Global Change: Hört endlich auf zu sparen!

19. Oktober 2011 | Kategorie: Auf die Ohren, RottMeyer

Jörg Buschbeck brachte vor drei Jahren sein Projekt „Global Chance 2009“ an den Start, das sich mit Geld, Schulden und den Auswirkungen befasst. Während die Schlagzeilen derzeit vom Thema der Schulden beherrscht werden, schaut sich Buschbeck die Guthabenseite an – mit erstaunlichen Erkenntnissen. Im folgenden Podcast werden wir das Thema Geld – und was es ist – etwas genauer unter die Lupe nehmen…

Geld: Was ist das? Eine interessante Sache. Sache? Mitnichten! Nicht nicht. Die Guthaben der einen sind die Schulden der anderen. Wie zynisch, dass nach nur wenigen Jahren dieses Geldsystem seinen Erbauern und vor allem denen, die es speisen, aus die Füße fällt. Die einen reden über Schulden. Die anderen sorgen sich um ihre Guthaben. Viel Spaß in den kommenden Minuten in einem weiteren Podcast mit Jörg Buschbeck. Am Mikrofon: Frank Meyer



Homepage von Jörg Buschbeck

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58 Kommentare auf "Global Change: Hört endlich auf zu sparen!"

  1. stonefights sagt:

    Um in Hr. Buschbesck Worten zu bleiben, ich bin Demokrat genug, ihm seine Meinung zu lassen, werde sie jedoch nicht teilen.
    Von einer Guthaben-Krise zu sprechen ist für mich wie „der Garten am Haus ist Schuld daran, dass der Bock jede Nacht kommt“.
    Im ersten Teil spricht er sich mehr oder weniger für die Abschaffung von Bargeld aus, NWO lässt grüssen, hoffentlich kann ich dann meine kritischen Finger auf der Tastatur im Zaum halten, bevor ich elektronisch mein Brot ordere, nicht dass dann ein popup „blogger“ äh, sorry „blocked“ meldet…
    Als Selbständiger sieht er lediglich seine Realwirtschaft, die Realwirtschaft ist jedoch nicht an dem systemischen Finanzsystem das Problem.
    Bin ja nur ein kleines Nichtsahnendes Würmchen mit Schweinebauch, aber wer sich eine Bankbilanz ansieht,
    der erkennt hoffentlich auch einen Brandbeschleuniger, der wahrlich nichts mit der Realwirtschaft zu tun hat:
    geschaeftsbericht.deutsche-bank.de/2011/q1/konzernabschluss/bilanz.html

    Aktiva in Mio € 31.3.2011 (31.12.2010)

    Barreserve 14.338 (17.157)

    Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte insgesamt 1.024.666 (1.100.997)
    davon Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 564.102 (657.780)

    Wenn wir ein Spielcasino natürlich als Realwirtschaft bezeichnen wollen, dann bin ich ab jetzt still und setze mich demütig in die Nichts-Wissens-Ecke.

    LG; stonefights

  2. samui1970 sagt:

    Hallo Frank,

    ich glaube der Herr Buschbeck hat auch ein leichtes Erkenntnisproblem, mit seiner ständig wiederholten Verteufelung der Exportüberschüsse und der Behauptung, dass wir Deutschen zuviel sparen würden, bzw. in den falschen Aggregaten :

    in einem „gesunden“ Wirtschafts. -bzw. Finanzsystem würden diese Überschüsse auch zu steigenden Guthaben der Deutschen führen, was auch normal ist, der, der mehr arbeitet und „exportiert“ oder generell auch nur produziert hat dann entsprechend mehr Mittel/Rückflüsse, die er entweder horten oder re-investieren kann. Die Aussage von ihm, dass die USA bzw. Länder mit hohen Importüberschüssen (wie unsere guten Pigs) die Kehrseite der Medaille von unseren Exportüberschüssen sind, ist zwar ganz nett, man sollte sich vielleicht aber mal klarmachen, dass wir (die Deutschen & Chinesen bzw. Export-Überschuss-Länder) unsere produzierten Waren quasi mehr oder weniger „verschenken“ und dass dies nichts anderes als „Schutzgebühren“ bzw. Vasallengebühren an die USA sind.

    Er mag vielleicht im Grossen und Ganzen das momentane Geldsystem verstanden haben, aber wie bei sovielen Strategen im Gelben wird immer das geopolitsche Gesamtkonzept vergessen, wer lebt den hier wie auf wessen Kosten wie die Made im Speck ? China und die anderen BRIC´s haben ja nicht umsonst die Schnauze voll von dieser ganzen Verarsche und regeln zunehmend mehr auf „Barter-Basis“.

    Dieses ganze „Negativ-Zins-Gerede“ halte ich für Unsinn, denn der Zins, wenn an ihm nicht herumgepfuscht wird von Regierungen bzw. Zentralbanken regelt normal die Allokation von Ressourcen am Besten und setzt auch die richtigen Anreize, Grundeinkommen/Hartz IV sind nur Auswüchse, dass es soviel Fehlallokation gibt und sich somit auch zuviel Kapital an falschen Stellen sammelt. Es setzt auch keine Anreize, was an seiner „Situation“ zu ändern, kleiner Urlaub auf Kuba hilft da jedem Befürworter eines solchem weiter…

    Wenn der „freie Markt“ (viele verwechseln da immer was und assozieren damit das böse Raubtier)sich sein „Geld“ aussuchen würde, käme es wie in vergangenen Jahrhunderten garnicht zu diesen extremen Auswüchsen von Boom & Bust, wobei der Bust ja seit Jahren garnicht mehr zugelassen wird, der Staat, welcher der eigentliche Verursacher der ganzen Malaise ist, belohnt doch seit Jahrzenten aktiv das Misswirtschaften und sucht sich dann den entsprechenden Schuldigen, dem er die Scheisse in die Schuhe schieben kann !

    lg samui

  3. samui1970 sagt:

    @ Stonefights :

    Du hast da einen recht wichtigen Punkt angesprochen, mit der Realwirtschaft. Man sollte sich vielleicht mal überlegen, was denn heute noch „realwirtschaft“ ist und wer in unserem Lande denn noch wirklich etwas „reales“ produziert und ob hier nicht vielleicht der Hase im Pfeffer liegt. In all den übersättigten und „trägen“ Ländern (das alte Europa & USA) werden ja fast nur noch „Dienstleistungen“ produziert, um es mal überspitzt auszudrücken „mit gegenseitig die Haare schneiden kommt kein Schnitzel auf den Teller). Wenn man mal speziell die USA und GB betrachtet, so ist deren Industriebasis fast komplett ruiniert (wobei ich den USA es wesentlich eher und schneller zutraue, diese wieder aufzubauen) und diese beiden Länder haben es hervorragend verstanden, durch ihre „divide et impera- Politik“ und der Verteilung ihres „Finanz-Derivate-Dreck“ den Rest der Welt für sie mitknechten zu lassen. Dies ist kein Vorwurf an die „Normal-Bevölkerung“ in den genannten Staaten, sondern an die entsprechenden Strippenzieher. Dummerweise regt sich mittlerweile jedoch weltweiter Widerstand gegen dieses parasitäre Verhalten, vor allem in „produzierenden“ Ländern wie den Bric´s, die sich ihre realen Produkte oder Rohstoffe nicht mehr für grün-bedrucktes Toilettenpapier entgelten lassen wollen. Auch wenn ich Magaret Thatcher noch nie leiden konnte, am langen Ende des Tages gibt es auch kein „free lunch“, es sein denn man hält jemand anderem eine Pistole vor das Gesicht (oder es finden sich subtilere Möglichkeiten, auf das der Beraubte es nicht sofort begreift).

    lg samui

  4. bts_freak sagt:

    Ich sehe an den Ausführungen von Herrn Buschbesck gar nichts falsches. Es ist lediglich ein anderer Betrachtungswinkel des gleichen Problems und ist eine erfrischende Abwechslung.
    Das Realwirtschaft etwas mit „produzieren“ zu tun hat ist nicht ganz korrekt, es hat etwas mit Bedürfnisbefriedigung zu tun und in diesem Zusammenhang ist Dienstleistung gleichwertig einer Produktion. Auch Produktion ist im Enedeffekt eine Umwandlung von Rohstoffen zur Bedürfnisbefriedigung, genauso wie das Haareschneiden.
    Wo ich zustimme ist das Bankengehabe, was weder einer Bedürfnisbefriedigung gilt sondern ein Nummernspiel in einer Scheinrealität. Eine Wirtschaft, die zu 100% aus Diensleistung besteht, ist überhaupt nichts falsches, solange eine reale Nachfrage (von Ländern, welche produzieren, denn sonst käme wirklich kein Schnitzel auf den Teller) nach diesen Dienstleistungen besteht.
    Samui, wenn du sagst, wir verschenken unsere Güter/Diensleistungen, dann ist das doch genau das was Herr Buschbesck anprangert: Wir müssen exportieren, weil keine Binnennachfrage mehr da ist (wegen dem Sparen) und weil wir mit Überschüssen Kredite produzieren, verschulden sich die anderen Länder (und weil wir nicht in gleichem Maße zurückkaufen (weil wir lieber sparen)). Und weil die es nicht zurückzahlen können, müssen wir Ihnen die Schulden erlassen und ihnen die Ware schenken. Da sind doch die anderen Länder nicht schuld, sondern wir, die Ihnen Kredit geben weil wir so g**l auf unsere Exportüberschüsse sind (die eigentlich nix wert sind, selber Schuld).
    Wenn es jemand gibt der hortet, muss es auch jemanden geben der das schuldet. Eine Wirtschaft ist gesund, wenn keiner hortet, es ist mitnichten so dass in einer gesunden Wirtschaft die Leute Geld horten (nach deiner Aussage). Das geht nur eine Weile gut, aber irgendwann mal gibt es keinen mehr, der uns Geld für unsere Waren geben kann. Wir vernichten damit das Kapital nach unseren Gütern.

    Ich verstehe daher die Kritik nicht, da mit den Argumenten der Kritik eigentlich die Aussage von Herrn Buschbesck bestätigt wird, lasse mich aber gerne belehren…

  5. Takuto sagt:

    Ein wichtiges Interview. Wer sich mit der Materie beschäftigt, weiß schon lange, dass im fiat-System Guthaben = Schulden sind und daher eine Schuldenkrise genauso als Guthabenkrise bezeichnet werden kann. Es gibt also keinen Weg daran vorbei, die Guthaben zu verringern, wenn man die Schulden verringern will. So simpel ist das, in der Praxis ergeben sich aber Probleme, weil sich deren Besitzer weigern, sie herauszurücken. Und obendrein sind das genau die Leute, die die Macht im Staat haben.

  6. samui1970 sagt:

    @ bts-freak :

    dann versuch doch mal, um es im „kleinen“ auszuprobieren, in einem Dorf das nichts produziert, von Dienstleistungen satt zu werden, viel Glück dabei 😉 Die heissen nicht umsonst „tertiärer Sektor“, wenn Du das nicht verstehst, les einfach mal „Schwarzbuch Kapitalismus“ von Kurz, das ist das sehr umfangreich erklärt.

    Außerdem ist auch falsch, dass keine Binnennachfrage mehr da ist, es ist nur ein falsches Verhältnis, bzw. die Produktivitätssteigerungen werden schon lange nicht mehr in Form von Lohnsteigerungen an die Arbeitnehmer weitergeben, was schliesslich zur Exportfixierung der dt. Industrie geführt hat.

    Davon abgesehen können wir nicht in gleichem Maße zurückkaufen, da Deutschland z.B. wesentlich hochpreisigere Güter herstellt als Länder, die lediglich Agrargüter oder Tourismus-Dienstleistungen wie z.B. Griechenland anbieten können und dies mit einer „unschlagbaren“ Produktivität.

    In Zeiten einer eigenen Währung führt dies zu „Währungs-Überschüssen“, die in was auch immer investiert werden können, auch in „weniger Arbeit“ bzw. früherer Rente, im Euro dagegen sind sie verschenkt und dies ist ein feiner Unterschied zu den Ausführungen Buschbecks. Wenn ich selber bescheiden bin und dabei höchst produktiv, bekomme ich Überschüsse an Gütern oder Geld-Äquivaltenten, die ich wiederum investieren kann oder für´s Alter zurücklege, ein Negativ-Zins bestraft dieses Verhalten nur. Geht alles wieder richtig „Umverteilung“ und am Ende „Sozialismus“, aber richtig frei wollen anscheinend die wenigsten sein !!

    lg samui

    • bts_freak sagt:

      Der Vergleich mit dem „isolierten“ Dorf hinkt ein wenig, denn dann würdest du sagen: Es gibt nur Deutschland auf der Welt und sonst nix.
      Das Dorf kann durchaus nur von Dienstleistungen leben, wenn Sie dafür von anderen Dörfern mit Kartoffeln bezahlt werden, ist alles prima und es werden trotzdem Werte geschaffen. Also kein Problem mit den Dienstleistungen.

      Mit den Lohnsteigerungen hast du sicher Recht, das ist meiner Meinung nach auch ein Problem des hohen Zinses. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass der Großteil der Preise inzwischen Zinsleistungen sind (durch alle Wertschöpfungsketten durch).

      Das mit den hochpreisigeren Gütern ist so ne Sache. Es gibt ja nicht nur Griechenlands auf dieser Welt, aber wenn die bei uns mehr kaufen, müssen Sie halt woanders mehr hin exportieren, dass die Überschüsse sich irgendwo ausgleichen. Und wenn wir mehr hochpreisige Güter/DLs exportieren müssen wir halt von woanders mehr Niedrigpreisgüter importieren.

      Es geht definitiv nicht, ständig Währungsüberschüsse zu generieren, das muss man verstehen. Auch wenn wir dafür früher in Rente gehen, dann bauen sich diese nur ab, wenn der Rentner mit seiner Frührente weniger Leistungen generiert und mehr konsumiert (und damit die Importe erhöht (auch in x.ter Instanz der Wertschöpfungskette, bei den Zulieferern oder deren Konsum).

      Wenn du als Frührenter aber nicht konsumierst (also den Überschuss ausgleichst), dann führt dass dazu, dass unsere ausländischen Freunde auf Ihren Schulden hocken bleiben und diese immer mehr steigen. Ergo gehen Sie irgendwann bankrott (Dank Zins) und der Währungsüberschuss ist plötzlich weg. Plus der Staat muss seine Notenpressen anwerfen, um das Geld nachzudrucken. Ergebnis: Inflation. Und deine Altersvorsorge hat auch so einen Negativzins, nur dass du es nicht weißt.

