USA: Goldverbot durch die Hintertür

28. Februar 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer, Slideshow

von Frank Meyer

Die Geschäfte mit Gold sind gefährlich. Oh ja! Diese Erfahrung hat jetzt Wilton Brooks machen müssen, ein amerikanischer Goldhändler in Simpsonville (South Carolina). Er hat die Daten eines Verkäufers von Goldschmuck nicht aufgenommen und gemeldet. Das Gold, so stellte sich heraus, war gestohlen. Ab in den Knast! Und es wird noch besser…

Für 7.500 US-Dollar Kaution währte sein Aufenthalt nicht lange. Dennoch: Gold ist gefährlich geworden. Politikern in den USA, Großbritannien und auch Irland sind die steigenden Preise nicht entgangen. Das hat womöglich sogar ihre Synapsen in Wallung gebracht. Schließlich sind die vielen Goldaufkaufstellen nicht mehr zu übersehen. In den USA ist der Begriff „Cash for Gold“ in Mode gekommen. Und auch die Goldpartys in Hotels am Wochenende sind zum Renner geworden.

Nicht nur in den Vereinigten Staaten schießen die Goldshops aus dem Boden. Und es wundert nicht… Wer heute etwas Goldschmuck besitzt und Geld braucht, der trennt sich von diesem Zeug. Was liegt da näher, als Omas Brosche, alte Kettchen und notfalls auch den Familienschmuck zu verscherbeln, bevor das die Einbrecher für einen erledigen? Hier die Suchergebnisse bei Google Trends nach „Cash for Gold“

Und so kommen Politiker immer wieder auf ganz großartige Ideen: Nach offizieller Lesart sind die nun zu folgender Kausalkette gekommen: Hoher Goldpreis – hohe Gefahr für die Bevölkerung, wenn dann die Einbrecher auf der Suche nach einsamen Schmuckstücken und Münzen um die Häuser streunen. Welcher Dieb gibt sich heute noch mit einem Flachbildschirm als Diebesgut ab? Sehen Sie! —–>

 

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3 Kommentare auf "USA: Goldverbot durch die Hintertür"

  1. Kleine Presseschau vom 28. Februar 2011 | Die Börsenblogger sagt:

    […] Rott & Meyer: Goldverbot durch die Hintertür […]

  2. theparrot sagt:

    Ich kann jedem nur empfehlen: Edelmetalle, ganz gleich ob weiß oder gelb, _immer_ (!!!) anonym bar beim Händler seines Vertrauens kaufen. Dies ist in Deutschland bis zu einem Betrag von 15.000,00 Euro möglich! Dieses Luxus wird es nicht mehr allzulange geben …
    Merkt euch das!

  3. jean sagt:

    Danke Frank für diese Hintergrundinformationen!
    Heute ist es mal wieder der echte Meyer!
    Solche Hintergrundinformationen sind viel mehr wert als jede Empfehlung. Denn dank solchen Informationen kann man selber eigene Meinung bilden und zielorientierter recherchieren.
    Meine Schlussfolgerung nachdem ich diesen Artikel gelesen habe ist, daß den Politikern solangsam unheimlich wird…Es ist gut zu wissen!

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