London – „The City“

1. April 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

von Bill Bonner

In London ist „The City“ immer noch die Quelle des großen Geldes. Wie ich oft berichtet habe, sind die Restaurants und die Nachtclubs voll. Gestern bin ich am Southwark-Ufer entlangspaziert, und es ist mir nicht gelungen, einen Tisch für mein Mittagessen zu finden. Ich musste erst vom Fluss weg gehen.

Hier hat der finanzielle Fortschritt große Dividenden gebracht. Genauso wie auf der anderen Seite des Atlantiks haben die Leute hier herausgefunden, dass sie mehr Geld machen können, indem sie spekulieren als wenn sie arbeiten gehen. Und das alles war so einfach… und so leicht. Warum haben die Chinesen, oder auch die Engländer des 19. Jahrhunderts nicht gemerkt, dass man so gut leben kann, indem man einfach Dinge tut wie Geld auf sein Haus leiht. Ich weiß es nicht, aber mein Freund, James Ferguson denkt, dass er auch eine Kehrseite dieses Fortschritts sieht.

Die britischen Hausbesitzer sind auf dem besten Weg in den Konkurs“, lautet eine Schlagzeile im MoneyWeek Magazin. Es ist gut möglich, dass wir schon die Phase der Verzweiflung erkennen können (vor der Phase der Konkurse)…“ Die Immobilienpreise sind gefallen. Was steigt? Die Zahl der Zwangsversteigerungen. Also werden die Leute in dieser Hinsicht ihre Kosten einschränken müssen. Dass sie aber immer noch mehr Kredite aufnehmen und nicht weniger, ist entweder ein Zeichen von Demenz oder von Verzweiflung, denkt er.

In der Vergangenheit ist der Wert der Häuser immer weiter gestiegen und so, im gleichen Ausmaße, ist es auch der Topf der Kredite, so dass man immer wieder darauf zurückgreifen konnte, um noch mehr zu kriegen. Doch die heute gleich bleibenden Hauspreise kündigen das Ende dieser glücklichen Zeit an. Wenn sich diese Leute bei ihren Ausgaben nicht zügeln, dann wird die nächste Station das Konkursgericht sein.“

Vielleicht sind die „unfortschrittlichen Bauerntölpel, Chinesen und die toten Leute“ alles in allem doch nicht so dumm gewesen. Sicher, an der Wall Street und in London hat man viel Geld gemacht, die Kreditjäger haben die größte Kreditausdehnung der Geschichte erlebt. Ich warte nur noch darauf, was passiert, wenn die Kreditblase platzt. (–> Die Welt wartet auf schwarze Schwäne <–)

Print Friendly, PDF & Email

 

Seiten: 1 2

Schlagworte: , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben.