Künstliche Kriege

12. Oktober 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Zunächst ein kurzer Blick zum US-Wahlkampf. Hillary ist ja jetzt eindeutig klare Favoritin. Sie ist die Spitzenreiterin. Wenn sie gewinnt – was wahrscheinlicher geworden ist – wird sich nichts ändern.

Wenn Donald dann doch noch gewinnen sollte, wird sich wohl auch nicht arg so viel ändern. Zumindest die Investoren dürften ein wenig „durchgeschüttelt“ werden. Aber wer weiß das schon…

Um unsere gegenwärtige Situation überhaupt zu verstehen, ist die schlichte Tatsache, dass die Dinge nicht so sind, wie sie nach außen hin scheinbar sind, wohl nur sehr schwer zu verstehen.

Wir haben hier im Tagebuch oft über das Falschgeld unserer Zeit geschrieben. Und auch darüber, wie die Zinsen gefälscht sind. Und nicht zuletzt auch, wie Statistiken gefälscht sind. Schauen Sie sich nur einmal die diversen Arbeitsmarktstatistiken an.

Die „Kriege“ unserer Zeit sind auch künstlich, gefälscht. Immer dann, wenn die Feds dieser Welt den Beginn eines neuen Kriegs vermelden, gehen wir natürlich davon aus, dass sie letztlich das Ziel haben, den Feind zu besiegen.

Dem ist aber leider nicht so. Stattdessen wollen sie, dass der Krieg nicht beendet wird und weitergeht. Das bedeutet, dass sie den Feind gar nicht besiegen wollen. Auf diese Weise gewinnen am Ende beide Kriegsparteien.

Der Krieg gegen die Armut war der erste künstliche Krieg. Letztlich ist es nichts anderes als eine nette Absprache zwischen armen Menschen und einer ganzen Armuts-Kriegs-Industrie. Satte 92 staatliche Programme wurden aufgelegt. Riesige Summen an Geld wurden ausgegeben.

Der Krieg gegen die Armut startete im Jahr 1964. Seither hat dieser Krieg gegen die Armut bereits 22 Billionen Dollar gekostet.

Warum?

Weil arme Leute Geld bekommen. Und weil die „Elite“, die den Cash-Flow ja steuert und kontrolliert, letztlich die Wählerstimmen der armen Leute dafür bekommt. Und dazu noch, als Zugabe quasi, einen substanziellen Teil dieses Geldes. Von jedem Dollar, der im Kampf gegen die Armut eingesetzt wird, fließen letztlich 72 Cent direkt zurück an die Insider. Die Zahl ist sicherlich umstritten. Aber ganz unwahr dürfte sie auch nicht sein.

Also, demnach sind in den letzten 50 Jahren sage und schreibe 15 Billionen Dollar an die Insider geflossen. Und das Ganze unter der Maßgabe der sog. Armutsbekämpfung.

Krieg gegen die Drogen

Der Krieg gegen die Drogen kam im Jahr 1971 dazu.

Harvard-Ökonom Jeffrey Miron sagt, dass dieser neue Krieg die Steuerzahler seither die „läppische“ Summe von 41 Billionen Dollar gekostet hat.

Dieser „Krieg“ kann wohl am besten als eine Art Public-Private-Partnerschaft verstanden werden. Und zwar zwischen dem illegalen Drogenhandel und den Agenturen, die für Drogenbekämpfung zuständig sind.

Denn wo würde der ehemalige Drogensüchtige und jetzige Drogenzar der USA, Michael Botticelli, ohne diesen Krieg stehen?

Was wäre mit den ganzen Agenturen, den Drogenbossen? Sie müssten auf Preise, Qualität und Service achten. Und nicht mit Schießereien miteinander konkurrieren. Nebenbei erwähnt sei, dass Sie wohl im realen Leben ohnehin bald von den Jungs mit Powerpoint-Folien und Tabellen freigesetzt werden würden.

Die großen Tabak- und Alkohol-Konzerne – mit jahrzehntelanger Erfahrung, Vertriebsnetzen, Vertriebskanälen und Marketing-Know-how – stünden sofort parat und würden ihre Dienste übernehmen.

Stattdessen bleibt die illegale Drogenindustrie – die Drogenbekämpfer mit BATF, DEA, FBI, Polizei, Gefängnissen, Gerichten und einer ganze Subkultur von Kriminellen – im Geschäft.

Das System mit Gewalt weiterlaufen lassen
von Bill Bonner

Das derzeitige System unterdrückt Märkte, um Billionen von fettigen Dollars an die Spezl und Kumpanen des Schattenkabinetts „Deep State“ umzuverteilen. Die Idee, die dahinter steht, ist relativ simpel: es geht nur darum, echte Korrekturen zu vermeiden und das Geld weiter fließen zu lassen.

Und das System zu schützen, das ist die Hauptaufgabe und die größte Sorge der US-Notenbank. Wobei das ganze ohnehin auf einem Betrug basiert. Auf einem gefälschten, manipulierten Dollar, gefälschten und manipulierten Zinsen, manipulierten Aktienkursen, gefälschten Statistiken und einer total fehlgeleiteten und gefälschten Wirtschaft.

Das ist auch der wahre Hintergrund, warum die Geldpolitik so „datenabhängig“ ist; eine ehrliche Fed würde sich einen Dreck um irgendwelche Daten scheren. Das ist auch der Grund, warum sie sich davor scheut, die Zinsen zu erhöhen. Allem Zinserhöhungsgeschwafel zum Trotz.

Eine ehrliche Fed hätte sie von vornherein nie und nimmer abgesenkt. Und schon gar nicht so lang und so tief. Das ist auch der wahre Grund, warum die Fed so genau auf die Karten der Spieler schaut; sie muss es tun, damit die richtigen Spieler, die Cronies, immer die Asse bekommen!

Die Fed ist praktisch für den großen Schwindel verantwortlich. Sie hält den Laden am Laufen.

Und am Ende kommt man zum wahren Interessenkonflikt der Fed. Dabei geht es viel weniger um die Frage, ob Parteien, ob Demokraten oder Republikaner bevorzugt werden. Es geht um die Frage, ob die Fed am Ende der Politik und nicht den Märkten den Vorzug gibt.

Und das Ganze zum Wohl der Nation?

Kaum. Seit der Markt im Jahr 2009 seinen Boden fand, haben die Sparer ungefähr 10 Billionen Dollar verloren. Die Schuldner haben (zumindest auf dem Papier) weit mehr gewonnen. Das Vermögen der privaten Haushalte ist in den USA auf 33 Billionen Dollar gestiegen. Der übergroße Teil davon liegt bei den Reichen. Das Wachstum geht nach unten. Die Produktivität geht nach unten. Die Löhne fallen für die meisten Menschen.

Die Fed hat unter dem Strich nur zum Vorteil weniger Menschen und zum Nachteil vieler Menschen gehandelt. Die Fed ist – zusammen mit ihren Mitarbeitern, Vorgesetzten, Kumpanen und Sauffreunden fest mit dem Einen-Prozent der Washington-Manhattan-Achse verbandelt. Anstatt den „Interessenkonflikt“ zu erkennen, ignoriert sie ihre eigene Einseitigkeit. Ihr geht es nur darum, den Laden am Laufen zu halten.

Quelle: Kapitalschutz Akte Quelle: Kapitalschutz Akte
Künstliche Kriege (von Bill Bonner)
Das System mit Gewalt weiterlaufen lassen (von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

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