Löcher in der Matrix – „Übermutti“

8. Juli 2017 | Kategorie: RottMeyer

von Ralph Malisch

Für unsere Heftkategorie „Löcher in der Matrix“ sammeln wir laufend Erstaunliches und Schräges aus der Welt der Medien. Unser wöchentliches Update.

„Kann Merkel Trump und Erdogan knacken“ (bild.de, 6.7.2017)

Gipfelzeit ist Jubelzeit, besonders wenn Deutschland den Gastgeber für die Welt spielt. Schon die Überschrift dieses BILD-Beitrags muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Da ist allen Ernstes von „Problem-Präsidenten“ die Rede, die unsere eigene Kanzlerin möglicherweise „knacken“ kann – oder auch nicht. Den russischen „Problem-Bären“ hat sich die „Führerin der Freien Welt“ offenbar für später aufgehoben.

Das Ganze ist wohlgemerkt nicht als Satire gemeint, sondern bundesdeutscher Jubeljournalismus im Wahljahr 2017. Ist ernsthaft jemand der Auffassung, dass es die Aufgabe einer deutschen Regierungschefin ist, den gewählten US-Präsidenten auf (ihren) Kurs zu bringen? Wie lächerlich kann es noch werden? Soll Donald Trump tatsächlich einer Regierungschefin nacheifern, die sich als erste und bislang einzige in der Geschichte der Bundesrepublik außer Stande sah, die Grenzen des eigenen Landes zu sichern – also nicht einmal in der Lage war die elementarste aller Staatsaufgaben zu erfüllen?

Und heute dieser Kontrast: Besten organisierte Einheiten – vermutlich aus dem Dunstkreis der vom Staat selbst im sogenannten „Kampf gegen rechts“ finanzierten Gruppen – greifen Polizei und das Eigentum unbeteiligter Bürger an. Im Zweifel handelt es sich um das Eigentum jener Bürger, die jene Steuern bezahlen, aus denen der eine oder andere „Straßenkämpfer“ sein Auskommen bezieht. Die Szenen erinnern an Bilder aus Bürgerkriegsgebieten und „Failed States“. Den ausländischen Staatsgästen präsentiert sich Merkel jedenfalls als eine Regierungschefin, die auch im Inneren keine Sicherheit mehr gewährleisten kann – was die zweite elementare Staatsaufgabe wäre.

Man kann sich also lebhaft vorstellen, wie in den Delegationen über die „Führerin der freien Welt“ gefeixt wird, die nicht einmal in der Lage ist, eine einzelne Stadt während zweier Tage vor offenbar gut organisierten brandschatzenden Kriminellen zu beschützen. Aber der Berliner Größenwahn hat ja durchaus Tradition, wenn er auch diesmal im Gewand eines absurden Moralismus und quasi-religiöser Weltrettungsphantasien daherkommt.

Der Kontrast zwischen der medialen Überhöhung der Kanzlerin und der realen Hilflosigkeit könnte jedenfalls nicht größer sein. Es ist fast nicht vorstellbar, dass sich die Medienprofis der massiv negativen Wirkung nicht bewusst waren, als sie unmittelbar nach der Inszenierung von „Übermutti“ die Bilder brennender Straßenzüge zeigten. Zumal derartige Angriffe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu erwarten waren. Möglicherweise steckt also hinter dieser „zufälligen“ Abfolge der Bilder auch eine echte Regieleistung.

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18 Kommentare auf "Löcher in der Matrix – „Übermutti“"

  1. cubus53 sagt:

    Die obere Politriege hatte sich wohl gedacht, der G20-Gipfel würde das Ansehen von Frau Merkel kurz vor der Wahl nochmals stärken. Den Bären Putin zum Tanzen bringen und den Piraten Trump zu einem Befürworter von Freihandel machen ?

    Daraus wird nun nichts. Nicht mal einen gemeinsamen Abschluss wird es wohl geben. Was bleibt ? Ein Konzertbesuch in der Elbphilharmonie, lecker Essen, natürlich auf Kosten des sogenannten „Packs“ (Gabriel) oder des „eigentlichen Problems“ (Gauck).

    Amüsant fand ich die Berichterstattung in den öffentlichen Sendeanstalten. Da sah man Frau Trump und gefühlte 100 Krawattenträger ins Theater gehen, und schau an, Macron und Trump unterhalten sich doch tatsächlich auf den Sitzen ! Aber über was ? Irgendwelche Inhalte ? Fehlanzeige !

    So einen Blödsinn braucht die Welt nicht, und schon gar nicht auf meine Kosten.

  2. Argonautiker sagt:

    Der G20, wie auch die anderen Gipfel davor sind eine Frechheit der Führung unseres Landes. In Zeiten von Videokonferenzing ein solches Aufgebot zu bestellen, zeigt wie Abgehoben diese Kaste von der Verhältnismäßigkeit der anzuwendenden Mittel geworden ist.

    Nicht daß ich die eskalierende Gewalt dort gutheißen würde, aber sie ist lediglich das Symptom einer ursächlich nun vollkommen aus dem Ruder gelaufenen Politik. Über 100.000.000 Euro sind für so ein Event veranschlagt worden, dessen Resultat man seit der Möglichkeit von Videokonferenzing mit wenigen Euro Telefongebühr hätte erreichen können.

