Gold: Achtung! Eisberg voraus?

9. August 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer, Slideshow

von Michael, dem „Düsseldorfer“

Wie heißt es an der Börse? Wenn alle gierig werden, sollte man vorsichtig werden. Und wenn alle Angst haben – mutig. Einige Überlegungen zum Gold…

Ich habe tief in der Kiste gekramt. Was man dort nicht alles findet. Nachfolgend sehen Sie einen Chart aus dem Jahr 2009. Gezeigt wird der inflationsbereinigte Goldpreis auf jeweiliger Monatsschlusskursbasis(!) von 1970 bis Oktober 2009. (Zum Vergrößern Bild anklicken)

 

Zwei Jahre später…

Warum wähle ich diesen „alten“ Chart gerade ? Schauen Sie mal genau auf die obere rote Linie… Ja, dort! In der im Chart vorgenommenen Fibonacci-Projektion ergibt die 100-Prozentmarke ein Kursziel von…US$1.764. Kommt Ihnen die Zahl bekannt vor?Vielleicht von heute? (Quelle: Dan Norcini)


„Der nachfolgende Chart ist mehr zu informativen Zwecken als zum Handeln gedacht. Dan Norcini macht darauf aufmerksam, dass er für den Chart die offiziellen Federal Government’s CPI (Konsumentpreisindex) Daten benutzt (welche nach Dans Worten selbstverständlich bewusst dazu gedacht sind die wahre Inflationsrate gering einzuschätzen). Demnach hat Gold erfolgreich sein inflationsbereinigtes Allzeithoch auf Monatsschlusskursbasis erreicht.“

Jim Sinclair, der legendäre Goldhändler, Investor und CEO von Tanzanian Royalty Exploration brachte diesen Kurs in den letzten Tagen mehrfach in Artikeln und Interviews, so auch bei der diesjährigen GATA Konferenz 2011 vom vergangenen Wochenende, ins Spiel.

Jim geht davon aus, dass mit Erreichen dieses Kurses ein sehr heftiger Preiskampf beginnen wird. Er vermutet (wahrscheinlich wieder einmal sehr zu Recht), dass es hier zu erheblicher Gegenwehr (des Papiergeldsystems) und zu sehr hoher Volatilität des Goldpreises kommen wird. Macht das Sinn? Absolut! Geht Jim davon aus, dass dieses Kursziel zukünftig nach oben verlassen und der Goldpreis weiter steigen wird? Wahrscheinlich.

Jetzt kommt ein „dickes“ ABER

Achten Sie bitte nochmals auf die gezeigte Fibonacci-Projektion. Heute im frühen asiatischen Handel wurde diese 100-Prozent-Marke erreicht und bisher mit dem neuen Allzeithoch bei 1.779 US-Dollar leicht übertroffen. Die darunterliegende 61,8% Prozentmarke im Chart liegt bei 1.200 US-Dollar. Darunter liegt die die starke Unterstützung im Bereich von 1.050 bis 1.100 US-Dollar. 

Vor wenigen Wochen erwartete John Taylor von FX Concepts einen Anstieg des Goldpreises auf $1.900 mit einem darauf folgenden Absturz Richtung $1.100. Das Geschrei über solche obskure Analyse war groß. Halten wir doch kurz ein bisschen inne…

Kriegen Sie Angst bei solch einer Aussage, Ja? Das sollen Sie aber! Gestern rief JPMorgan ein Kursziel von US$ 2.500 zum Jahresende aus. Wie wir hier alle wissen, ist und war JPMorgan schon immer ein Freund der „Goldbugs“, oder? (Ironie aus). Ich persönlich habe keinerlei Zweifel daran, dass JPMorgan final auf „der richtigen Seite“ des Goldmarktes sitzen wird, also LONG. Aber dafür brauchen Sie Ihre Positionen gerade auch die physischen in Form von Münzen und Barren… (Seite 2)

 

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66 Kommentare auf "Gold: Achtung! Eisberg voraus?"

  1. Pectoralis sagt:

    Wuff! das sitzt.. werde mal ein weilchen drüber nachdenken.

    • Pectoralis sagt:

      So, nachdem ich ein bisschen nachgedacht habe, und mir die Chart-Kaffeesudleseri nicht wirklich gefällt, will ich mal den alten Kosto aus der Mottenkiste holen – von ihm stammt der Ausdruck „fait accompli“, das Phänomen der vollendeten Tatsachen.

      Warum steigt Gold gerade? Hauptsächlich Angst und Unsicherheit. AAA-Verlust, Schulden usf. Niemand weiß, ob und zu welchem Kurs Staatsanleihen zurückbezahlt werden können und werden, sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantiks. Ganz zu schweigen von der mäßigen Konjunktur. Während mittlerweile quasi feststeht, dass die Euro-Hühner sich auf nichts einigen können und werden, sieht die Lage bei den Amis (in deren Währung Gold nunmal gehandelt wird) anders aus: die Ami-Hühner im Kongress einigen sich zwar zähneknirschend auf höhere Schulden, doch wer will schon deren Anleihen kaufen? China? Nä! Banken? Nur AAA! Versicherungen? Fragt mal Bill Gross… Bleiben nur Zentralbanken, also die FED. Nur dummerweise kauft die nicht, seit QE2 ausgelaufen ist.
      Jetzt scheint es mir mittlerweile unter den Marktteilnehmern ausgemachte Sache zu sein, dass Benny nachlegen wird, ja sogar muss. Alle Welt wartet also auf QE3, den nächsten (letzten?) Rettungsanker. Gold steigt mE also noch aus einem dritten Grund, nämlich eben diese Erwartung von QE3, bzw des vielen frisch gedruckten Gelds. Und an diesem Punkt kommt der gute alte Kosto ins Spiel. Wenn QE3 endlich da ist, wird der Preis schon recht hoch gestiegen sein. QE3 dürfte, natürlich abhängig von der tatsächlichen Größe des Programms, auf diesem Niveau wenigstens teilweise eingepreist sein – fait accompli.
      Der Faktor Erwartungshaltung fällt mit einem Mal weg – QE3 ist ja da. Das frisch gedruckte Geld findet ohnehin erst später seinen Weg in den Goldmarkt. Nämlich dann, wenn der Besitzer des frischen Geldes wieder feststellt, dass alle anderen Assets maßlos überteuert sind. Bis dahin kann es aber durchaus erstmal nach unten gehen.

      Edit: ich seh‘ grade, QE3 kommt nicht (heute). Gold dürfte also erstmal weiter steigen. Mal sehn, was die Realität morgen dazu sagt…

      • crunchy sagt:

        Nun es kam und es kam auch nicht.
        Man hätte es sich denken können.
        Die Chinesen hatten davor gewarnt.
        Der Markt fest damit gerechnet.

        Somit bekommen alle,was sie wollen und es gibt
        keinen Grund auf fallende Gold/Silberpreise
        zu wetten.

        Denn eines ist seit Trichet, der Zweiten klar:
        Mer gäbet was mer könne, mer Anti-Schwabe!

  2. miramax sagt:

    Interessante Überlegung. War es nicht Marc Faber, der sagte:“Wenn schon Dein Friseur Dir rät in Gold zu gehen, wird es Zeit schnell auszusteigen.“

    Andererseits empfinde ich den charttechnischen Vergleich mit den siebzigern als Kaffeesatzleserei. Die derzeitige Krise ist einzigartig und wird daher auch andere Konsequenzen haben.

    Nie zuvor haben die USA ihr tripple A verloren und der Dollar war dabei auch noch Weltleitwährung. Nie zuvor standen alle europäischen Staaten gleichzeitig vor Staatsbankrott und Währungskollaps.
    In den siebzigern war die Welt noch nicht komplett globalisiert und der chinesische Goldmarkt existierte auch noch nicht.

    Man sieht doch jetzt schon, dass jede Manipulation während der New Yorker Börsenzeit im asiatischen Handel nur zu noch explosieveren Anstiegen führt. Die kaufenden Chinesen sagen „Danke USA“ für die günstige Kaufgelegenheit.