      Daher ist es so wichtig zu verstehen, dass es uns nur gut gehen kann, wenn wir die Überschüsse auch zurückführen. Wenn wir das alles auf Konto legen, schießen wir uns nur ins eigene Bein, weil wir damit letzendlich unser Geld durch die folgende Inflation selber entwerten (das ist ja, was momentan passiert, wenn man die wahre Inflation betrachtet).

      So oder so… Ich halte den Negativzins ja auch nicht für eine realistische Lösung. Inflation schon eher, das hat bis dato immer geklappt und keiner hats wirklcih geschnallt, so lange man uns subjektive Inflationsraten vorhält.

      • samui1970 sagt:

        Das mit den Dienstleistungen willst Du anscheinend nicht verstehen, auch gut, aber sie sind nur „anhängende“ Leistungen an den primären oder sekundären Sektor, die Dienstleistungs-Illusion ist unter „Fachleuten“ übrigens schon beerdigt worden.

        Also Griechenland soll mehr Oliven und Fetakäse an andere Länder exportieren, um unsere BMW´s und U-Boote bezahlen zu können… klasse Lösung, wird in der Realität nur nie funktionieren 😉 auch ein Probelm, dass die Produktivität in Deutschland um einiges höher ist…und wohl auch bleibt…

        Der (Früh-)rentner konsumiert eigentlich nur, denn er muss „normalerweise nicht mehr sparen (unter der Voraussetzung, die Rente hält…), Überschüsse einzelner Länder wird es immer geben, irgendwann gibt es dann eben einen „Schuldenschnitt“, hat es in der Vergangenheit immer gegeben und in der Zukunft auch. Dumm nur, wenn die einzelnen Sparer in der falschen „Anlageklasse“ investiert sind, und das ist das eigentliche Problem bei den meisten Schlafschafen…

        • bts_freak sagt:

          Wenn sie nicht mehr Feta und Oliven exportieren können, dann müssen sie eben weniger Ubote und BMWs importieren. Das würde auch genauso laufen wenn wir nicht als Zahlung ungedeckte Zettel akzeptieren würden.

          Was würdest du denn machen wenn dein BMW Händler ab morgen Zettel mit deiner Unterschrift als Zahlung für seine BMW akzeptieren würde? Eben.

          Da kann man doch den Griechen nicht die Schuld geben, wenn wir so dumm sind. Wenn wir nicht dafür sorgen, dass das Geld wieder aus Deutschland rausfließt (durch kaufen anderer Waren), dann müssen wir das Geld eben freiwillig ohne Gegenleistung rausfließen lassen.

          Das ist genau die Situation heute, da führt kein Weg vorbei. Die indirekte Ursache dafür (nicht schuldige), ist aber derjenige, der das Geld ausfs Konto legt und sagt „Boa, hab genug für die Zukunft“. Der Staat muss dann Schulden für diese Leute aufnehmen, um das Geld wieder zurückfließen zu lassen und holt sich dass dann wieder per Inflation zurück.

          Der dumme ist eigentlich nur der, der der denkt, er hätte ne Menge Kohlen aufm Konto und die währen sicher.

          Wenn dir 3% Zinsen aufs Ersparte und 10% Inflation lieber sind – na dann meinetwegen. Ich bevorzuge -3% und 0% Inflation. 🙂

          • samui1970 sagt:

            tja, dumm nur, wenn man sich an die U-Boote und die ganzen BMW´s gewöhnt hat und der Drops, den es bisher immer für lau gab, demnächst nicht mehr gibt.. 🙂 und wie sieht das Ergebnis aus ? Die Molow´s fliegen und der Mob tanzt auf der Strasse, denn man hat sich ja so schön an alles gewöhnt, gearbeitet und geschwitzt haben dafür ja andere, die allerdings so dumm waren, bedruckte Zettelchen zu akzeptieren. Deshalb habe ich immer so wenig wie möglich von diesen Zetteln, von mir aus können die auch ganz verdampfen 😉

  7. Fnord23 sagt:

    Hallo,

    ich hab mich vor zwei Jahren mal mit seinen Ansichten beschäftigt. Ich denke, er hat grundsätzlich Recht. Er sieht es, und das ist manchmal hilfreich für das Gesamtbild, eben nur aus einer anderen Richtung.
    Ich bin auch nicht bei allen Dingen seiner Meinung. Aber darum geht es nicht. Er hat sehr gute Lösungsansätze, finde ich. Und wir ersticken nun mal nicht gerade in wirklichen Lösungsansätzen. Hier geht es ja nicht um die Frage, ob man das Problem mit welchen kleinen Maßnahmen auch immer klärt.

    HIER GEHT ES UMS GANZE. Wie wir in Zukunft in dieser Gesellschaft und auf diesem Planeten
    zusammen leben wohlen, Auswege aus der Wachstumsfalle, Werteverständnis, Geldsystem als Grundlage, BGE, etc. Da muss man dann eben einfach auch mal sämtliche Ideologien und Dogmen über den Haufen werfen und sich völlig öffnen.

    Ob ich das nun Schuldenkrise, oder Vermögenskrise nenne…
    Das sind doch nur die beiden Seiten der selben Medaille bzw. verschiedene Aggregatzustände dessen, was wir Geld nennen.

    Und darum geht es. Dass so viele Menschen wie möglich diese Zusammengehörigkeit erkennen. Wenn die Medien nicht ständig von Schuldenkrise, sondern Vermögenskrise reden würden, dann hätten wir das Problem schon fast gelöst, weil dann der Masse mal ein Tee-Licht aufgehen würde.
    Man sagt zwar immer die Reichen werden immer reicher, aber das auch mal als Vermögenskrise zu bezeichnen, wäre schon mal was anderes.

    Das Problem was Jörg hat, ist, dass er sich so intensiv mit der Materie beschäftigt, dass ein Laie das kaum noch versteht.

    @samui1970
    Er verteufelt die Exportüberschüsse nicht, er spricht eine systemische Gesetzmäßigkeit an. Er ist auch kein Stratege aus dem Gelben. Wie ich das dort verfolgt habe, ist er vom dortigen GOTTgleichen Chef eher unglücklich behandelt worden. So hab ich das empfunden.

    Weil die dort wohl lieber in Ihrer eigenen Suppe schwimmen wollen. Ich hätte mich dort nicht so behandeln lassen. Aber gut.

    Du stellst die Frage:
    …. wer lebt den hier wie auf wessen Kosten wie die Made im Speck ..

    Hier leben alle die auf Kosten der anderen, die noch einen im Rückspiegel sehen! Erst wenn da nichts mehr ist und es nur noch um den großen Hunger, dann …..
    Es geht mir darum, dass uns dass einfach bewusst ist. Und natürlich leben die über uns aus unserer Sicht wie die Made im Speck. Aber die sehen uns in Ihrem Rückspiegel und da oben drüber gibt es wieder welche, die noch Madiger und Speckiger sind usw…. und auch die haben eine Rückspiegel

    So ist das nun mal in diesem System. Wir kämpfen alle um den selben Euro!

