Jetzt fallen alle Masken…

11. Juli 2015 | Kategorie: RottMeyer

von Andreas Hoose

Die „Rettung“ Griechenlands, die europäische Krisenpolitik, der Börsencrash in China, das immer gravierendere Flüchtlingsproblem oder die Frage nach Krieg und Frieden in Europa führen zu überraschenden Erkenntnissen…

Nahezu stündlich kann man in diesen turbulenten Tagen von einem Aha-Erlebnis zum nächsten gelangen. Als Claus Kleber im heute-jourmal des ZDF kürzlich erklärte, dass die Europäische Zentralbank über die ELA-Notfallkredite den Bankrun der griechischen Bevölkerung finanziert, da war das so ein Moment.
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Was der ZDF-Moderator da im Tonfall scheinbarer Normalität berichtete, das wäre noch vor wenigen Monaten völlig undenkbar gewesen: Bankrun in Griechenland, finanziert über Steuergelder der Europäer, die im Ernstfall für die Summen gerade stehen müssen, die da jetzt ins Feuer geworfen werden! Und das alles wird im Fersehen verkündet, als sei nichts dabei.

Man darf gespannt sein, wie Kanzlerin Angela Merkel der deutschen Bevölkerung erklären wird, dass ein Schuldenschnitt für Griechenland entgegen allen (!) früheren Beteuerungen nun doch „alternativlos“ ist.

Es ist geradezu atemberaubend, mit welcher Geschwindigkeit an vielen Stellen gerade Dinge in Gang kommen und wie lange vertuschte Zusammenhänge ans Licht und damit in das Bewusstsein der Bevölkerung drängen.

Ultimaten im Stundentakt…

Nehmen wir etwa die Krisenpolitik in der allgegenwärtigen Griechenland-Frage. Was dort gerade passiert, das dürfte auch dem glühendsten Europäer allmählich die Augen öffnen: In einer kaum zu überbietenden Tragödie zeigen die „Euroretter“ in Berlin und Brüssel ihr wahres Gesicht:

„Gemeinsame Entscheidungen“ werden spätestens drei Tag später vollständig in Frage gestellt, teilweise zurückgenommen, komplett widerrufen oder bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Hinzu kommen „Ultimaten“ und „letzte Angebote“ im Stundentakt.

Das Europaparlament zeigt sich als eine Art Schwatzbude, die mit dem angeblichen Ziel, EU und Euro vor dem Zusammenbruch zu bewahren, für jeden Beobachter erkennbar politische Flickschusterei betreibt, dabei aber kein einziges Problem löst, sondern alles immer weiter verschlimmert.

Das soll jenes Europa sein, das in der Welt künftig ein gewichtiges Wort mitreden möchte? Die Vorstellung ist geradezu grotesk.

Als wertvolles Erkenntnisinstrument, um den Niedergang der politischen Kultur in Europa nachzuvollziehen, kann der Liveticker zur Griechenland-Krise dienen, den die Kollegen bei Godmode-Trader in diesen turbulenten Tagen betreuen.

Das jämmerliche Durcheinander, das die „Euroretter“ in der Griechenland-Frage gerade abliefern, lässt sich hier hautnah miterleben. Und es ist durchaus erhellend zu sehen, wie sich die Flut der Ultimaten und „allerletzten Angebote“ im Zeitablauf entwickelt hat.

China wankt…

Während der real existierende Staatsbankrott Griechenlands die volle Aufmerksamkeit von Politik, Medien und Brüsseler Zentralplanern auf sich zieht, wird eine weitaus größere Gefahr nahezu komplett ausgeblendet: Der Aktienmarkt in China gerät immer deutlicher ins Wanken. Von seinem jüngst markierten Allzeithoch bei 5.178 Zählern ist der Shanghai Composite Index innerhalb von nur zwei Wochen um rund 30 Prozent abgestürzt. Dass hier gerade eine Blase platzt, das macht die folgende Abbildung deutlich:

SSEC Blase geplatzt

Weil der jüngste Kreditboom Chinas zuletzt sogar den „historischen Rekord“ überboten hatte, den sich die Japaner Ende der 1980er Jahre geleistet hatten, sieht es ganz danach aus, als sei für China jetzt der Zahltag gekommen.

