Über den Krieg gegen die Märkte

19. Oktober 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Heute setzen wir hier im Tagebuch unsere kleine Serie über die modernen künstlichen Krieg unseres tristen Zeitalters fort. Wir haben hier ja schon vom Krieg gegen die Armut, vom Krieg gegen die Drogen und dem Krieg gegen den Terror berichtet.

Also machen wir weiter und nehmen unser neues Objektiv zur Hand und suchen einen anderen künstlichen Krieg der Feds.

Schmutziger Krieg

Offiziell wurde jedenfalls den Märkten noch nie der Krieg erklärt. Aber seit vier Jahrzehnten führen die Feds verdeckte Operationen durch. Es ist ein schmutziger Krieg, bei dem sie versucht haben, uns in die Irre zu führen, uns zu behindern und die freien Marktkräfte mit Gewalt zu unterdrücken.

Sie operieren mit Falschgeld, gefälschten Ersparnissen und gefälschten Zinssätzen, um Investoren, Unternehmen und die Verbraucher zu verwirren. Sie würden es natürlich nie so direkt sagen. Aber der Sinn und Zweck der Maßnahmen ist es, falsche Signale zu setzen, um Verhaltensänderungen der Menschen zu erreichen.

„Die Nachfrage“ sei zu schwach, sagten sie. Was ist zu tun? Sie überschwemmten das System mit falschen Ersparnissen, nämlich neuen Krediten. Preissignale wurden verzerrt. Die Kredithürden schienen zu verschwinden. Schuldengrenzen wurden gelockert.

Dann, im Jahr 2008, wurde der Krieg erst richtig „heiß“. Die Feds senkten aktiv und offen die Zinsen, um Aktien- und Anleihepreise nach oben zu treiben. Als Reaktion auf die Krise, die sie ja selbst verursacht haben. Und zwar durch zu viel Schulden im Wohnungssektor. Sie behaupteten damals, dass angeblich der „freie Markt“ gescheitert sei. Sie würden nur bei diesem „Notfall“ reagieren, sagten sie.

Bald darauf kam jeder daher und trat mit seinem Urteil, wie hoch (oder niedrig) Zinsen sein sollten, in die Öffentlichkeit.

Gewalt und Betrug

Ob Sie es glauben oder nicht, eine selbst ernannte Aktivistengruppe mit dem Namen „Fed Up“ argumentiert, dass eine Zinserhöhung… Sie ahnen es … rassistisch sei!!!

Das Institutional Investor Magazin berichtet, dass diese Gruppe – finanziert vom 32-jährigen Facebook-Mitbegründer Dustin Moskovitz – massive Lobby-Arbeit gegen Zinserhöhungen macht. Die Begründung ist, dass höhere Zinsen schlecht für US-Arbeiter sein würden. Auf der Internetseite der Gruppe heißt es:

„Die Wahrheit über den Zustand der Wirtschaft ist für die meisten von uns offensichtlich: es gibt nicht genügend Arbeitsplätze, nicht genug Arbeitsstunden und nicht genug Lohn – vor allem in Gemeinden mit farbiger Bevölkerung und unter jungen Arbeitnehmern.

Einige Mitglieder der Federal Reserve denken, dass die Wirtschaft sich erholt hat. Sie wollen die Zinsen erhöhen, um das Beschäftigungswachstum zu verlangsamen und verhindern, dass die Löhne schneller steigen. Das ist eine schreckliche Idee.

Wir stehen an der Seite von Millionen von Arbeitnehmern und ihren Familien und fordern die Federal Reserve auf, Politik für die Arbeiter und den Rest von uns zu betreiben. Die Fed kann die Zinsen niedrig halten und damit der Wirtschaft eine faire Chance geben, sich wirklich zu erholen.Vollbeschäftigung und steigende Löhne sind zu priorisieren.“

Was?

Wer sind diese Leute?

