Hoffnungslose Hoffnungsrallye

26. Oktober 2015 | Kategorie: RottMeyer

von Ronald Gehrt

Es gab mal eine Zeit, in der der fromme Spruch „Herr, wirf Hirn vom Himmel“ noch Chancen auf Erfolg hatte. In unserer heutigen Gesellschaft ist die Erfolgschance zumindest fragwürdig, an der Börse indes völlig zwecklos. Wer nachdenkt, verliert. Zumindest, wenn man nicht sehr langfristig agiert. Und letzteres wird schwieriger angesichts der immer weiter steigenden Volatilität. Da bräuchte man, wollte man z.B. darauf setzen, dass der momentane Versuch, eine Trendwende der Aktienmärkte zu verhindern, in die Hose geht, einen langen Atem und viel finanziellen Puffer.

Besser wäre: Warten, bis es soweit ist und dann ruckzuck handeln. Das Dumme ist nur, dass das mit der Ursache dafür kollidiert, warum man mit Hirn an der Börse momentan nicht weit kommt bzw. Nachdenken sogar hinderlich ist. Diese Ursache liegt darin begründet, dass der Anteil derjenigen Trades, die ohne jede mentale Unterstützung vollzogen werden, mittlerweile bei geschätzten 75 Prozent liegt. Denn auf der einen Seite haben wir die computergesteuerten Handelsprogramme, erschaffen, um langsame Menschen-Hirne und wankelmütige Emotionen loszuwerden. Auf der anderen Seite werden immer mehr Akteure zu Tradern … Daytradern … ultrakurzfristigen Daytradern, um mit den Aktionen der Computer einigermaßen mithalten zu können. Was wiederum heißt: Diese Klientel muss das Hirn an der Garderobe abgeben, sonst hat man gegen die Handelsprogramme keine Chance.

Das ist die eine Gruppe, die nicht das Gros des Kapitals ausmacht, über die bevorzugten hebelstarken Derivate aber genauso viel Einfluss auf die Tendenz und kurzfristigen Schwankungen nehmen kann wie die andere entscheidende Gruppe: die institutionellen Investoren.

Sogenannte Institutionelle, d.h. Fonds, Versicherungen, Hedgefonds, die gewaltige Summen verwalten und in erster Linie Sklaven der Anleger, des stetigen Konkurrenzkampfs und der eigenen Barreserven sind. Die Summen, die dort bewegt werden, sind immens. Aber die Flexibilität ist gering. Und man kann dementsprechend nicht einfach auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren, wie man es gerne wollte. Weder kann man in kritischen Situationen nach Belieben massiv kaufen und die Märkte so herumreißen, weil die Barbestände in der Regel für solche Aktionen zu niedrig sind. Noch kann man die Portfolios so reduzieren, wie man es vielleicht gerne würde, weil diese Bestände so riesig sind, dass größere Abgaben den Markt insgesamt weiter drücken würden. Sprich. Wollte man zehn Prozent verkaufen wollen, würde das die Kurse so drücken, dass die im Portfolio verbleibenden 90 Prozent so stark ins Minus rutschen, dass sich das Ganze zum Bumerang entwickelt.

Das war‘s auch schon … oder nicht? Ach nein, da gibt es noch jemanden, die dritte Gruppe: Die Privatanleger, also wir, die aktiv und selbständig inmitten dieser Dickschiffe operieren und immer zusehen müssen, dass wir nicht zwischen diesen Riesen zerquetscht werden. Und wir sind damit auch die letzten, die mit Hirn agieren und darüber eben nicht selten stolpern. Beispiel hier und heute:

Diese Hoffnungsrallye ohne Hoffnung auf nachhaltigen Erfolg, entstanden aus der EZB-Entscheidung, sich nicht zu entscheiden, aber Entscheidungen anzukündigen, die fallen, wenn der entscheidende Moment gekommen sein sollte. Was dann im Dezember wäre. Oder auch nicht. Denn dann, so Draghi am Donnerstag, werde man, sofern sich die Gesamtsituation bis dahin verschlechtert haben sollte, die Stimuli (das Fluten der Anleihemärkte, bislang erfolglos übrigens) überprüfen. Was im Nachhinein mit „erhöhen“ übersetzt wurde. Was er aber nicht gesagt hat. Aber sei es drum.

