heilsversprecher auf, die diese Ungleichheit abzuschaffen versprechen, so man ihnen denn hinterherläuft, und in soziale Kassen einzahlt, mit denen man dann den Kampf gegen die Ungleichheit zu führen verspricht, wobei dieser Kampf dann zwar geführt wird, aber eigentlich wiederum nur dazu dient, diese Heilsversprecher in reiche Verhältnisse zu bringen. Das Prinzip der Staaten.

    Oder auch das Prinzip der Gewerkschaften. Sie bezahlen 1% ihres Einkommens pro Jahr, können aber nicht damit rechnen, daß ihnen die Gewerkschaftlichen Heilsversprecher wenigstens diese wieder erwirtschaften, geschweige denn mehr, denn welche Gewerkschaft kann schon von sich behaupten, daß sie regelmäßig mehr als 4% Lohnerhöhung alle 4 Jahre realisieren. Die oberen Funktionäre der Gewerkschaften leben hingegen meist recht gut von ihrem Beruf des Heilsversprechens.

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