Leichte Buntwäsche… Nur bei 30 Grad!

15. Juli 2013 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

von Frank Meyer  Es sind die heißen und herrlichen Wochen des Jahres, in denen man die Welt sich selbst überlassen sollte. Die Leute liegen am Badesee oder haben sich in den Schatten verkrochen. Endlich kümmern sie sich um die wichtigen Dinge des Lebens – um das Faulenzen…

Es ist herrlich ruhig. Über mir bringen ein paar Flugzeuge die Leute in den Süden. Hektisch wird es nur am Abend beim Kampf gegen die Mücken. Mückenmittel sind angeblich ausverkauft, meldet der Anti-Mückenmittel-Hersteller. Vielleicht kommt die Börse morgen auf die Idee, Aktien als ausverkauft zu bewerben. Nein, ich möchte nicht darüber nachdenken.

Bis auf ein paar wenige verirrt sich zum Glück niemand auf unseren Blog. Ich habe mir sagen lassen, selbst die eingefleischten Goldbugs ziehen es jetzt vor, andere Dinge zu tun, als nach den Preisen der Zukunft zu suchen und über Sinn und Unsinn des Blechs in den Foren zu diskutieren. Sie haben sich die Erholung wirklich verdient. Ich hätte noch einen Beitrag zu Geldtheorien bei 30 Grad zu diskutieren. Nein? Okay, ich wüsste auch etwas Besseres.

Wenn es nicht so warm wäre, würde ich mich über die journalistische Art und Weise erregen, mit der ein gewisser Markus Lanz seine Gäste behandelt. Die Höflinge werden hofiert und die kritischen Töne wie die von Dirk Müller niedergeschrien. In DDR-Zeiten gab es keine solchen Talkshows. Das mag ein Fehler gewesen sein. Womöglich wäre es da aber ähnlich gelaufen. Ich habe den Eindruck, Herr Lanz hatte einen Auftrag und er gab mir einen kleinen Einblick in das, wie mit sogenannten „Verschwörungstheoretikern“ oder anderen Meinungen künftig umgegangen wird.

Nein, Fernsehen lohnt sich nicht in den Sommermonaten. Wahrscheinlich überhaupt nie mehr. Mein armer Zwangs-Rundfunk-Beitrag. Er wird auch heute wieder lieblos in irgendwelchen Wiederholungen verheizt. Lieber sitze ich dann am Abend auf dem Balkon und lese leichte Kost. Mir ist Mark Twain wieder in die Hände gefallen „Meine Reise um die Welt“. Ich muss Sie eindringlich vor diesem Autor warnen! Schon nach der Hälfte des Buches sahen meine Balkonblumen leidend aus. Meine Nachbarin meinte, es läge an meinem Lachen. Vielleicht hält sie auch deshalb den ganzen Tag ihre Rollläden geschlossen. Übrigens, Rollläden wird seit ein paar Jahren mit 3 „L“ geschrieben. Ja, die Dinge ändern sich.

Was gibt’s neues? Schreibe ich über einen Herrn Hollande, der wie Pippi Langstrumpf im Garten seines Elysee-Palasts singt von seiner Welt, wie sie ihm gefällt? Nix Aufschwung, Herr Hollande. Ich bin sogar zu faul, den Haken über dem „e“ im Namen des Palasts zu suchen. Hollande ist ohnehin ermüdend, aber als Lektüre zum Einschlafen gänzlich ungeeignet.

Nun stuft auch noch die Rate-Agentur Fitch, das sind Franzosen, Frankreich von AAA auf AA. Na und? Keine Lust, diese Petitesse zu erklären… (Seite 2)

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