    Zum Negativ-Zins.
    Er fordert auch keinen Negativ-Zins. Das wären ja genauso Markteingriffe.
    Es geht darum, dass es möglich sein sollte wenn sich der Zins frei nach Angebot und Nachfrage bilden darf, dass der Zins im kurzfristigen Bereich auch mal negativ werden KÖNNTE!

    Ich schätze den Jörg, weil ich den Eindruck habe, dass er in der Lage ist das GROßE GESAMTBILD zu erfassen.

    Schwundgeld und Negativzins haben wir doch bereits. Du bist nicht mehr in der Lage mit Guthabenszinsen den realen Geldwertverlust auszugleichen. Aber wer will das schon so genau wissen. Die wenigsten haben eben Lust auf die Wahrheit.

    VG aus Sachsen

    • Johannes sagt:

      @ Fnord23,

      „Ob ich das nun Schuldenkrise, oder Vermögenskrise nenne…
      Das sind doch nur die beiden Seiten der selben Medaille bzw. verschiedene Aggregatzustände dessen, was wir Geld nennen.“

      Das ist genau der Knackpunkt, ob es „nur die beiden Seiten der selben Medaille“ sind.

      „Geld“ entsteht bekanntlich aus Krediten in Form einer Buchung.

      Wird ein Kredit aufgenommen entsteht eine 100/100 Aktiva/ Passiva Buchung.

      Was jedoch in dieser Buchung fehlt, ist der Zins, den der Schuldner bedienen muss. Dieser Zins fehlt einfach.

      Und dieser Zins muss wieder durch eine neue Kredischöpfungsbuchung „erzeugt“ werden.

      So zumindest habe ich das verstanden.

      • Fnord23 sagt:

        Hallo Johannes,
        ja, so scheint das zu sein. Zumindest ist es das, was ich seit ca. 3 Jahren glaube zu wissen und mir die Welt am besten Welt.

        Ein Kettenbrief eben. Mit dem dem Problem der Guthabenkonzentation an immer weniger Stellen. Und der Zunahme der Schuldenkonzentration an immer mehr Stellen. (normale Bürger)

        Es gäbe natürlich Möglichkeiten während der Laufzeit des Zykluses das zu ändern. Nimm die Kohle ständig oben aus dem System wieder raus und schieb sie unten wieder rein. Aber das scheint ja nicht zu funktionieren. Weil die Habgier und die Machtgier einiger weniger einen Strich durch die Rechnung machen.

        Dann hättest du nicht diese Boom und Bust Phasen, die auf Grund der immer kürzeren Abfolge die Realwirtschaft zerstören.

        So wird man das jedoch wieder auf die harte Tour machen müßen.

        VG aus Sachsen

    • samui1970 sagt:

      Hi Fnord23,

      „mit der Made im Speck“ hast Du vielleicht falsch verstanden, bzw. vielleicht habe ich mich auch unglücklich ausgedrückt. Länder wie USA oder GB schöpfen den „Reichtum“ bzw. die Produktivität anderer Länder ab, auch wenn in den dortigen Ländern bereits ein großer Teil der Bevölkerung aus dem letztem Loch pfeifft.

      Wenn Du Lösungsansätze haben möchtest, kauf Dir das Buch „der Kapitalismus-Komplott“ von A. Janich, dort sind sie zu genüge aufgezeigt und er räumt auch einige Irrtümer aus. Bei „freiem“ Geld, wie z.B. bei Gold & Silber gäbe es nämlich keinen Negativ-Zins.

      Über Vermögenssteuer und andere Möglichkeiten läßt sich immer streiten, eins der größtem Probleme ist die Akkumulation der Vermögenswerte bei einer sehr kleinen Kaste, aber das ist ein anderes Themenfeld.

      BGE motiviert die wenigsten Menschen, sich produktiv einzubringen, wer das Gegenteil behauptet, ist in meinen Augen leider ein Träumer.

      Gebt den Menschen wieder mehr Freiheit, in allerlei Hinsicht, der Rest regelt sich dann von alleine…

      lg samui

      • sebastian sagt:

        @ samui

        Bin mir nicht so ganz sicher was Du mit „“freiem“ Geld, wie z.B. Gold & Silber“ meinst.
        Freigeld? Eher nicht.
        Gold & Silber könnte man doch genauso sparen und dem Kreislauf entziehen wie Giralgeld oder die Papierschnipsel.
        Man kann Gold & Silber nicht beliebig vermehren, sicher.
        Aber würde das den Zerfallsprozeß den wir im Moment in Zeitlupe erleben,
        nicht lediglich beschleunigen?
        Am Prinzip würde sich doch nicht viel ändern?

        … und da Dich das BGE so beharrlich beschäftigt, würde ich Dir gerne eine Frage stellen:
        Was würdest Du arbeiten, wenn für Dein Einkommen gesorgt wäre?
        (Klassische Frage an BGE Skeptiker :-))

        Es gibt doch schon haufenweise Menschen die Deine Argumentation, daß die wenigsten Menschen sich dann noch produktiv einbringen würden, widerlegen.
        Z.B. jene Menschen, welche sich ehrenamtlich betätigen.
        Oder ist das Ergebnis von Kindererziehung, Alten- und Krankenpflege, usw kein Produkt?
        Es werden in Deutschland sogar ca. doppelt so viele Arbeitsstunden im ehrenamtlichen Bereich geleistet wie in der Erwerbsarbeit.
        (auf die Schnelle ohne Quellennachweis aus dem Gedächtnis, läßt sich aber sicher googlen)
        Man könnte wohl ohne Übertreibung annehmen, daß unsere Gesellschaft nicht mehr funktionieren würde.

        Und würde mit einem BGE das Sparen für schlechte Zeiten nicht unnötig werden?

        • samui1970 sagt:

          hallo Sebastian,

          mit freiem Geld meine ich Geld, was sich in einem freiem Markt bildet, und dies wird sicherlich kein Schwundgeld oder sonstiger Gsellianer-Käse sein, sondern wohl eher Gold & Silber.

          Für mein Einkommen ist gesorgt, deshalb arbeite ich kaum bis garnicht, im Vergleich zu anderen Elementen kann ich es mir aber leisten 😉 Viele, die heute schon ein GE bekommen, Hartz IV ist ja nix anderes, sehe ich täglich im Park und in der Innenstadt schon morgens um 10:00 Uhr Bier saufen und zugedröhnt duch die Gegend irren. Viele verfallen dann in Lethargie, ist ein schöner Gutmenschen-Irrglaube, dass alle dann nur noch sinnvolle „Tätigkeiten“ nachgehen würden, sozialistische angehauchte Träumer halt 😉 . Mal so ein kleiner Einwand zum BGE, was unser Drogerie-Papst ja propagiert : bei seinem und vielen anderen Modellen wird dies über stark erhöhte USt finanziert, was passiert mit dem Preisniveau, bzw. wenn Inflation auftritt, oder wird die per Dekret verboten ?? Wer macht die ganzen „unangenehmen“ Arbeiten, die keiner machen will ? Das BGE und die stärkere Besteuerung von Leistungsträgern führt dummerweise immer mehr zum Braindrain, gut Gebildete können sich nämlich vom Acker machen und in Ländern einer Erwerbsarbeit nachgehen, wo sie nicht so drangsaliert und besteuert werden, wie in Deutschland. Hinterher haben wir dann eine neue DDR, einen neuen dummen Rest…

          lg samui

          • sebastian sagt:

            Bedeutet das etwa, daß Du zu den lethargischen, unproduktiven Arbeitslosen gehörst, die Du kritisierst?
            Na, so eine Meinung muß man sich tatsächlich leisten können. 😛
            Spaß beiseite. 🙂
            Die Parktrinker wirst Du nicht bekehren.
            Jetzt nicht, und mit einem BGE auch nicht.
            Die wird man aushalten müssen. Und können.
            Und warum haben wir denn so viele Arbeitslose?
            Sind die alle faul?
            Oder werden die schlicht in der Erwerbsarbeit nicht mehr gebraucht,
            weil wir hier so viel produzieren, daß wir den Kram sogar exportieren können
            ohne Not zu leiden?

