Gott kann Urlaub machen

16. Dezember 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Bei der Inauguration eines jeden neuen US-Präsidenten – von George Washington zu George W. Bush – ist vorgesehen, um Gottes Hilfe zu bitten. Richard Nixon hat es 1968 direkt gesagt: „Ohne Gottes Hilfe und eure Hilfe werden wir sicherlich versagen; Aber mit Gottes Hilfe und eurer Hilfe werden wir sicherlich Erfolg haben.“

In diesem, wie in so vielen anderen Dingen, scheint Donald Trump mit der Tradition zu brechen. Er scheint überhaupt keine Hilfe zu brauchen. „… Ich bin deine Stimme. Ich allein kann es reparieren „, verspricht er.

Gott kann Urlaub machen.

Donald Trump sieht sich wenigstens mit Blick auf die rhetorischer Blüte ähnlich wie Johannes der Täufer. Letzterer griff die Elite von Judäa als eine „Generation von Nattern“ an.

Trump könnte die gleichen Worte verwendet haben. Er hat die Elite von Washington gereizt, um einer Mehrheit an Wählern Hoffnung zu geben – nämlich den vergessenen Menschen von Flyover America.

Ob instinktiv oder berechnend (es gibt 95 Millionen Erwachsene im erwerbsfähigen Alter ohne Arbeitsplätze), Mr Trump wirkte für diese Menschen wie einer, der einem Häftling im Gefängnis eine Metallfeile überreicht.

Sie schauten zu ihm, um sich dann zu befreien … und ihre Feinde zu schlagen … Hier stand ein bloßer Schläger … ein Mann, der mit seiner Axt im Obstgarten der Elite jeden Baum, der keine gute Frucht bringt, umhaut und die Spreu mit unauslöschlichem Feuer niederbrennt.

Clintoniten und Trumpiten

Viele Menschen werden mit diesem neuen Messias zufrieden sein. Er wird die Natter des Hillary-Genres zermalmen. Er wird ihre Köpfe mit einer Hacke zertreten … sie aus ihren Nestern in Washington jagen … und die Heiden von Mexiko und China mit einem Fluch heimsuchen … ganz zu schweigen von den Flaggenverbrennern, ISIS und US-Unternehmen, die ihre Produktionsstätten ins Ausland verlagern.

Das reicht für die meisten Menschen. Er wird ihr Held sein.

Er wird eine Gruppe von Insidern durch eine andere ersetzen. Es gehen die demokratischen Pharisäer. Es kommen die republikanischen Sadduzäer.

Prioritäten ändern sich. Programme ändern sich. Ein Kumpel wird nach Hause geschickt; ein anderer nimmt seinen Platz ein.

Aber wird der Löwe sich neben das Lamm liegen? Hier im Tagebuch hofften wir auf mehr. Wir wollten einen Messias, der eine echte Veränderung bewirken würde … den Deep State, die Parasitokraten oder die echte Establishment Elite angehen würde.

Am wichtigsten ist für uns aber folgendes:

Wir hofften auf jemanden, der die Geldwechsler angehen würde. Cronies beider Gruppen – Clintonites und Trumpites – beruhen auf gefälschtem Geld, das von den Feds entkernt wird.

Es ist dieses falsche Geld, das alles finanziert – ihre Kriege … ihre Boni … ihr Imperien … ihre korrupten Programme …

… es war dieses gefälschte Geld, dass den chinesische Industrie-Boom anfeuerte … Arbeitsplätze aus dem amerikanischen Herzland absaugte … die Löhne für den typischen Arbeiter senkte … eine Übertragung von Reichtum von Billionen von Dollar aus dem Mittelstand zu den Reichen ermöglichte … und Donald J. Trump ins Weiße Haus brachte. …

Herr Trump sitzt jetzt in einem monströsen Turm mit etwa 64 Billionen Dollar an Schulden. Und der Turm ist kurz davor, in die Luft zu fliegen.

Wir sind zu bescheiden, um zu wissen, wie sich das alles ausgehen wird. Mr. Trump könnte uns immer noch überraschen und die Tische der Geldverleiher umdrehen.

Wir empfehlen aber unseren Lesern nach wie vor, in Deckung zu bleiben.

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Unterbindet der Einbruch am Rentenmarkt die Trump-Pläne?
von Bill Bonner

Bevor wir heut hier im Tagebuch uns wieder dem Thema „Trump-Administration“ widmen, gestatten Sie uns einen kurzen Blick in die Niederungen der US-Arbeitsmarktstatistik. Schauen wir also zunächst ins Bureau of Labor Statistics (BLS).

Laut den Zahlenkrämern dort ist die Arbeitslosenquote in den USA auf nur noch 4,6% gesunken. Das ist der niedrigste Stand seit dem Krisenjahr 2007. Wohl gemerkt, amtlich.