Daran werden auch die verzweifelten Versuche der chinesischen Zentralplaner nichts ändern, die in dieser Woche alle Register gezogen haben, um den Kursverfall mit allerlei manipulativen Eingriffen wie Handelsverboten oder Kursaussetzungen zu stoppen. Denn wie heißt es so treffend in Börsianerkreisen: „Ein Rothschild kann zwar eine Hausse machen, eine Baisse aber niemals verhindern“.

Man ist daher gut beraten, sich beizeiten darauf vorbreiten, dass das chinesische Börsengewitter im Rest der Welt nicht folgenlos bleiben wird. Zwar führt der chinesische Aktienmarkt weitgehend ein Eigenleben weil die Positionen dort überwiegend von Chinesen gehalten werden.

Andererseits wird es den Konsum in China nicht gerade befeuern, wenn sich ein Großteil der Milchmädchenhausse jetzt vor aller Augen in Wohlgefallen auflöst. Glaubt man diversen Medienberichten, dann hat das Aktienfieber im Reich der Mitte zuletzt weiten Bevölkerungsschichten gehörig den Verstand vernebelt.

KFZ-Mechaniker, Friseure, Taxifahrer und kleinere Angestellte spekulieren derzeit offenbar mit mehreren Jahresgehältern an der Börse. Historisch betrachtet geht so etwas immer daneben. Daher dürfte auch in China jetzt das anstehen, was in solchen Fällen regelmäßig passiert: Nach der Euphorie kommt der Kater…

Flüchtlingsdrama: Wohin mit all den Menschen?

Nur scheinbar harmlose Themen, die einem jetzt ebenfalls die Augen öffnen können, finden sich gleich im Dutzend. Ein Beispiel ist das völlig aus dem Ruder laufende Flüchtlingsproblem. Was sich da gerade in bundesdeutschen Kleinstädten abspielt, etwa im Baden-Württembergischen Meßstetten auf der Schwäbischen Alb, das spottet jeder Beschreibung:

Die 5.000-Einwohner-Gemeinde beherbergt mittlerweile fast 1.500 Flüchtlinge. Das wird jetzt sogar den Mainstream-Medien zu bunt, die das Thema kürzlich kritisch aufgegriffen haben. Meist wird dabei jedoch versäumt, auf die wahren Hintergründe der Flüchtlingswelle hinzuweisen: Die Menschen in Syrien, Irak und Libyen flüchten vor den Kriegen, die ihnen USA und Nato eingebrockt haben.

Der Aspekt führt uns zu einem Thema von immenser Tragweite, das derzeit lediglich wegen des Griechenland-Dramas aus dem Fokus der Öffentlichkeit gerutscht ist:

Laut einem aktuellen Strategiebericht des Pentagon, hat das US-Militär Russland und China als Bedrohung für die nationalen Sicherheitsinteressen ausgemacht. Der Generalstabchef aller US-Streitkräfte, Martin Dempsey, sprach von einer „geringen, aber wachsenden“ Wahrscheinlichkeit, dass die USA einen Krieg mit diesen Großmächten führen müsse!

Nein, das ist kein Schreibfehler. Das Pentagon spricht ausdrücklich von Krieg gegen Russland und davon, dass der militärische Vorteil der Vereinigten Staaten „erodiert“ sei. Als Hauptgrund für die angebliche „Bedrohung“ werden die „Annexion“ der Krim durch Russland sowie die Territorialstreitigkeiten Chinas mit Nachbarländern aufgeführt. Iran und Nordkorea werden wegen deren Atomprogramme ebenfalls als „Bedrohung“ angesehen.

Die Hintergründe für derlei Planspiele sind schnell erklärt: Die USA sind fast so pleite wie Griechenland. Gleichzeitig verfügt das Land mit rund 610 Milliarden US-Dollar über das weltweit mit Abstand größte Militärbudget. China (216 Milliarden) und Russland (85 Milliarden) folgen weit dahinter.

Nachdem rekordtiefe Zinsen und andere „Kunstgriffe“ die US-Wirtschaft nun schon seit Jahren nicht mehr nachhaltig beleben können, ist die Versuchung naheliegend, es zur Abwechslung wieder einmal mit einem großen Krieg zu versuchen. Rüstungsausgaben könnten die US-Konjunktur tatsächlich massiv befeuern, gar keine Frage. Und sie hätten aus Sicht der US-Regierung den „angenehmen Nebeneffekt“, dass sich damit womöglich der drohende Verlust der weltweiten Vormachtstellung der Vereinigten Staaten abwenden ließe.