    Auch daß man die Eskalation der Demonstrationen nun der Polizei in die Schuhe schieben will, weil die das diesmal zwar offensichtlich ausgelöst haben, ist eine Frechheit, denn die Polizei ist ein exekutives Organ. Die Polizei wird kein hartes Vorgehen befehlen, wenn das nicht von Seiten der Politik so angeordnet wurde.

    Wenn die Rädelsführer, und als etwas anderes kann man die Politische Kaste derzeit kaum mehr beschreiben, sich hinter ihren Schlägertruppe verstecken, dann kommt das einem unausprechlichen Unvermögen der Politik gleich.

    Nach solchen Aktionen, müsste es reihenweise langfristige Krankmeldungen aufgrund psychischer Belastungen von Seiten der Einsatzkräfte geben. Vielleicht wird es zwar den ein oder Anderen darunter geben, dem das Einkesseln und Prügeln spaß macht, aber der Großteil wird sich da mehr als gespalten und zerrissen fühlen, weil er eben durch solch einen politischen Hexenhammer gespalten und zerrissen wird.

    Entweder hat man auf Seiten der Politik vollkommen die Verhältnismäßigkeit verloren, oder es ist Absicht auf diese Weise Dominanz auszudrücken indem man durch seine Entscheidungen ganze Regionen in eine Art Ausnahmezustand versetzt.

    Polizeigewalt sieht anders aus. Polizeigewalt ist dann gegeben, wenn Polizisten aus eigener Entscheidung Gewalt ausüben. Das was in Hamburg geschah, liegt definitiv nicht im ermessen eines Polizisten, sondern er wird über die Befehlskette dazu gezwungen. Natürlich gehören zum Zwingen immer zwei, aber Auftragsgeber ist nun mal der Auftragsgeber.

    Man kommt sich vor wie im finstersten Mittelalter, wenn die Herrschaften irgendwo ihre Bankette halten, und das gemeine Volk dann Platz machen muss. Man wollte Dominanz zeigen und hat Chaos verursacht. Und wieso überrascht mich das nicht mehr? Weil es zum Alltag geworden ist, daß dort Leute regieren, die vorgeben, fähig zu sein ein Land zu regieren, während sie das immer und immer wieder beweisen, daß sie es nicht können.

    Und man ahnt es schon, nun haben die medialen Sinnverdreher wieder Hochkonjunktur, und es wird versucht werden, so ein Desaster doch noch zu irgend etwas Positivem zu verdrehen, man wird ganz plötzlich verstanden haben, und beim nächsten Mal müsse alles ganz anders werden. Ein zwei Köpfe werden rollen, aber ganz sicher, sehr, sehr weich zu Lasten des Steuerzahlers fallen.

    Die Guten ins Kröpfchen und die Schlechten in sozial Töpfchen. Heile, heile Gänslein, wird alles wieder gut. Bis es dann nicht mehr gut wird, weil Menschen die dazu neigen, die Guten Ins Kröpchen und die Schlechten ins sozial Töpfchen zu legen, ein Land nun mal nicht regieren sondern ruinieren.

    • horus sagt:

      Hallo,
      ich muss eine kleine Einschränkung hinzufügen, das Mittelalter war nicht so finster, wie es in der offiziellen Geschichtsschreibung dargestellt wird.
      Ich habe das im Buch „Das Gesetz des Gar“ dargelegt.
      In der Markgrafschaft Brandenburg gab es unter den Askaniern keine Leibeigenschaft. Diese ist erst nach dem Putsch der Schwaben und Luxemburger eingeführt worden und mit ihnen der Feudalstaat.
      Das Mittelalter war deutlich aufgeklärter als man denkt und die Renaissance kein goldnes Zeitalter.

      • Argonautiker sagt:

        Da stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu. Das Mittelalter war nicht so schlimm, wie man uns das heute vermitteln möchte, um das Desaster von heute zu relativieren.

        Eigentlich sollte mein Vergleich auch eher genau das ausdrücken, daß es heute eigentlich schlimmer ist, als damals. Wenn ich es mir nun noch mal durchlese, ist es mir wohl nicht so gut gelungen. Klingt eher Paritätisch.

        Wobei das Mittelalter eben auch sehr unterschiedliche Zeiten hatte, die in einigen Gegenden schon arg finster war. Bin in einer Gegend großgeworden, wo im Mittelalter die Inquisition wütete. Das war schon auch nicht lustig. Das Massaker an den Katharen war ebenfalls nicht lustig, Und die Schuldübertragung auf die Hugenotten, dürfte dem ähnlich gleich kommen, wie die heutigen Herrscher ihre Herrschaft zu sichern suchen, indem man die Schuld mit heutigen Mitteln auf die Völker zu übertragen sucht. Nur viel umfänglicher. Man hatte damals eben die Chance diese Gegend zu verlassen, und woanders etwas zu finden, was dem eigenen Anspruch an Dasein eher entsprach.

        Wo wollte man heute hin? Heute wird jegliches Land durch eine Staats-, Finanz-, Konzern-, oder Religionsmacht dominiert. Heute gibt es kein freies land mehr, daß es früher zwischen den Königreichen und den Herrschaftsgebieten noch reichlich gab. Heute gibt es nur noch Nischen. Die Höhlen von Kreta, in die sich das Leben während des Kampfes der Titanen gegen die Götter verstecken können.