            Die vom Drogerie-Papst vertretene Konsumsteuer (heute MwSt) wäre nicht höher als Du heute schon tatsächlich an MwSt bezahlst.
            Heute merkst Du das bloß nicht, weil nur 19% ausgewiesen sind.
            Durch die Mehrfachbesteuerung die wir in einem Produkt oder einer Dienstleistung erleiden sind das heute schon ca. 50% im Durchschnitt.
            Es würden sicherlich einige Waren teurer und andere preiswerter werden.
            Aber, daß sich das gesamte Preisniveau erhöhen würde, würde ich nicht befürchten.

            Daß die unangenehmen Arbeiten keiner machen würde, ist, meiner Meinung nach, auch nicht zu befürchten.
            Arbeit würde sicherlich neu bewertet werden müssen.
            Das bedeutet, daß unangenehme Arbeit eben besser bezahlt werden wird.
            Und angenehme Arbeiten, um die sich viele bemühen. würden billiger werden.
            Angebot und Nachfrage eben.

            Die Arbeitsbedingungen würden sich verbessern, da keiner mehr gezwungen ist eine Arbeit anzunehmen.

            Daß die gut Ausgebildeten sich vom Acker machen würden, wäre ja nun wahrlich nicht einem BGE anzulasten.
            Das machen die heute schon.
            Weil denen die Arbeitsbedingungen im Hier und Jetzt nicht passen.

          • MARKT sagt:

            ich glaube es ist sinnlos mit jemanden zu dikutieren, der mit aller Macht einseinem „Weltbild“ festhalten will. Da dies aber auf den Großteil auch hier im Forum zutrifft, dürfte klar sein was passiert.

            Jeder will das behalten was er hat, koste es was es wolle. Und die ganz cleveren, glauben wenn Sie Ihr Guthaben von „Papiergeld“, wie es hier immer verachtlich genannt wird, in andere Werte, vornehmlich Edelmetalle tauscht, sei es sicher, der dürfte irren.

            Sicher kann sich nur derjenige fühlen der flexibel in seiner denkweise und damit natürlich auch bei seiner Geldanlage denkt und handelt und nicht auf der einen Lösung beharrt. Den das Geld der Sparer aus der Mittelschicht wird benötigt (10.000,- € bis 100.000.000.-)um die Gier der Oberschicht zu befriedigen (1.Phase) Und man wir es sowohl von den ausschließlich Inflationär als auch von den zumeist unbewußt deflationär ideologisch denkenden Menschen holen. Ausschließlich über die Reihenfolge lohnt es sich noch zu diskutieren. Und dann können extrem wenige über Knappheit Macht ausüben. Genau dahin steuern wir derzeit. Und es wird alles getan um die Gläubiger zu schützen, die Vermögen aus dem nichts geschaffen haben zu Lasten der arbeitetenden Mittelschicht.

      • Fnord23 sagt:

        Hallo samui,
        hab auch den Janich überflogen. Ich kann denen allen was abgewinnen.
        Und hab auch immer ein: „Ja, aber….“ auf Lager.

        Festzuhalten bleibt:
        Dieses Finanzsystem funktioniert, weil die meisten Menschen nicht wissen wie. Will das die Masse überhaupt? Diese Krise ist auch keine Krise, sondern eben nur eine Phase im Zyklus.

        Es funktioniert auch nur, weil es an den Grundeigenschaften aller Menschen andockt. Angst, Gier, Neid. So sind wir nun mal.

        Das muss eine andere Struktur auch bedienen. Gier ist ja nun auch mal eine Triebfeder der Entwicklung. Habgier ist schädlich. Zwischen diesen Polen sollten wir uns bewegen.

        Aber mal zum BGE, weil mir das wichtiger erscheint:

        Wir haben mittlerweile eine AP erreicht, dass du ca. 40% der Menschen nicht mehr im Wertschöpfungsprozess benötigst. Tendenz steigend. Was machst du mit denen? Ab in die Verwaltung?

        Schöpfe einen Teil der geschaffenen Werte ab und gib jeder Nase in dem Land ein BGE. Damit hast du schon mal diese gewisse Grundangst der Menschen vor plötzlicher Armut und Altersarmut beseitigt. Es fällt natürlich auch ein wichtiges Lenkungsinstrument der Politik weg: Angst erzeugen.

        Ich denke wir sind als Gesellschaft im 21. Jahrhundert jetzt soweit.

        Wieso sollte da keiner mehr arbeiten? Mit der Argumentation müsste doch jeder mit 500.000 Euro auf der Kante faul zu hause liegen. Oder? Die Frage ist doch, was die Triebfeder ist, tätig zu sein.
        Ist es eine reine Erwerbstätigkeit, oder sollten wir nicht dafür sorgen, dass jeder auch was sinnvolles in seinem eigenen Verständnis machen kann. Da kommt auch mehr bei raus als für 1 Euro die Stunde sinnlos im Park Laub zu blasen.

        Es geht doch darum, dass grundsätzlich mal jeder Mensch eine Aufgabe im Leben sucht. Die Sinnfrage stellt sich fast jeder mal. Wir lassen mal die 5% außen vor, die du immer hast und die du als Gesellschaft im doppelten Sinn „aushalten“ musst.

        Ein Großteil der Menschen wurde durch das System dazu „erzogen“.
        „Setz dich in die Ecke und halt die Klappe. Nimm dein ALGII und gut“.

        Was machst du also, wenn man immer weniger für die Wertschöpfung benötigt, aber gleichzeitig für Tätigkeiten am und um den Menschen keine Kohle da ist? Am Mensch kann man sich so richtig austoben.

        Ich mach das heute schon so. Eigentlich bin ich Vater und leiste Erziehungsarbeit. Das bin ich meinen Kindern und der Gesellschaft schuldig.
        Dann bin ich ehrenamtlich tätig. Dafür ist kein Geld da, aber die Funktion wird gebraucht. Ich tue also etwas für die Gesellschaft. Das interessiert leider meinen Bäcker nicht. Dessen Kinder haben zwar auch Vorteile durch meine Tätigkeit, das lässt sich nur eben nicht in Brot eintauschen. Darum muss ich auch noch einer nicht so sinnvollen Erwerbstätigkeit nachgehen.

        Gib mir ein kleines BGE, dass meine notwendigen Kosten gedeckt sind. Ein kleines Zubrot über einen e.V. wird sich schon noch generieren lassen und ich könnte noch viel mehr sinnvolles erreichen für das keiner bezahlt, aber gebraucht wird.
        Und wenn sich meine Interessenlage verschiebt, weil auch ich mal in Konsumstau komme, dann versuch ichs eben wieder voll mit Erwerbstätigkeit.