    Zudem sagen Goldpreisprognosen garnichts aus. Was bedeutet es denn, wenn 1oz Gold Ende des Jahres 2500 USD wert ist? Vielleicht kostet dann auch ein Laib Brot 100 USD? Und wie wird sich das überhaupt auf den Goldpreis in EUR auswirken?

    Trotzdem kann man gespannt bleiben.

    • saxo sagt:

      Ich schätze mal, wenn eine Unze AU am Ende des Jahres 2.500 Dollar kosten sollte, wird sich das überhaupt nicht auf den Euro-Goldpreis auswirken, weil es DEN Euro dann nicht mehr gibt! Allenfalls noch einen Rest-Euro, dessen Kurs zur DM sich dann auf dem ehem. LIT-Niveau bewegt.

  3. karlie sagt:

    Hallo Michael,
    habe mir über deine „Szenarien“ auch schon meine Gedanken gemacht. Würden die Asiaten aber nicht bei jedem stärkeren Rückgang zugreifen?
    Die Welt ist nicht mehr die Welt vor 30 Jahren, als die Angelsachsen alleine Finanzpolitik machten.
    Klar, nichts ist unmöglich aber, dass der Tenhagen mal Recht haben sollte??????

  4. buckbunny sagt:

    Nun denn…, aber ist -bei allem Langzeitvertrauen- hier nicht ein Punkt, bei dem man den Repetierverschluss einlegt und mit einer Put Absicherung arbeitet ? Sollte der Titanic Kapitän nicht wenigstens die Lenzpumpen starten, auch wenn er hofft den Eisberg irgendwann zu überwinden ? Kapitalerhalt -als erste Bürgerpflicht
    oder besser Familienvaterpflicht- geht doch hier vor, oder ? Ein buddhistisches Aussitzen von 30-40 % Backdraft und dem Vertrauen in 3 Jahren mit einem Langzeitszenario Recht zu haben, scheint auch für diesen Defensiv-Blog gewagt … Wie sieht das die Community ?

  5. Andre sagt:

    Vielen Dank Michael, muss auch erst einmal denken. Ist aber Balsam auf dem Silber-Haupt 🙂

  6. crunchy sagt:

    Zu Tenhagen: Richtige Freude käme bei ihm auf, wenn er den Orden in Bonds statt Gold erhielte…! Damit kann e r ja was anfangen.

    Einen aktuellen Vergleich sehe ich in der kürzlichen Preisentwicklung
    von, na: Silber!

    Frage mich nur, was Silber macht, wenn Gold nur 25% abschmiert…?

    Sollte man dann nicht eher ein bisschen Silber verkaufen und sein
    Gold behalten?

    Ich ernte jetzt wieder Kopfschütteln aus Düsseldorf, wenn ich die
    alte Leier spiele: USD 21,- bei entspr. techn. Umfeld.

    Grund für den Einbruch kann sein:
    Dass das erwartete QE 3 nicht kommt, sowie, dass es kommt….!

  7. samy sagt:

    Hallo,
    danke für diesen Artikel. Bei dem ganzen Goldhype da draussen, tut der Dämpfer gut. Das inflationsbereinigte alltime-high geht mir seit Wochen durch den Kopf. Bisher dachte ich immer es liegt bei 2300$, nun gut, vielleicht machen die 2-3 Jahre zwischen 2009-2011 den Kohl so fett. Auch gab es in den 70’ern noch mal eine ordentliche kalte Dusche (75/76), bevor die Goldhausse explodierte. Also wenn Gold medial noch mal organisiert gedrückt werden sollte, dann im inflationsbereinigten Hoch, dann also jetzt.
    So, nur gebe ich @miramax recht und möchte dem noch zufügen, wohin dann mit dem Schotter? Anleihen und Aktien spielen verrückt. Scheine sind davon abhängig, ob die Emittenten nicht pleite gehen. Das ist der Unterschied zu den 70’ern. Und geopolitisch hat @ karlie recht, die Gläubigerländer von damals sind die Schuldner von heute und umgekehrt. Können J.P. Morgan und Co. wirklich die Rechnung ohne die Asiaten machen? Wer sitzt heute am längeren Hebel?
    @buckbunny
    Vielleicht sollte man den saisonalen Anstieg noch mitnehmen und sich dann Nov./Dez. von 30-50% des Goldes trennen, um dann in Silber zu gehen. Ich denke das wird bis dann weiter fallen und wir bleiben im EM.

    @Düsseldorfer
    Wie schaut es? Verkauft Italien seine Goldreserven, weil es „too big to rescue“ ist? Könnte das der entscheidene Wissensvorsprung von J.P. Morgan sein? Wäre doch möglich.

    VG

  8. Hans Moog sagt:

    Ich habe in den letzten Tagen zwar auch sehr oft darüber nachgedacht, zumindest kurzfristig aus dem Markt der Edelmetalle auszusteigen um später eventuell günstiger nachzukaufen aber ich habe mich nach Abwägung der momentanen Situation dagegen entschieden.

    Diese Entscheidung hätte bei mir ohnehin mehr mit einem Bauchgefühl als mit Fibonacciretracements zu tun. Ein ähnliches Gefühl hatte ich übrigens als Silber damals das erste mal an der 50$ Marke scheiterte (Mitte-Ende April). Damals bin ich dem Verlangen auszusteigen nicht nachgegangen was mich zwar im Nachhinein geärgert, mir aber auch die nötige Ruhe für kommende Kurskapriolen verliehen hat.

    Trotzdem! Ich glaube nicht, dass das beschriebene Szenario eintritt denn China hat nach dem Downgrade der USA bereits mehr als deutlich signalisiert, dass Sie ihre Währungsreserven nun dazu nutzen werden um die Interessen Chinas zu wahren. Das beinhaltet neben dem Erwerb von ausländischen Produktionszentren auch das Anlegen von Lagern strategischer Rohstoffe. In anbetracht der jetzigen Lage und der Politik der letzten Jahre, zählt Gold für die Chinese mit Sicherheit auch zu den strategischen Rohstoffen.

    Fazit: Ich glaube, dass jede noch so kleine Korrektur von einem sehr starken Interesse aus China aufgefangen werden würde.

    • Hans Moog sagt:

      Ergänzungen:

      1. Der Goldmarkt ist zu groß, um ihn so massiv nach unten zu manipulieren.

      2. Hätte man das vorgehabt dann VOR dem Crash, denn dann wäre der vermeintliche Mythos Gold = Sicherer Hafen endgültig dahin. Was bringt es denn das Metall schlecht zu machen, nachdem es sich als sicherer Hafen bewährt hat? Ist doch quatsch!

  9. gilga sagt:

    Zunächst einmal vielen Dank für die mahnenden Worte. Es beweist, dass man es hier mit Menschen zu tun hat, die durchaus zu einer differenzierten Sichtweise der Lage fähig sind. Anzumerken ist, dass man dieser Tage nicht selten von der Möglichkeit einer sehr deutlichen Korrektur (>50%) bei den Silberpreisen lesen kann. Auch war heute morgen zu lesen, dass nach Marktgerüchten die Zentralbanken (glaube FED war explizit genannt) nun wieder als Goldverkäufer auftreten.