Es ist Zeit für die geschlossene Forderung der Europäer, die Amerikaner mögen ihren Krieg gefälligst auf eigenem Territorium veranstalten, anstatt uns damit zu behelligen. Wo sind die europäischen Politiker mit Rückgrat, die sich den USA in den Weg stellen, anstatt sich der US-Administration in vorauseilendem Gehorsam anzubiedern!?

Um einmal die Maßstäbe etwas zurechtzurücken, und um deutlich zu machen, wer auf unserem Planeten wen bedroht, genügt ein Blick auf die folgende Karte. Man muss die Grafik nicht groß kommentieren, denn Bilder sagen mehr als viele Worte.

USA Militärbasen Nahe Russland

Im Zusammenhang mit der jüngsten Stilblüte aus dem Pentagon ist der kürzlich erschienene Buchtitel „Amerikas Krieg gegen die Welt“ von Interesse. Dr. Paul Craig Roberts, Staatssekretär für Wirtschaftspolitik im US-Finanzministerium unter US-Präsident Ronald Reagan, kommt darin zu Schlussfolgerungen, die manchem ebenfalls die Augen öffnen werden. Nach Ansicht des früheren stellvertretenden US-Finanzministers bewegt sich die Welt mit atemberaubender Geschwindigkeit auf einen atomaren Schlagabtausch zwischen den USA und Russland zu.

Passend zur jüngsten Pentagon-Offensive sieht Roberts die Verantwortlichen für die brisanten Entwicklungen nicht etwa in Russland sondern in Washington. Mit seiner Ansicht schwimmt Roberts gegen den medialen Mainstream und attestiert Wladimir Putin vollkommen konträr zu Spiegel, BILD, ARD und ZDF ein „hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und diplomatischer Zurückhaltung“.

Die Beispiele zeigen uns in seltener Klarheit, wie nun überall die Masken herunterfallen. Die Schauspieler, Blender, Kriegstreiber, Lügner, Demagogen und Volksverhetzer werden entlarvt.

Es ist ein Prozess von seltener Dramatik, der in die Geschichtsbücher eingehen wird. Manchem von uns wird da beinahe täglich die Kinnlade herunterfallen, weil „so etwas“ bislang völlig unvorstellbar war. In Wahrheit gehört das in unsere Zeit. Es ist eine Zeit des Umbruchs und des Aufbruchs und wir rechnen in den kommenden Jahren mit dramatischen Umwälzungen, die unsere Welt völlig auf den Kopf stellen werden.



Was die Kriegspläne Washingtons angeht, kann dieser Prozess der breiten Erkenntnisgewinnung für uns alle nur von Vorteil sein. Denn wenn die Kriegstreiber öffentlich bloßgestellt werden, wie das Dr. Paul Craig Roberts dankenswerterweise in seinem jüngsten Werk tut, dann dürfte es unmöglich werden, derartige Kriegspläne Realität werden zu lassen.

Ist also eigentlich alles bestens? Nicht ganz, denn ein Bereich bleibt weiterhin hartnäckig von Geheimnissen umwittert: Unser Geldsystem.

Sie können das selbst einmal beobachten: In den vergangenen Monaten gab es hier zu Lande wohl keinen einzigen bedeutenden Fernsehbeitrag, der die Systemfrage aufgeworfen und das bestehende Finanzsystem mit all seinen Problemen ernsthaft zur Diskussion gestellt hätte.

Nehmen wir etwa die sattsam bekannten TV-Diskussionsrunden: Bei Maybrit Illner, Günther Jauch, Anne Will und all den anderen Talkrunden werden zu diesem Thema im Wochenrhythmus ausschließlich (!) nichtssagende Allgemeinplätze verbreitet, die lediglich dazu geeignet sind, das Drama in die Länge zu ziehen. Von brauchbaren Lösungsvorschlägen, die des Pudels Kern treffen, ist nicht die Spur zu erkennen.

Noch scheinen die politischen und wirtschaftlichen Sachzwänge zu stark, um auch bei diesem Thema jene Bewegungen in Gang zu setzen, die sich andernorts immer deutlicher zeigen.