Ja, 178.000 Menschen haben angeblich im letzten Monat Jobs gefunden.

Aber warten Sie …

Was ist das?

Insgesamt 446.000 Menschen haben der regierungsoffiziellen Statistik zufolge KEINEN Arbeitsplatz gefunden … und wurden aus der offiziellen Arbeitsmarktstatistik entfernt. Mit einem Federstrich. Ausgelöscht. Das BLS ist der Ansicht, dass diese Menschen aufhören sollten, nach einem neuen Arbeitsplatz zu suchen.

Die amtliche Zahl – also die extrem tiefe Rate von 4.6%, nicht die 446.000, die aus der Statistik entfernt wurden – liefert die inhaltliche Basis einer Schlagzeile, die man jüngst in der Financial Times serviert bekam. Die Schlagzeile lautet wie folgt:

„Trump erbt eine sich verstärkende US-Erholung.“ Die Financial Times liegt hier natürlich – wie so oft – völlig falsch. Und hier liegt die Zeitung nicht nur haarscharf daneben. Sondern schon richtig grob.

Es gibt jetzt 95 Millionen Erwachsene im erwerbsfähigen Alter in den USA ohne Arbeit. Mehr als 110 Millionen Menschen bekommen eine zweckgebundene staatliche Hilfe (also Hilfe für arme Menschen) von den diversen Feds, die dafür zuständig sind.

Heute arbeiten – trotz maßgeblich höherer Bevölkerung!!! – 1,2 Millionen Menschen weniger als vor 16 Jahren. Und staatliche Transferzahlungen (sprich das von anderen Leuten hart erarbeitete Geld) entspricht mittlerweile 40 Prozent aller Löhne und Gehälter.

Sowohl die schwache „Erholung“ als auch der Schein-Bullenmarkt (angeheizt durch künstlich niedrige Zinsen, Aktienrückkäufe und die Hoffnung auf fiskalische Stimulierung) sind wohl vorbei.

Der Anleihemarkt – das Fundament der amerikanischen Kapitalstruktur – verzeichnete den größten Abverkauf seit 26 Jahren.

Der Schuldenstand ist höher als je zuvor. Und die neue Regierung hofft, noch mehr Schulden machen zu können und zu dürfen. Sie begibt sich in einen gefährlichen Strudel. Nochmals sei erwähnt, dass vor dem Amtseinführungstag von Donald Trump der US-Schuldenberg knapp 20 Billionen Dollar schwer ist. Budget-Chaos ist da also jetzt schon vorprogrammiert.

Ist das alles gesund? Ja, sicherlich, oder… vielleicht … wenn man mal vom Krebs … der Herzinsuffizienz … Diabetes und den eingewachsenen Zehennägeln absieht. Ups, jetzt sind wir immer noch nicht zum Punkt gekommen. Wir haben noch nicht erklärt, welche Erwartungen wir eigentlich haben…..

Wie wird der Einbruch am Rentenmarkt den Plan der neuen Regierung unterminieren, die Wirtschaft wieder anzutreiben? Mehr dazu demnächst hier.
Quelle: Kapitalschutz-Akte
Gott kann Urlaub machen...(von Bill Bonner)
Unterbindet der Einbruch am Rentenmarkt die Trump-Pläne? (von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

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2 Kommentare auf "Gott kann Urlaub machen"

  1. lowabras sagt:

    Tut mir Leid, aber ich kann immer weniger verstehen, dass die extreme Verschuldung der US immer wieder als Grund für einen kurz bevorstehenden Crash aufgeführt wird!
    Meiner bescheidenen Meinung nach gibt es diese Schulden gar nicht, denn es ist eigentlich nur eine Illusion, weil die Summen mit „Geld“ absolut gar nichts zu tun haben, sondern nur Zahlen sind, die per Knopfdruck entstehen und deshalb genau so schnell wieder durch Knopfdruck verschwinden werden! Allerdings mit der Konsequenz, dass die Asset des Volkes dann auf einem anderen Konto landen. Das ist für die Masse jedoch weitgehend unbemerkt und eigentlich auch Irrelevant!
    Also, keine Panik, cool-down, der Crash lässt auf sich warten und zwar so lange, wie er planmäßig warten muss! Diesen Zeitpunkt bestimmen aber Andere und nicht die Politattrappen!

  2. waltomax sagt:

    Ist Mr. Trump der Revolutionär, der gegen den US – Tiefenstaat putscht, oder ehr dessen letztes Aufgebot?

    Der Mannschaft nach, die er gerade als seine Regierung etabliert, versucht sich Trump an der Widerlegung Einsteins.

    Der meinte, Probleme seien nicht in dem selben Kontext zu lösen, in welchem sie entstanden sind. Es bedürfe eines Kontextwechsels, also neuer Ideen und Wege.

    Trump scheint es auf die Art zu versuchen, die Einstein ausgeschlossen hat.

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