Grundgifte des Buddhismus: Zorn, Gier, Ignoranz (von Thorsten Schulte)

25. April 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

Mir lag es in den Jahren 2009, 2010 und 2011 sehr am Herzen, stets die Chancen im Silbermarkt zu betonen und Menschen für Investments in Silber als wesentlichen Bestandteil des Vermögensschutzes zu gewinnen. Die Langfristchancen sind – auch aus heutiger Sicht – gewaltig…

Es ist bezeichnend, dass die „Welt am Sonntag“ heute auf Seite 46 einen ganzseitigen Artikel veröffentlichte unter der Überschrift „Wann platzt die Silberblase?“. Die Zwischenüberschrift lautete: „Durch zügellose Spekulation trieben die Brüder Hunt 1980 den Preis des weißen Metalls in die Höhe. Die Parallelen zu heute sind erstaunlich“. Ich persönlich halte dies für größtmöglichen Unsinn.

Aber mich treibt die Sorge um, dass die großen Spieler im Silbermarkt im Zuge einer Erhöhung der Marginanforderungen doch noch einmal viele private Investoren bluten sehen wollen. Niemand der Edelmetallexperten kann in der jetzigen Situation seriös und verlässlich prophezeien, ob der Silberpreis die Marke von 50 Dollar übersteigen kann. Ich bin gerne bereit, beim Erreichen von 60 oder 70 Dollar in den kommenden Wochen Beschimpfungen meiner Leser über meine jetzige Sorge zu ertragen und auch Kündigungen hinzunehmen. Aber ich stehe zu dem, was ich auf Seite 1 des Silberbulletins vom 23. April geschrieben habe. Denn lieber verzichte ich bei anhaltender Silberhausse auf einen Teil meines Vermögens, welches ich jetzt in Absicherungsstrategien investiere. Gier frisst Hirn. Die drei Grundgifte des Buddhismus lauten: Zorn, Gier und Ignoranz.

Gier ist höchst gefährlich, aber auch Zorn auf die Manipulatoren des Silbermarktes und Ignoranz gegenüber Rückschlagsgefahren. Mein Freund Frank Meyer von n-tv sagte mir schon vor Jahren, dass uns die Schwestern Demut und Dankbarkeit stets begleiten sollten. Er hat völlig Recht, auch wenn einige Edelmetallinvestoren soeben eher Champagner trinken und in Selbstgerechtigkeit baden.

Ich habe den Silberjungen gegründet, weil mir der Schutz der Menschen und ihres hart erarbeiteten Vermögens am Herzen liegt. Von Ende 2008 bis heute habe ich unablässig für Silber geworben. Dieses Werben werde ich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Aber gerade jetzt will ich auch vor blinder Euphorie warnen. Lieber investiere ich derzeit einen Teil meines Vermögens zu früh in die Absicherung, als dass ich mir vorwerfen muss, Menschen zur falschen Zeit mit blindem Optimismus in Silber getrieben zu haben mit der Folge größter Vermögensverluste.

Viele Silberinvestoren möchten jetzt von mir hören, dass die 100 Dollar je Feinunze bereits in Kürze erreichbar sind. Aber gerade in diesen Tagen ist Vorsicht besser als blinde Rechthaberei gegenüber den Papiergeldbesitzern. Wir werden nach meiner festen Überzeugung schlussendlich die Nase vorn haben, aber es wird vermutlich vorübergehende Rückschläge geben.

Auszug aus der aktuellen Sonderinformation von Thorsten Schulte, alias „Silberjunge“
Homepage von Thorsten Schulte: www.silberjunge.de Vielen Dank für die Freigabe des Textes auf unserer Seite.

 

 

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