Hui! Bei den Minen tut sich was…!

11. August 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer, Slideshow

von Michael, dem „Düsseldorfer“ & Frank Meyer

Die Goldminenindizes HUI und XAU haben im Gegensatz zum breiten Aktienmarkt in diesen Turbulenzen keine neuen Tiefs ausgebildet. Beide Indizes zeigen beeindruckende Stärke. Die entscheidenden Unterstützungen konnten gehalten werden. Und jetzt?

Für etliche Tage stand die berechtigte Frage im Raum, ob der HUI bei 510 Punkten und der XAU bei 190 Zählern halten werden, und ob es analog zum Einbruch im Jahr 2008 wie damals bei den Aktien auch diesmal zu extremen Einbrüchen kommen könnte. Beide Indizes haben kein neues Tief erreicht – im Gegenteil. Zum Vergrößern Bild anklicken. (Quelle: Yahoo.com)


Man kann zunehmend den Eindruck gewinnen, dass sich gewisse Marktteilnehmer in etwas werthaltigen und profitablen Assetklassen engagieren, die einer weiteren Inflationierung Rechnung tragen. Speziell gegenüber dem Bankenindex aber auch gegenüber dem Gesamtmarkt (S&P 500) schwimmen HUI und XAU in diesen Tagen sehr klar gegen den Strom.

HUI im Vergleich zum S+P500 auf Wochenbasis

Goldminen laufen besser als die Aktien im S&P 500. Das Ratio im Chart bricht nach oben weg. Das wird hirntoten Tradingmaschinen und auch den Fondsmanagern nicht entgehen. Viele von den ganz großen Adressen spielen diese Ratios. Sie kaufen etwas, was besser läuft und verlaufen etwas, was schlechter läuft und gehen dort short. Fertig ist der Handel auf einen Spread. Die handeln auf eine sich öffnende Schere.

Und sicherlich ist den Großen auch nicht entgangen, wie hilflos sich Ben Bernanke mit seinem verbogenen Luftgewehr verteidigen will, während auf der anderen Pressekonferenz der US-Präsident tatsächlich meint, die USA werden immer ein AAA-Rating besitzen, auch wenn dieses gerade abgestuft worden ist. Im Himmel ist Jahrmarkt! Basta! Punkt!… (Seite 2)

 

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13 Kommentare auf "Hui! Bei den Minen tut sich was…!"

  1. Berliner sagt:

    Hallo Düsseldorfer,

    danke für die Einschätzung.

    Nur – was heißt das jetzt? Minen long (bevor die Herde auch einsteigt)?

    Schöne Grüße
    Matthias

    • Frank Meyer sagt:

      Ich will mal kurz darauf antworten: Mich erinnert die Frage an 2000. Was soll ich jetzt tun? Keine Ahnung. Wie wäre es mit eigenen Gedanken? Wir sind keine Anlageberater sondern Marktbeobachter.

      Hey, es ist 13:30 Uhr 🙂 Ich werde erst mal ein Marmeladenbrot essen.

      • gilga sagt:

        Nu aber schnell zurück aus der Mittagspause… sonst verpasst Du die heutige Abwärtsbewegung in Frankfurt. 😉

        PS: Wenn das so weitergeht ist von der SocGen und der UniCredit in ein paar Tagen nix mehr übrig. Beängstigend.

  2. Bummbumm sagt:

    Juhuu, ich habs auch gemerkt. Nach etlichen Metallwochen vom Düsseldorfer bin auf sowas sensibilisiert
    🙂

  3. Avantgarde sagt:

    „Viele Leser werden wahrscheinlich staunen, dass in einer solchen Situation ausgerechnet die US-Staatsanleihen einen neuen Höhenflug beginnen“

    NÖ – da staune ich keineswegs. Ehrlich gesagt hätte es mich auch gewundert wenn es anders gekommen wäre.

    Denn was sollte auch anderes passieren?
    Um irgendwo raus zu kommen braucht man halt Liquidität – und die ist nicht überall gegeben.

    Und so sehe ich auch das mit dem Dollar – momentan zumindest hab ich keinerlei bedenken, daß der Dollar kollabieren könnte.
    Ich halte es mit Greenspan den man schon vor Jahren mal gefragt hatte ob er nicht Angst hätte, daß die Chinesen den Dollar abverkaufen.
    Nein hatte er sinngemäß geantwortet – wer sollte sie ihnen abnehmen?.

    Mag jetzt alles sehr technisch klingen – aber an dieser Realität kommen wir nicht vorbei.

