Gold: Der Fels in der Brandung (Robert Rethfeld)

8. Mai 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

von Robert Rethfeld

Diejenigen, die an eine Wiederholung des Geschehens der 1970er Jahre glauben, kommen nicht umhin, für den Goldpreis ab sofort bearisch zu sein. Denn vergleicht man den Gold–Verlauf vom Tiefpunkt im Januar 1970 zum Hoch im Januar 1980 mit der aktuelle Verlaufskurve, so würde ein Monatshoch im April 2011 die Folge sein (rote Linie folgender Chart). Der Goldpreis bildete im April 2001 einen Boden aus.


 

Also Gold verkaufen? Hier gilt es abzuwägen. Zwei Dinge sprechen für eine bevorstehende Schwächeperiode. Erstens zeigen die Goldminen relative Schwäche zum Goldpreis (folgender Chart).


 

Eine Schwäche im XAU-Goldminen-Index bot in der Vergangenheit häufiger einen Fingerzeig auf eine bevorstehende Schwäche im physischen Goldpreis.Zweitens spricht der saisonal übliche Verlauf für eine bevorstehende Phase der Konsolidierung.


 

Im Dollarraum kann es also durchaus zu einer Konsolidierungsphase kommen. Wie aber sieht es im Euro-Raum aus? Man sollte den Goldpreis in der Währung durchdenken, die bei uns gesetzliches Zahlungsmittel ist. Nachfolgend zeigen wir den Verlauf des Goldpreises in Euro seit 1970 (vor 1999 Deutsche Mark).


 

Gold in Euro zeigt eine Besonderheit, auf die nur wenige Analysten hinweisen. Allgemein wird angenommen, dass der Goldpreis im Januar 1980 ein Blasenhoch markierte, das 28 Jahre nicht übertroffen wurde. Für Gold in US-Dollar ist dies richtig, für Gold in Euro nicht. Gold in Euro übertraf auf Monatsbasis sowohl im Oktober 1980 als noch einmal im Januar 1983 das Hoch vom Januar 1980. (Seite 2)

Print Friendly, PDF & Email

 

Seiten: 1 2

Schlagworte: , ,

Kommentare sind geschlossen