        Es geht doch auch um Freiheit. Mit dem BGE hast du die Möglichkeit erwerbstätig zu sein, oder nicht, du musst dich nirgends an und abmelden. Du musst nicht als Bittsteller deine Hosen runter lassen. Kannst dies oder das tun.

        Und wenn der kleine Neid durchkommt, weil der Nachbar ein neues Auto hat, dann gehst du eben richtig ranklotzen. Weil dafür sollte das BGE dann nicht reichen. Für Wohnung, Essen, Kleidung, Bildung schon. Mehr aber nicht. Grundbedürfnisse halt.

        Nimm das BGE als Anker der Gesellschaft und bau darum die sozialen Systeme auf. Wir sind soweit, denke ich.

        Stampf die ARGE ein und den ganzen Kram. Da wird für die Verwaltung der Arbeitslosigkeit soviel Geld verbrannt. Schick die Leute mit BGE in Tätigkeiten am Menschen. Setzt das BGE so an, dass es automatisch die Lohnuntergrenzen markiert.

        BGE gehört zu einer neuen Finanzarchitektur. Dazu ein einfaches Steuerkonzept aus wenig Steuern. Bürgerversicherung, etc.
        Trennbankensystem, Geldschöpfung durch den Staat zinsfrei. Keine Leitzinsen.
        Neben der regulären Währung können sich Komplementärwährungen entwickeln. Tun sie ja schon. Dann haben wir ja sogar noch Wettbewerb.

        Und wer sagt, dass das alles nicht geht, den frage ich: Warum nicht? Fehlen die Visionen?

        Mein Bauch sagt mir, dass das funktionieren könnte. Vielleicht geht meine Phantasie auch nur mit mir durch und die Hoffnung. Denn ohne Hoffnung ist alles nichts.

        VG aus Sachsen

        • samui1970 sagt:

          hi Fnord,

          wie kommst Du auf die 40 % ? Wir benötigen jetzt schon mehr als 70 % nicht mehr, bzw. 20 % halten den Laden hier am Laufen, wie schon alles weiter oben gesagt, die 20:80-Gesellschaft haben wir doch schon länger.

          Viele mit mehr als 500.000 € leben in den Tag hinein und liegen auch oft genug auf der faulen Haut, warum auch nicht, dumm, wenn man sich über Arbeit definiert, aber jedem Hamster sein eigenes Rad 😉

          „musst nirgendwo mehr die Hosen runter lassen und kannst dies oder das tun“… für die Kohle mussten andere aber „Knechten“ gehen und es erwirtschaften, anschliessend wurde es ihnen von der Umverteilungsmafia abgenommen… darüber schonmal einen Gedanken verloren ? Und wer wird über das BGE dann alles durchgefüttert ? Ziehen wir einen grossen Stacheldrahtzaun um BRD ? Oder führen wir ein Welt-BGE ein? :-)) Utopia läßt Grüssen…

          lg samui

          • Fnord23 sagt:

            Hallo Samui,

            das hat so ähnlich vor 22 Jahren im Oktober schon mal einer gesagt:
            „Utopia läßt Grüssen…“

            Da hab ich behauptet, dass die Mauer das nicht mehr lange überlebt.

            Du schreibst:

            „für die Kohle mussten andere aber “Knechten” gehen und es erwirtschaften, anschliessend wurde es ihnen von der Umverteilungsmafia abgenommen… darüber schon mal einen Gedanken verloren ?“

            Eine Menge, und ich hab sie sogar wieder gefunden! 🙂

            Wir haben doch oben festgestellt, dass Wertschöpfung stattfindet, aber mit immer weniger Menschen?
            Das bedeutet, da wird nur einer bezahlt, aber der Konzern fasst die Wertschöpfung für z. B. 2 ab. Das macht den Aktionär reicher.

            Jetzt ist der eine der beiden also al. Der wird verwaltet und zwar mit richtig „dicker Akte“. Das kostet.
            Dann muss AL-Versicherung eingezogen werden. Das kostet.
            Die muss verteilt werden. Das kostet.

            Wer bezahlt das? Du mit deiner einer Wertschöpfung. Der Konzern bestimmt nicht. Er überweist zwar die Hälfte der Beiträge. Das nennt sich dann Arbeitgeberanteil.

            Das ist aber gelogen, da der Konzern ja nur die Kohle aus deiner einer Arbeitskraftwertschöpfung hat. Ergo zahlst du eh alles. Das ist bei KV und Rente genau so. Arbeitgeberanteil — eine verars…e

            So, also Arbeitslose verwalten kostet uns richtig Kohle.

            Nun mit BGE:
            Zur Finanzierung gibt es viele Möglichkeiten. Nenne es Wertschöpfungsabgabe, wie auch immer.

            Diese wird über das Finanzamt eingezogen und als BGE ausgezahlt oder eben je nach Einkommen linear gesenkt. Dort fallen auf Grund der Steuervereinfachung eh eine Menge Aufgaben weg.
            ARGE/Jobcenter könnten wegfallen. Arbeitsagentur/AA könnte radikal verkleinert werden. Verwaltungsaufwand sinkt enorm und damit die Kosten.
            Und damit deine Abgaben.

            So wird ein Schuh draus. Oder hast du andere Ideen? Vorschläge bitte!

            Ich hab am Anfang auch so reagiert und das ungläubig abgelehnt. Aber durch tieferes Nachdenken, gefällt es mir als Lösung vieler Probleme immer besser. Ich hatte letztens ein Gespräch mit einem CDU-Politiker. Der hat das vor zwei Jahren noch als „linke Spinnerei“ ab getan. Vor 14 Tagen nun klang das schon anders.

            VG aus Sachsen

      • sebastian sagt:

        @ Fnord23
        Danke, ich dachte schon ich sei einzige Träumer hier.

        @ samui
        Mir fällt da noch eine Bemerkung ein.
        Ich kann mir nur schwer vorstellen, daß jemand der 3000, 4000 oder mehr Euro verdient, nicht mehr arbeiten geht, weil er 1000 Euro BGE erhält.

        • Fnord23 sagt:

          Richtig, wir heben mit BGE das ganze Verhältnis eben nur ein wenig höher.

          Dann ist die „gedankliche null“ eben der Betrag „X“ fürs BGE.

          Ich denke man sollte das mit steigenden Einkommen linear fallen lassen. Das eben dann bei Einkommen XXX p.a. kein BGE mehr gezahlt wird.

          VG

          • sebastian sagt:

            @ Fnord23
            „Richtig, wir heben mit BGE das ganze Verhältnis eben nur ein wenig höher.“

            Nee, nicht ganz.
            Ein BGE soll ja in ein bestehendes Einkommen hineinwachsen.
            Bei einem heutigen Einkommen von 3000 Euro würde sich das Einkommen mit einem BGE aus eben 1000 Euro BGE und 2000 Euro vom Arbeitgeber zusammensetzen.
            Der Arbeitgeber zahlt keine Lohnnebenkosten mehr.
            Arbeitslosen- und Rentenversicherung fallen weg.
            Mehr Einkommen würden lediglich die bekommen, die heute unter 1000 Euro haben.