Sie liegen in einem Punkt richtig: Wenn die Fed versucht, die Wirtschaft zu kontrollieren, ist es nichts anderes als Politik, die betrieben wird. Das hat mit Märkten nichts zu tun. Märkte funktionieren mit Leidenschaft und freiwilligem Austausch. Politik arbeitet auf Basis von Gewalt und Betrug. Fed Up ist eine politische Organisation und versucht Einfluss darauf zu nehmen, wie Gewalt und Betrug angewendet wird. Aber schauen wir lieber mit unserem vertrauten Blickwinkel auf diesen Krieg.

Der Sieg ist unmöglich

Wir stellen uns die Frage, ob dies ein Krieg ist, den die Feds gewinnen können?

Nein, natürlich nicht. Die Märkte können unterdrückt, manipuliert oder verzögert werden … aber nie eliminiert. Märkte existieren weiter, auch wenn sie verboten werden. Der Sieg ist unmöglich.

Der Markt für Drogen existiert ja weiter, obwohl die Feds diesen für illegal erklärt haben. Stattdessen werden die Preise der Drogen angepasst – unter Berücksichtigung der erhöhten Kosten und Risiken der Geschäftstätigkeit.

Natürlich verschwindet auch nicht die Armut, weil die Feds ihr gegenüber den Krieg erklärt haben.

„Ihr habt allezeit Arme bei Euch“, sagte schon Jesus mit großer Weisheit voraus.

Reichtum und Armut sind relativ; es wird immer einige Reiche und Arme geben. Die Verabschiedung von Gesetzen wird daran nichts ändern.

Und „Terrorismus“?

Diejenigen, die keinen Zugang zu konventionellen Armeen haben, werden immer unorthodoxe Mittel ergreifen. Das ist genau das, was die amerikanischen Kolonisten taten, als sie ihren Krieg gegen die Briten im Jahre 1775 begannen. Der Terror wird so schnell nicht aufhören. Und auch die Märkte werden damit nicht aufhören, ihre Arbeit zu verrichten.

Weitere Details zum Krieg gegen den Terror
von Bill Bonner

In der heutigen Ausgabe des Tagebuchs machen wir dort weiter, wo wir gestern aufhörten. Und zwar beim künstlichen Krieg gegen den sog. Terror. Eines ist sicher bisher.

Der künstliche Konflikt ist für beide Kriegsparteien bisher ein phänomenaler Erfolg gewesen. Je mehr sich die USA in muslimischen Ländern „austobten“, umso mehr sog. Terroristen wurden „angelockt“, die dagegen ankämpften. Und mit der Zeit werden diese Fantasie-Kämpfe realer und brutaler. Mehr und mehr Ressourcen werden dafür nötig. Und letztlich wird dann auch ein Mehr an Kontrolle über die Öffentlichkeit nötig.

Und hier kommen wir zu dem Punkt, an dem die breite Allgemeinheit, also wir alle, wirklich etwas zu verlieren haben. Und hier geht es wirklich um viel. Um sehr viel.

Immer wenn ihr Autor in der Nacht um 4.00 Uhr in einem Anflug dunkler Paranoia darüber nachdenkt, bekommt sogar er Gänsehaut. Und das heißt schon was. Er befürchtet nämlich, dass der Krieg gegen den Terror im Ausland nur ein Vorspiel ist. Viele schlafende Hunde könnten geweckt werden bzw. schon erwacht sein, um diesen Krieg auch hier bei uns, in den USA selbst, fortzusetzen

Höchst interessant in dem Kontext ist dabei ein neuer Bericht des unabhänigen „watchdogs“ American Transparency. Der Bericht wurde jüngst mit der Überschrift „Die Militarisierung von Amerika: Erwerb von Waffen, Munition und militärischer Ausrüstung durch nichtmilitärische Bundesbehörden“ veröffentlicht. Darin heißt es wortwörtlich:

„In den neun Jahren bis zum 2014 kauften 67 Regierungsagenturen, die mit dem Verteidigungsministerium nichts zu tun haben, für sage und schreibe 1,48 Milliarden Dollar Waffen und Munition.Von diesem Gesamtbetrag wurde die Summe von 335 Millionen Dollar von Agenturen verausgabt, die traditionell regulatorische oder administrative Aufsgaben erfüllen. Als Beispiel seien das Smithsonian Institute und die US-Mint angeführt.“