        Aber wenn Sie selbst ein Buch darüber geschrieben haben, dann brauche Ich Ihnen davon sicherlich nichts zu erzählen. Vielen Dank für die Korrektur. So wie Sie es sagen ist es richtiger.

        Beste Grüße

        • horus sagt:

          Ich bin da recht guten Mutes.
          Können sie sich an das Titelbild des Economisten vom Jahreswechsel erinnern?
          Auf dem waren viele Tarot-Karten abgebildet. Eine zeigte einen einstürzenden Turm und dahinter kamen eine Fahne der Sowjetunion und eine christliche Fahne zum Vorschein. Eine weitere zeigte Donald Trump. Diese wurde durch eine mit einem roten Adler ersetzt.
          Der rote Adler ist der märkische Adler. Die märkische Geschichte beginnt mit der Geschichte der Altmark.
          Die Altmark wurde bis zum 14.Jh. schlicht Mark genannt. Das ist die eingekürzte Form des griechischen Wortes Demarchia und das heißt im Deutschen Volkstribun.
          Man nimmt irriger Weise an, dass die Tempelritter nach dem Salomonischen Tempel benannt sind.
          Die Tempelritter wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit nach dem Templum benannt, das war der Ort, an dem die Volkstribune im alten Rom das Volk versammelten. Und damit dürfte auch klar sein, wo die Tempelritter ihren Hauptsitz hatten.
          Der Begriff Jahr ist eine Ableitung von Gar. Das „G“ wird im Altmärkischen wie „J“ ausgesprochen. Mehr will ich hier aber noch nicht verraten. Das obige Buch ist vielleicht eine Chance als Werkzeug zu dienen die Welt zu verändern.

          ebenfalls Beste Grüße

          • Argonautiker sagt:

            Lieber Horus,
            mit Ihren Kryptischen Andeutungen kann ich so nicht viel anfangen. Verstehe aber, weil ich selber 30 Jahre lang, unter vielem Anderen auch Astrologie betrieben habe, daß wenn man sich in der Kunst der Vorhersage betätigen will, sich im Vagen halten muß. Dies kommt daher, weil die Welt zwar eine Bestimmung hat, diese jedoch den Schöpferischen Kräften hierarchisch untergeben ist, sodaß es eben obwohl es Bestimmung gibt, immer auch anders kommen kann.

            Es ist möglich, daß es Triebkräfte gibt, die das, was sie vorhaben, im Economist mittels Tarotkarten ankündigen. Es ist aber auch möglich, daß es dann doch ganz anders kommt.

            Die vermeintlichen Bestimmer dieser Welt sind nicht ihre Schöpfer, und das wird ihnen spätestens dann klar werden, wenn sie merken, daß sie um reales Wirtschaftswachstum zu erzeugen, die schöpferische Veränderung brauchen. Das heißt man wird als Bestimmer nicht umhin können, als das Unbestimmte zuzulassen, weil sonst alles Verkrustet und versiegt.

            Schauen sie sich die Flüsse gerade an, die die Liquidität der Fruchtbarkeit der Welt sind. Sie versiegen gerade. Ich schätze, daß die Bestimmer überhaupt keine Vorstellung davon haben mit wem sie sich anlegen, und was sie anrichten, wenn sie das Bestimmte, also das was sie zum Gesetz deklarieren, über die Freiheit, also die Schöpfung zu stellen versuchen. Es ist nicht unmsonst, daß man sich unbedingt gegen den Klimawandel stemmen will, weil man den Wandel als solches fürchtet, weil der ihre Position als uneingeschränkte Bestimmer gefährdet.

            Als Horus werden Sie wissen, daß es Zeit nur so lange gibt, wie es die schöpferische Veränderung gibt, und es die Zeit in Wirklichkeit auch nur in einer zyklischen Form eines „ähnlich Wiederkehrenden“ gibt. Die Lineare Zeit, worunter Sekunden, Minuten, Stunden, Wochen, Monate und eben auch das Jahre zu verstehen ist, welches sie angesprochen haben, sind lediglich Messwerkzeuge des Intellekts um in der Wirklichkeit eines stetigen Wandels eine Orientierungshilfe zu haben. In Wirklichkeit gibt es weder Sekunden noch Jahre, so wie auch die Mark folglich keine Wirklichkeit hat, sondern nur ein konstruiertes Messinstrument der Werte darstellt.

            Man sollte Wirklichkeitslose Messinstrumente jedoch nicht über die Wirklichkeit der Werte stellen, und schon gleich gar nicht eine Wirtschaft, die ja den Wandel der realen Güter darstellt, auf irgendein Messinstrument aufbauen, sondern auf etwas, was aus sich Wirklichkeit hat. Den Wandel.

            Natürlich war die Mark besser als der Euro, aber nur so lange, wie sie mit etwas, was eine eigene wertige Wirklichkeit hatte, hinterlegt war. Und was als Wert angesehen wird, unterliegt dem Wandel. Ich würde sagen, wir brauchen viel, viel mehr Wandel im Geld.