    • Frank Meyer sagt:

      Apropo Realitäten. Da fällt mir doch gerade eine Kleinigkeit ein. Kurz gegoogelt…,Ah ja, da war doch was:

      „Als andere Länder ihre Wechselkurse an die britische Währung koppelten, wurde das Pfund zur Leitwährung. Die Anpassung erfolgte insbesondere aufgrund der zunehmenden britischen Dominanz in den internationalen Finanz-, Wirtschafts- und Handelsbeziehungen. Zwei Drittel des Welthandels wurden im 19. Jahrhundert in der britischen Währung abgewickelt und der größte Teil der Währungsreserven in Pfund Sterling gehalten.“ (Quelle: http://wapedia.mobi/de/Goldpreis?t=1.4.)

      Wie ging diese Geschichte nur weiter…und wie hieß dieser Greenspan damals bloß noch?

      • samy sagt:

        Hi,
        Realität und deren Wahrnehmung, Anleihen als sicherer Hafen (engl. Gilts) und Währungskrieg, dazu fällt mir die Rede des britischen Finanzministers Osborne ein:
        “ … However, while our stock market has fallen like others, there has been one striking difference from many of our European neighbours. The market for our government bonds has benefitted from the global flight to safety: UK gilt yields have come down to around 2.5% – the lowest interest rates in over 100 years; And earlier this week the UK’s Credit Default Swap spread, or the price of insuring against a sovereign default, was lower than Germany’s. This is a huge vote of confidence in the credibility of British Government debt and a major source of stability for the British economy at a time of exceptional instability. …“
        Quelle: http://www.hm-treasury.gov.uk/statement_chx_110811.htm
        Wissen die Randalierer in London das nicht, hat denen niemand was gesagt? Pfffffft 😉
        VG

      • Avantgarde sagt:

        Ich darf raten – ja?
        In Verbindung mir der Hyperinflation, die einige erwarten würde ich sagen der gesuchte Name ist Rudolf Havenstein.
        Nun – die Geschichte endete bekanntlich böse mit dem 2. Weltkrieg.

        Wie das letztlich endet wissen wir alle nicht.
        Aber rein technisch gesehen ist es eben wirklich nicht einfach das Kreditgeldsystem zu hyperinflationieren – ich muß dabei bleiben.

        Das Geldsystem damals war schon noch etwas anders als heute.
        Damals war das physische Papiergeld üblich – das sprichwörtliche Papiergeld im Sparstrumpf gehortet – heute ist das Kreditgeld gebunden in Anlagen.

        Will ich aus Staatsanleihen raus brauche ich z.B. die vorhandene Liquidität von Frank Meyer – die er gerade übrig hat.
        🙂

        Ich will ein anderes Szenario nicht gänzlich abstreiten – aber ich halte es für eher unwahrscheinlich.
        Was uns allen aber trotzdem nix nutzt.
        In einer Deflation bis zum Game Over bräche bei uns auch alles zusammen.

  4. alemax sagt:

    Also jetzt bitte doch mal Butter bei die Fische…

    Auf den HUI (NYSE Arca Gold Bugs Index) habe ich nur einen ETF gefunden (A0MMBG von RBS, SWAP-basierend).

    Kennt jemand vielleicht was besseres (replizierend und mit Zusicherung, dass mögliche Dividenden auch weiter gegeben werden usw.)

    Danke vorab.

    • Der Wuppertaler sagt:

      Die Royal Bank of Scotland gibt z. B. Knock Out Zertifikate heraus:

      NYSE Arca Gold Bugs MINI Long AA2NWH

      Nur sollte man sich eben damit gut auskennen!

      Gruß der Wuppertaler 😉

  5. Takuto sagt:

    Kleine Anekdote: Gestern habe ich einen Freund getroffen und das Gespräch kam auf Geldanlage. Auf meine Bemerkung, jetzt wäre es höchste Zeit, die Euronen in Gold und Silber anzulegen, sagte er „Kaufen? Ich überlege mir bei dem Preis zu verkaufen!“ Ein Laie in Gelddingen, aber er hat halt vom steigenden Preis gelesen. War für mich eine interessante Erfahrung.

  6. Der Danziger sagt:

    Ich habe da so ein Depot bei einer D*B-Ban*
    Gibt es generell Risiken bei Insolvenz einer Broker-Bank für mich – sind meine Aktien nicht teil des Sondervermögens ? Sollte ich mir die Ausliefern lassen wenn es heiß wird?!
    Kann mir jemand ein link zu werfen damit ich mir was anlesen kann falls nicht genug Kraft in den Fingern vorherrscht?

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