Die Reaktion war, als hätte man das Anleihekaufvolumen auf 100 Milliarden hochgefahren und den Einlagesatz („wir haben darüber diskutiert“) noch tiefer in den negativen Bereich gedrückt. Die Reaktion war zudem, als hätte die US-Notenbank (die erst am Mittwoch entscheiden wird) der dortigen Zinswende bereits eine klare Absage erteilt. Und die Reaktion war, als würde das dazu führen, dass der Abstieg des Wachstums weltweit aufgehalten und wieder in neue Dynamik verwandelt wird. Ha!

Wer für fünf Pfennig Ahnung von Volkswirtschaft hat, sein Gehirn ab und an auch einsetzt und sich diese Rallye von DAX, Dow Jones & Co. ansieht, neigt dazu, die Börse als völlig bescheuert zu deklarieren. Wer zugleich erfahrener Investor ist und die vorgenannte Veränderung der Gemengelage berücksichtigt, weiß indes: Das ist zwar in der Tat eine völlig bekloppte Reaktion inklusive der möglichen üblen Konsequenzen. Aber die Börse ist eben heute kein Platz mehr, an dem sich die Ergüsse cleverer Visionäre und Strategen direkt im Kurs niederschlagen. Was wir hier seit Donnerstag sehen … oder besser noch, seit Ende September, als das August-Tief verteidigt wurde, ist die Kombination aus der kurzfristigen Zockerei der Computer und den Zwängen und Notwendigkeiten der institutionellen Investoren.

Anders ausgedrückt: Mit Masse hat diese Rallye mit den tatsächlichen Rahmenbedingungen wenig zu tun. Denn was, fragt sich der staunende Privatanleger zu Recht, hat sich bitte sehr seit Ende September, als der DAX noch 1.500 Punkte tiefer stand, da verbessert? Nichts. Im Gegenteil. Es wurde deutlich, dass all die Klimmzüge der Notenbanken schlicht nicht mehr funktionierten. Dass die Belebung, die durch die im März vollzogene Ausweitung der Anleihekäufe auf Staatsanleihen durch die EZB nicht mehr war als ein kurzer Placebo-Effekt. Dass die Konjunktur in China trotz der komplett gezogenen Register der dortigen Behörden weiter abrutscht. Dass die US-Notenbank mit ihrem Gerede von solidem Wachstum niemanden beeindruckt.

Was bei rational denkenden Menschen die Erkenntnis reifen lässt, dass die Intensivierung von etwas, das nicht funktioniert, nicht den Effekt haben wird, dass es auf einmal doch funktioniert. Ein Beispiel wäre: Sie versuchen zu fliegen, indem sie sich 5.000 Gänsefedern an die Arme kleben und fallen auf die Schn..ase. Wer glaubt, dass es mit 8.000 Federn aber ganz bestimmt klappt, hat für normal denkende Menschen was an der Birne. Würde diese Rallye tatsächlich daraus resultieren, dass die Mehrheit der Investoren bzw. des aktiv agierenden Kapitals (das muss ja nicht die Mehrheit der Personen sein) glaubt, dass neue Notenbank-Maßnahmen heilen, was sie rein von der Logik her ohnehin nicht heilen können (siehe ca. 15 der letzten 20 Kolumnen) käme man zum Schluss, dass da lauter Idioten am Werk sind. Aber wie gesagt:



Heutzutage spielen die Rahmenbedingungen eine weniger große Rolle im täglichen Geschehen, weil immer mehr Aktionen ohne jedes Denken vollzogen werden. Wenn, denkt man über die eigene taktische Aufstellung nach, über mögliche Mittelzuflüsse oder –abflüsse, über die zu verteidigende Performance und wie man all das am geschicktesten durchsetzt. Konjunkturdaten oder Notenbankentscheidungen sind nur der Auslöser für noch wildere Zockerei und damit oft für neue, starke Impulse. Aber glauben Sie nicht, dass man da z.B. vorher in Ruhe den Ausführungen von Meister Draghi lauschen würde oder das Statement der US-Notenbank erst einmal durchliest.