            Ich halte also nicht so viel davon den Handel wieder auf EINE Währung aufzubauen, sondern die Währung sollte wie alles andere auch, sich frei entwickeln und Wandeln können, dann gibt es auch keine Zusammenbrüche mehr, die nur deshalb entstehen, weil man zu lange am Falschen festhält.

            Das Geldmachen sollte zu einem freien Beruf werden, den jeder ausüben kann, er damit aber auch in der Bewertung durch Alle steht. Das stehen Bäcker, Friseure, und alle anderen Berufe aber auch. Dann wird sich schon das jeweils richtige Geld durchsetzen, weil es folglich auch im Sinn des Geldherstellers ist, Geld zu machen was den Anforderungen des Marktes der wirklichen Werte entspricht.

            Erst die Verhinderung des stetigen Wandels durch die, die alleine bestimmen wollen, was was wert ist, was richtig und falsch ist, etc. etc, lässt Bollwerke entstehen, die dann, weil man mit dem Nachjustieren nicht mehr nachkommt, doch irgendwann mit großem Getöse vom Wandel eingerissen werden, weil wenn man den aufzuhalten sucht, man dem Leben den Urgrund des Daseins abgräbt.

            Also die Rückkehr der Altmark oder Mark halte ich für keine Lösung, denn wäre die so gut gewesen, dann gäbe es die noch. Sie war für Viele jedoch besser als der Euro, der nur noch für ganz ganz Wenige gut ist. Vielleicht wurde man sich seitens der Wenigen die am Euro profitierten aber bewußt, daß man den Bogen damit überspannt hat, und rudern nun zurück um dem Zusammenbruch entgegen zu wirken. Das halte ich für möglich. Schaun wir mal.

          • Skyjumper sagt:

            Moin @Argonautiker,

            da ich nicht weiß ob @Horus noch mal antworten wird:

            „Also die Rückkehr der Altmark oder Mark halte ich für keine Lösung, denn wäre die so gut gewesen, dann gäbe es die noch. Sie war für Viele jedoch besser als der Euro,…..“

            Da haben sie ihn völlig falsch verstanden. Ihm ging es nicht um eine alte Mark, eine D-Mark oder gar den Euro. Gemeint war die geografische Region im heutigen Nordosten von Sachsen-Anhalt. Und auch seine Askanier sind nicht gar so kryptisch. Das ist nur eine etwas ältliche Bezeichnung für ein ursprüngliches Adelsgeschlecht. In halbwegs direkter Nachfolge ist es heute das Haus Anhalt (tatsächlich ist es natürlich deutlicher komplizierter).

            Gruss Skyjumper

          • Argonautiker sagt:

            Moin Skyjumper,
            merci für die Verständigungshilfe, da habe ich Horus wohl wirklich komplett falsch verstanden. Mich haben wohl die Tarotkarten verwirrt.

            Was die Aussage seines Kommentars sein soll, ist bei mir aber auch durch Ihre Hilfe immer noch nicht angekommen. Für mich ist das doch irgendwie kryptisch. Wo ist der Sinn?

          • horus sagt:

            Ob es Leute bei der Zeitschrift The Economist gibt, die in die Zukunft sehen können weiß ich nicht.
            Ich gehe eher davon aus, dass sie eine Verbindung zum GCHQ haben. Und bei dem gehen anscheinend die Alarmglocken an, wenn man hintereinander die Begriffe Crodos, Croton und Kronos sucht.

            Ich weiß aber, dass man die Zusammenhänge in der Gegenwart deutlich besser versteht, wenn man die Vergangenheit kennt.
            Wenn der französische Präsident Macron medial als neuer Jupiter gepriesen wird, dann sollte man sich einmal die Frage stellen für was Jupiter eigentlich steht?
            Jupiter stößt Kronos vom Thron und beendet damit die goldene Vorzeit der allgemeinen Freiheit und Gleichheit. Dazu passt dann auch, dass er seine Treffen gerne in Versailles abhält.
            Karl Theodor wurde hier zeitweise als neuer Kanzler gehandelt. Die Guttenbergs sind heute noch stolz darauf, dass ihre Vorfahren dem Schwanenritterorden angehörten. Der Schwanenritterorden nimmt Bezug auf die Schwanenrittersage, welche wiederum eine Weitererzählung der von Wolfgang von Eschenbach verfälschten bzw. umgeschriebenen Gralslegende ist. Eschenbach dreht eine der Hauptaussagen in ihr Gegenteil, indem er das Monarchieprinzip in sie hineinschreibt.
            Fast zum selben Zeitpunkt wie der Schwanenritterorden wird auch der Orden vom goldenen Fließ gegründet. Dieser nimmt, mit seinem Widder als Anhänger, auf eine vorchristliche Zeit Bezug. Habsburger wie Hohenzollern stammen ursprünglich aus dem Herzogtum Schwaben. Die Hohenzollern hießen früher Zollern. Das Attribut „Hohen“ haben sie sich selbst verpasst, genauso wie sie den Sachsen das Attribut „Nieder“ vorangestellt haben.
            Otto von Habsburg hat nach dem 2.Weltkrieg offiziell auf Österreich verzichtet, aber nicht auf den „Orden vom goldenen Fließ“. Er hatte ein Dauerabonnement im Europaparlament für die CSU. Die FDP hat mittlerweile das Fummeltrienenpurpur als Erkennungsfarbe. Purpur war die Farbe der Könige im alten Rom und das Symbol der Macht.

