Gold und Silber: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern…

21. Juli 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer, Slideshow

von Michael, dem „Düsseldorfer“

…sing nicht ihre Lieder. Zugegeben, der Inhalt des bis heute noch aktuellen Liedes von Franz-Josef Degenhardt von 1965 passt hier nicht so ganz auf unsere Thematik. Trotzdem musste ich daran denken. Doch nur zu gerne setze ich, natürlich provozierend, Gold und Silber mit den besungenen Schmuddelkindern gleich…

Im Liedtext heißt es weiter: „geh doch in die Oberstadt, mach’s wie Deine Brüder“. Für die „Oberstadt“ kommen für mich dann natürlich nur analog Staatsanleihen in den USA in Frage.

Das Marktgeschehen am Dienstag/Mittwoch macht in einigen Punkten genauso wenig Sinn, wie für Trader Dan Norcini (LINK). Nach Obamas „Ankündigung“ einer baldigen Lösung im Schuldenstreit, reagierten die Aktienmärkte positiv, die Rohstoffmärkte positiv und die Bondmärkte positiv. Herrlich, das Zittern hört auf, Risikotrades können wieder eingenommen und vermeintlich sichere (ich liebe diesen immer benutzen Zusatz von TV-Experten) Edelmetalle dementsprechend abverkauft werden. Wer braucht dieses „Zeugs“ auch wirklich. Oder? Doch Moment…! Wenn wir keine Angst mehr haben müssen, warum ziehen dann die Bondmärkte ebenfalls kräftig an?

Mögen Sie eine einfache und ziemlich platte Antwort? Weil die jugendlichen Algorythmushäuptlinge der heutigen Tradingabteilungen sich für fundamentale Sachverhalte weder interessieren, geschweige diese überhaupt verstehen. Dafür werden diese Adrenalinjunkies auch nicht bezahlt. Was soll sich in den Nanosekunden des HFT (High-frequenzy-Tradings), in denen sie eine Position halten auch schon fundamental verändern? Nix. Was macht zudem die Heerschar der Daytrader?

Da bin isch dabei, das ist pri-ima, viva…profitia. Ob dabei ganze Volkswirtschaften zerstört werden können? „Sch..ss egal – sch..ss egal, ob Du Huhn bist oder Hahn“.

Gestern schrieb ein Kommentator im Blog:

„Ist der Geist erstmal so zerrüttet, dass eine Volkswirtschaft für gesund gilt, wenn diese kreditwürdig ist, ist die im Artikel aufgezeigte Entwicklung [die] logische Folge.

Man kann einen Menschen aus dem Slum holen aber einen Slum aus einem Menschen zu holen ist unmöglich.“

Auch wenn sich das Zitat auf einen anderen Zusammenhang bezog, trifft es das Szenario am Markt in des Pudels Kern. Gott sei Dank werden wir uns weiterhin verschulden können. Alles wird gut. Die Frage, ob die USA auch wirklich kreditwürdig sind, wird damit selbstverständlich nicht geklärt. Ach, verschieben wir es auf Morgen. „Let’s kick the can further down the road“. Sollen sich doch andere mit den Problemen rumschlagen. Ernsthafte Lösungsansätze abseits parteitaktischer Wahlkampfüberlegungen? In dieser, unserer, modernen, und globalisierten Welt? Ja, sind ja von gestern!

Ich schweife ab. Zurück zu den Märkten. Halten wir also noch mal fest: Risiko ist gut, weil keine Sicherheit gebraucht wird – Staatsanleihen sind auch gut, weil man ja Sicherheit braucht. Gold und Silber sind schlecht, weil man ja keine Sicherheit braucht. Alles klar?

Sollten Sie das, liebe Leser, jetzt nicht verstanden haben, brauchen Sie sich erst gar nicht auf einen Chefhändlerposten, vorzugsweise für Derivate, bewerben. Ihr gesunder Menschenverstand steht Ihnen breitbeinig im Wege. Damit können Sie aber an den Finanzmärkten kein Geld für ihre Auftraggeber erwirtschaften. Besser ist: Hirn aus…. (Seite 2)

 

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24 Kommentare auf "Gold und Silber: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern…"

  1. Frank2 sagt:

    „Was war damals vor ein paar Wochen anders, als Gold 120 USD und Silber um sechs Dollar tiefer standen?“
    Zweierlei, a) meine Cashquote war etwas höher und b)mein G/S Verhältnis war goldlastiger. Daß ich diese Käufe tätigte, verdanke ich neben dem vielen Lesen an anderer Stelle nicht zuletzt auch Ihren Kommentaren Michael – danke!
    Zu den Abschlußfragen:
    1. Leider sehe ich keine Möglichkeit, daß Pensionskassen in EM investen. Sie dürfen es einfach nicht (siehe Bsp in Holland). Ich sehe sie irgendwann 100% in Staatsanleihen.
    2.Extrem charmant! 😉 Ich hoffte eigentlich irgendwann zu lesen, daß meine Dividenden auch auf ein GoldmoneyKonto fließen könnten.
    3. Ja, aber der Mensch findet zum Glauben über den Zweifel. Als ich erstes (Xetra)Gold kaufte, war es ein zittriger Anlagetipp. Dann las ich Bücher u.a.Goldkartell, Silberkomplott und dachte an Übertreibung. Dann kamen Texte der Österreichischen Schule und ich fing an zu verstehen.
    Heute bin ich sicher, aber das war ein langer mühevoller Prozeß. Ich fühle mich heute viel weniger als Spekulant sondern wie ein Sparer/Investor.

    Eine Anmerkung: Ich konnte diese Silbermanipulationsgeschichten lange nicht glauben, wems heute ähnlich geht hier ein Link zu dieser aktuellen Korrektur. Es ist auf englisch, aber sehr leicht zu verstehen.
    http://goldsilver.com/video/silver-update-caught-in-the-act-the-comex-is-a-completely-and-utterly-corrupt-market/

    • Avantgarde sagt:

      Ich würde diese Manipulationsgeschichten mit äußerster Vorsicht genießen.

      Es ist schon so, daß an den Märkten geschoben, gehalten und gestoßen wird – man kann dieses Phänomen besonders an Verfallstagen gut beobachten.

      Aber immer auch ein bischen realistisch bleiben – manchmal ist auch der Wunsch der Vater des Gedankens wenn man selbst von der „guten Sache“ überzeugt ist und auch noch Geld darin investiert hat.

      Die Handelsplätze werden zwischenzeitlich von Computerprogrammen beherrscht – da spielen die Daddelmaschinen mit mathematischen Algorithmen.
      Kann durchaus passieren, daß da viele Maschinen zur gleichen Zeit das selbe tun und Hedges auflösen – so kann es zu plötzlichen Kursbewegungen kommen.

      Es sind ja auch sehr merkwürdige „Drücker“ die die letzten 10 Jahre nicht sehr viel zustande gebracht haben.
      Hätte ich einen Drücker engagiert, der es zulässt, daß der Silberpreis sich in wenigen Wochen von 17 Dollar auf 50 bewegen kann – ich würde ihn sofort feuern 🙂

  2. braindead sagt:

    Danke auch für diesen toll geschriebenen Artikel

    ich möchte mich mal bei den 3 „Primärautoren“ Frank, BHRott und Michael für die tollen Artikel bedanken.

    Einen Kaffee sollte ich tunlichst bei der Lektüre nicht trinken sonst pruste ich den umgehend über die Tastatur.

    Eure Art zu formulieren rettet mir mehr als einmal den Tag. Bitte weiter so, egal wie traurig und ernst die Thematik ist.

    vG
    BD

  3. Hans im Glueck sagt:

    Herzerfrischend 😉

    Mal kurz aus dem Leben:

    Ein Nachbar sagte doch kürzlich zu mir „das Gold doch eigendlich keinen Wert hätte sondern nur wir Gold diesen Wert geben würde“.

    Naja, ich wollte ihm gerne „die Druckerei“ erklären aber leider keine Chance.