Ist die Börse damit nun doch zu dem Irrenhaus geworden, für das außenstehende sie ohnehin seit jeher halten? Jein. Denn das Dumme an dieser Entwicklung ist, dass es da noch eine „undichte Stelle“ gibt: Diejenigen Anleger, die ihr Geld in Hedgefonds, Fonds, Pensionskassen etc. gesteckt haben. Denn die könnten dieses Geld eben auch abziehen! Was diejenigen, die von diesem Geld abhängig sind, auch wissen. Und da schließt sich der Kreis zum Teil:

Ein Grund für diese Rallye, die z.B. den S&P 500 mit einem Mal auf ein Niveau gehoben hat, das nur noch drei Prozent (!) unter seinem Verlaufsrekord vom Mai liegt, dürfte genau darin liegen: Man will mit aller Macht verhindern, dass diese „passiven“ Anleger ihr Geld abziehen und die großen Adressen dadurch zwingen, aufgrund der zu knappen Barbestände weiter verkaufen zu müssen. Was übrigens sehr an den Herbst 2007 erinnert. Auch damals war bereits im Sommer klar, dass die Lage richtig ernst wird. Trotzdem war es gelungen, die Aktienindizes wieder an die vorherigen Hochs zu ziehen, die Anleger so in Sicherheit zu wiegen – und erst dann knallte es richtig.

Damals war es indes gelungen, die Privatanleger, die damals noch eine größere Bedeutung hatten, wirklich in den Markt zu locken. Die „Großen“ konnten Bestände zu Höchstkursen reduzieren, weil Nachfrage da war … was man an den damals deutlich vor der Wende Anfang 2008 gestiegenen Barbeständen sah. Diesmal ist aber kaum noch jemand da, dem man Aktien zum Höchstkurs andrehen könnte. Und damit wird dieses Spielchen, das so verrückt wirkt und doch strategisch für die institutionellen Investoren ebenso wie für die Hedgefonds nachvollziehbar ist, gefährlicher als damals. Denn:

Wenn die Barbestände nun nicht durch begeistert ihr Geld vor die Tür karrende passive Anleger aufgefüllt werden … wenn man „oben“ keine Gutgläubigen findet, denen man die Bestände andrehen kann, weil nicht genug Akteure glauben, dass nun wieder alles bestens ist, nur, weil der DAX steigt … dann brennt in allernächster Zeit der Baum.

Und das wiederum weiß auch die EZB. Dieser Trick, der immerhin vor genau einem Jahr funktionierte, nämlich so zu taktieren, dass man eine von den Anlegern erhoffte Maßnahme nur vage andeutet … sie dann im Dezember womöglich klarer avisiert oder beschließt … und sie dann noch einmal sechs Wochen später erst umsetzt, soll Zeit gewinnen und den Investoren den Mund wässrig machen. Aber!

Damit haben wir hier die großen Spieler und die institutionellen Investoren, die nun ihren letzten Joker ausspielen und mit der Brechstange „Performance machen“, auf Kosten der Barbestände. Sprich: Die Anleger müssen mitziehen und weiter/mehr investieren.

Damit haben wir die EZB, die darauf setzt, dass die Anleger sich von diesem Spielchen einwickeln lassen, eine angeblich alles heilende Maßnahme wie einen Kaugummi in die Länge zu ziehen. Und sie ist zudem darauf angewiesen, das die US-Notenbank jetzt mitzieht und die Zinswende abbläst. Sonst sackt nämlich der US-Markt durch und zieht die anderen Märkte mit.

Fazit: Selbst wenn die Anleger bereits vergessen hätten, was ihnen damals, Ende 2007, der zu leichtfertige Glaube an die nicht existierende Beweiskraft steigender Kurse eingebrockt hat und selbst wenn sie zugleich ernsthaft glauben, dass die EZB wirklich imstande wäre, den Abstieg des Wachstums zu drehen, obwohl alle bisherigen Maßnahmen nicht funktioniert haben: Die US-Notenbank könnte immer noch alles verbocken, indem sie nun nicht das Thema Zinserhöhung unter den Teppich kehrt.

