Herr Voßkuhle, bitte lesen Sie das…

18. Juli 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

(von Andreas Hoose) Am 12. September wird das Bundesverfassungsgericht über die Klagen gegen den „Europäischen Stabilitätsmechanimus“ (ESM) entscheiden. Nach Ansicht vieler Kritiker geht es dabei um nicht weniger als um den Fortbestand der Demokratien in Europa. Doch die Tragweite dieses Gesetzes scheint bei vielen Kommentatoren immer noch nicht angekommen zu sein…

Da werden in epischer Breite die Vor- und Nachteile des ESM-Vertrages abgewogen. Damit zeigen die Autoren lediglich, dass sie noch überhaupt nichts verstanden haben…

Wie zu erwarten war, poltern die Regierungsparteien jetzt gegen den obersten Verfassungsrichter Andreas Voßkuhle und beschweren sich, dass sich Karlsruhe für die Prüfung der Klagen fast zwei Monate Zeit lassen will:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article108310527/Unionspolitiker-kritisieren-spaetes-Urteil-zum-ESM.html

Auch das zeigt, wie wichtig es ist, die Menschen aufzuklären. Denn die offensichtliche Panik der Politiker hat ihre Gründe.

Nun gibt es mittlerweile sicherlich mehrere Dutzend Buchtitel, die sich  mit den Ursachen und den Folgen der Finanzkrise beschäftigen. Doch im Grunde ist diese Legion an bedrucktem Papier vollkommen überflüssig. Denn was nützt es den Menschen, wenn sie eine Beschreibung der aktuellen Zustände lesen, dazu vielleicht den einen oder anderen Hinweis darauf, was man jetzt tun könnte – ohne dabei die Hintergründe zu beleuchten und der Frage nachzugehen, warum das alles so gekommen ist?  

„Die Kreatur von Jekyll Island“ von G. Edward Griffin ist anders. Wer dieses Buch gelesen hat, dem wird es wie Schuppen von den Augen fallen; dem wird nicht nur ein Licht aufgehen, sondern eine ganze Lichterkette:

Mit einem Mal wird er verstehen, warum Europa den ESM bekommen soll. Warum sich dieser Begriff nach Ruhe und Frieden anhört, in Wahrheit aber etwas ganz anderes im Sinn hat. Und er wird auch verstehen, warum sich unsere Politiker im Vorfeld der Verabschiedung dieses Gesetzes wie ferngesteuerte Marionetten benommen haben oder warum sie jetzt zu höchster Eile drängen.

Doch das ist noch längst nicht alles: Wer dieses Buch gelesen hat, der wird auch verstehen, warum es in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder schwere Wirtschaftskrisen gegeben hat, warum die Menschen das unermessliche Leid zweier Weltkriege ertragen mussten – und wer hiervon maßgeblich profitiert hat.

Und er wird ahnen, dass die gleichen Finanzverbrecher, die vor ziemlich genau 100 Jahren die US-amerikanische Verfassung mit einem perfiden Trick ausgehebelt und die Bürger in den USA unter das Joch der Schuldensklaverei gebracht haben, jetzt in Europa mit der geplanten Installierung des ESM nach ganz ähnlichen Mustern vorgehen.

Die Geschichte von der Entstehung der US-Notenbank und wie diese heute die Geschicke der gesamten Welt bestimmt, ist so unglaublich, dass man sie für frei erfunden halten könnte. Doch G. Edward Griffin hält sich an die Fakten. Deshalb gibt es wohl nur wenige Bücher, die mehr zum Verständnis der gegenwärtigen Lage beitragen können als „Die Kreatur von Jekyll Island“.

Um noch einen Punkt klar zu stellen: Ich bekomme keinen Cent dafür, dass ich hier Werbung für einen Buchtitel aus dem Kopp-Verlag mache. Es geht mir darum, den Menschen die Augen zu öffnen, damit sie erkennen mögen, was um uns herum wirklich geschieht.

In den vergangenen Jahren habe ich nichts Vergleichbares gefunden. Dieses Buch übertrifft alles, wenn es darum geht, die Hintergründe zu erklären und verständlich zu machen, warum das alles so gekommen ist. Und nur wenn wir die Hintergründe der aktuellen Situation wirklich verstehen, werden wir in der Lage sein, etwas Besseres zu entwickeln.

Der US-amerikanische Kongressabgeordnete Ron Paul, der seit Jahren die Abschaffung der US-Notenbank fordert, hat über dieses Buch gesagt:

„Eine hervorragende Analyse, die das Interesse aller verdient. Bereiten Sie sich vor auf eine Höllenfahrt durch den Geist und die Zeit“.

Herr Voßkuhle, bitte lesen Sie dieses Buch, und lassen Sie sich alle Zeit der Welt, die Sie und Ihre Kollegen brauchen, um die Rechtmäßigkeit des ESM-Vertrages zu prüfen.  Die Menschen in Deutschland und Europa werden es Ihnen danken…

©Andreas Hoose. (Mit freundlicher Genehmigung des Autors für Rott & Meyer.) Wie wir die Lage jetzt einschätzen und was wir unseren Lesern raten, das lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die vor wenigen Tagen erschienen ist.  www.antizyklischer-aktienclub.de

 

5 Kommentare auf "Herr Voßkuhle, bitte lesen Sie das…"

  1. Austrian sagt:

    Herr Hoose war schon immer kein schlechter Autor. Leider hat er etwas zu lange weggeguckt (letztlich wie wir alle) und ich bin manchmal versucht „guten Morgen“ zu sagen.
    Tjaaa, was machen wir nun mit einer repräsentativen Demokratie, die scheinbar aufs GG pfeift und überhaupt macht was die anglo-amerikanische Sphäre will?
    Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt, was ist das eigentlich für ein Zentralbankensystem?
    und vieles mehr…
    Da gibt es leider noch viele gute Artikel zu schreiben.
    Ich empfehle Herrn Hose die Daily Bell!
    Es bietet sich glaube ich auch an, dieses Sprachrohr der Kultur der freien Märkte teilweise ins Deutsche zu übersetzen…

  2. Austrian sagt:

    Sorry, Herr Hoose…

  3. GoldeneRegel sagt:

    An die Betreiber der Website und den Autoren:

    Punktlandung!

    Viele Grüße und Musik zum Thema:

    Jekyll Island by Sons of Liberty:
    http://www.youtube.com/watch?v=V0t4bB5BwEM&feature=related

  4. GoldeneRegel sagt:

    …vielleicht braucht der Eine oder Andere einen etwas sanfteren Einstieg,

    …den ich hiermit nachliefere:

    Sons of Liberty – Our Dying Republic – with Lyrics
    http://www.youtube.com/watch?v=aduwaqU7DfA&feature=related

    Viele Grüße an alle freiheitsliebenden Menschen

  5. Adept sagt:

    Herr Voßkuhle ist gelernter Verwaltungsrichter.
    Bei der Verwaltung geht es nicht um Inhalte, es geht um Verfahrenswege.

    Herr Voßkuhle ist deswegen resistent gegen sachliche Argumente.

    Das Einzige , das geprüft wird, ist die Plausibilität.

    Und dafür , dass der Verfahrensweg plausibel ist , gibt es unendliche viele (beliebige) Argumente.

    An die Juristen: Kommt jetzt bitte nicht mit Scheinargumenten.

    Es geht um die Wirklichkeit, nicht um die manipulierbare „Wahrheit“.

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