    Ein anderer meinte „wenn Silber wieder bei 50$ steht dann verkaufe ich, nocheinmal verpasse ich nicht den Höhepunkt“.

    Also ich bleib dabei und sicher so meine Rente in ca. 30-40 Jahren ab.
    Alles andere ist mir zu „spekulativ“ wer weis wieviele Währungen wir noch bisdahin bekommen werden.
    Oder ich kaufe mir für einen kleinenteil eine Finca in Spanien 😉

  4. EDE sagt:

    Kurz zum Gipfeltreffen: Rettungsfonds soll Anleihen aufkaufen!

    Hört sich ja zunächst gut, dass man die Anleihen zum halben Preis zurückkaufen möchte und damit die Schulden halbiert. Nur stelle ich mir die Frage, wer verkauft seine Anleihen zu 50%, wenn er weiß, dass ein großer Nachfrager alles aufsaugen will. Werden die Preise der Anleihen nicht steigen? Und damit hat sich die Geschichte mit dem günstigen Rückkauf erledigt…

    Gruß EDE

  5. rolandus sagt:

    Gewohnter Klasse Text, da fehlt eigendlich nur noch die BLÖD – Schlagzeile von gestern: „Wo finde ich jetzt noch Gold“ ? stand da auf Seite 1 neben übergroßen Lettern was HSV gegen Bayern ergab.

    Mal ehrlich: Wer wünscht sich da nicht den Hausmeister, der den Blecheimer durch die Gänge wirft.

    Vielen Dank an den D’dorfer
    rolandus

  6. Martin Berger sagt:

    @ Michael und Frank

    Silber steht wieder um die 40 $. Denke wieder an eine Absicherung mittels Put-OS.
    Leider bekomme ich aber nirgendwo im www. etwas genauere Informationen zur Vorgehensweise bei einer Absicherung von physischen Silberbeständen.

    Wichtig: Ich möchte KEINE Beratung, sondern nur Unterstützung zur eigenen OS Auswahl

    Könntest Du bitte anhand einer Beispielrechnunng eine Put-OS Absicherung aufzeigen?

    Angenommen werden soll ein phys. Unzenbestand Silber von 500.
    Wieviel € würdest Du persönlich für Deine Absicherung des Bestandes einsetzen und wie sähe Deine OS-Auswahl – Basispreis und Laufzeit – hierzu aus. Nochmals bitte, es soll KEINE Beratung sein, lediglich ein Muster. Jeder muß schließlich selber handeln.

    Mir erscheinen nur die derzeitigen OS-Put-Preise sehr teuer. Möchte ich 1 Unze absichern, zahle ich für eine 1 jährige Absicherung ca. 4,00 €. Rechne ich mit einem Einsatz für die Versicherung von 5 %, erhalte ich aber nur sehr wenige OS Scheine dafür. Wenn ich z. B. einen Preis von 35 $ absichern möchte, ergibt sich dadurch nach meiner Rechnung nur ein minimaler Ausgleich durch den OS, aber ein nach wie vor sehr großer Verlust durch den Rückgang des echten phys.Silberwertes, der nicht annähernd den Verlust im „echten“ Silber kompensiert. Ich sichere zwar jeweils 1 Unze pro OS durch das BV von 1 ab, aber der Hebel reicht meiner Ansicht nach nicht aus, um den tatsächlichen Verlust in € bei dieser einen Unze nur etwas aufzufangen.

    Ich bedanke mich schon vorab, freue ich auf weitere Artikel von Euch beiden und auf die kommende MW.

    • Hans im Glueck sagt:

      Warum willst du eine „Versicherung“ versichern?
      Später dann in Fiat-Money umtauschen? Bringt doch nichts ist eh nichts wert.

    • Avantgarde sagt:

      Ich glaube Du machst einen falschen Gedankengang.

      Wenn Du Angst haben musst, daß Dir bei fallenden Preisen ein zu großer Buchwertverlust entsteht und Du vielleicht anderweitig mit dem neuen Auto oder ähnlichem in Schwierigkeit kommen könntest….
      …..dann hast Du ZU VIEL in Silber investiert – ja auch so etwas gibt es.

      Dann beginnt es mit der Angst und Gier…

      Nicht mit Kredit kaufen – und nie so viel, daß du unmittelbare Probleme im realen Leben bekommst.

      • Quersumme sagt:

        Es soll ja auch Leute geben die mehr wissen, und die machen jetzt schön „minus“ auf dem Falschgeldkonto, um es dann im Moment des grossen Knall mit ein wenig Klimpergeld auszugleichen ( sofern das dann noch nötig ist). Analog dazu wie JPM die erst ihre SIlber/Gold Zertis verscherbeln um dann, im „richtigen“ Moment ( wenn die EM´s „fallen“) sich im physischen zu enagieren.
        Und vielleicht dann noch mit einer Hand voll vom selbigen sich ganze Strassenzüge kaufen… Zuviel in Silber investieren gibt es nicht, es sei denn man „glaubt“ immer noch daran das man auf Zetteln Geld machen kann. Aber das glauben ja noch die meisten, aber wenn erstmal wieder die Leute mit den Schubkarren ihren Brot beim Bäcker bezahlen, dann ist es vorbei!

        • Avantgarde sagt:

          Du kommst mir gerade recht 🙂

          Immer schön im steigenden Markt alles verfügbare Buchgeld in Silber stecken – möglichst beständig am Top.

          Ich nehme Dir die Unzen gerne ab wenn die Panik des Verlustes in der Korrektur einsetzt – mit dem minus machenden Falschgeld 🙂

          • Quersumme sagt:

            Panik???? Korrektur?! Da ist nichts mehr zu korrigieren, höchstens fliegt die Manipulation auf! März 2010 war ein guter Jahrgang, du verstehst?? Von noch älteren Daten brauchen wir nicht zu reden…Die letzten Schläge der Hydra gilt es abzuwarten, und dann sollte man aufgestellt sein. Wenn du dann Buchgeld hälst, dann kannste froh sein wenn du noch ne Unze Gold dafür bekommst. Meine kriegste jedenfalls nicht ;-P

        • Hans im Glueck sagt:

          Ich hebe „Bares“ immer direkt vom Konto ab, man weis ja nie.
          Nicht das die übers Wochenden „pleite“ gehen 😉

          • Quersumme sagt:

            Pleite gehen? Der Euro ist sicher, und die Banken haben den Stresstest überstanden! Die Inflation ist unter 3% und CO2 ist ein Killergas! 9-11 wurde von 19 Räubern durchgeführt und der Boss von denen saß dabei in ner Höhle in Afghanistan! Hör doch auf mit den Verschwörungstheorien ;-P

  7. Z sagt:

    Ein Professor em der oesterreichischen Schule haelt Gold und Silber fuer viel zu teuer. Aber vl liegt, dies an seinem Werdegang…

    Den 2. Gedanken finde ich besonders interessant, gleichzeitig kann ich mir dies in den naechsten paar Jahren nur schwer vorstellen.

  8. Avantgarde sagt:

    Die Argumente für Gold und Silber sind hier ja vermutlich ausreichend bekannt.

    Nun mal was anderes: Was ist mit Platin?

    Fast alle Argumente für Gold treffen auch für Platin zu.
    Außer eben, daß die Akzeptanz in den Köpfen nicht die des Goldes ist.
    Die Spanier haben es damals sogar als unreifes Gold versenkt.

    Es ist sogar deutlich seltener als Gold – weiß nicht ob das stimmt was ich gelesen hab – aber es gibt ca. 35X weniger Platin als Gold.

    Die Förderkosten sind nicht ohne – bereits bei Preisen unter 1700 Dollar wird die Wirtschaftlichkeit fraglich.
    Bei Gold liegen die Förderkosten deutlich unter dem Marktpreis – da gibt es noch sehr viel mehr Luft.

    Außerdem wird Platin industriell benötigt – Gold dagegen in nur äußerst homöopathischen Dosen.

    Wenn ich also der Argumentation für Gold folge dann müsste der Platinpreis in einem inflationären Szenario geradezu explodieren.
    Zumindest wenn man es etwas mehr mit der Ratio als mit dem Bauch betrachtet – könnte sich in den Köpfen da mal was ändern?

    Steht der Preis für Platin vielleicht zu niedrig – oder gar der Preis für Gold gerade nicht doch etwas zu hoch?

    Was meint der Düsseldorfer dazu?
    Könntet Ihr dieses Thema vielleicht mal ansprechen?

    Merci

    • Quersumme sagt:

      Traditionell , also seit ca. 6000Jahren, wird Gold und Silber als Zahlungsmitel aktzeptiert. Wäre mir bei Platin neu, wobei der industrielle Aspekt sehr wichtig ist. Mein EM Händler des Vertrauens erwägt zur Zeit sogar Kupfermünzen in sein Sortiment aufzunehmen…. Aber wäre auch für mich zu wissen was der Michael dazu sagt 😉

  9. p.koslowski sagt:

    Sehr afferent dieser Artikel! Toll, weiter so.

  10. tizian sagt:

    Charmanter Gedanke!
    „Wann werden große Rohstoffproduzenten, die Silber als Beiprodukt produzieren, anfangen Teile dieser anfallenden Silbermenge nicht länger an den Markt zu bringen, sondern als „Vermögen“ in die Bilanz zu nehmen?“

    Ich spekuliere mal, das werden die Produzenten ab dem Zeitpunkt machen, an dem die Vorverkaufs-Verträge (zum Spottpreis ca. 5$ per oz.Ag ) mit Silver Wheaton auslaufen oder nicht weiter verlängert werden…?

    Aufgelesen:
    Aus der Welt online eine feinsinnige Satire für den ambitionierten Goldbug und wie man „alles richtig“ macht.
    Lesenswert auch für Silverbugs,
    Fundstück!

    hier zum Link
    http://www.goldreporter.de/anleitung-alles-in-gold-umtauschen-und-vergraben-welt-de/hot-links/11484/

    LG, Tizian

  11. Krisu sagt:

    Hallo miteinander!
    Könnte mir vielleicht mal jemand die Ergebnisse dieses EU-Sondergipfels verklickern, soweit sie vorliegen?? Ich verstehe im Moment nur Bahnhof.. welt.online schreibt etwas von technischem Default von einem Tag oder zwölf Stunden.. Absoluter Bahnhof..

    • stonefights sagt:

      „Temorary Default“, nix anderes wie „befristeter Zahlungsausfall“.
      D.h. Greek zahlt mal „kurzfristig“ keine fälligen Leistungen, z.B. an die EZB, etc.
      Dadurch werden die Ratings auf „Default“ gesetzt, und der Druck auf die Zahnpastatube erhöht. Die meiste Zahnpasta spricht übrigends deutsch 🙂
      Wenns nicht so traurig wäre, könnte man lachen…

    • Avantgarde sagt:

      Bei der Financial Times ist es ganz gut beschrieben:
      http://www.ftd.de/politik/europa/:gipfel-in-bruessel-das-ist-der-euro-rettungsplan/60082106.html

      Also kurz: wir erhöhen das Risiko und versuchen das nun über einen längeren Zeitraum zu strecken.
      Der EFSF kann künftig auch präventiv Anleihen am Sekundärmarkt aufkaufen – wie beruhigend…

      Was ich nach wie vor den größten Witz in dieser ganzen Tragödie finde ist, daß man in allen Medien immer von der BETEILIGUNG der Banken, Versicherungen und sonstigen Privaten spricht – ob und wie viel.

      BETEILIGUNG….

      Ja Herrgott noch mal WER ist denn da VERTRAGSPARTNER?
      Die Banken, Versicherungen einerseits – Griechenland auf der anderen Seite.
      Die anderen EU-Staaten haben erst mal nix damit zu tun!

      Eigentlich hätte es allenfalls um die Beteiligung der Staaten gehen müssen – aber nicht um die Beteiligung der Privaten !!

      Man verdreht also schon im Kopf den Sachverhalt bevor man sich überhaupt eine Meinung bildet.

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