            Ich kann es nicht oft genug sagen, aber eine Monarchie muss nicht das Etikett Monarchie tragen um eine zu sein.
            Die Menschen im römischen Kaiserreich haben offiziell in der römischen Republik gelebt. Der Umwandlungsprozess war schleichend und am Ende stand die offene absolutistische Monarchie unter Konstantin dem „Großen“. Danach ist das (West) Römische Reich auch fix untergegangen.

            Man sollte skeptisch sein und versuchen die richtigen Fragen zu stellen.
            Warum heißt Jesus im Arabischen Isa, aber Isadora im Deutschen das Geschenk der Isis?
            Warum hat Frau Merkel, als sie den Menschen bei den Protesten um Stuttgart 21 in das Gewissen reden wollte, gemeint, dass sie nicht wie Salzwedel enden sollten? Das wäre einmal eine bedeutende Stadt gewesen und ist es durch ihr Verhalten heute nicht mehr. Die Menschen dort wussten gar nicht wie ihnen geschieht, denn Frau Merkel steht in keinerlei Bezug zu Salzwedel.
            Und was mich ebenfalls interessiert, wenn ich Familienvermögen in eine Vermögensverwaltungsgesellschaft transferiere, habe ich dann auch das Erbschaftssteuerprivileg?

            Das Schicksal hat mir eine Feder in die Hand gedrückt, mal sehen ob die Feder am Ende wirklich mächtiger ist als das Schwert.

            Beste Grüße

  3. bluestar sagt:

    Nun ist also die im Kampf gegen RECHTS hochgepäppelte rote SA in Hamburg aufmarschiert und hat ihre Auffassung von Demokratie eindrucksvoll vermittelt.
    War wohl so hart nicht geplant, oder vielleicht doch ? Zumindest gibt es bei Steigerung von Gewalt eine Option auf die Verhängung des Ausnahmezustandes, man weiß ja schließlich nicht wie sich die Dinge im Inneren so entwickeln. Aktuell jedenfalls ist noch alles paletti, das Wahlvolk jubelt den Regierenden zu und wird ihnen ein weiteres Mandat zur Zerstörung Deutschlands geben.
    Die paar festgenommenen Randalierer werden wir in Kürze bei organisierten Protesten gegen RECHTS wieder sehen.
    Muttis Hauszeitung BILD hat da wohl etwas übertrieben, aber für deren Leser ist es genau die richtige Sprache.

  4. samy sagt:

    +++ Es ist wieder einmal G-20-Quiztime +++

    Welche dieser vier Aussagen ist tatsächlich ein Fehler in der Matrix?

    Ist es a)
    die Sichtung von ver(w)irten Panzern in Hamburg?
    https://twitter.com/hashtag/bundeswehr?src=hash
    … oder gar b)
    der Einsatz einer Combat Air Patrol mit Eurofightern samt Tankflugzeug?
    http://augengeradeaus.net/2017/07/luftwaffe-beim-g20-gipfel-combat-air-patrol-rund-um-hamburg/
    oder c)
    das Auffahren einer niedlichen Atomrakete zwecks Deeskalation?
    http://www.der-postillon.com/2017/07/g20-atomrakete.html
    oder d)
    Hauen Ösi-Polizisten mitten in Deutschland ganz legal jemanden in die Schnauze?
    https://www.merkur.de/politik/krawalle-bei-g20-gipfel-oesi-elite-cops-stuermen-barrikaden-zr-8464975.html

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    +++

    • bluestar sagt:

      Und hier kommt Quiz Teil 2:
      Nach der Gewalt in Hamburg sowie der geheuchelten Überraschung, Betroffenheit und Anteilnahme von Politikern wird es welche Forderungen geben ?
      1. Demonstrationseinschränkungen
      2. Bundeswehreinsatz im Inneren
      3. Mehr Polizeipräsenz
      4. Mehr Überwachung und Kontrolle
      5. Größere Bannmeilen

      Mehrfachnennungen sind zulässig. Gewinnaussichten siehe @samy.

  5. Skyjumper sagt:

    Endlich ist der Staatsterror zu Ende, die Stadt gehört wieder ihren Bürgern und die Sonnenkönige sind abgedampft.

    Aber sich im September dann wieder medienwirksam wundern warum immer mehr Leute die Schnauze voll haben von „Demokratie“. Solche Demokratie wie sie sich hier in Hamburg gerade wieder at it’s best zeigte, die braucht kein Mensch.
    Diktatur ist auch nicht besser, aber wenigstens ehrlicher.

  6. Argonautiker sagt:

    Ich muss noch einen Nachtrag bringen, weil Hamburg ist so ungeheuerlich, weil das, was dier Staat für Mittel gegen das Volk auffahren lässt, ganz neue Dimensionen erreicht, auch wenn man uns pausenlos damit berieselt, daß es nur die Gewaltanwendung seitens der Demonstranten war, die eine ganz neue Qualität erreichte. Nicht nur! Diese Konfrontation wäre, hätte man die Vermeidung von Gewaltexzessen seitens der entscheidenden Politik gewollt, sehr, sehr leicht vermeidbar gewesen.