    Auch ich bin der Meinung, dass wir gerade beim Gold in den letzten Tagen einen doch recht extremen Ausschlag nach oben hatten. Erinnert fast ein wenig an den April im Silber, nur dass wir hier eine passende Grosswetterlage vorliegen hatten. Sollte sich die Lage nun ein wenig beruhigen, könnte Gold durchaus auch mal zur Korrektur, zurück auf die Ausgangslage von 1400$-1500$ vor der „Marktpanik“, ansetzen. Ein bisschen Übertreibung „zwischendurch“ natürlich nicht ausgeschlossen. Nur wer schafft es schon wirklich genau diese Dips zu kaufen?! Werden wir hier jedoch tatsächlich eine Korrektur um 30-40% auf ca. 1000$-1200$ sehen? Die FED bräuchte sicher eine solche, damit einem weiteren Argument gegen QE3 der Boden unter den Füßen entzogen wird…

    Ich denke der entscheidende Punkt wird sein, ob die Papiertiger und damit das große Kapital lieber wieder auf DOW/DAX/… gehen, sobald man dort wieder Kaufkurse „riecht“ und die Asiaten bei sinkenden Kursen weiter als verlässliche Käufer auftreten (können). Die Fundamentaldaten (offene Forcierung der Monetisierung der Schulden) sprechen aus meiner (bescheidenen Amateur-)Meinung gegen eine so deutliche Korrektur. Mein Bauch schließt sich dem Düsseldorfer an.

    Mein Ergo für mich aus der Sache: Momentan dazukaufen? Eher nicht. Physisches Material verkaufen? Nur wenn man weiß wohin sinnvoll mit dem Geld (z.B. Kredite ablösen, Investition in Sachwerte etc.) oder eine sinnvolle Strategie (Tausch in Silber um dann wieder Gold zu kaufen => halte ich für riskant; umgekehrt schon eher). Ansonsten: Aussitzen und ggf. Nachkaufen sobald man das eigene Investment dadurch signifikant im Durchschnittspreis drücken kann und der Preis nicht täglich wie das Messer durch die heiße Butter rauscht. Das investierte Geld dient zumindest bei mir der Versicherung, nicht der kurzfristigen Spekulation. Bei großen Volumina sieht das sicher anders aus, und hier gibt es dann ggf. auch sinnvolle Möglichkeiten der alternativen Investition.

  10. Frank2 sagt:

    Jim sagt aber auch, daß man seine eigene ZB sein sollte und rät zum Festhalten.
    Taylor prognostiziert den Absturz des Euros gegen den USD schon so lange, daß seine Euro Shorts mittlerweile tot und begraben sein dürften. Ich finde seine Prognosen nicht so prall.

    Was mir auffiel in diesen Tagen, ist eine ungewohnte Eurostärke. Ich hasse ja den Spruch „diesmal ist alles anders“, aber da ist was anders.
    Als der Aktienmarkt abstürzte, erwarteten viele einen abstürzenden Euro bzw einen stärkeren USD – Pustekuchen!
    Wo blieb das Geld? Im Gold? Ein Teil vielleicht. Der USD wurde jedenfalls nicht wirklich angesteuert.
    Welcher save-haven ist noch existent?
    Und so sehr ich mich selber über die Goldralley wundere, die so ganz ohne Silber ablief, die ganz ohne Goldminen ablief. So sehr glaube ich, daß Gold der save-haven war.
    Diese Märkte sind eh so manipuliert, daß alles passieren könnte. Aber nun kommt eigentlich erst die starke EM Zeit – soll das auch anders sein?
    Das Börsentief der Aktien soll eigentlich erst im Oktober kommen, braucht es dann nicht bald wieder einen save-haven?
    Auch mir ist da was unheimlich, aber rausgehen, das kann ich nicht. Zitierte Michael nicht einmal den Richard Russel mit; das schwerste sei es einen Bullenmarkt einfach durchzureiten?

  11. stonefights sagt:

    Die Marke wird auch in „rottmeyer.de/%e2%80%aajim-sinclair-interviewed-by-james-turk/“ behandelt.

    Michael, Vielen Dank für dieses Update.

    Ich persönlich antworte seit ca. 2 Jahren den wenigen Fragenden und Interessierten in meinem privaten Umfeld, dass ich kein Problem mit (meinen) evtl. fallenden EM-Kursen habe.
    Das ist lediglich mein Indiz, dass mein „gewohntes“ Leben (erstmal) so weitergehen kann.
    Im Umkehrschluss wirds „ungemütlich(er)“ und diese Zeit sehne ich bei Laibe nicht herbei !
    Zugegeben, so ruhig kann man nur mit einem virtuellen Gewinnpolster argumentieren.
    Mittlerweile werden aber auch einige Neue aufgeweckt, klar, wenn das „Auge“ (der zwei Türme) hingelenkt wird .-)
    Auf einer Feier vor ca. 2 Wochen hörte ich einige Bekannte vorm Lagerfeuer über ein für sie scheinbar neues Thema reden „Boa, ei, haste des Gold gesehen, des hauts bald durch die Decke…Klar, der Ami hat einfach zuviele Schulden…“
    Ich zog vor, kommentarlos mein Bier fertig zu trinken, gibt mir mittlerweile mehr, als permanent Tagesschau-Schafe aufzuklären.

    Wirklich schlüssig ist das mit „JPM“ und vielen anderen für mich nicht wirklich.
    Warum jagen die die Schafe rein, wenn sie selber doch angeblich so fett short sitzen ?
    Ich kann doch nur als JPM Gewinne erwirtschaften, wenn ich sie auch „realisiere“, also als „short-seller“ einen riesen Anstieg aussitzen, bringt doch keine Gewinne !?
    Oder gehts bei einer (gigantischen?) Volatilität lediglich darum, dass sich die „Kinder“ die Finger so grob verbrennen, dass sie nie mehr auf die Hertplatte gucken wollen, auch nicht, wenns zum letzten Gericht geht ?
    lg, stonefights

  12. VickyColle sagt:

    Meine Anmerkungen dazu:

    Ersteinmal sehe ich dies ebenso wie Miramax – the world has change.

    1.
    Sollten Italiens Tonnen auf den Markt kommen (was ich nicht glaube das Italien dies machen wird), kommen diese sicher nicht auf den freien Markt (ähnlich wie beim IWF Gold), sondern werden durch andere ZBs mit Sicherheit sofort absorbiert.

    2.
    Das bisschen was Privatanleger in dt/ch/au da an Barren und Münzen gekauft haben, fällt global gar nicht ins Gewicht.

    3.
    $1100 ohne massive USD Anhebung (heute Abend wissen wir mehr), halte ich für ausgeschlossen. Jeder weis also was zu tun ist um sich gegen einen Gold“absturz“ evtl. zu versichern.

    4.
    Jim sprach, richtigerweise, ab 1764 die extreme Vola an von bis zu $300/Tag.
    Und was sagt Michael immer so schön über die Hitze in der Küche. 🙂

    5.
    Gold/Silber Ratio ist schon wieder bei 45.
    Ein bisschen Luft nach unten ist da noch.

    6.
    Michael hat natürlich völlig Recht, wenn er sagt: KEINE einzige Unze Metall zu verkaufen.
    Wer das täte der tradet – und dafür gibt es wesentlich bessere Instrumente als ständig seinen Goldhändler zu belästigen. :-).

    7.
    Faktisch niemand hat wirklich Gold, bezogen auf die Bevölkerungszahlen – wer sollte es also verkaufen?
    Die Bugs die seit Jahren drin sind?
    Die „Versicherungskäufer“?

    Klar, einige Papierscheine aus dem GLD könnten durchaus auf den Markt fliegen, aber wirklich Gold kommt da auch nicht massenhaft auf den Markt.

