Historischer Rückblick auf „Regierungen“

15. Dezember 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

von Bill Bonner

Bei Stammesgruppen oder auch Familiengruppen zu Zeiten der Vor- und Frühgeschichte war es wahrscheinlich von Vorteil, einen Anführer zu haben. So waren z.B. Jagden oft Gruppenunternehmungen…

Es mussten auch andere Entscheidungen für die Gruppe getroffen werden…wie Nahrung gelagert oder verteilt wird, zum Beispiel. Das würde das Überleben der gesamten Gruppe betreffen. Und wenn ein Angriff einer anderen Gruppe erfolgte, dann würde ein starker, fähiger Anführer den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.

Ich denke, dass die Menschen in ihre jeweiligen Rollen als Führer oder „Indianer“ treten, weil sie dazu von der Evolution programmiert worden sind.

Diejenigen, die das nicht können oder wollen…sind vielleicht vor einigen Jahrtausenden ausgestorben. Wir müssen nicht in die letzte Eiszeit zurückschauen, um zu sehen, was in kleinen politischen Einheiten geschieht. Das kann man heute sehen. Überall gibt es gesellschaftliche Einheiten.

Jede Kirche hat einen Rat, der sich um die Verwaltung kümmert. Jede Gemeinde hat ihre Form von Regierung. Jedes Unternehmen…jede Gruppe…jeder Klub…jeder Platz, wo Menschen zusammenkommen, scheint politische/soziale Ordnungen zu entwickeln.

Es entwickeln sich Regeln. Es entwickeln sich Anführer. Informelle Gruppen beachten die Ansichten starker Personen. Andere wollen kontrollieren. Es gibt dann noch Familienbande und Dinner Partys.

Aber das ist die Art und Weise, wie es eben ist. Einige Leute wollen dominieren. Andere mögen es, dominiert zu werden. Das Problem ist: Normalerweise gibt es mehr als eine Person oder Gruppe, die dominieren wollen. Und das führt zu Konflikten.

Verrat. Mord. Rivalitäten. Und Wahlen. Aber ich will der Zeit nicht vorausgreifen. Ich will über die Geschichte von Regierungen schreiben, und versuchen einzuschätzen, wie die waren. Im kleinen Maßstab waren „Regierungen“ jeder Art extrem variabel in der Form…und extrem begrenzt in ihrer Zuständigkeit.

Wie viel Regierung kann man haben, in einer kleinen Gruppe? Nicht viel. Man kann die Leute herum kommandieren, aber sie werden nicht zu viel herumkommandieren akzeptieren. Und da gibt es immer jemanden, der in Rivalität steht – und den die Leute stattdessen unterstützen könnten.

Auf Stammesebene stelle ich mir vor, dass der stärkste und mutigste Kämpfer es zum Anführer schaffte, und damit in die „Regierung“. Aber ihm konnte im Schlaf ein Messer in den Rücken gestoßen werden…oder er konnte mit einem Bogen erschossen werden, als Jagdunfall deklariert. Selbst in den besten Umständen würde seine Regierungszeit wohl nur so lange andauern, wie seine körperliche Stärke… (—>Seite 2)

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