In Gold we Trust 2017

2. Juni 2017 | Kategorie: RottMeyer

von Ronald Peter Stöferle

In 12 Kapiteln und auf knapp 180 Seiten analysieren die Autoren Ronald-Peter Stöferle und Mark Valek verschiedenste Einflussfaktoren des Goldpreises. Der diesjährige Report enthält auch ein Exklusivinterview mit Dr. Judy Shelton, einer Wirtschaftsberaterin von Donald Trump, die sich für eine Wiedereinführung einer goldgedeckten Währung ausspricht.

Da Gold für die Autoren weniger ein Rohstoff als vielmehr ein monetäres Metall ist, hängt der Preis des gelben Edelmetalls reziprok vom Zustand des globalen Finanz- und Währungssystems ab. Und den halten die Autoren infolge der geldpolitischen Interventionen für fragil. „Zwar scheint oberflächlich im Moment an den Finanzmärkten alles in Ordnung zu sein, wir halten dies aber für eine angespannte Ruhe, die bald zu Ende gehen könnte“ so Stöferle. Die Preise in vielen Anlageklassen befinden sich auf Höchstständen und die Volatilitäten bei Aktien sind rekordverdächtig niedrig.

Die amerikanische Volkswirtschaft erlebt seit der Krise den drittlängsten Aufschwung überhaupt, die eingeleitete Normalisierung der Geldpolitik in den USA ist für viele Börsianer die Bestätigung für die Genesung der US-Ökonomie. Auch um China, dem ökonomischen Sorgenkind der letzten Jahre, ist es zuletzt ruhiger geworden. Und sogar in Europa stehen die Zeichen auf Erholung. Kurzum: Die Symptome der vergangenen Krisen scheinen gerade zu verschwinden.

Die positive Goldpreisentwicklung im Jahr 2016 wurde durch die Wahl Trumps jedoch gebremst, vor allem in Erwartung auf stärkere Wachstumszahlen und damit verbunden höhere Zinsen. Stöferle und Valek stehen dieser Sichtweise skeptisch gegenüber: Der aufkommende Populismus in vielen Industriestaaten, welcher bislang in der Wahl von Donald Trump gipfelte, ist ihrer Meinung nach Beleg für wirtschaftliche Probleme. Diese gesellschaftspolitischen Entwicklungen betrachten sie als Nebenwirkung der extremen geldpolitischen Therapie, die nach der Finanzkrise verabreicht wurde.

Dass die Stimmung an den Märkten nach wie vor gut ist, liegt am geldpolitischen Rückenwind. „Allein im 1. Quartal 2017 wurden seitens der größten Notenbanken knapp 1.000 Milliarden US-Dollar an Zentralbankgeld aus dem Nichts geschaffen und mit dem geschöpften Geld Finanztitel aufgekauft“ so Valek. Zur Veranschaulichung: Mit diesem Betrag könnte man jedem der etwa 7,5 Mrd. Erdenbürger einen Dukaten (1/10 Unze) Gold kaufen.

Aus dem Inhalt:

Hohe Erwartungen an neue Wachstumsimpulse durch Wirtschaftspolitik von Trump bremsten Goldpreisanstieg 2016 – dennoch Plus von 8,5% in 2016 und 10,2% seit Jahresbeginn 2017 (in USD)

Brexit: Allgemeine Unsicherheit wirkt wachstumshemmend; Konjunkturprogramme und noch mehr Stimuli gegen weitere Disintegration und Wachstumsabschwächung innerhalb der EU zu erwarten

Stärke der US-Ökonomie wird überschätzt – Rezessionsgefahren mittelfristig deutlich höher als aktuell diskontiert

Brexit: Allgemeine Unsicherheit wirkt wachstumshemmend; Konjunkturprogramme und noch mehr Stimuli gegen weitere Disintegration und Wachstumsabschwächung innerhalb der EU zu erwarten

Bei Umkehr der Geldpolitik wird Gold deutlich an Momentum aufnehmen

Brexit: Allgemeine Unsicherheit wirkt wachstumshemmend; Konjunkturprogramme und noch mehr Stimuli gegen weitere Disintegration und Wachstumsabschwächung innerhalb der EU zu erwarten

Exklusiv-Interview mit Donald Trumps Wirtschaftsberaterin Dr. Judy Shelton bez. grundlegender Änderungen im Weltwährungssystem

Brexit: Allgemeine Unsicherheit wirkt wachstumshemmend; Konjunkturprogramme und noch mehr Stimuli gegen weitere Disintegration und Wachstumsabschwächung innerhalb der EU zu erwarten

Minenaktien nach kreativer Zerstörung wieder attraktiv

„In Gold We Trust 2017“ (179-seitiges PDF)

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