    Ausgelöst wurde die Eskalation angeblich dadurch, weil die Demonstranten sich weigerten zu entmummen. Wenn man sich die Wirklichkeit anschaute, dann stand da eine schwarze, schon fast „Transformers“ gleich hochgerüstete vollvermummte Staatsexekutive, einer Horde mit schwarzen Hoodies, Sonnenbrillen und vor dem Mund gebundene Tücher gegenüber, wobei die Transformers von den Hoodies verlangten, sie sollen sich entmummen, weil sie verstoßen gegen das Vermummungsverbot. Was soll das sein? Satire?

    Aber dahin verkommt ein Staat unweigerlich wenn er meint, er dürfe seine eigenen Regeln nicht einhalten. Wenn es ein Vermummungsverbot gibt, dann sollte das auch für Einsatzkräfte gelten. Wer sich vermummt führe Böses im Schilde wurde von Offiziellen verlautbart. Das sehe ich auch so, und gegenüber den Demonstranten war die Staatsmacht definitiv die Vermummteren.

    Wenn eine Politik nur noch mittels Ausnahmezustand in der Lage ist zu regieren, dann liegt der Grund nicht in der Situation, sondern in der Politik. Das verhielte sich anders wenn es ein unregiertes Land wäre, in dem die Politik dann neu erscheint, und aus dem Ausnahmezustand führen will, in den es gekommen ist, weil es unregiert war.

    In einem Land, welches stetig mittels Politik regiert wurde, verhält sich dies genau anders herum. Wenn es da zu einem Ausnahmezustand kommt, dann ist das die Folge der Politik, weil die Politik es ja war, die die ganze Zeit die Regeln in diesem Land gemacht hat, die wohl offensichtlich nicht so gut waren. Wenn es in einem regierten Land also zu einem Ausnahmezustand kommt, dann ist das die Folge der Politik, sodaß der Ausnahmezustand quasi eine Bankrotterklärung der Politik ist.

    Nichts anderes ist in Hamburg geschehen. Aber trotz Bankrotterklärung klopft man sich wie voraus zu sehen innerhalb der Politik weiter gegenseitig auf die Schultern und erklärt, daß man diese Bankrotterklärung doch wunderbar im Griff gehabt hätte.

    Herr erbarme Dich.

    Vielleicht sollte man der politische Kaste mal eine Kiste Universalverdünner spenden, damit sie sich endlich von ihren Positionen lösen und in Jobs abwandern, die sie auch in der Lage sind wirklich zu leisten, ohne den Frieden eines Landes vollkommen zu zerstören. Es ist unfassbar wie man dort ein total Versagen nach dem Anderen, als gelungene Aktion verkaufen will.

    Diese Damen und Herrn tun immer so, als kämen sie gerade von einem fremden Stern, und müßten nun auf die chaotischen Zustände auf Erden reagieren, und hätten das den Umständen entsprechend doch ganz gut hinbekommen. Aber dies Herren kommen nicht von einem anderen Stern, sondern sie sind die Verantwortlichen, welche die Regeln seit Jahrzehnten machen, und damit Urheber dieses Unfriedens sind.

    Die Aufgabe der Regenten wäre es, Regeln so zu setzen, daß es gut läuft. Unsere politische Kaste reagiert hingegen immer auf vermeidbare Fehler ihrerseits, und meint dann, das hätten sie doch ganz toll gemacht. Zwischen regieren und reagieren gibt es aber einen erheblichen Unterschied. Wenn gut regiert wird, dann braucht man nicht auf Schlimme Zustände reagieren, weil die Regeln so gesetzt sind, daß schlimme Zustände erst gar nicht auftreten, weil die Regeln gut sind.

    Tut mir leid, aber wenn eine Politik durch ihre Regelsetzungen Zustände auf der Welt hervorgerufen hat, sodaß sie, um sich zu einem Gespräch zu treffen, eine Millionenstadt in den Ausnahmezustand versetzen müssen, dann ist das keine Leistung sondern der politische Bankrott.

    Herr erbarme Dich!

    • samy sagt:

      Hallo Argonautiger,

      Ihre Kritik ist grundsätlich berechtigt, trotzdem wollen wir nicht vergessen, dass:
      1. Große Teile des schwarzen Blockes gar nicht Bürger dieses Landes oder gar Hamburgs waren. Das waren Krawalltouristen, die sich schlicht in unserem Land und der Stadt respektlos verhalten haben. Hier ging es also nicht um ein klassisches Verhältnis zwischen der Regierung und den Regierten.
      2. Selbst wenn wir das einmal unbeachtet lassen, so ist der Schwarze Block in meinen Augen eine anarchistische Organisation, mag er das noch so mit einer Ideologie übertünchen. Damit entzieht er sich grundsätzlich einer Verständigung mit jeder Regierungsform und deren Staatsgewalten. Eskalatione sind damit auch von der Seite des Schwarzen Blocks vorprogrammiert.

      Ich weiss also nicht, ob diese Erignisse in Hamburg geeignet sind eine jahrelang zunehende Entfremdung von Staatsmacht und Bürger zu diskutieren.