            Die gesamtwirtschaftlichen Mehrkosten würden sich also in engen Grenzen halten.
            Wenn man überhaupt von Mehrkosten sprechen kann.
            Der ganze Bürokratie- und Überwachungskram würde wegfallen.
            Und die ganzen Krankheitskosten.

  8. Dreamer sagt:

    Jörg Buschbek ist ein Verfechter von Silvio Gesell’s Schwundgeld. Es handelt sich hierbei um eine staatlich diktierte und regulierte Währung, die keine anderen Geldsysteme neben sich duldet und die Konkurrenz mit anderen Geldsystemen scheut, wie der Teufel das Weihwasser. Das ist logisch, denn wer würde sein Vermögen in Form von „Schwundgeld“ sparen, wenn es ständig an Kaufkraft verliert? Wie Frank schon gesagt hat, würden die Sparer dann eher in Sachwerte gehen, um ihr Vermögen aufzubewahren.

    Wie Jörg Buschbek richtig erkannt hat, ist Geld gleich Schuld und auf Schulden werden Zinsen fällig. Nur woher soll das Geld für die Zinsen stammen? Es kann bei bei der Schuldenaufnahme nicht mit erschaffen werden und selbst wenn man das versuchen würde, wären diese Mehrschulden wiederum selbst verzinst! Das ist der eigentliche Grund für das exponentielle Wachstum des Schuldenvolumens.

    Es stimmt zwar, daß das „Schwundgeld“ eine höhere Umlaufgeschwindigkeit hätte, aber den Liquiditätsmangel in Realwirtschaft behebt es nicht. Überhaupt geht es an den eigentlichen Ursachen vorbei, denn ohne Geldmengenausweitung durch neue Schulden, kann die Währung noch so schnell rotieren und es gibt trotzdem einen Liquiditätsmangel in der Realwirtschaft (Deflation). Schwundgeld wäre eine teuer erkaufte, kurzfristige Linderung der Probleme, aber keine wirkliche Lösung.

    Heilmittel für die für Fiat Money typische, ständige Geldmengenexpansion, wäre eine zu 100% gedeckte Währung, wobei die Deckung etwas sein müsste, das nicht beliebig vermehrt werden kann. Da würden sich (historisch gewachsen) Silber und Gold anbieten. Die beiden Metalle verrotten nicht, können nicht beliebig vermehrt werden und haben sich über viele Jahrhunderte als Geld bewährt.

    • 4fairconomy sagt:

      Sowohl Gesell wie auch die, welche seine Gedanken weiter führen, äussern sich für ein Wettbewerb verschiedener Währungen. Dagegen sind nur diejenigen, welche nicht durch eigene Leistung sondern durch Ausübung ihrer Marktmacht aus dem Besitz vom einzig zugelassenen Geld etwas verdienen wollen.

  9. Fnord23 sagt:

    Hallo Dreamer,

    oben schrieb ich:
    „Schwundgeld und Negativzins haben wir doch bereits. Du bist nicht mehr in der Lage mit Guthabenszinsen den realen Geldwertverlust auszugleichen. Aber wer will das schon so genau wissen. Die wenigsten haben eben Lust auf die Wahrheit.“

    Haben wir nun schon (unehrliches) Schwundgeld, oder nicht?
    Ich glaube schon. Man kann das auch eine wertstabile Lüge nennen.

    Du schreibst:
    „Es stimmt zwar, daß das “Schwundgeld” eine höhere Umlaufgeschwindigkeit hätte, aber den Liquiditätsmangel in Realwirtschaft behebt es nicht.“

    Es hilft aber das Geld in der Realwirtschaft zu halten. Trotzdem braucht es Kredite(neues Geld) zur Vorfinanzierung der Wertschöpfungskette.

    Du schreibst:
    „wobei die Deckung etwas sein müsste, das nicht beliebig vermehrt werden kann“

    Nun ja, du willst Geld mit etwas decken, was nicht vermehrt werden kann. Aber durch die Wertschöpfung stehen der gleichen Menge GoldGeld, immer mehr echte Werte gegenüber. Wie bringst du das zusammen?
    Mit GoSi ist eine Geldmengenausweitung eben nicht so möglich. Ich verstehe dich doch so, dass es da einen fixen Wert geben soll?

    Ich mein, wir können uns dafür entscheiden, dann geht die technologische Entwicklung aber wieder so langsam wie vor 500 Jahren voran. Ich nehme auch das.

    Ich glaube der Jörg hat eine riesen Vorteil:
    Er ist erfolgreicher Unternehmer in der Realwirtschaft und bringt durch sein autodidaktisches Studium über die Gesetze des Geldes beides zusammen. So falsch kann das nicht sein. Zumindest
    nicht unrichtiger als das, was mir so mancher theoretische Experte oder Prof. an die Backe leiert.

    VG aus Sachsen

    • Dreamer sagt:

      “Schwundgeld und Negativzins haben wir doch bereits. Du bist nicht mehr in der Lage mit Guthabenszinsen den realen Geldwertverlust auszugleichen.“
      Seh ich auch so.

      “Es hilft aber das Geld in der Realwirtschaft zu halten.“
      Stimmt, aber bezogen auf die eigentlichen Probleme des Geldsystems (exponentielles Geldwachstum, Fehlallokation der Gelder) ist es trotzdem nur ein Herumdoktorn an den Symptomen.

      “Trotzdem braucht es Kredite(neues Geld) zur Vorfinanzierung der Wertschöpfungskette.“
      Das ist auch mit einer 100% sachgedeckten Währung möglich, die kann ebenfalls verliehen werden. Einmal gefördertes EM zum Beispiel (bzw. die stellvertretenden Kontoguthaben/Zettelchen) bleibt in Umlauf und erhöht die Gesamtmenge alles bis dato Geförderten EM, so daß noch nichtmal eine Deflation eintritt. Da EM nicht einfach gedruckt werden kann, würde das Zinsniveau jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach kräftig anziehen.

      “Nun ja, du willst Geld mit etwas decken, was nicht vermehrt werden kann. Aber durch die Wertschöpfung stehen der gleichen Menge GoldGeld, immer mehr echte Werte gegenüber.“
      Die Menge an EM steigt ebenfalls: durch Förderung in den Minen. Selbst Silber wird nicht „verbraucht“, ein Recyling lohnt sich nur (noch) nicht. Und für den Fall, daß die Wirtschaft tatsächlich schneller wachsen sollte, als das verfügbare EM, was wäre so schlimm an sinkenden Preisen (in Gramm EM bemessen)?

      “Mit GoSi ist eine Geldmengenausweitung eben nicht so möglich. Ich verstehe dich doch so, dass es da einen fixen Wert geben soll?“
      Gold und Silber wären der Wertmaßstab (z.B. in Gramm). Gefördertes Gold könnte als Grundlage neuer Währungseinheiten dienen oder sogar direkt als Geld verwendet werden. Wenn es jemand zur Bank bringt, kann die es einlagern und dafür 100% goldgedeckte Zettelchen oder Guthaben ausgeben. Wieviel Gold und Silber für Produkte und Dienstleistungen verlangt werden, wäre dem Markt freigestellt (das kann er besser, als jeder Politiker, Planwirtschaftler oder Zentralbanker).