Doch je stärker sich die Dinge zuspitzen, und das werden sie, desto größer wird der Druck werden, die alles entscheidende Systemfrage gegen alle Widerstände endlich öffentlich zu machen. Alles nur eine Frage der Zeit…
Andreas Hoose – Antizyklischer Börsenbrief



 

14 Kommentare auf "Jetzt fallen alle Masken…"

  1. Sebastian sagt:

    Wenns so weit kommt dass ein nuklearer Krieg entsteht, dann ist sowieso alles egal.
    Der letzte machts Licht aus, Danke.

    • meinereiner sagt:

      Jo, ich hatte meinen Spaß, muss mir keine Sorgen um Kinder machen (der Vorteil wenn man keine hat), und sterben muss man sowieso.
      Und das Licht geht von selbst aus wenn der Strom weg ist.
      Nur: Bitte noch bis Jahresende warten, damit ich zur Vorbereitung noch Fallout 4 spielen kann 🙂

    • K. sagt:

      Ja, sicher. Alles egal und sowieso wurscht.

      Man weiss nicht, was gefährlicher ist: die Psychopathen an der Macht oder der Defätismus, der in Deinem Kommentar zum Ausdruck kommt, angesichts der Möglichkeiten, die wir heutzutage haben, um die Verbrecher zu entlarven, von denen dieser gute Artikel eine davon ist.

      Geh‘ aus dem Weg! Mach Platz und behindere nicht diejenigen, denen nicht „alles egal“ ist.

    • daniel sagt:

      das ist doch so 80iger. 2015 gibt es effektivere möglichkeiten.

      warum sollte ich eine atombombe auf ein land werfen wenn ich es danach nicht nutzen kann? unlogisch!

  2. MFK sagt:

    Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Beispiel China: Da wurde hier an gleicher Stelle am 14. Mai 2015 vom Smart Investor noch zum Einstieg in China Aktien geblasen, indem eine Frau Ho in Länge zitiert wurde und heute sind wir alle schlauer.
    http://www.rottmeyer.de/china-kracher-und-geheimdiplomatie/

    Auch Weltuntergangspropheten haben wieder Hochkonjunktur. Zum Weltkrieg III gibt es nur noch eine Steigerung, nämlich den Atomkrieg. Den Kalten Krieg haben viele offensichtlich vergessen. Weiter wird auch vergessen, dass in den 90iger Jahren die Flüchtlingsproblematik ähnlich war wie heute. Ende der 90iger führte ein grüner Außenminister einen völkerrechtswidrigen Krieg. Alles schon vergessen.

    Klar muss man aufpassen, z.B. das uns nicht Interessen Außenstehender als die unsrigen ausgegeben werden. Auch das ist aber nichts neues. Also Ruhe bewahren 🙂

    • flowerpower sagt:

      War der Ausenmenister Fischer (Zitat Fischer :“Mit Verlaub Herr President Sie sind ein Arschloch“)
      der jetzt so unvergesslich das“ Atlantische Horn blaest?
      http://www.unzensuriert.at/content/0017901-Gruener-Ex-Aussenminister-Joschka-Fischer-versteht-NSA-Bespitzelung

      Fuer mich sieht das ganze Spiel nach einen Planendspiel aus.(Zitat Roosevelt“In der Politik geschieht nichts durch Zufall. Wenn etwas geschah, kann man sich sicher sein, dass es so geplant war.“)
      Man kratzt die „Kritische Masse“ fuer den Rockefe(h)lerischen Urknall zusammen.
      http://www.konjunktion.info/2014/08/neue-weltordnung-steht-die-nach-david-rockefeller-alles-veraendernde-grosse-krise-unmittelbar-bevor/
      Ich denke,man moechte Grichenlands unausweichlichen Konkurs bis zum Urknall verschleppen.
      Lange kann es demnach auf jeden Fall nicht mehr dauern. Ich schaetze mal naechsten Monat,wenn wir als Massen jetzt nicht unverzueglich aufwachen
      und eingreifen! Ich rufe zur laengsten Menschenkette der Welt auf!