      VG

    • Skyjumper sagt:

      „Damit entzieht er sich grundsätzlich einer Verständigung mit jeder Regierungsform und deren Staatsgewalten.“

      Deutlicher Widerspruch von mir zu dieser Aussage. Der sogenannte schwarze Block fällt ja nun nicht wie Mana vom Himmel. Diese Chaoten werden in „Jugendhäusern“ vom Staat mit Steuergeldern gepäppelt. Hier bereiten sie ihre Aktionen vor, pinseln Transparente, werkeln Fahnen und stimmen sich ab. Medial sind dass genau die Typen denen Heiko Maas seinen Dank und Respekt via Twitter bezeugt. Wenn sie so ein „Jugendhaus“ in ihrer Nähe haben wissen sie immer schon Tage vorher wann es wieder los geht. Ohne diese steuergeldfinanzierten Basen würde dem schwarzen Block einiges an Schlagkraft abhanden kommen.

      In Hamburg, wie auch anderenorts (z.B. Stuttgart 21) treffen vom Staat finanzierte, schwarz vermummte Dumpfbacken auf vom Staat besoldete, schwarz vermummte arme Würstschen die am Ende immer Schuld haben sollen, aber dafür auch Pensionsanspruch und eine viel bessere Ausrüstung haben. Mehr Staat geht gar nicht. Das ist doch eine „nette“ Verständigung.

      Diese Auseinandersetzungen zum Schaden des Bürgers sind wenigstens billigend in Kauf genommen. Böse formuliert könnte man auch Vorsatz darin vermuten.

      Das bezieht sich jetzt natürlich nur auf die Hamburger, und die anderen deutschen Linksfaschisten. Ob das auf die aus anderen Teilen Europas angereisten eventuell in ähnlicher Form zutrifft entzieht sich meiner Kenntnis.

      • Argonautiker sagt:

        Lieber Skyjumper,
        dann danke ich Ihnen mal für diese Antwort an Samy. Anders hätte ich es auch nicht formuliert. Besonders das „billigend in Kauf nehmen“, trifft es meines Erachtens sehr gut.

        Und lieber Samy, unsere Regierung erzeugt Krisen auf die sie dann leidlich reagiert und sich dann dafür lobt und sich selbst Berechtigung erzeugt. Skyjumper hat vollkommen recht, das Linksradikale wurde, so wie auch das Rechtsradikale gefördert, wobei in letzter Zeit das Linksradikale wesentlich stärker gefördert wurde. Prinzip Glaser lässt Nachts die Fenster einschmeißen und sorgt somit für seine Kundschaft. Denn nach solchen Aktionen ruft alles nach Regulierung. Na Klasse sagt sich dann die Politik. Noch mehr Macht für uns.

        Die Situation ist ähnlich wie beim öffnen der Grenzen. Es ging, mal abgesehen von den Extremisten, in der Kritik an diesem Tun selten darum, daß man Flüchtlingen den Schutz verwehren wollte, sondern daß man da einfach unkontrolliert JEDEN rein gelassen hat und damit das Vernachlässigen des Schutz’s des Bürgers billigend in Kauf genommen hat, was ja DIE grundlegende Aufgabe des Staates ist. Was dann ja auch so passiert ist. Das rein Lassen hat gekostet, und das nun wieder nachträglich zu differenzieren, wer Schutzbedürftiger, Sozialschmarotzer, oder gar Feind ist, kostet ebenfalls. Und wer zahlt? … Das war vermeidbar.

        Diese Aktion fuhr in ähnlichen Gleisen, und man hat billigend in Kauf genommen, daß es Kollateralschäden gibt, obwohl das Desaster zu vermeiden gewesen wäre. Man wollte zeigen, daß man als Regierung eben eine Jungfrauen Party auch im Rockermillieu veranstalten können muß. Basta!

        Diese Herren da oben sind eben so Leitbildfixiert, daß einfach alles gehen MUSS, was sie sich so vorstellen, sodaß ihnen Wirklichkeiten vollkommen egal geworden sind. Wenn sie nie die Kosten dafür tragen müssen, sondern immer der eh schon Leidtragende der ist, der zahlt. Who cares. Weil selbst wenn die dann abgesägt werden fallen die doch butterweich. Zu wessen Lasten? Genau!

        Wenn das Kalkül zu dieser Provokation nicht sogar noch weiter ging, und man eine Spaltung zwischen Polizei und Mensch erzeugen wollte, weil sich der Bewaffnete Teil der Bevölkerung nämlich zusehends immer mehr auf die Seite der Menschen stellte, und solch Verhalten seitens der Politik selbst maßregelte. Vielen Dank übrigens an die Teile der Polizei dafür, die das taten.

        Außerdem erzeugt es innerhalb der Polizei ebenfalls eine Spaltung. Nämlich die, daß die, die sich nicht zum Prügelknaben für eine abgehobene Politikkaste machen lassen wollen, sich abspalten, und nur noch die dort übrig bleiben, für die das ok ist, das durchzuknüppel, egal was man von da Oben befiehlt.

        Wenn man sich als Mensch so fahrlässig zu seinen Kindern/Schutzbefohlenen verhalten würde, und das Aufsuchen von Krisensituationen billigend in Kauf nimmt, dann käme das Jugendamt, oder eine andere Institution, und würde einem die Kinder/Schutzbefohlenen entziehen. Ganz zu schweigen davon, was passieren würde, wenn sie keine andere Lösung mehr sehen würden, und, um sich gegen ihre Schutzbefohlenen durchzusetzen, sie mit Knüppeln bearbeiten würden. Das alles tut die Politik.

