Jahrhundertkrise – Jahrhundertchancen…

24. September 2016 | Kategorie: RottMeyer

Wie absurd niedrig die Bewertung der Minenaktien in Relation zur Geldmengenausweitung der Notenbanken selbst nach dem jüngsten Anstieg immer noch ist, das wird deutlich, setzt man die Geldmengenzuwächse in Relation zur Entwicklung des Barron`s Gold Mining Index (BGMI). Der Verhältniswert notiert auf dem niedrigsten Stand der vergangenen 100 Jahre. Dazu die folgende Abbildung.

goldaktien-und-geldmenge

Eine vergleichbare Situation gab es in dieser Zeit nur dreimal: Während der Depression der 1930er Jahre, unmittelbar vor der Verbraucherpreisinflation nach dem Zweiten Weltkrieg mit einem starken Anstieg der Zinssätze und der Anleiherenditen, sowie zu Beginn des historischen Edelmetall-Bullenmarktes im Jahr 2000.

Aktuell sind die Bewertungen der Minen in Relation zur Geldmengenausweitung sogar noch extremer als in früheren Krisenphasen. Das ist nur folgerichtig und ein weiteres Indiz für die Tatsache, dass sich unser weltweites Schuldgeldsystem längst im Endstadium befindet.

In der aktuellen Situation einer nie dagewesenen weltweiten Papiergeldkrise ist davon auszugehen, dass die Minenwerte ihrer historischen Rolle als alles überragende Investments in Krisenzeiten erneut gerecht werden. Besonders deutlich sollte dies werden, wenn die breiten Märkte auch einmal den Rückwärtsgang einlegen.

An dieser Stelle ist der Blick auf zwei weitere Verhältniswerte hilfreich:

Dass Gold und die Minenaktien die breiten Aktienmärkten in den kommenden Jahren weit hinter sich lassen werden, lässt ein Blick auf die folgende Abbildung erahnen. Setzt man Gold in Relation zum Dow Jones, ergibt sich der untere Teil der Grafik. Gut zu erkennen ist die untere Trendwendeformation, die sich hier seit Anfang des Jahres herausgebildet hat.

Das heißt, erstmals seit Ende 2012 schneidet Gold wieder deutlich besser ab als der Dow Jones. Der gleitende 65-Wochen-Durchschnitt (blaue Linie) hat sich bislang als tragfähige Unterstützung erwiesen.

Dreht man die Berechnungsrichtung um, und teilt den Wert des Dow Jones durch den aktuellen Goldpreis, ergibt sich das Bild im oberen Teil der Grafik. Der Trend ist hier jetzt abwärtsgerichtet, das heißt, die breiten Aktienmärkte sollten in den kommenden Monaten schlechter abschneiden als Edelmetalle und Edelmetallaktien.

gold-und-indu-messekatalog

Gold (und damit insbesondere auch die Goldminenaktien) haben eine wichtige Trendwende vollzogen und sollten in den kommenden Monaten deutlich besser abschneiden als der breite Aktienmarkt…

Dass sich insbesondere die kleinen Goldproduzenten und Explorer noch ganz am Anfang einer dynamischen Aufwärtsbewegung befinden, verdeutlicht der langfristige Verlauf des Minen-ETF mit dem US-Kürzel GLDX in der folgenden Grafik. Der starke Umsatzanstieg zu Jahresbeginn untermauert die Trendwende sehr eindrucksvoll. Rücksetzer in den Bereich des gleitenden Fünf-Monats-Durchschnitts (blaue Linie) sollten zum Ausbau bestehender Positionen bei den Explorer-Aktien genutzt werden.

gldx-messekatalog

Die Aktien der Edelmetall-Explorer stehen vor einer historischen Kursrallye… Welche Kurszuwächse langfristig agierende Investoren mit Geduld und Weitblick im Goldminensektor zu erwarten haben, das zeigt die Performance ausgewählter Minenaktien während des Goldminenbullenmarktes der 1970er Jahre. Dazu die folgende Abbildung.

goldminen-1976-wichtig

Da wir es heute mit einer internationalen Papiergeldkrise zu tun haben, die alles in den Schatten stellt, was es in der Geschichte der Finanzmärkte jemals gegeben hat, dürften die Kurszuwächse im Edelmetallsektor diesmal noch extremer ausfallen. Der alles entscheidende Faktor ist das Vertrauen der Menschen in unser ungedecktes Papiergeldsystem. Sobald sich hier deutliche Risse zeigen, beginnt bei den Edelmetallen die Phase der Extremgewinne. Passend zur Jahrhundertkrise eröffnen sich daher bei den Edelmetallen, und insbesondere bei den Aktien der Gold- und Silberproduzenten, im Herbst 2016 Jahrhundertchancen, wie man sie nur einmal im Leben präsentiert bekommt.

Machen Sie was daraus…

Andreas Hoose – Antizyklischer Börsenbrief

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Ein Kommentar auf "Jahrhundertkrise – Jahrhundertchancen…"

  1. FDominicus sagt:

    In einer neuen WWK II und sich daraus ergebenen Kriegen werden alle verlieren. Ich kann nur hoffen die Verursacher trifft es diesmal am härtesten. Wenn Sie durch Ihr Gewaltmonopol ermordet werden, ergreifen Sie auch keine Chancen mehr.

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