Hundert Jahre Geldknechtschaft

28. Dezember 2013 | Kategorie: Gäste

von Ralf Flierl

Die mächtigste Institution der Welt feiert in diesem Monat ihr 100jähriges Bestehen. Angesichts eines solch herausragenden Jubiläums möchte man eigentlich den Hut ziehen. Ich tue das dennoch nicht…

…denn das Federal Reserve System steht für eine Instanz, die aus dem kurzfristigen Blickwinkel zwar einige Vorteile gebracht haben mag, aber aus der längerfristigen Perspektive für Knechtschaft steht. Denn ein „Central Banking“-System führt dazu, dass einige wenige Menschen über die Masse der Menschen herrschen können. Nein, nicht direkt durch Gesetze oder Waffengewalt, sondern mittels der Knute der Kaufkraftentwertung. Wer 1913 einen Dollar auf die hohe Kante gelegt hätte, könnte sich davon heute nur noch etwas im Wert von 5 Cent kaufen. Wenn man Geld als konservierte Arbeit und damit als Energie bezeichnen möchte, dann müsste man eine Zentralbank logischerweise auch als Energiefresser betiteln.

Nicht von ungefähr soll Mayer Amschel Rothschild, ein früherer Vertreter einer der mächtigsten Bankendynastien, welche übrigens auch eine Mitgliedsbank des Federal Reserve System ist, einst gesagt haben: „Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig, wer die Gesetze macht.“

Etwas blumiger könnte man es auch folgendermaßen ausdrücken: Mit der Etablierung eines Fiat-Money-Systems, welches eben nur durch die Existenz einer Zentralbank gewährleistet werden kann, schafft man ein riesengroßes „Hamsterrad“ , in welchem vermutlich mehr als 90% der Menschheit mitstrampeln müssen – in der Regel gegen ihren Willen.

Wie es zur Gründung der Fed kam, warum sie von einigen Seiten so vehement betrieben wurde und welches die langfristigen Folgen ihres Wirkens sind, das erläutert unsere Titelgeschichte ab S. 16. Auch wenn Sie sich schon etwas mit dieser Thematik beschäftigt haben sollten, werden Sie sicherlich noch Neues in dieser penibel recherchierten Geschichte finden. Allerdings räumt sie auch mit einigen Gerüchten auf, die nichts weiter sind als eben solche, nämlich haltlose Gerüchte.

Natürlich ist unsere Position die der Österreichischen Schule. Bezüglich dieser gibt es immer wieder Fragen, aber auch Kritik. Unserer Bitte, solches Feedback an uns heranzutragen, sind einige Leser in den letzten Wochen gefolgt. In der Geschichte ab S. 20 werden die wichtigsten Kritikpunkte aufgeführt und behandelt. Übrigens: Viele Leserzuschriften der letzten Wochen bezogen sich auf die phänomenale Entwicklung des Krypto-Geldes „Bitcoin“. Auf S. 48 finden Sie ein paar Gedanken unsererseits hierzu, in der kommenden Ausgabe 2/2014 wird es eine größere Geschichte dazu geben. Vielleicht deutet ja der Erfolg dieses virtuellen Geldes – Stichwort: „Free Banking“* – den Niedergang des „Central Banking“ an. Zu hoffen wäre es aus meiner Sicht.

Ich wünsche Ihnen einen geruhsamen Jahresausklang und einen guten Start ins neue Jahr
Ralf Flierl – Homepage vom Smart Investor

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2 Kommentare auf "Hundert Jahre Geldknechtschaft"

  1. FDominicus sagt:

    Das mit den 90 % könnte hinkommen, mindestens so viele verstehen dieses „Zwangsgeldsystem“ eher nicht. Oder wollen wohl einfach nicht das Ausmaß dieses Betruges glauben. Die Zentralbanken gehören ja schießlich zu den Guten da vom Staat getragen und mit so besonderen Rechten ausgestattet.

  2. bluestar sagt:

    @FDominikus
    Ich glaube auch, weit über 90% verstehen weder das Zwangsgeldsystem noch irgendwelche andere Zusammenhänge der Machtausübung.
    Gestern gelesen: 80% der deutschen haben Vertrauen in die GroKo. Am besten nicht darüber tiefer nachdenken oder aber an die Worte des Genies Albert Einstein: “ Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

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