Hendrik Leber: „Die Märkte sind stärker als die EZB“

27. August 2012 | Kategorie: Aufgelesen

Ich hatte Henrik Leber zu Besuch an der Börse. Hier unser Interview…

Der Börsenmonat September wirft dunkle Schatten voraus: Aktienexperte Hendrik Leber beleuchtet die Perspektiven für verunsicherte Anleger. „Die Börse hat sich abgekoppelt von den Worten der Politiker“, meint Leber. Jetzt würden „Taten“ beobachtet. Große Chancen sieht er im Aktienmarkt. „Deutsche Firmen machen durchgängig Gewinn.“ (Telebörse)

Print Friendly, PDF & Email

 

Ein Kommentar auf "Hendrik Leber: „Die Märkte sind stärker als die EZB“"

  1. stephan sagt:

    Die Ausführungen von Herrn Leber sind im Wesentlichen nur Wischi-Waschi. Weil er Aktienfonds managet / verkauft, also vom Aktienmarkt lebt, mit allgemein positiver Tendenz zu Aktien und, das ist die Kehrseite der Medaille, natürlich gegen den „völlig unberechenbaren“ Goldmarkt. Würde er einen Goldfonds managen, wäre eine Argumentation wohl genau umgekehrt.

    Seiner Argumentation in Sachen „die Märkte zwingen die EU-Staaten zum Sparen; in Europa braucht es deswegen keine Wechselkurse“ sind völlig unschlüssig, da in der Praxis das genaue Gegenteil statt findet. Welcher EU-Staat spart denn bitte sehr wirklich?

    Hinsichtlich der tollen Gewinne der deutschen DAX-Unternehmen sollte Herr Leber vielleicht einen kleinen Seitenblick auf das deutsche Target2-Saldo wagen. Es ist nicht anzunehmen, dass diese Art der Unternehmensgewinn-Finanzierung durch den allgemeinen deutschen Steuerzahler so fortgeführt wird / werden kann.

    Das in PT, IR etc. die Zinsen sinken, liegt nicht daran, dass diese Staaten sparen und deshalb von den Märkten belohnt werden, sondern dass die EZB die Anleihemärkte manipuliert. Es ist ja schön, wenn Herr Leber als Akteur am Aktienmarkt von sich aus immer eine positive Grundeinstellung hat. Der Blick auf die Realität sollte deshalb aber nicht gänzlich verloren gehen.

    Sein zunächst positiv gezeichnetes Bild zu Griechenland (woher nimmt Herr Leber nur diese Zuversicht?) macht er dann selbst wieder mit seinem Hin und Her (WENN Griechenland es schafft, DANN… schafft es auch der Rest) kaputt. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte, das GR demnächst irgendetwas schafft. Die Aktienkaufempfehlung in Richtung GR ist in der jetzigen Situation mehr als zweifelhaft.

Schreibe einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben.