Gold wird nie wieder steigen!

14. Dezember 2013 | Kategorie: Gäste

von Andreas Hoose

Wie lange erwarten die Charttechniker eigentlich schon „wasserfallähnliche Verluste““ beim Gold? Einen Monat, oder auch zwei? Ein halbes Jahr? Ich weiß es nicht…

Mindestens jedoch seit der Goldpreis die Marke von 1.250 US-Dollar je Unze aufgegeben hat, ist das Thema salonfähig geworden. Das war Mitte November. Und jawoll, jetzt wird das Gold endgültig abstürzen, so ist es seither in zahlreichen Kolumnen zu lesen.

Die Einigkeit der Spekulanten zu diesem Thema hat nun dazu geführt, dass es insbesondere unter den Kleinanlegern keine (!) Goldbullen mehr gibt. Also überhaupt keine. Nachzulesen ist das im jüngsten Bericht der Rohstoffbörse COMEX. Erstaunlich ist das deshalb, weil gerade die Kleinanleger beim Gold traditionell auf steigende Kurse setzen.

Wenn nun aber sogar die Kleinspekulanten beim Gold „short“ sind, dann sollte uns das zu denken geben, denn diese Anlegergruppe steht mit schöner Regelmäßigkeit immer exakt zum falschen Zeitpunkt auf der richtigen Seite – und umgekehrt. Sie verstehen, was damit gemeint ist…

Nun fällt auf, dass sich der Goldpreis in dieser Woche besonders schwankungsfreudig verhalten hat – den heiß ersehnten „Wasserfall“ hat es aber schon wieder nicht gegeben.

Eine hohe Schwankungsbreite wird oftmals an wichtigen Tiefs verzeichnet. Wird das Gold demnächst also zu einer Erholung ansetzen, oder wird der Sektor nie wieder steigen? So wie sich das unsere Kleinanleger ausgedacht haben und sich jetzt schon mal ausrechnen, wie unermesslich reich sie sein werden, wenn der Goldpreis demnächst auf 1.000 US-Dollar fällt. Oder noch viel tiefer…

Wir haben Ihnen zu diesem Thema zwei sehr langfristige Kursverläufe mitgebracht. Der erste zeigt den Verlauf des US-amerikanischen Goldminen-ETF mit dem Kürzel GDX. Darin sind die wichtigsten Junior-Edelmetallproduzenten zusammengefasst. Nachfolgend sehen Sie den Verlauf dieses ETFs seit Auflegung im Jahr 2006. Dass sich die Minenwerte in einem Abwärtstrend befinden, das sieht man zur Not auch ohne Brille.

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Was nicht sofort auffällt, was aber noch viel bedeutender ist, das ist der starke Volumenanstieg im Herbst dieses Jahres. Ähnlich wie eine hohe Schwankungsbreite der Kurse weist auch eine Volumenexplosion auf eine anstehende Trendwende hin. Das gilt übrigens für beide Richtungen. Deshalb signalisiert ein Volumenanstieg am Hoch oftmals fallende Kurse, während ein solcher Anstieg am Tief das genaue Gegenteil ankündigt. Achten Sie auf die blaue Markierung in der Grafik oben…

Und damit zu unserem zweiten Chart von dieser Woche. Denn steigende Kurse bei den Minenaktien kann es natürlich nur geben, wenn der Goldpreis endlich wieder in die Hufe kommt… (Seite 2)

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2 Kommentare auf "Gold wird nie wieder steigen!"

  1. stephan sagt:

    In der Telebörse habe ich vor langer Zeit mal einen schönen Spruch gehört: Bevor ein heißgelaufener Markt wieder steigen kann, muss er sich richtig auskotzen. Gold war Mitte 2011 ganz sicher heiß gelaufen. Seit dem kühlt es sich ab und zwar recht heftig. Und ich würde nicht darauf wetten, dass es nicht noch bis auf den langfristigen Aufwärtstrend herunter gehen kann. Das wären noch 10 bis 15 Prozent.

    Spätestens dann dürfte kein Otto-Normal-Anleger mehr überhaupt das Wort Gold in den Mund nehmen, geschweige denn im Depot haben. Ebenso Vermögensverwalter aller Art (abgesehen von wenigen Ausnahmen). Das Sentiment wäre dann nicht mehr nur stark abgekühlt, sondern eisig. Spätestens dann also sollte sich der Markt richtig ausgekotzt haben.

    Schaun mer mal…

  2. dnale sagt:

    Nach diesem (Börsen)-Jahr 2013 kann ich nur sagen, dass es nichts gibt, was es nicht gibt. Mit fundamentalen Gründen kommt man scheinbar in der heutigen Zeit wieder einmal nicht weiter. Der Kopf mit Blick auf die Charts sagt der Boden ist (fast) drin, der Bauch sagt die Reise nach Süden geht weiter. Schauen wir einmal – im Grunde ist es ganz einfach: Der Goldpreis fällt, steigt oder bewegt sich seitlich.

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