    Viele Grüsse
    Vicky

  13. j.claude sagt:

    ich denke michael da bist du ausnahmsweise auf dem holzweg.

    sicherlich wird es rücksetzer geben.

    aber auch du bist in letzter konsequenz nicht dazu bereit,den sich geopolitisch unglaublich rasant ändernden gegebenheiten rechnung zu tragen.

    kaum jemand folgt den tips der expertenschwemme die sich auf allen kanälen tummelt.
    deren wirkung wird schlichtweg überschätzt.
    diejenigen die in gold investiert sind bleiben es auch,welchen halbwegs nachvollziehbaren grund gäbe es denn.
    um aus gold und in auf vertrauen basierende schuldscheine von banken und ganzen staaten zu investieren.

    das goldinvestment verfügt schliesslich über werbebotschafter,die einmalig auf diesem planeten sind.

    bernanke,der keine probleme damit hat weiterhin greenbacks zu drucken.
    yes we can obama und der rest des amerikanischen volkes.
    deren wirtschaftsnobelpreisträger,die die gesetze des marktes und die der mathematik ignorieren.

    mutti,die eine klare linie verfolgt und diese klare linie alle 2 wochen grundlegend wechselt.
    berlusconi,sarkozy,trichet,junker und wie sie alle heissen.

    machen besser werbung für gold als es alle clementinen,herr kaisers und frau sommers jemals gemacht hätten…

    und das beste daran,sie bekommen für ihre art der werbung nicht einen müden cent,die machen das freiwillig…:-)

    Kleine Bitte vom Blogwart: Durchgängige Kleinschreibung ist nicht akzeptabel und gewünscht

  14. Thomas sagt:

    Ich weiß nicht so recht. Ich vergleiche immer die Situation mit 2008. Glaube da gings auch schon ab August mit den Börsen runter und dann hatten wir Lehmann. Heute sieht die Situation noch schlechter aus. Extrem verschuldete Staaten, Banken die nur noch Schrott in ihren Büchern zu verzeichnen haben etc.
    Charttechnisch weißt Gold im Verlauf des Bullenmarktes auch keine groben Rücksetzer aus. So seh ich das. Die Vergleiche von Michael sind interessant aber ich glaube auch, dass das grundsätzliche makroökonomische Umfeld heute ein ganz anderes ist.
    Würde mich natürlich nicht freuen wenn Gold so sehr abstürzen würde, weil ich heute wieder so richtig gierig war :). Wenn dann würden wir wie gesagt nur einen manipulativen Kurseinbruch zu verzeichnen haben. Und wie in der Metallwoche immer so schön gesagt wird „Jeder redet von EM, aber keiner hat sie“, deshalb würde ich auch auf meinen Friseur in bezug auf Anlagetips hören. Nachher sind wir halt alle schlauer!

  15. j.claude sagt:

    ich vergass..
    grösste „werbebotschafter“ sind da unmittelbar europäische schuldnerstaaten,extremstbeispiel griechenland…
    also der staat,der wirklich jede halbwegs funktionierende staatliche einnahmequelle.
    jede staatliche spielhölle,jede bootsanlegestelle,selbst jeden parkplatz.
    sprich all die werte die ansatzweise arbeitsplätze und dividende generieren und dem staat eine minichance des schuldenabbaus brächten.
    werden liebend gern zum tiefstpreis eher heute als morgen verhöckert werden.

    aber die goldberge auf dem alle schuldnerstaaten sitzen.
    auf einem metall das..
    so tenhagen,null rendite bringt und eigentlich völligst überflüssig und total überteuert ist.
    davon rückt nicht einer der bis zum hals verschuldeten staaten auch nur eine unze raus.

    ähnlich wie alle anderen notenbanken der welt,die trotz immer neuer rekorde auf der käuferseite stehen.

    der trend zum weltweiten einsammeln.kann immer schwerer manipuliert werden.
    alles an physischem gold wird weggekauft sobald es auf dem markt ist.

    kurse unter 1400 sind deshalb genauso wahrscheinlich,wie ein ausgeglichener eu/us haushalt.

  16. divo sagt:

    Ich sehe die Möglichkeit eines scharfen Rückganges beim Gold als durchaus gegeben. Aber noch mehr sehe ich einen scharfen Rückgang des Silberpreises – vielleicht hämmern „sie“ ja auch beide Metalle gewaltig zurück – vielleicht aber auch nicht. Auch ich würde auf keinen Fall dazu raten auch nur eine Unze abzugeben.

    good luck

  17. holger sagt:

    Diesmal ist es „politisch“. Das ist nicht Mr.Market. Nein… seit Montag letzter Woche und letztem Montag, hat sich nichts geändert auf unserem Planeten. Der Tag hat immer noch 24 Stunden und paar zerquetschte Minuten/Sekunden. Es gab keinen Grund außer AA+ die Reaktion der Kinesen war eindeutig und nicht aus Spaß gesagt. Obama hat sich dazu geäußert. Da läuft ein ganz großer Klops im Hintergrund. Da bin ich mir sicher. Ich würde zu gerne wissen, wer die zeitweiligen 7% Verluste im DAX zum Kauf genutzt hat. 😀 Wenn das man nicht „Asiaten“ waren, die USD Klo-Papier in Sachwerte tauschen.

  18. urmel sagt:

    Was haltet ihr von Put-Optionen (auf EMs), die per StopBuy-Order ausgelöst werden?

    Das kostet erstmal nur Zeit und man kann die Orderschwellen und die Optionsscheine beliebig oft nachziehen/modifizieren (bis zum Ernstfall).

  19. braindead sagt:

    physisch rühre ich keine Unze an zum Verkauf

    und es gibt nette put OS zum spielen

    sollen se machen wie sie wollen mir egal

    habe die letzte Woche short voll mitgenommen an den Märkten, bin also flexibel

  20. erwin sagt:

    Gold und Silber kauft man für seine Enkel und nicht um damit zu spekulieren!
    Für mich ist Gold „vergegenständliche Arbeit“, also der Lohn und der Speicher für meine Lebensarbeitszeit. Man hat nur ein Leben und seine
    Lebensarbeitszeit sollte man nicht im Papiergeldsystem verzocken.

  21. Silberdax sagt:

    …ich sehe da eher den Eisberg, gegen den gerade der eine oder andere Edelmetallhändler geknallt ist oder knallen wird. Seit 3 Wochen bringt der Händler im Namen des Bullen keine 60 Wiener-Silberunzen auf den Tisch – es soll ja angeblich nur ein ganz kleiner Kreis von physischen Silber-Käufern geben…Na, wenn da mal nicht bald ein viel grösserer Eisberg aus einem von nicht vorhandenem Edelmetall gerammt wird. Die Party läuft noch auf dem Oberdeck der Finanztitanic…der Eisberg ist noch ein paar Meter entfernt. Wehe, die Meute will auf einmal in die viel zu wenigen Rettungsboote aus Gold und Silber.

    • Thomas sagt:

      Kann dir da nur zustimmen. Es kann doch nicht normal sein, dass man zwei, drei Wochen auf eine gräßere Bestellung Silber-Unzen wartet. Wäre natürlich eine interessante Sichtweise die du da vertrittst. Aber jetzt schon?

      • Z sagt:

        Hallo,
        @Silberdax und Thomas
        Leider weiss ich nicht von welchem Haender ihr redet.. Ich moechte nur ein kleines Erlebniss erzaehlen:
        Ich war vor 2 Wochen in der Nationalbank in Innsbruck, genauer gesagt gibt es dort eine Niederlassung des Schoeller Muenzhandels. Der Herr am Schalter hat mir mitgeteilt, dass er schon vor mehreren Monaten Silber Philis bestellt habe, aber bis jetzt keine einzige Oz bekommen hat. Das hat mich doch sehr verwundert, immerhin ist der Schoeller Muenzhandel 100% Tochter der Muenze Österreich… Dafuer weiss ich jetzt, dass Armenien seit kurzem auch 999 Ag Anlagemuenzen produziert. Im Hintergrund ist die Arche Noah zu sehen und im Vordergrund eine Taube mit einem Olivenzweig. Das Motiv hat was passendes 🙂

  22. auroria sagt:

    Grundsätzlich alles Nachvollziehbar was der DDorfler sagt, aber ich glaube aus 3 Gründen nicht daran:
    1. Wenn Gold tatsächlich richtung 1200$ fällt, dann kommen die Chinesen mit ihren 1,x Billionen $ und kaufen alles leer. So leer, dass die Comex und alle nicht gedeckten ETFs und co. pulverisiert werden.
    2. Die breite Masse hat kein Gold, sondern wenn dann verkaufen die derzeit welches. Hatte letzte Woche erst wieder ein Flugblatt von so einem Goldankaufladen im Briefkasten. Von den Tradern und einigen Spekulanten abgesehen, ist das Gold imho. derzeit nicht in schwachen, sondern eher in starken Händen.
    3. QE3. Das sollte den Goldpreis doch schnell über 1800 bringen. Naja in 5 Minuten wissen wir mehr.

    Und @karlie: Wenn der Tennhagen mal Recht haben sollte, dann nur durch Zufall und den hat er dann vorher bestochen …

  23. Fnord23 sagt:

    Mönsch Michael: Ist es das was du glaubst? Da kommt meiner einer vom Grillen und dann das.

    Du bist der böseste Düsseldorfer den ich kenne. So eine Verunsicherung aber auch. Wat bist du gemein.

    Nur – ich durchschaue deinen Plan. Du willst, dass wir verkaufen. Die Preise nach unten prügeln und dann selbst alles einsammeln. Gib es zu!

    Darauf falle ich nicht rein. Keine Unze verlässt meinen Einflussbereich.

    Im Ernst: Auch das halte ich für möglich.

    Und: Lasst doch bitte den armen HJT in Ruhe. Der tut auch nur seinen Systemjob. Was soll er machen. Er bedient das System eben so. Und jeder von uns, der deren Geld benutzt, bedient das System auch. Außerdem sieht der doch immer so nett aus und wirkt ein wenig hilflos.

    Da gibt es ja auch noch den W. Buffet. Der benimmt sich auch so komisch in letzter Zeit. Empfiehlt US Staatsanleihen. Ist er wohl dem System was schuldig.

    Kommt mir vor wie damals 1929. Da soll auch einer von JP Morgen an der Börse für alle sichtbar Aktien gekauft haben, um noch mal Vertrauen zu erzeugen.

    „Wenn ein Staat mit dem Rücken zur Wand steht, wird er drastische Mittel einsetzen, um seinen Bankrott abzuwenden. Diese waren in der Vergangenheit immer gleich: Zugriff auf das Privatvermögen, Inflation, Währungsreform. „- Michael Grandt

    Wenn die Preise doch noch mal kräftig abtauchen, dann geh ich meinen Kookaburra streicheln. Das beruhigt ungemein.

    VG aus Sachsen

  24. Der Fotograf sagt:

    Thanks, Michael!

    Das liebe ich so an diesem Blog, man wird zum denken angeregt, Es wird auch mal quergedacht und nicht immer nur in eine Richtung gejubelt. Sehr schön, bitte weiter so! 🙂

    Michael, auch mir fehlt in deinen Überlegungen der asiatische Aspekt. Nach allem was man so hört ist man in Asien recht goldverliebt und hat inzwischen auch die nötige Kaufkraft um dieser Leidenschaft nachzugehen. Die HKMEX und die Pan Asia Exchange wurden doch sicher nicht eröffnet um chinesiches Gold zu verkaufen und so einen Preisabsturz zu unterstützen.
    China ist seit einiger Zeit vom Goldexporteur zum -importeur geworden. Unterstützt wird der chinesische Goldwahn von der explodierenden Inflation im Reich der Mitte.
    Im Handelsblatt steht heute wenig überraschend zu lesen, dass China aus seinen Dollaranlagen raus will. Wo wollen Sie hin? In anderen Papierschrott? Oder doch lieber in Sachwerte, in Firmen, Rohstoffquellen und natürlich Edelmetalle?
    Der Goldpreis kann also gar nicht so tief fallen, weil die Chinesen ihn stützen.

    Andererseits, wenn die CRIMEX den Preis nach unten manipuliert handelt sie ja im Interesse der Chinesen. Wer kaufen will freut sich über günstige Preise. Warum also aus chinesicher Sicht nicht die CRIMEX eine Weile gewähren lassen, bevor man zuschlägt?
    Und was passiert wenn in China die Immoblase platzt und der Welt einen einen deflationären Schock vom Feinsten beschert? 2008 lässt grüßen.
    Der Goldpreis kann also tief fallen, weil die Chinesen ihn abstürzen lassen.

    Ich weiß also, dass ich nichts weiß. Alles kann, nichts muss. Aber deshalb Unzen verkaufen? NÖÖ!

    Und was treibt JPM dazu ein Kursziel von 2.500 auszurufen? Seit wann meinen es Bankster gut mit Anlegern? Wenn eine Bank hohe Kursziele ausruft sucht sie doch wohl eher Dumme, die ihr das Zeug abkaufen. Aber in der MW habe ich ja erfahren, dass JPM bei Gold auf der Käuferseite steht. Oder ist JPM gerade dabei die Seite zu wechseln? Was wissen die Bankster, was ich nicht weiß? Und ist das jetzt gut oder schlecht für den Goldkurs? Aber wenn Bankster große Kursziele ausrufen kann das ja nur schlecht sein für den Kurs.

    Aber Charttechnik und Fibonacci Retracements sind natürlich immer ein klasse Ratgeber. Ich habe in den letzten Wochen mal die Ratschläge eines Elliott-Wellen-Spezialisten verfolgt. Saustark, ich habe nicht eine Analyse gefunden die zugetroffen hätte. Sollte der gute Mann seine eigenen Tipps befolgen muss er schon lange Pleite sein.

    Wenn jetzt der Düsseldorfer mit Charttechnik mahnt, müsste das also gut sein für den Goldpreis. Aber wenn JPM jubelt müsste es schlecht sein?!? Ja wie denn nun?

    Ich weiß also, dass ich nichts weiß. Alles kann, nichts muss. Aber deshalb Unzen verkaufen? NÖÖ!

    Aber ich kann ja Unzen absichern. Letztes Jahr um die Zeit war das schon mal eine gute Idee. Alle Welt diskutierte über Inflation oder Deflation und der Kurs meiner Silberlinge kam den ganzen Sommer über nicht aus dem Knick. Und wenn jetzt die Deflation kommt? Wie war das 2008? Um Gottes Willen! Also schnell einen Teil der Silberlinge mit Puts abgesichert. Dann ist der Verlust wenigstens nicht so schlimm. Und die goldenen sind ja nicht so deflationsempfindlich.
    Kaum hatte ich die Puts im Depot hoben meine Silberlinge zu einem historischen Höhenflug an. Als ich zum Jahresende die letzten Aschereste meiner verbrannten Absicherungsputs aus dem Depot gekehrt habe waren die Gewinne der Silberlinge wenigstens deutlich höher gewesen als die Kosten für die Puts.

    Ich weiß also, dass ich nichts weiß. Alles kann, nichts muss. Aber deshalb Unzen verkaufen? NÖÖ!

    Und interessiert es mich überhaupt, wenn Gold in USD gemessen um 30% fällt? Wäre das dann nicht eine USD-Stärke? Und würde in so einer USD-Stärke der Euro vielleicht ebenfalls gegen den Dollar fallen? Wären es dann in EUR vielleicht nur 10% Kursverlust? Eventuell gar ein Kursgewinn? Der EUR lümmelt schon seit dem Frühjahr lustlos bei 1,4XXX USD rum. Wird also eh Zeit das da mal Bewegung reinkommt.
    Oder wäre es keine USD-Stärke sondern eine allgemeine Papiergeldstärke? Und wäre der EUR dabei vielleicht noch stärker als der USD und würde aus 30% Verlust in USD satte 45% Verlust in EUR machen?

    Ich weiß also, dass ich nichts weiß. Alles kann, nichts muss. Aber deshalb Unzen verkaufen? NÖÖ!

    Wisst Ihr was? Ich lasse das alles mal so kommen wie es kommt. Ich bring weiterhin jeden Monat ein paar Zettel zur Buntpapierannahmestelle und trage dann Unzen nach Hause. Und wenn der Chart, JPM, die Chinesen, die CRIMEX oder der liebe Gott Gold nochmal auf 1100,-USD schickt, und der Euro dazu steigt und es noch billiger macht, müsste ich noch mehr nach Hause schleppen. Ich Armer!

    Aber wenigstens könnte ich dann ein Foto umsetzen, dass mir schon lange vorschwebt, wozu mir aber noch etwas Material fehlt. 🙂 Das wäre die Schlepperei wert.

    VG

  25. timo sagt:

    Also… wenn ich mir, draussen im wirklichen Leben, den
    „Kaufen-Zahngold-auch-mit-Zahn-Indikator“ (ich meine da die Anzahl dieser netten Schilderchen überall an den Gartenzäunen und Hauswänden)anschaue, kann ich mir nicht vorstellen, dass da langfristig eine Talfahrt kommt.
    Passend dazu schaue ich mir gelegentlich den
    „Vater-winkt-ab-Indikator“ an.
    Zeigt auch der keine Veränderungen, d.h. gesteigertes Interesse, brauchen wir uns keine größeren Sorgen machen. 🙂

  26. Johannes sagt:

    Ich muss schon sagen, Hut ab vor diesem Blog, für mich der Beste von allen. NIrgendwo anders bekommt man eine so ausgewogene und auch unterhaltsame Berichterstattung frei Haus geliefert, wie hier.

    Vielen Dank an Frank,“ Rott“, „dem Düsseldorfer“, Gehrt und Co!

    Bezüglich Gold verfolge ich schon seit langem die Kommentare auf der österreichischen Online- Tageszeitung, derstandard.at!

    Es ist erstaunlich, welche Trendwende es dort gegeben hat. Fast nur noch Befürworter des gelben Metalles, wobei der Grundtenor der ist, Gold kann nur noch steigen.

    Besonders bemerkenswert fand ich die Frage eines Posters, ob er jetzt, ob des hohen Preises noch Gold kaufen soll. Die Antworten waren fast ausschließlich: Ja sofort, nur nicht warten.

    Poster, die gegen Gold schreiben werden größtenteils als „unnötig“, also mit roten Strichen bewertet.

    Irgendwie scheint mir derzeit ein regelrechter Goldhype zu entstehen, bzw. bereits vorhanden zu sein.

    Würde mich nicht wundern, wenn „der Düsseldorfer“ mit manchen seiner Annahmen richtig liegen würde und Gold demnächst stark korrigieren sollte.

    Ich rechne jedenfalls damit, bin damit aber derzeit eher ziemlich alleine mit dieser Meinung. 😉

  27. Jochen sagt:

    Vielen Dank für die kritische Betrachtung. Auch wenn das Umfeld noch so perfekt für EM erscheint, sollte man diesbezüglich nicht erblinden,
    obwohl ich in Anbetracht der gesamten Lage nicht wirklich erkennen kann, wo ein 30%iger Rückschlag herkommen soll.Niemand kann nachvollziehbar erklären, welche Macht Manipulation aktuell noch hat.
    Wenn Manipulation unbegrenzt möglich ist, warum sind wir jetzt über 1700 ?
    Zu dem, der jetzt bei starken Rückschlägen verkaufen sollte, hätte mein erster Chef gesagt: Es gibt Hiesige und Dösige, und der ist auch nicht von hier.

    übrigens: Hände weg von Tenhagen, der hat genug Prügel bekommen.

  28. holger sagt:

    Meinetwegen OT…

    Zinsen Heli Ben. Was macht der eigentlich? Wozu wird der eigentlich bezahlt? Hähähä das ist nen Job… den hätte ich auch gern. 😀 😀 Hoch wichtig sitzt er da, Anzug und graue Haare wenn vorhanden. Ab und Zu wird er vom Senat mal zum Grillen eingeladen. BarbieQ oder so. Mit Ken und Obama. Sollte man es ernst nehmen? Die Situation? Ne… Ernst ist alt genug.

  29. Fnord23 sagt:

    Die Kommentare sind genauso Klasse wie die Beiträge.

    War da nicht wo ein Spenden-Button? Ah ja, da oben.

    Werd wohl mal was rüberschicken.

    @all: Das hier ist doch Infotainment erster Güte. Also los. Der Spenden-Button ist für alle da. Solange die Betreiber noch Verrechnungseinheiten nehmen. Wenn dann nur noch GOSI akzeptiert wird, wird es teuer.

    @timo:
    Kannst du bitte Bescheid geben, wenn dein Indikator die Anzeige wechselt.

    VG aus Sachsen

  30. Krisu sagt:

    Tach zusammen.
    Für so unwahrscheinlich halte ich die Thesen aus Düsseldorf nicht. Kurzfristig finde ich Gold ganz schön heißgelaufen; vielleicht mal wieder Zeit auszuatmen: seit 01.07. in der Spitze um die 300 USD Plus, seit 01.08. ca. 150 USD Plus. Das obere Bollinger Band ist durchschossen – antizyklisch interpretiert eine Übertreibung. Dann gab es ein offenes Gap vom 05. zum 08. August 2011. Der Stochastik-Indikator ist im überkauften Bereich, die Mainstream-Berichterstattung ist – wenn auch meist bescheuert – zuviel des Guten. Nur mal so auf die Schnelle.
    Falls die Aktienmärkte wieder anziehen sollten, wäre die Hintergrund-Folie „vermeintlich (zum Brechen dieses „vermeintlich“)sicherer Hafen wird nicht mehr gebraucht“, falls der Crash weitergeht, sinken irgendwann alle Assets, auch Gold. Das Gold/Dow-Jones-Ratio von 1 kann ja auch erreicht werden mit einer Parität bei 1000 USD.
    Was China, Indien und andere Emerging Markets angeht: deren OECD-Frühindikatoren gleiten allmählich in den Rezessionsmodus. Wenn die Kollegen aus Asien also nicht mehr so viel nachfragen (können) od. Positionen auflösen (müssen), ja was dann?? In den 80ern grassierte der „Japan-Hype“, der „China-Hype“ erinnert mich irgendwie daran. Wer sagt denn, dass die Chinesen nicht auch mal in die Krise laufen können??

  31. Der Wuppertaler sagt:

    Ein weiterer Aspekt, der gegen einen „großen Rücksetzer“ spricht und der hier noch nicht angesprochen wurde – neben der Tatsache, das „die Chinesen“ bei Rücksetzern kaufen – ist doch auch die Saisolnalität. Dies wurde noch gar nicht angesprochen! Wir Bewegen uns auf die „besten Edelmetallmonate“ zu:

    „Innerhalb der vergangenen 38 Jahre legte der Kurs des Edelmetalls im September 25-mal zu, fünfmal mit zweistelligen Prozentraten. Nur 12-mal verlor Gold in diesem Zeitraum. Einmal blieb der Goldpreis unverändert. In den letzten zehn Jahren schloss er im September NUR ZWEIMAL mit Verlust, 2006 (-3,22%) und 2000 (-0,31%).“
    Quelle: Goldreporter.de 2010

    Die Statistik würde also gegen einen „großen Abverkauf“ beim Gold sprechen, wobei wir uns ja aber immer noch im August befinden…

  32. holger sagt:

    @ Moinsen Krisu

    das mit China möchte ich mal so erklären:

    Es gibt von den Kurznasen (das ist keine Beleidigung) über 1.300 Millionen. Von den derzeitigen Langnasen in DE irgendwie so etwas über 80 Millionen. Da kommt es auf 2 Millionen mehr oder weniger nicht so an. Nun stellen wir uns mal vor, das DE-Abendland störbt aus… keiner mehr da und in Kina störben ebenfalls 80 Millionen! Marktwirtschaft die soziale, Export, alles hin, in DE. Also alle Langnasen hier Tod. Wie viel Kurznasen in China werden dann noch weiter ein wenig Wohlstand geniessen wollen? Richtig über 1.220 Millionen Stück sind in Kina dann noch vorhanden. Bei Geburtenkontrolle versteht sich.

    Kannst du dir aber nicht nur du, nun diese Dimensionen mal vorstellen? Da sind noch nicht mal die Inder mit eingerechnet.

    Nun rechnen wir die Inder und die Kinesen mal zusammen. Dann kommen wir über 2.600 Millionen. Wenn die ganze EU störbt (ca. 500 Millionen) immer so, dass auch in Asien die Störblichkeit mitzieht. dann sind in Asien immer noch 2.100 Millionen. Und nun störben auch noch alle Cowboys (ca.300 Millionen). Da ist auch keiner mehr. Dann bleiben in Asien weiterhin 1.800 Millionen.

    Und die wollen alle auch einen Daimler fahren und jeder 10 Unzen Au

    Wir können froh sein, dass die so „friedlich“ sind.

  33. cherry sagt:

    Kann man die Situation mit der Vergangenheit vergleichen ??? Ich denke mal nicht. Die Geldmenge ist gewachsen ….. eigentlich explodiert. Gold ist eigentlich hier nur ein Nachläufer. Sobald Gold nur etwas sinkt greifen Asiaten und andere zu. Unter normalen Umständen kann Gold nicht so sinken. Einzige Möglichkeit ist ein Goldverbot mit Einzug zum festgesetzten Preis. Sollen sie ….von mir bekommen sie kein Gramm.

  34. haariger_harry sagt:

    Wie alle Preise ist auch der von Gold letztlich der von Angebot und Nachfrage. Spekulationen, Gold steigt, Gold fällt gibts fast täglich.
    Viele Menschen, die damals vor 2 Jahren Gold zu 1000 Dollar viel zu teuer fanden, warten nun sehnsuchtsvoll darauf, dass Gold doch bitte noch einmal auf 1000 Dollar fallen tut. Nur um dann ggf. doch wieder skeptisch zu bleiben, ob es nicht doch immer noch zu teuer ist. Da Papiergeld prinzipiell beliebig ist, ist es auch der Goldpreis. Wenn ein Hedgefond morgen 1 Milliarde in Gold abstößt, sei es nun aus charttechnischen Gründen oder aus Geldnot, dann fällt der Goldpreis eben. Wenn eine Bank entschließt Gold mit ihren Illusionen zu shorten, dann fällt der Goldpreis eben. Keiner kann das ändern, jeder ist dem Treiben hilflos ausgeliefert. Aber der Wert des Gold können sie niemals beeinflussen, 1 Gold bleibt 1 Gold wert, auch in 1000 Jahren noch.

    Gold ist letztlich ein Hedge, eine Versicherung, die jeder einzelne kaufen kann. Die einzige Versicherung, die unabhängig dem Treiben aller andereren besteht. Ewig. Keine Papierversicherung kann sowas leisten, egal was sie verspricht. Eine Versicherung gegen unser Währungssystem. Eine Versicherung gegen das Treiben der Macht. Eine Versicherung weiterzuleben, wenn morgen die Welt komplett anders ausschaut, weil irgendeine Macht das gut findet. Gold ist eine Versicherung für Freiheit, eine Freiheit die nicht von der Gunst und Gnade anderer abhängig ist.

    Alles was jeder einzelne tun sollte ist, für sich zu entscheiden, brauch ich eine solche Versicherung oder vertraue ich dem Geldsystem und seinen mächtigen Lenkern.

    Am Ende zählt nur diese Versicherung. Haben oder nicht haben.

    Ich glaube dass es nicht nur die Illusion des Papiergeldes gibt, sondern ebenso die Illusion der Goldverfügbarkeit. Die Versicherungen sind begrenzt, ihre Menge endlich. Je mehr verstehen, je mehr diese Versicherung suchen , kaufen und letztlich irgendwo verbuddeln, desto weniger Gold bleibt dem Rest. Wir sind vielzuviele Menschen und viel zu gut informiert, und Menschen wachsen, und ihre Bildung ebenso. Das geht nicht lange gut, jedenfalls so lange nicht, solange Vertrauen in Macht und Papiergeld in solch atemberaubender Geschwindgkeit sinken und aller Voraussicht nach weiter sinken werden. Und wenn Gold dann irgendwann ausverkauft ist, und dort angekommen ist, wo den Leuten egal ist, was der Preis des Goldes ist, weil sie nur darauf warten, dass ihre Versicherung „ausgezahlt“ wird, in Form eines neuen Währungssystems, einer neuen Art des Zusammenlebens, dann kann man den Preis des Goldes bedenkenlos auf 1 Dollar senken, oder auf 1 Million Dollar erhöhen, denn es ist dann völlig egal.

  35. Ludwig von Mises sagt:

    @ samy vom 09.08.2011, 17:00 Uhr

    Dieses Szenario habe ich in Gedanken auch schon durchgespielt.

    Was passiert aber wenn die USA und Italien ihr Gold jetzt verkauften? Im nächsten Moment würden sie am Bondmarkt erheblich höhere Zinsen zahlen müssen und damit wieder kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stehen.

    Kippt das System ganz hätten die Länder garnichts mehr mit dem sie ihre neue Währung unterlegen könnten.

    • samy sagt:

      Hi,
      stimmt, über den Mechanismus „Anleihezins-Goldreserve“ habe ich nicht nachgedacht. Da wäre der Verkauf ein kurzes Vergnügen, könnte in Italienalso nur per Zwang geschehen, etwa wenn die EU-Geberländer darauf bestehen.
      Auch für die USA wäre das psychologisch gesehen eine Urgewalt von einer politischen Katastrophe. Führt zu höheren Risikoaufschlägen im Anleihezins.
      VG

      • stonefights sagt:

        Uijujui, dieser blog-Beitrag entwickelt sich ja so langsam stark inflationär.
        Und trotzdem:
        Wie könnte denn die USA ihre in ihre Anzahl und Höhe einzig und alleine SELBST festgestellten und gemeldeten Goldreserven, meines Wissens nach seit ca. 40 Jahren nicht von extern testiert, denn verkaufen ?
        Da lebt es sich doch mit dem „Glauben“ viel besser.
        Ein Verkauf, vielleicht sogar dummerweise verbunden mit dem Auslieferungsgebot des Käufers (?), würde doch nur „Unruhe“ stiften…
        Wenn ich die Historie und Machenschaften mit anderen Statistiken, deren Erhebung, von wem, für wen, so verfolge, z.B. Arbeitslosenstatistik (z.B. angeblich würde ein Amerikaner, der im Monat eine (1!) Stunde Arbeit hat, nicht in der Statistik geführt – nicht verifiziert !), dann überlege ich mir gerade,
        WER ERHEBT DENN DIE STATISTIK FÜR DIE WELTWEITEN GOLDBESTÄNDE IN DEN JEWEILIGEN LÄNDERN ?
        Wer sagt euch, dass in Italalien nicht z.B. in irgendeiner Form nicht auch das privat italienische Gold durch irgenwelche abstrusen Rechenformeln miteingerechnet wird ?
        Das wäre durchaus nachvollziehbar, oder ?
        Ich sehe nachwievor diese ganzen Verwerfungen unter dem NWO-Aspekt.
        Wenn alle physischen Werte in den Händen weniger, wenn alle Bürger in mehr oder weniger verketteten „Abhängikeiten“ von scheinbaren Demokratie-Gebilden unterschiedlichster Grösse leben, wenn aufgrund Verarmung und Verrohung der Unterschicht der Ruf nach Enteignung (letztendlich dann der Mittelschicht?) kommt, dann gehört das Gold dieser Welt aufeinmal (zumindest in Teilen), wieder allen, dem neuen Staatenbund, also dem Volk oder doch nicht ?
        lg, stonefights

        • samy sagt:

          Hi,
          die Problematik mit den Goldreserven und was da nun wirklich noch ist, die ist mir bewusst. Nur solange das nicht bewiessen ist, muß ich erst mal davon ausgehen, dass die noch da sind. Ansonsten:Ron Paul for President! Der wollte ja mal zählen gehen.
          VG
          PS:Einige wenige VT rund um das Gold erwiesen sich ja als wahr, wie etwa der „Blessing-Brief“.

  36. Ludwig von Mises sagt:

    @ Pectoralis v. 09.08.2011, 20:26 Uhr

    Ich kann all Deinen Argumenten zustimmen. Das Wichtigste hast Du aber leider vergessen: der langfristig nachhaltig zerstörte Vertrauensverlust in die Agierenden/Reagierenden in Politik, Banken- und Wirtschaftswelt.

    Gegen dieses fulminante downgrade beim Vertrauen ist das Erdbeben von Fukushima ein Kindergeburtstag gewesen.

    Wenn man es überhaupt jemals schafft das wieder halbwegs aufzubauen, so wird es doch sehr sehr lange (Jahrzehnte) dauern.

  37. Avantgarde sagt:

    Bin ja schon mal auf die Metallwoche gespannt.
    Der Düsseldorfer baut schon mal vorsichtshalber vor – bevor die Enttäuschung und der Katzenjammer kommt.

    Hat er sich gar von den Deflationisten verunsichern lassen?
    🙂

    Irgendwann kommt der Exit – das muß allen klar sein.
    Das WANN ist tatsächlich die Frage.

    Aber ist ja eigentlich nicht neu.
    Johann Saiger im Januar 2011:
    http://www.youtube.com/watch?v=leDjyl8zaCg

  38. samy sagt:

    @Düsseldorfer
    „Dan Norcini macht darauf aufmerksam, dass er für den Chart die offiziellen Federal Government’s CPI (Konsumentpreisindex) Daten benutzt (welche nach Dans Worten selbstverständlich bewusst dazu gedacht sind die wahre Inflationsrate gering einzuschätzen).“

    Okay, nun löst sich auch die Verwirrung in meinem Kopf, ich hatte „ehrlichere“ all-time-highs in meiner Rübe.
    Das heisst dann aber für die J.P.Morgan Schätzung von 2500$, dass die sich an andere Infationseinschätzungen orientieren könnte. Dann ist das vielleicht gar kein Sand in die Augen streuen, sondern nur die Aussage „wir sehen keine größeren Hindernisse mehr bis zum wahren inflationsbereinigten Hoch“.

    VG

  39. Thomas sagt:

    Dann sicher dich doch mit Puts ab. Wie du hier sicherlich schon gelesen hast, wird trotz möglicherweise eventueller Kursverluste keiner seine Unzen verkaufen. Spiel auch mit dem Gedanken, aber warum Optionsscheine wenn ich mir dafür physische Unzen holen kan, die dann mölicherweise eventuell im Endeffekt einen viel höheren Wert besitzen :). VG

  40. Olaf Palme sagt:

    Sehr gute Einschätzung.
    ergänzen: Heuer dürfen auch die vielen Menschen aus den nicht nur fernen Osten und die neu hinzugekommen Menschen Gold und Silber kaufen.
    Das heißt: alles min. mal drei gegenüber 1980.
    Dann noch die Inflation dazu und endliches Gold.
    Ein Goldkurs von 1100 USD wäre aber trozdem ein Traum um zukaufen.
    LG Olof
    Ps: Sorry an Herr Meyer

  41. Krisu sagt:

    Moin zusammen!
    Der Relative Strength Index liegt bei Gold bei über 90 Zählern (von 100). Über 70 ist überkauft. Das letzte Mal als Gold im RSI bei über 90 lag, das war am Freitag, den 29.04.2011. Erinnert sich noch jemand an das Wochenende 🙂 Gold stand am Tagesende bei 1565,60 USD, in der Spitze bei 1569,55 USD. Nach der kalten Margin-Dusche beim Silber gab, lag Gold am 05.05. bei 1473,30 USD – und das war ein Kollateralschaden.
    @Düsseldorfer & alle: könnte uns eine Margin-Erhöhung am Wochenende, sagen wir am Sonntagabend blühen?? Im Übrigen einen goldenen Tag euch allen!!

  42. samy sagt:

    Moin,
    nanu, wurde da an den Margins gedreht?
    „http://in.reuters.com/article/2011/08/11/idINIndia-58731020110811“
    Pünktlich beim Überschreiten von 1764$?
    VG

  43. karlie sagt:

    Frage an den Blogwart

    Hallo Frank,
    nachdem ich auf n-tv den Bericht von Jan Gänger „Die D-Mark ist ein Albtraum“ lesen musste, habe ich vor Zorn den Fernseher auf DAF umgeschaltet.

    Dort wurde der Börsenhändler Andreas Lipkow interviewt. Angesprochen auf die Gerüchte über Schwierigkeiten bei der Societe Generale, sprach er am Anfang des Videos von „Lieferschwierigkeiten im Zusammenhang mit den Short-Positionen auf den Rohstoffmärkten“.

    http://www.daf.fm/video/daf-schlussglocke-bankenpleiten-da-koennte-was-dran-sein-50146765-DE0008469008.html

    In den MSM habe ich lediglich über „finanzielle Schwierigkeiten der Societe Generale“ gelesen, aber nirgends eine Begründung dafür gefunden.
    War die Aussage Lipkows nun seine eigene Meinung oder wurde dies von mehreren Händlern als Begründung genannt?

    • Frank Meyer sagt:

      Ich kann ihn heute mal fragen und sehe ihn an der Börse. Etwas Geduld (wenn ich es in dieser Hektik der Zeit nicht vergesse 🙂

      • karlie sagt:

        Danke.

        Ach ja, um noch mal auf das eigentliche Thema von Michael bzgl. der evtl. Rückschläge an den EM-Märkten zurückzukommen. Ich habe da ein Papier gefunden das eine gewisse Absicherung bringen kann.
        Ein Silber-Indexzertifikat CZ33C1 (gibt es auch auf Gold). Es hat keinen Knock-Out und unbegrenzte Laufzeit.
        Eignet sich aufgrund des volatilen Silbers und des vierfachen Hebels auch gut zum traden.
        Habe mir mal einige dieser Scheinchen zugelegt. Wenn sie fallen steigt der Wert meiner physischen Unzen.
        Sollte es beim Silber zu starken Rücksetzern kommen, kann ich mit dem Gewinn noch ein paar Unzen nachkaufen.
        Klar, physisches Silber ist ja eigentlich schon die Versicherung. Aber es liegt nun mal in der deutschen Mentalität Versicherungen zu versichern.
        Keine Anlageempfehlung, nur meine Meinung. 🙂

        • stonefights sagt:

          PerformanceZeitraum Zertifikat Basiswert
          1 Monat -36,49% —
          3 Monate -55,32% —
          Laufendes Jahr -87,05%
          EmissionsinformationenEmittent: Commerzbank

          Ich stelle dir ein paar „rhetorische“ Fragen, lediglich für dich ganz persönlich, Antworten gebe dir nur selbst.
          Nix für ungut, nur mein Eindruck:

          Du bist dir sicher, dass Emmittenten-Risiko gut (und richtig?) analysiert zu haben ?
          Du bist dir sicher, dass Silber in den nun folgenden (saisonal historisch) eher starken Zeiten fallen wird ?
          Du bist dir sicher, dass die Welt nächstes Jahr noch sein wird, wie du sie kennst ?
          lg, stonefights

      • Frank Meyer sagt:

        Er sagt doch nix dazu, weil er es selbst auch nicht weiß (im Video)

  44. karlie sagt:

    Der Schein spiegelt in etwa die Entwicklung des Silberpreises wieder. Ist ein short.
    Den Schein gibt es auch als Call CZ33C3 mit entsprecheder Performance.
    Ich will ja aber meine physischen Bestände absichern.

    Nunja, die Commerzbank zählt zu den systemrelevanten Banken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man im momentanen Umfeld das letzte Vertrauen verspielt und den Laden hops gehen lässt oder ganz verstaatlicht. Für deren Müll abzuladen gibt es schließlich die EZB oder HRE. Und sollte sie als Emittent wirklich ausfallen, dann darf jeder über seine physischen EM-Bestände froh sein.
    Ob Silber in einem Jahr bei 10$, bei 100$ oder bei 39$ steht weiß ich auch nicht. Ich bin mir aber ganz sicher, dass es in dem Zeitraum heftigst schwanken wird. Und das will ich mit dem Schein ausnutzen.

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