Anders formuliert: wenn Sie Im Theater eine Kanone auf die Bühne bringen, müssen sie früher oder später einen Schuss abgeben. Unausweichlich. Ähnlich verhält es sich mit einer Militärmaschine bei Ihnen zu Hause. Und wenn eine Nation eine Militärmaschine zu Hause aufbaut, ist es nur eine Frage der Zeit, bis jemand den Schalte drückt.

Dies wird kein Krieg gegen ein paar wenige Muslime, die vom Wahnsinn durch die Angriffe auf ihre Helden … ihre Heimat … und ihre heiligen Mythen angetrieben sind, sein. Es gibt nicht genug von ihnen, um die Vereinigten Staaten von Amerika herauszufordern. Stattdessen wird es einen Krieg geben, bei dem „Deep State“ gegen den Rest von uns kämpft – um seine Macht zu erhalten … sein Geld … und seine „Reputation“.

Die Drohnen werden heimische „Terroristen“ verfolgen … an den Checkpoints werden einheimische „Aufständische“ festgenommen werden … die Gendarmen werden „verdächtige amerikanischen Rebellen“ verhaften.

Und last but not least werden alle, die sich nicht fügen, vom Geldsystem abgeschnitten werden.

Langsam, langsam. Bisher ist das nur die Beschreibung des Alptraums ihres Autoren. Vielleicht wird es nie mehr als das sein.

Aber, eben nur vielleicht…

Quelle: Kapitalschutz-Akte
Über den Krieg gegen die Märkte (von Bill Bonner)
Weitere Details zum Krieg gegen den Terror (von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

Print Friendly, PDF & Email

 

2 Kommentare auf "Über den Krieg gegen die Märkte"

  1. Argonautiker sagt:

    Klare Worte. Bravo!

    Die Zwanghaften haben sich aufgemacht, das durch Freiheit Gewachsene vollends zu zerstören, um es durch ein Konstrukt willkürlich passender Regeln zu ersetzen, und so für sie wohlwollend absolut kontrollierbar zu machen.

    Alles was sich der Kontrolle nicht zu unterwerfen sucht, wird als Terrorist zum Feind erklärt, was ihn vollkommen Rechtlos machen wird, sodaß diese neuen Rechtlosen einfach eliminiert werden dürfen.

    Die Obrigkeit hat die aufkommende Wut der Menschen, durch die durch sie verursachten Mißstände, schon seit je her versucht auf Sündenböcke zu kanalisieren, damit sich die Wut nicht gegen sie selbst richtet.

    Ohne Terroristen und ohne Flüchtlinge, würde sich die Wut über Kurz oder Lang gegen die eigentlichen Verursacher richten.

    Die Terroristen des 3. Weltkrieges sind die Juden des 2. Weltkrieges. Sie sind an allem Schuld. Man erzeugt Flüchtlinge, lässt sie kommen, schmeißt sie wieder raus, ganz nach belieben. Und die, welche die wählen, und dadurch unterstützen, die das zu verantworten haben, glauben, daß man mit ihnen nie so verfahren würde, bis dann totalitäre Systeme entstehen, die außer das, was ihrer Ideologie entspricht alles vernichten. Aber das hat man ja nicht ahnen können.

    • bluestar sagt:

      @Argonautiker
      Sehr treffender Kommentar.
      Kleine Ergänzungen: Die Zwanghaften sind faktisch Kriminelle der übelsten Sorte.
      Im Gegensatz zum WK 2 können nunmehr die Schuldigen beliebig nach Gesinnung oder Handlung ausgesucht, zugeordnet und erweitert werden. Entsprechend der jeweiligen Definition des zukünftigen Ministeriums für Demokratieschutz, Sicherheit und Wahrheit, welches unter Begeisterung der Deutschen geschaffen wird.

Schreibe einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben.