Klare Kaufsignale für Gold – Sentimentindikatoren zeigen Extremwerte

26. September 2015 | Kategorie: RottMeyer

von Claus Vogt

Während an den Aktienmärkten alles dafür spricht, dass wir uns in der Frühphase einer Baisse befinden, gibt es bei Gold zahlreiche gute Argumente, die für den Beginn einer Goldhausse sprechen. Eines dieser Argumente ist die extrem einseitige negative Stimmung der Marktteilnehmer.

Der folgende Chart zeigt Ihnen den Verlauf des Goldpreises seit 2013. Die grünen Kreise verdeutlichen, wann der einmal pro Woche berechnete Optix-Sentimentindikator Extremwerte von 15% oder weniger Goldbullen angenommen hat. Obwohl sich Gold seit 2011 in einer ausgeprägten Baissephase befindet, war das nicht oft der Fall. Die exakten Daten lauten folgendermaßen:

14. Juni bis 8. Juli 2013: 3 Signale
2. Dezember 2013: 1 Signal
10. November 2014: 1 Signal
16. März 2015: 1 Signal
6. Juli bis 10. Aug. 2015: 5 Signale
14. September 2015: 1 Signal

Ein Blick auf den Chart genügt, um die Qualität dieser Signale zu erkennen. Besonders auffällig an dieser Statistik sind die Zeiträume Juni / Juli 2013 und Juli / August 2015, in denen gleich mehrere Extremwerte zu verzeichnen waren. Dieser lang anhaltende Pessimismus der Goldanleger ist ein sehr deutliches Kaufsignal für Gold.

Goldpreis in $ mit Extremwerten des Optix-Sentimentindikators, 2013 bis 2015

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Extrem einseitige Stimmungsindikatoren signalisieren Kaufgelegenheiten. Quellen: StockCharts.com; SentimenTrader.com

Ausgeprägter Pessimismus signalisiert Beginn einer großen Goldhausse

Im ersten Fall, das heißt im Sommer 2013, folgte auf das dreifache Signal die größte Bearmarketrally dieses langen Bärenmarktes. In diese Phase legte der Goldpreis immerhin um mehr als 20% zu.

Der zweite Fall liegt erst wenige Wochen zurück. Es ist also noch viel zu früh, um das Ergebnis dieses fünffachen Signals zu beurteilen, dem sogar noch ein weiteres Signal Mitte September folgte. In Kombination mit den zahlreichen weiteren Argumenten, die für einen steigenden Goldpreis sprechen, wage ich hier allerdings die Prognose, dass dieses fünffache Signal das Ende der Baisse bzw. dem Beginn einer neuen Hausse anzeigt.

Und diese neue Hausse verspricht noch viel gewinnbringender und spektakulärer zu werden als die Phase von 2001 bis 2011, als der Goldpreis von einem Tief bei 250 $ pro Unze auf 1.920 $ gestiegen ist. Der wichtigste Grund für diese Erwartung ist die irrwitzige und völlig unseriöse Geld- und Staatsschuldenpolitik der vergangenen Jahre, deren Ende nicht abzusehen ist.

Claus Vogt – Krisensicher Investieren

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3 Kommentare auf "Klare Kaufsignale für Gold – Sentimentindikatoren zeigen Extremwerte"

  1. böses Schaf sagt:

    alles richtig, schön und gut….
    jedoch – die Masse derer, die das verstanden haben ist gering, eher minimal.

    Wenn es demnächst den totalen Zusammenbruch aller Systeme gekommen ist, dann ist es für die Verweigerer und Phantasten zu spät.

    Die Welt wird sich und ihre Innereien noch vollkommen umkrempeln, leider zu spät!

    Jedoch, wem, auch den EM-Bugs, kann dann noch diese Kenntnis retten oder schützen?
    .
    Eben, niemandem.
    Niemanden! Denn, was nutzen mir 100te Unzen, wenn das Land dem Untergang so nahe steht

  2. hanny sagt:

    genau so sehe ich das auch, wer weiß, was da noch alles auf uns zukommt, alleine schon durch VW, wer wird uns dann noch etwas für unsere EM geben können, es sieht echt schlimm aus !!! Und dann noch all die Flüchtlinge die kommen, das kann Deutschland nicht stämmen !

  3. toter_esel sagt:

    Ich würde eher sagen, dass bis zum Crash weder die Edelmetallpreise noch die Zinsen signifikant steigen werden. Diese Strategie, nämlich gar keine, wird seit 2013 angewandt. Die shorts werden „am Ende“ einfach annuliert, Vermögen (gleich Schulden) ausradiert.

    Insofern gebe ich dem „bösen Schaf“ recht: wir sollten uns das Ende nicht zu sehr wünschen, besser wird das Leben danach sicher nicht werden. Allerdings stellt sich hier und heute dann auch die Frage, welche wirkliche Alternative zu Edelmetallen besteht, zumal die generierten Preise geradezu lächerlich, künstlich und ungewollt grosszügig sind, jedenfalls für die, die zwischen dem Preis und dem Wert unterscheiden können.

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