Ist das ein Diskussionsbeitrag oder kann das weg?

8. September 2016 | Kategorie: RottMeyer

Während bizarre Gestalten, von denen manche auch mal Bomber Harris bejubelt, auf Kosten der Steuerzahler das Netz nach vermeintlicher „Hetze“ durchsuchen dürfen, geben sich im Netz vielerorts Frechheit und Ignoranz die Hände.

Hier die Kurznachricht eines bis dato so gut wie unbekannten Grünenpolitikers zur Wahl in Mecklenburg Vorpommern.

hohes-ross

Ob diese Nachricht der (a) Auftragsbeschaffung für den Freiberufler dienen soll, (b) eine fragwürdige Auffassung von Demokratie zeigt, (c) die spürbaren Auswirkungen des rottenden Bildungssystems verdeutlicht oder (d) eine Mischung aus allem ist darf jeder selbst entscheiden. Darüber was das mit einer offenen Debatte zu tun hat, denkt der „Former MP“ hoffentlich gerade in Ruhe nach.

Vermutlich aber ist das alles nur glänzende Satire und damit ein wertvoller Beitrag zur allzeit offenen und niemals einseitigen Diskussionskultur in Deutschland.

Leider fehlen in der Kurznachricht detaillierte Hinweise und die sonst übliche politisch korrekte Einordnung ob nur weibliche oder auch nicht-weibliche Bewohner Mecklenburg-Vorpommerns gemeint sind. Da man ansonsten in mancher Partei für jede Ein-Personengruppe gerne einen Anti-Diskriminierung-Arbeitskreis gründet, kann das nur an der Restriktion der Zeichenanzahl pro Tweet liegen.

Ansonsten darf man offenbar bestimmte Bevölkerungsgruppen über einen Kamm scheren, andere nicht. Wir werden bei der Veröffentlichung der nächsten Kriminalstatistik gerne daran zurückdenken. Sie ist aber auch ganz schön kompliziert, diese political correctness. Eine einfache Grundregel wird jedoch immer klarer. Manche dürfen alle verurteilen, andere niemanden. 

Print Friendly, PDF & Email

 

Schlagworte: , , ,

Schreibe einen Kommentar