      • flowerpower sagt:

        Heute lese ich(13Juli2015)das der Konkurs Grichenlands auf 2018 verschlept wird.Das faellt mit dem vom Goldmaenchen prognostizierte (The Economist ) neue Weltwaehrung Phonix 2018 (gebildet aus Sonderziehungsrechte)zusammen.
        http://www.alt-market.com/articles/2403-the-economic-end-game-explained
        Bis dahin wird man versuchen die „Kritische Masse“ fuer den Rockefe(h)lerischen Urknall
        zusammen zu bringen.(Vielleicht auch eine „False Flag“Angriff.)
        Komisch wird dieses ganze perfide Theater fuer 99,99% der Bevoelkerung
        nicht sein.Ehrlich gesagt erwarte ich noch nicht einmal ein atomaren Schlagabtausch,da
        China und Russland ebenfalls die Gelegenheit nutzen werden,um Schulden bei ihrer
        Bevoelkerung weg platzen zu lassen.Ich denke aber ,das die neue Welt-Geldordnung
        statt wie vom Goldmaenchen prognostiziert Monopolar doch Bipolar sein wird.
        Zumindest plant Putin in diese Richtung.
        Bis dahin wird man auch TTIP komplett installiert haben wollen,damit man
        den Dollar mit dem Euro im wesentlichen zum Phonix unter der Vormachtsstellung des IWF’s zusammenlegen kann.Denn Plan Russlands Rohstoffe sich einzuverleiben wird man
        auf den naechsten Urknall verschieben muessen.
        Die USA sind imperialistisch aber nicht bloed.

        • flowerpower sagt:

          Der leicht zu provozierende Islam koennte als „Kritische Masse“ fuer den Rockefe(h)lerischen
          Urknall ausgemacht sein,da der ganze Orient inkusive Saudi Arabiens keine Atomwaffen hat.
          Dies wuerde auch die unverstaendliche Flutung Europas mit Fluechtlingen erklaeren.
          Wenn man bedenkt, das die Hauszeitung von Goldman/Sachs (The Economist) als erste
          Zeitung das Fluechtlingsdrama im Mittelmeer anprangerte.
          Meiner Meinung nach nicht aus philantrrophischen Gruenden,sonder weil man als erste
          das Potential zum Rockefe(h)lerischen Urknalls erkannt hat.
          Wer den Rockefe(h)lerischen Urknall nicht verstanden hat ,hat nichts verstanden.

  3. Reiner sagt:

    Paul Craig Roberts hat in einem anderen Artikel dargelegt, daß Griechenland es in der Hand habe, einen Krieg mit Rußland zu verhindern.

    Seine Argumentation: Wenn Griechenland wirklich – freiwillig oder gezwungen – aus dem Euro ausscheidet (was er selbst zu Recht für die beste Option hält), dann wird die gesamte Südostflanke der NATO unsicher. Dies wird um so mehr der Fall sein, als Griechenland ja ohnehin jahrtausendealte enge kulturelle Verbindungen mit Rußland hat.

    In einer solchen Situation jedoch wird es den USA schwerfallen, in der Ukraine einen Proxy-Krieg mit Rußland vom Zaun zu brechen, was sie nach Roberts eigentlich wollen.

    Wenn man die aktuellen Nachrichten aus Brüssel bedenkt, sieht es so aus, als ob dieses Szenario tatsächlich eine Chance hätte. Ein Grexit als friedenerhaltende Maßnahme!

    Dann könnten wir ruhiger schlafen, ohne uns Sorge um die Zukunft unserer Kinder und Enkel machen zu müssen.

    • Argonautiker sagt:

      Ich befürchte, daß es ziemlich egal sein wird, ob Griechenland austritt, rausgeschmissen wird, oder drinnen bleibt, denn diese Krise ist ja keine aus sich selbst entstandene, sondern eine gemachte. Theoretisch könnte man in einen ungedeckten kreditbasierten Schuldgeldsystem die Schulden immer höher schrauben, also so, wie man es bisher auch getan hat.

      Diese Krise ist bewußt herbeigeführt, und das sind Entscheidungen von Menschen, die ganz bewußt in einen Krieg steuern, weil er für sie gewinnbringend ist, und das Gewinnbringende für sie ihr Credo, ihr heiligstes ist. Denn durch einen Krieg entsteht ja eine feindliche Übernahme, die in einer Fusion mündet, etwas für einige extrem gewinnbringend ist. Ob Griechenland nun also drin bleibt, oder raus geht, ist nur eine Detailfrage, wie die Schlacht verlaufen wird, aber nicht OB es zu einer Schlacht kommt, oder wir nicht sogar schon lange drin sind.

