Investieren in Metallexoten – Müllenmeisters Rat

20. März 2009 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

Hans-Jörg Müllenmeister

hat in seinem Beitrag über die

Ein privater Spekulant sollte nicht in Metallexoten investieren. Warum?

1. Meinst kann man diese Metalle nicht so einfach privat lagern. Es gibt sie nicht in Barrenform, eher in Pulver, in Granulat oder in Pellets, also in industriegerechte Formen.

2. Der Private kann auf keinen Fall so einfach verkaufen. An wen denn? Auf keinen Fall der Industrie. Außerdem sind die Metallexoten meist in Plastiksäckchen verpackt und plombiert. Der Käufer würde eine erneute Analyse verlangen. Welcher Laie kann schon per Augenschein Rhenium und Ruthenium voneinander unterscheiden?

3. Es läuft darauf hinaus, dass die Anbieterfirmen der Exoten (viele Ganoven tummeln sich da!) dem Käufer anbieten, die Ware bei sich lagern. Das ist ein wesentlicher Haken. Will z.B. der Investor nach einer Zeit bei mutmaßlichem Hochpreis verkaufen, bekommt er nur den Preis geboten, den der Händler ihm zu diesem Zeitpunkt gibt. Und der liegt natürlich weit unter dem Kassapreis.

4. Ein heikles Thema ist noch die Frage nach der Sicherheit und der Versicherung der Einlagerung. Da liegt ein weiterer Haken, den ich aber wegen der Kürze nicht ausführen kann.

Mein Rat: Finger weg, höchstes in entsprechenden Minen engagieren, die jene Seltenheiten direkt oder meist indirekt als Beiprodukt produzieren. Grundsätzlich halte in zu diesem Zeitpunkt gar nichts von irgend welchen Papieren, egal welcher Art.

Ein Spekulant ohne Fachkenntnisse sollte besser in Gold investieren. Das kennt der Dümmste, selbst der Staat.

Print Friendly, PDF & Email

 

Schlagworte:

Schreibe einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben.