Goldman, zu Hilfe!

22. November 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

von Bill Bonner

Die Teile des Puzzle fügen sich immer mehr zusammen. Es ergibt kein schönes Bild. Denn es findet derzeit ein epischer Kampf statt. Zwischen diesen Mächten…

…Inflation und Deflation
…Wachstum und Depression
…zusätzlichen Krediten und Rückzahlung von Krediten
…Zentralisierung und Dezentralisierung
…Politik und Märkten
…Papiergeld, welches „gemanagt“ wird und Gold
…Kapitalismus, der „gemanagt“ wird und der reale Kapitalismus
…Kontrolle und Reichtum
…Bulle und Bär
…Gier und Angst
…Zombies und wirkliche Menschen

Ja, das ist ein ziemlicher Kampf. Besser als Frazier gegen Ali. Und wer wird gewinnen? Europa hat „die härteste Stunde seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagt Angela Merkel. Was schlägt sie vor? Mehr Zentralisierung. Zentralisierung brachte Europa in den jetzigen Zustand…die gleichen Zinssätze, so dass die Griechen und die Italiener sich stärker verschulden konnten. Und jetzt glaubt sie, dass mehr Zentralisierung das Problem lösen wird.

Was kann Europa mit seinem Schuldenproblem tun? Wer weiß mehr über das Schuldenproblem als jeder andere? Natürlich die Leute, welche diese Probleme verursacht haben. Deshalb sind die Griechen unter großem Druck vom zentralen Europa ihren Papandreou losgeworden, nachdem der Mann vorgeschlagen hatte, die Demokratie arbeiten zu lassen.

Er wollte, dass die Leute über die Sparmaßnahmen abstimmen. Danach wurde er durch Papademos ausgetauscht. Der war schließlich jahrelang Vize-Präsident der Europäischen Zentralbank. Und er unterrichtete an der Kennedy School of Government at Harvard.

Währenddessen wurde Italien gezwungen, seinen populären – aber schwer zu kontrollierenden – gewählten Führer loszuwerden – Silvio Berlusconi. Stattdessen wurde ein Mann von Goldman Sachs an seine Stelle gesetzt. Ja, Mario Monti ist ein ehemaliger Mitarbeiter von Goldman Sachs.

Genauso wie der neue Vorsitzende der EZB, Mario Draghi. Monti war auch EU-Kommissar. Draghi war Vorsitzender der italienischen Zentralbank zu einer Zeit, in der Italien einen der höchsten Schuldenberge der Welt auftürmte. (Seite 2)


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3 Kommentare auf "Goldman, zu Hilfe!"

  1. FDominicus sagt:

    Die Wahl zwischen Markt und Nichtmarkt. Lassen Sie mich mal überlegen. Ich schlage vor wie wählen Markt, Nichtmarkt hatten wir schon lange genug….

  2. mfabian sagt:

    Wir haben derzeit …

    Einen deutschen Papst und einen italienischen Zentralbankchef.

    Irgendwie kann das nicht gut gehen 😀

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