      Früher gab es mal einen Satz, „stell dir vor es ist Krieg, und keiner geht hin“. Heute würde ich den Satz umformulieren, „stell dir vor es ist Krieg, und keiner hat es gemerkt.“

      Der wesentlichste Punkt, ob es zu einer Schlacht kommt, ist eben der, DAß es Aggressoren gibt, welche die Parteien in eine Konfrontation gegeneinander führen. Und diese Motivation, dieser im Hintergrund wirkenden Aggressoren, stoppt man nicht, mit einem Entscheid, ob Griechenland im Euro bleibt oder nicht. Das stoppt man nur, indem man exakt diese Menschen, die diesen Händel provozieren stoppt.

      Denn wenn jemand Händel will, dann kriegt er ihn, ob sie dem nun eine von ihm derzeit benutzte Waffe wegnehmen oder nicht, ist nur zweitrangig von Wichtigkeit. Sucht er sich halt eine andere Waffe. Das heißt, man muß entweder die Aggressoren selbst ausschalten, oder in ihrem Wesen befrieden. Leider ist es so, daß man Familien, welche sich über Generationen durchs Erobern und in Besitz nehmen definiert haben, nicht mal eben so ändert und befriedet.

      Ein Grexit würde also nur dazu führen, daß das eigentliche Problem verschoben, beziehungsweise hinausgeschoben würde, Griechenland würde austreten, es wäre das Opfer, es würde geplündert und gefressen werden. Das würde die Aggressoren auch für einen Moment sättigen, sodaß sie von der übrigen Herde ablassen würden, aber dann? Man würde sich an das nächste schwächelnde Tier machen.

      Ihre These, das ein Grexit eine friedenserhaltende Maßnahme sein könnte, steht auf sehr wackeligen, beziehungsweise kurzweiligen Beinen. Ich würde sagen, sie könnten zwar vielleicht wieder ein paar Nächte gut schlafen, aber anzunehmen, das dies das Problem lösen würde, halte ich für einen fatalen Irrtum.

      Bliebe Griechenland hingegen in der EU, KÖNNTE es schon jetzt, auf einen Streich die komplette EU zu Fall bringen, und zur Beute werden lassen. Aber, ob man Griechenland nun opfert, oder sich gemeinschaftlich gegen den Aggressor stellt, ändert eben nichts am Willen und Hunger des Aggressors, der sich derzeit halt der Schuld als Waffe bedient, um seine Beute zu Fall zu bringen.

      Um dem wirklich zu entkommen, müßte sich die Welt zusammentun und gemeinsam das Raubtier als Raubtier kennzeichnen und es entmachten. Das ginge schon, denn wenn sich eine angegriffene Herde gemeinschaftlich gegen ein Rudel Raubtiere stellt, hat das Raubtier kaum eine Chance. Und wollte man das Raubtier kenntlich machen, dann bräuchte man derzeit nur der Spur des Geldes folgen was die Schuld bedienen soll, und den aggressiven Handel unter Strafe stellen, und zurück zum ausgleichenden Handel führen.

      Leider sind letztere Gedankengänge derzeit jedoch sehr weit entfernt von der Umsetzbarkeit, da das Raubtiergehabe eben nicht nur in der Hochfinanz verstärkt Einzug gehalten hat, (die können es derzeit nur am Besten), sondern das Ergebnis einer durch Tabuisierung entstandenen langen Friedenszeit ist, welche jegliche Aggression mittels einer gesellschaftlichen Ächtung, verdrängt hat, und so, über die Jahrzehnte hinweg, im Einzelwesen als ungelebte Aggression angesammelt wurde, und welche nun, überall hochkommt, und sich Bahn brechen will.

      Und das, was Craig Roberts postuliert, in dem er sagt, daß Griechenland es in der Hand habe, ob es zu einem Krieg mit Rußland kommt, oder nicht, halte ich ebenso für falsch, da Griechenland lediglich die Beute ist, aber nicht der Aggressor. Seit wann bestimmt die Beute über Angriff oder nicht Angriff. Das ist hanebüchener Unsinn. Griechenland meint lediglich ein gutes Pokerblatt zu haben, indem es sich aussuchen kann, von wem es gefressen wird, ob das wirklich ein gutes Blatt ist, wage ich mal zu bezweifeln.