Wenn all diese Tricks und Klimmzüge klappen sollten, kann tatsächlich bis Anfang 2016 ein erneuter Abwärtsimpuls ausbleiben. Vorausgesetzt, die Konjunktur und damit Unternehmen und Konsumenten lassen sich auch noch blenden und es entsteht wie vor einem Jahr ein kurzer Placebo-Effekt. Aber dazu bedarf es eben einer grandiosen Blauäugigkeit bei genau dem „schwachen Punkt“ in diesem Spiel, den Anlegern … also bei denen, die noch nachdenken, bevor sie handeln.

Ob diese Rallye aus dem Nichts, basierend ebenfalls auf Nichts, also hält und wie lange sie halten wird, hängt davon ab, wes Geistes Kind die Masse der aktiven und passiven Privatanleger sind. Da darf man gespannt sein. Nur, selbst wenn sie schon wieder auf diesen Mummenschanz hereinfallen: Dann würde es, da all dieses Bohei den Weg Richtung Rezession ja nicht aufhalten kann, eben im Frühjahr umso brutaler abwärts gehen. Für mich stellt sich nur die Frage: Beginn der Baisse jetzt oder erst in ein paar Monaten.

Einfach mal darauf zu setzen, dass es eh irgendwann abwärts geht, wäre jedoch blanker Irrsinn. Denn gerade diese Rallye zeigt ja: Hier ist nichts unmöglich. Ein DAX zum Jahresende unter 9.000 ist genauso nicht auszuschließen wie ein DAX über 12.000.

Ja, ein wenig irre ist die Börse so gesehen schon. Aber man kann verstehen, was vor sich geht, wenn man nachdenkt. Was bedeutet: Ein Glücksspiel, wie manche Unbedarfte meinen, ist die Börse beileibe nicht! Ein seltsames Spiel indes schon, keine Frage.

Mit besten Grüßen
Ronald Gehrt (www.baden-boerse.de)

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5 Kommentare auf "Hoffnungslose Hoffnungsrallye"

  1. marco066 sagt:

    Hallo Herr Gehrt,

    imo ist Börse schlimmer als Glückspiel.
    Überprüfen Sie Ihren Bias, eine Dauerhausse ist nicht unmöglich,
    schließlich kontrollieren die Notenbanken den Wert
    der Basiseinheiten, hier der Euros.
    Natürlich gibts keine Garantie, weder in die eine noch in die
    andere Richtung, noch für Seitwärtsbewegungen.
    Als Privatanleger kann man nicht mithalten beim Börsenspiel,
    bei dem sogar die Hedgefonds Schwierigkeiten haben,
    outzuperformen.

    Viele Grüsse.

    • cubus53 sagt:

      Um die Frage nach dem Glücksspiel „Börse“ zu beantworten, muss man zwei Dinge unterscheiden. Die Markt-Teilnehmer, die wirklich Aktien besitzen und diejenigen, die mit Optionen versuchen Geld zu machen.

      Die ersten sind für die Banken uninteressant. Denn die Bank verdient nichts daran, wenn Aktien zehn Jahre im Depot liegen. Also hat die Finanzbranche Hebelprodukte (Wetten) erfunden, mit denen das Groh der Anleger abgezockt werden kann. Bei den Börsenwetten können die Wetten-Macher den Markt in eine bestimmte Richtung manipulieren. Diese Manipulation wird immer gegen Meinung der Masse laufen. Wenn alle auf Pferd A setzen, wird lässt man Pferd A verlieren – und kassiert den Wetteinsatz.

      Man sollte also Aktien besitzen. Und zwar solcher Firmen, die für das Leben unabdingbare Produkte verkaufen. Lebensmittel, Pflegemittel, Gesundheit, Energie.

  2. waltomax sagt:

    „Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten!“

    Na, versuchen Sie es doch mal und brüllen Sie laut in Ihren Geldbeutel: „Geld arbeite!“

    Oder:

    „Lassen Sie Ihr Geld sich für Sie vermehren!“ Sex im Geldschrank?

    Leute verdienen Geld. Geld verdient kein Geld. Menschen erwirtschaften Renditen.

    Und ohne kreative Menschen vermag Vermögen: Nichts.

    Simple Wahrheiten, die einige besonders Abgehobene aus den Augen verloren haben.

    • Argonautiker sagt:

      Da stimme ich Ihnen vollumfänglich zu.

