„Hermes Prinzip“ in der ARD. Sehenswert.

5. August 2011 | Kategorie: Aufgelesen, Kommentare

Das erste deutsche Fernsehen, wie sich die ARD bezeichnet, zeigt in ihrer Mediathek einen bedrückenden Bericht über den Paketdienst Hermes. Im Fokus steht vor allem die Situation der als Sub-Sub-Unternehmer agierenden Paketboten…

Dazu die ARD:

(Mediathek ARD) Zwei deutsche Existenzen: der Hermes-Paketbote Peter und der Milliardär Michael Otto. Peter arbeitet für 60 Cent pro Paket, nach einem zehn Stunden Tag hat er etwa 60 Euro verdient. Fast die Hälfte davon geht für Sprit und Auto drauf. Der andere ist einer der reichsten Männer Deutschlands: der Milliardär Michael Otto, Mehrheitsaktionär und langjähriger Vorstandsvorsitzender der Otto Group und bis heute deren Aufsichtsratsvorsitzender. Otto ist ein Vorzeigeunternehmer, hoch gelobt für sein soziales und ökologisches Engagement, für seine Bereitschaft, ‚gesamt-gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen‘. Dafür bekam er sogar das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern. Der Paketbote Peter arbeitet ohne Pause, oft fährt er zu schnell, um wenigstens das Existenzminimum einzufahren. Wenn er Pech hat, ist der Paketempfänger nicht da, dann bekommt er gar kein Geld. Wenn er falsch oder zu spät ausliefert, drohen Strafabzüge bis zu 100 Euro.

Sehenswert.

 

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Ein Kommentar auf "„Hermes Prinzip“ in der ARD. Sehenswert."

  1. auroria sagt:

    Tja, wieder so ein Fall (vorher schon Lidl, Schlecker, usw.), der zeigt wie Mitarbeiter mit legalen Tricks (hier Subunternehmer) ausgebeutet werden. Und wo man sich frägt, ob man diesen Mitarbeitern hilft oder eher schadet, wenn man die Firma boykottiert.
    Immerhin wundert es einen nicht mehr wenn man mal wieder Schauergeschichten verschwundenen Paketen, etc. liest.

    Das traurige ist, dass bei so einer Konstruktion wohl nicht mal Mindestlöhne helfen würden. (Die wir ja eh nicht brauchen, die Gewerkschaften regeln das ja alles bestens …)

    Rest vom Blogwart gelöscht. Ich habe keinen Einfluss auf die Werbung, die Google schaltet – nur indirekt.

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