        Unsere politische Kaste regiert eben nicht mit uns, sondern über uns, und das ist ein Problem. Man meint dort generell, daß die Regeln zwar für uns gelten, man als Regierung aber, wenn es denn passt, sich da willkürlich drüber stellen dürfte. Generalbundesanwalt? Fehlanzeige, steht unter Weisungsbefugnis der Regierung. Verfassungsgerichte? Fehlanzeige werden gegen das Grundgesetz voll von denen bestimmt, die es bremsen sollte. Der Regierung. Türkische Verhältnisse? Faktisch längst vorhanden. Alles auf Linie.

        Regierungen verhalten sich im Allgemeinen immer mehr zu ihren Regierten so, wie die USA meinte sich zu den anderen Ländern verhalten zu dürfen. Sie bestimmen Regeln, denken aber, daß sie selbst nicht daran gebunden sind.

        Das ist ein Problem. Ein Großes, weil die Regierung damit selbst immer Krimineller werden, und sie die Gewaltspirale erst richtig in Gang setzen, sich aber im Fall der Fälle immer hinter ihre Prügelknaben verstecken können.

        Wenn man die jeweiligen Regeln, an die Regierungen der Welt selbst ansetzen würde, mit denen sie die Völker belegen, die säßen alle im Knast. Und zwar nicht nur vorrübergehend. Traurig aber wahr.

        Das Prinzip des Herrschens an sich ist falsch für ein Zusammenleben, weil es Gewalt ausübt, um Gewalt zu vermeiden. Gewalt wirkt aber wie eine ansteckende Krankheit. Haut der Stärkere dem Schwächeren eine, dann haut der dem noch Schwächeren eine, und weil das dann beim wehrlosen Biedermann endet, nimmt der sich dann die Allerschwächsten vor und schändet Kinder. Und eine sich durch Mehrheit definierende Politik ist der Stärkere, denn genau das gehört zum Hauptgeschäft der Politik, Mehrheiten erzeugen. Auch politische Gewalt ist Gewalt und wirkt ansteckend.

        Und das Bestimmen, daß G20 im Hamburger Schanzenviertel stattfinden soll, war genau das, was Skyjumper sagt. Man hat Gewalt billigend in Kauf genommen. Nun wenn man stets von einer Armee von Sicherheitsleuten beschützt wird, kann man natürlich auch leicht so denken, und so konnte man weitere neu Regeln für Andere ersinnen und sich zur Entspannung Lachshäppchen und Musik gönnen und Gottgleich Freude schöner Götterfunken hören.

        Wenn die neu ersonnen Regeln dann so geartet sind, daß sie die Menschen noch mehr in superreich und superarm spalten,… who cares. Man wird die Globalisierung durchboxen, und wenn man die Welt in Schutt und Asche legen wird, weil nur dann wird endlich Frieden sein. Versprochen!

        Paradox? Who cares. Wer zahlt die Rechnung? Das Herrschersystem ist ein System welches Prinzipiell das Ungemach nach Außen leitet, und die Annehmlichkeiten auf sich konzentriert. Deswegen ist das Symbol des Herrschens die Krone, welche die Zacken nach Außen richtet. Man löst keine Probleme, man delegiert Probleme. Das Symbol welches für die Nächstenliebe steht ist die Dornenkrone. Wo zeigen die Zacken da hin? Richtig! Und alle haben über ihn gelacht.

        Wenn man nicht ein Teil des Leides auf sich nimmt, sondern es immer nur nach Außen delegiert, dann wird das Leid nicht weniger, sondern mehr auf der Welt. Und wenn man immer nur Menschen wählt, die viel Versprechen aber sich dann die Herrscherkrone aufsetzen und das Gute ins Kröpfchen und das Schlechte ins Sozialtöpfchen stecken, dann bekommt man eben auch die entsprechende Welt.

        Einer Regierung, welche außer Gewalt keine Anderen Mittel mehr hat, um ihre Schutzbefohlenen zu regieren, hat irgendwas in der Zeit der Regentschaft falsch gemacht, und hat damit das Regierungsrecht meines Erachtens verwirkt. Denn da geht es nicht um eine Ohrfeige, einen Rüffel, oder Knuff, die mal verteilt wird, sondern da geht es um richtig rohe äußerst brutale Gewalt.

        Das Gewaltmonopol des Staates ist ein ganz großer Irrtum, weil dann alle Gewaltigen in die Staatsmacht drängen. Und da sind sie jetzt.

  7. samy sagt:

    Und weil G 20 so surreal war und man alles erst einmal sacken lassen muss, hier noch eine Quizfrage:

    Welche dieser musikalischen Beiträge entstammen einer G-20-Kulturberichterstattung und welche dem Filmklassiker „Uhrwerk-Orange“ von Stanley Kubrick?

    a)https://www.youtube.com/watch?v=5RLT2sBXNI0
    b)https://www.youtube.com/watch?v=9W3x7FbK7EI

    VG

    PS: Mal im Ernst, hat n24 das wirlich so gesendet? Fast 20 Minuten lang? Ein Hauch von Genialität! Hätte Ai Weiwei unmöglich besser machen können.

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