Gute Bank. Böse Bank. Eine Frage der ……Bezeichnung…

19. Januar 2009 | Kategorie: Kommentare

Ich denke, man macht da einen Fehler, und zwar einen der ganz groben Sorte. Wie kann man bloß eine Bank „Bad Bank“ nennen? Das schreckt doch sogar meine Oma ab. So schlimm die ganze Sache auch ist, man muss es als etwas Positives verkaufen… Die Worte BAD und BANK eignen sich nun wirklich nicht. Sie berühren keine positiven Gefühle, klingen eher nach Zauselfieber und Fußpilz. Nein, da ist jetzt Kreativität gefordert…

Im Wirtschafts-Denglisch geht es doch auch. Das Negativ-Wachstum ist doch immer noch besser als eine Rezession. Notfall stellt man die Charts auf den Kopf. Beim DAX geht es doch auch…

Prognosen werden doch auch angepasst und nicht verworfen oder gar gesenkt. Die Gewinnwarnung hat durchaus etwas Dramatisches, aber nichts so Dramatisches wie eine Verlustwarnung.

Bad Bank…. Vielleicht wird es das Unwort des Jahres 2009. Wenn nicht, wird es aber das Unding des Jahres 2009. Das hätte doch auch was. Mit der Auslobung eines solchen Preises lassen sich doch ein paar Arbeitsplätze schaffen, bzw. Leute von der Straße holen, wenn man sie schon nicht hinter dem Ofen hervorlocken kann. Herr Scholz würde es schon verkaufen können…

Wie wäre es mit meiner Sicherungs-AG. Die Anteilseigner wären die Bürger, was ja rechtlich irgendwie auch stimmt. Das könnte man eher verkaufen als diese „Schlechte Bank“. Banken sind gut. Immer. Überall. Wer mit dem Wort Sicherheit in der heutigen Zeit etwas auf Kriegsfuß steht, könnte es ja mit Zukunft, Optimismus oder Frieden garnieren. Das „AG“ muss aber weg. Das erinnert immer wieder an Volksaktien wie Telekom und Infineon und Post. Nein, das geht gar nicht.

Man könnte sie auch „Green Bank“ nennen, wenn man die Dollars gleich mit übernehmen würde. Ein Eisbär aufgeklebt – das hätte doch was. Dazu das Versprechen, die Erlöse in die Umwelt, Arbeitsplätze und Bildung zu investieren, das hätte doch mehr Charme. Oder? Muss man Glos noch einen finden, der erzählt, die Anteile könnten mit Gewinn verkauft werden. Politiker sollen Satire ja als PR verstehen…

Den Engländern ist in dem Zusammenhang das Wort „Versicherung“ der Banken eingefallen, natürlich auf Kosten der Steuerzahler. Das ist wie aus einer Krankenkasse eine Gesundheitskasse zu machen.

Moment, ich habe es ganz vergessen… Wir haben doch schon so viele „Bad Banks“…. Wozu brauchen wir da noch eine Neue?

Sollte man das Ding einfach „Gute Bank“ nennen? Jawoll !!!

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Ich hab da mal paar Fragen..

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Danksagung an unsere Schuldenväter

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