      Letztendlich ist Kapitalismus ein Totenkult, weil es die Materie, und damit den unbelebten Teil der Welt verherrlicht.

      Vermutlich kommt deshalb, wenn das Kapital am mächtigsten geworden ist, auch das große Sterben, weil der Gott des Kapitals eben dann nach besonders vielen Opfern schreit.

      Kommunismus ist dann was? Eigentlich auch nichts anderes, denn auch er orientierte sich am Kapital, nur daß dieser halt nicht glaubt, daß Kapital privatisiert, sondern kommunisiert gehört.

      Alles ein Totenkult, der gerade viel Opfer fordert. Und deren Hohepriester, opfern. Sie opfern was das Zeug hält.

      Ich denke, es wird nicht mehr allzu lange dauern, bis man diesen Hype um das Kapital im Rückblick, genau so sehen wird. Ein Totenkult finsterster Art, dessen Betreiber sich durch das Opfern von Leben erhielten.

      Vermehren tut sich NUR das Leben, und dafür muß es was tun. Materie vermehrt sich nicht. Sie hat jedoch die Eigenschaft sich gegenseitig anzuziehen. Meine Mutter sagte dazu immer, „ja, ja, der Teufel scheißt immer auf den gleichen Haufen“. Das ist schon eine Gesetzmäßigkeit, denn sie vollzieht sich auch ohne dazutun.

      Deshalb liegen unterm Bett nach einer Weile auch die Wollmäuse, weil auch Staub sich gegenseitig anzieht. Aber Materie vermehrt sich nicht, sie ist nur dann wo anders. Beziehungsweise ist Materie wohl nichts anderes, als „gestorbenes“ Licht, die durch das Leben wieder zum Licht zurückgeführt wird, bis sie wieder aus dem Licht heraus stirbt und das Leben es wieder zum Licht bringt,…

      Mir wäre es also vollkommen egal, wenn irgend jemandem viel Materie hat, soll er sich doch damit belasten, das Problem ist, daß diese Jemande, die derzeit um den Besitz der Welt streiten, auf diese Weise gedenken über das Leben verfügen zu wollen, sodaß ihnen nur noch dann Zugang zur Materie gegeben wird, wenn sie das tun, was man von ihnen verlangt.

      Und das ist wirklich ein Problem, weil das Leben ein Prinzip des aus sich selbst Seienden ist, und kann es nicht mehr aus sich selbst Sein, sondern muß nach externen Plänen gehorchen, auf Dauer einfach stirbt. Was derzeit also über das Kapital betrieben wird, ist die Aufhebung des Prinzip des Lebens, und das führt in den Tod, auch für die derzeitigen Hohepriester dieses Kultes.

      Schöne Grüße aus Bremen

  3. Incamas SrL sagt:

    Credit Suisse meldet mehr Armut in den USA als in China
    Wenn man das Vermögen und die Schulden der Privathaushalte berücksichtigt, leben in den USA mehr arme Menschen als in China. Etwa 25 Prozent der US-Privathaushalte sind faktisch insolvent. Die Verschuldung der US-Amerikaner beläuft sich auf 60 Billionen Dollar. Zudem stellte die Bank fest, dass der prozentuale Anteil der armen Bevölkerung in Europa und in den USA gemessen an der Weltbevölkerung größer ist als in China. So befinden sich zehn Prozent der Ärmsten in Europa und 20 Prozent der Ärmsten in den USA. Allerdings wird hier nicht das Einkommen als Maßstab für Armut genommen. Es geht um den Wohlstand, der sich aus der Berücksichtigung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wie Zahlungsmittel und Schulden zusammensetzt. Etwa 25 Prozent der US-Amerikaner haben mehr Schulden als Vermögen, schätzt Credit Suisse. Wenn also eine Person schuldenfrei ist und zehn Dollar in der Tasche hat, ist sie immer noch reicher als 25 Prozent der US-Amerikaner. Die US-amerikanischen Privathaushalte sind mit 60 Billionen Dollar verschuldet. Die US-Regierung hingegen hat 18 Billionen Dollar an Schulden. Die ungedeckten Verbindlichkeiten der Regierung belaufen sich auf 42 Billionen Dollar.

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