Grauenhaftes aus dem Steuerloch

1. November 2013 | Kategorie: RottMeyer

von Bankhaus Rott

Die vergangenen Wochen waren reich an Themen, die für die Geldbörsen der Bürger wichtig sind. Während auch die staatlichen Fernsehanstalten im 24-Stunden-Modus die Stadt Limburg und den dortigen Klerus für sich entdeckten, waren die pikanten Zahlen zur alljährlichen Steuerverschwendung leider nur eine Randnotiz…

Nicht nur auf Deutschlands Straßen existieren seltsame Grundsätze. Auch die Diskussion bei Steuerthemen ist bemerkenswert. Weit verbreitet und jedes Jahr zig Milliarden schwer sind die Kosten der Steuerverschwendung. Die teils allein auf Grund der Absurdität kaum nachvollziehbaren Fälle, bei denen die Grenze zwischen Unfähigkeit und Korruption undeutlich ist, werden hierzulande leider nicht nur von den Verursachern als Kavaliersdelikte betrachtet.

Wo für den Steuerzahler genau der Unterschied zwischen einer legal vermiedenen Steuerzahlung und einer auf Grund von Unfähigkeit versenkten Steuermark liegt, bleibt nebulös. Wohl nur mit dem Bemühen, die mangelnde Eignung nicht in den Vordergrund zu stellen, spricht man in Berlin und Brüssel ständig von Steueroasen. Für den Steuerzahler sind aber die Steuerverschwendungs-Oasen ebenfalls relevant, was nicht zuletzt deshalb gilt, weil man in diesen Fällen auch noch die Gehälter der Verursacher bezahlt. Das kann nur ausgeprägten Finanz-Masochisten gefallen, aber der Herrgott hat bekanntlich einen bunten Garten.

Blickt man auf den Verlauf der Suchanfragen bei Google, so sieht man, was eine trampelnde Medienhorde so alles anrichten kann. Während so in Limburg zumindest medial kein Stein auf dem anderen blieb, tummeln sich in den deutschen Oasen der Steuerverschwendung weiterhin Politiker jeglicher Färbung völlig ungestört. Das Schwarzbuch vom Bund deutscher Steuerzahler erschien am 17.10.2013 und war den meisten Medien nur eine Randnotiz wert. Schade, denn allein die Top Ten ist sehr lesenswert und sei der Leserschaft hiermit ans Herz gelegt.

trends elst

Nun hat die unselige Geschichte um den Bischof natürlich nicht nur finanzielle Facetten, aber die große Empörung, die man angesichts einer Vermehrfachung der Baukosten in diesem Falle an den Tag legt, wirkt angesichts der Verschwendung von Steuergeldern geradezu grotesk.

So schreibt das früher als Nachrichtenmagazin bekannt gewordene Blatt „Der Spiegel“, wie entsetzt der Papst reagiert habe, als er von den auf rund 30 Millionen Euro gestiegenen Kosten erfahren habe. Nun sind 30 Millionen eine Menge Geld, wird aber nicht einmal für Haarrisse in der der Solvenz des Vatikan sorgen. Aber es wird noch besser… (Seite 2)

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