Kleiner empirischer Versuch

20. Juli 2011 | Kategorie: Aufgelesen

Die These der Wertschöpfungskrise soll an dieser Stelle in einem anderen Gewand angestoßen werden. Dazu ein empirisches Beispiel. In der folgenden Grafik sieht man das absolvierte Arbeitsvolumen, welches in der BRD benötigt wurde, um die entsprechende Wirtschaftsleistung im jeweiligen Jahr zu erbringen. Diese Wirtschaftsleistung entwickelte sich im gleichen Zeitraum in jeweiligen Preisen wie folgt: via Kleiner empirischer Versuch » Querschuesse.

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2 Kommentare auf "Kleiner empirischer Versuch"

  1. Robert sagt:

    Kleiner unempirischer Nebengedanke. Als es vor etwas mehr als 30 Jahren mit der Massenarbeitslosigkeit anfing, hieß es: wird schon wieder.

    Als immer mehr Leute immer dauerhafter arbeitslos waren änderte sich die Argumentation. Wir hätten ja schon Arbeit, so der Tenor, die Arbeitslosen seien nur leider nicht dafür geeignet.

    Inzwischen, bei wiederum deutlich erhöhter Arbeitslosigkeit, ist nicht mehr nur davon die Rede, die Arbeitslosen seien nur unqualifiziert, nein, sie seien auch nicht qualifizierbar.

    Wenn ich das weiterdenke, haben wir irgendwann nur noch Jobs, für die überhaupt niemand von uns qualifiziert ist. Übrig blieben nur noch Arbeitsplätze, für die man keine fachliche Qualifiation braucht; aber nicht jeder kann in die Politik gehen oder im Management landen…

  2. sachse sagt:

    Ganz klare Aussage: die Arbeitsintensivierung ist Ergebnis der Lohnsteigerungen. Ohne die fortwährenden Steigerungen gäbe es weniger Arbeitszeitreduzierungen. Die Steigerungen sind ja nicht Ergebnis einer Angebotsknappheit sondern durch gewerkschaftliches Verhalten (Optionsfixierer! = ganz nah am Monopol) bedingt.

    Anders herum sind wir auch bei der Marx’schen Lohnfondtheorie: Es gibt einen gleichbleibenden Lohnfond, der aufgeteilt werden muß, Steigerungen sind ausschließlich durch techn. Fortchritt bedingt.

    Da sich die geübte Wirtschaftspolitik diesen Überlegungen angeschlossen hat (wohl ohne Kenntnis davon) haben wir in den vergangenen Jahren eine
    Annäherung an Vollbeschäftigung erlebt: Arbeitslosenzahlen sind drastisch gesunken, das stimmt sogar wenn alle statistischen Tricks herausgerechnet werden, ja that’s it!

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