      Daß es natürlich um diese Südostflanke geht, ist meines Erachtens hingegen richtig. Wenn Rußland, Griechenland gewinnt, kann es die USA vollkommen blockieren, die allzu gerne das katarische Gas und das griechische Gas, dollarbasiert in die EU handeln möchte, um damit Rußland zu schwächen. Hätte Rußland hingegen Syrien, die Türkei und Griechenland für sich gewonnen, dann wäre das eine immense Schwächung der USA, sodaß ihre Vormachtstellung, durch das derzeit angeschlagene Vertrauen in den Dollar, kippen könnte. Und kippt der Dollar, dann sind die Glasperlen mit denen die USA derzeit noch nahezu überall einkaufen kann, auf einmal eben nur noch Glasperlen.

      Schönen Gruß aus Bremen

  4. Maria sagt:

    Griechenland ist wahrscheinlich schon verkauft und hat kaum eine Chance – es sei denn das VOLK steht auf und besteht auf dem OXI.
    Dann am besten raus aus der NATO, OSZE, IWF und all diesen korrupten Vereinen.
    EUROPA hätte es in der Hand, ALLE amerikanischen Stützpunkte SOFORT schließen,
    ebenfalls alle raus aus diesen alten Vereinen und Verträgen, die nur noch den USA und dem Krieg dienen.

    Europa könnte sich auf die Verteidigung einrichten gemeinsam und ALLES was Kriegstreiberei ist ein für alle Male abschaffen. Mit Russland hätten wir dann einen starken Partner und es gäbe wirklich Frieden von Portugal bis zum Ural und Europa würde erblühen vor Schönheit und LEBENsFREUDE.

  5. Kriss sagt:

    Ein interessanter Bericht und den Nagel auf den Kopf getroffen.
    Wer sich schon seit längerem mit dem Thema Amerika und seine Ziele auseinandersetzt,
    kommt fast automatisch schlussfolgernd auf Krieg. Dies auf europäischem Boden. Sollte ein Krieg mit Vorstoss der Amerikanern auf Europäischem Boden stattfinden, wird nicht nur die Eigene Wirtschaft durch Rüstungsausgaben befeuert, sondern beim Wiederaufbau richtig Kohle verdient. Könnte mir bei einem solchen Szenario vorstellen, dass die Amerikaner schon längst in den Startlöchern stehen.

    Für mich ist enttäuschend wie weich sich Europa gibt bzw. nicht zusammen steht und Rückgrat beweist. Wenn man so überlegt und würden alle militärisch am selben Strick ziehen, alle Budgets in einen Topf werfen, Technologien verbindet, könnten wir wenn wir wollen plötzlich die SCHLAGKRÄFTIGSTE ARMEE DER WELT SEIN… bin ich von überzeugt.

    Hier kommen die Worte… WENN, KÖNNTE, WÄRE, WÜRDE oft drin vor und belasse es auch dabei.
    Ist nur reines Wunschdenken meinerseits.
    Die Amis als Weltpolizist geht mir langsam auf den Geist!
    Überall werden Vorteile verschafft, Gelder eingezogen etc.
    Zum Beispiel die Schweizerbanken… Alle Bezahlen Millionenbeträge und die grösseren Milliarden. Aber bei den eigenen Steueroasen drück man ein Auge zu.

    Na ja, bei mir hat sich eine gefühlte Machtlosigkeit breit gemacht, zum zusehen verdammt.

    Fakt ist, die Weltbevölkerung wachst stetig, somit schreitet die Ressourcenverknappung fort.
    Die Probleme werden nicht kleiner, egal was man macht.

    Dieser Vergleich habe ich kürzlich in einem Film aufgeschnappt und finde damit hat er nicht mal so unrecht.

    Die Erde ist als Wirt und die Menschheit als Virus zu betrachten.
    Vermehrt sich das Virus und tötet den Wirt, stirbt zugleich der Virus mit.
    Wird das Wachstum des Virus jedoch im Zaume gehalten, überleben beide.

    Ist brutal aber hat was…

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