      “Ich mein, wir können uns dafür entscheiden, dann geht die technologische Entwicklung aber wieder so langsam wie vor 500 Jahren voran.“
      Aus welchem Grund? Der industriellen Revolution z.B. haben die damaligen Gold/Silberwährungen keinen Abbruch getan.

      “So falsch kann das nicht sein. Zumindest nicht unrichtiger als das, was mir so mancher theoretische Experte oder Prof. an die Backe leiert.“
      Ist es auch nicht, einige der grundlegenden Überlegungen sind durchaus stimmig und er hat mehr und größere Zusammenhänge verstanden als die meisten „Experten“, aber eine wirkliche Lösung für die Probleme des Geldsystems hat er nicht.

      Ich beschäftige mich schon länger mit dem Problem und bin dankbar für Hinweise, sollte mir irgendwo einen Denkfehler unterlaufen sein. So oder so, die Profiteure des Geldsystems, wie es jetzt ist, werden den Teufel tun etwas grundlegend daran zu ändern. Da wird es künftig allenfalls wieder das Alte in neuem Gewand geben, sollte das jetzige den Bach runtergehen.

      • samui1970 sagt:

        Hi Dreamer,

        schöne und vernünftige Replik… nur Dein Nickname ist falsch gewählt, solltest eher „Realist“ heissen, für´s „dreamen“ sind hier irgendwie andere zuständig 😉

        lg samui

      • Fnord23 sagt:

        …Und für den Fall, daß die Wirtschaft tatsächlich schneller wachsen sollte, als das verfügbare EM, was wäre so schlimm an sinkenden Preisen (in Gramm EM bemessen)?….

        Wie soll den die Wirtschaft schneller wachsen, als die an GoSI angekoppelte Geldmenge wächst.

        Erst muss die Geldmenge wachsen, weil alles aber auch alles vorfinanziert werden muß. Auch die Goldmine braucht zur Förderung der neuen GOLGELDmenge erst mal neues Goldgeld. Bei deiner Argumentation versucht sich die Katze in den Schwanz zu beißen.

        Was ist den nun mit der Deckengshöhe. Soll da was fix sein, oder nicht?
        Also 1g Gold = 1 Geldeinheit? Oder soll das angepasst werden? Und wer passt das ? Und in welcher Höhe?

        Ich war ja auch mal auf dem Trip mit der GOSI Deckung. Ich glaub da im Moment nicht mehr dran. Passt irgendwie nicht mehr in die heutige Welt.

        Als Teildeckung kann ich mir das schon vorstellen.

        VG aus Sachsen

      • 4fairconomy sagt:

        @ Dreamer

        Wenn die Zinsuntergrenze von 0% abgeschafft wird und sich die Geldschöpfung nur noch rein am realwirtschaftlichen Wachstum orientiert (also z.B. im Rahmen eines Vollgeldsystems), werden die Zinsen sich gemäss Ersparnisbildung (=Geldangebot) und Geldnachfrage bilden. Je mehr der Markt zur Sättigung tendiert, desto niedriger werden die Zinsen (netto!) im Schnitt sein, bis schliesslich bei erreichter Marktsättigung die Zinsen – netto und im Schnitt – sich um null einpendeln werden. Darunter wird das Sparen rasch abnehmen, was die Zinsen wieder anheben wird, wegen der Angebotsverknappung. Wollen die Geldanbieter aber mehr als im Schnitt und netto 0%, werden sich nicht genug Abnehmer finden, weil bei gesättigten Märkten, also einem Nullwachstum, nicht finanzierbar. Die sich einpendelnden Nettozinsen um 0% werden real sein, weil sowohl Inflation wie Deflation wirksam verhindert werden können.

        Realzinsen von ca. 0% haben wir ja heute schon, nur mit viel nicht nachhaltigen Markteingriffen und viel Murks auf Kosten der Leistungsträger.

        Es wird gespart werden können, z.B. für die Altersvorsorge weil es noch genug Vorzufinanzieren geben wird. Allerdings wird nicht mehr gespart werden können, als es Vorzufinanzieren gibt, ohne, dass die Zinsen netto und im Schnitt unter null fallen. So wird auch keine Guthabenkrise entstehen.

        Die Guthabenkrise ist die Folge davon, dass ohne unmittelbare bzw. scheinbare (nominelle) Kaufkrafteinbusse – wegen der Zinsuntergrenze von 0% – viel mehr gespart wird, als eigentlich zur Vorfinanzierung unternehmerischer Projekte benötigt wird. Zudem können, verglichen mit der Konjunktur, im Schnitt stets zu hohe Nominalzinsen verlangt werden. Diese Ersparnisbildung über dem Vorfinanzierungsbedarf hinaus ist aber rein Illusionär und muss irgend wann durch einen Crash oder per Inflation wieder abgebaut werden.

        Sparen ist nur möglich, wenn die Produkte, deren Produktion vorfinanziert wird, dann auch tatsächlich gekauft werden. Dafür braucht es die Kaufkraft derjenigen, welche in der Vergangenheit gespart haben und nun die Produkte kaufen sollten. Und dafür sollten ja die Leute in der Vergangenheit gespart haben, dass sie sich jetzt die Produkte kaufen können, wofür sie das Geld nicht hätten, hätten sie nicht gespart (z.B. für die Altersvorsorge).

        Was nicht geht, ist viel mehr zu sparen, als man je in seinem Leben und im Leben seiner Nachkommen an Güter wird nachfragen können. Also Vermögen anzuhäufen um sozusagen materiell „unsterblich“ zu werden. Dies geht nur auf Kosten anderer, welche dafür trotz Leistung immer ärmer (verschuldeter) werden müssen. Sei es kollektiv über die Staatsverschuldung. Denn nur so lassen sich die Güter verkaufen, welche nötig sind, um (Geld-)Vermögen zu bilden, welches nie mehr nachfragewirksam sein wird am Sozialprodukt, dessen Wachstum aber damit vorfinanziert wurde -> Schuldenwachstums- und Guthabenwachatumsspirale bis zur Krise.

  10. auroria sagt:

    Exportüberschüsse
    =================
    Ein Problem bei seiner Analyse ist, dass vieles davon gar nicht bei uns im Land ankommt / bleibt.
    Die Überschüsse erwirtschaften die Unternehmen.
    Bei stagnierenden Reallöhnen und gesenkten Unternehmenssteuern, fallen diese Überschüsse im wesentlichen bei den Unternehmen selbst an, also bei deren Aktionären. Und die sitzen vielfach im Ausland.
    Gibt es irgendwo Zahlen, wieviel von diesen Überschüssen wieder abfließt, bzw. hier tatsächlich ankommt?

    Schwundgeld
    ===========
    De facto ist unser Geld seit einigen Jahren ein genau solches. Die meißten Menschen rechnen nur nicht die Inflation (geschweige denn die echte) von den Zinsem am Tagesgeldkonto ab.
    Der erhoffte Effekt, bleibt aber aus, warum? Weil es die Leute nicht wissen?
    Und selbst wenn sie es vlt. einmal wissen und schneller ihr Geld ausgeben, ist das überhaupt sinnvoll? (wir haben doch jetzt schon eine extreme Wegwerfgesellschaft)

    Beim sparen muss man vlt. wirklich umdenken. Sparen z.b. fürs Alter ist sinnvoll, genauso wie Vermögen anhäufen nicht schädlich ist.
    Es kommt darauf an, in welcher Form man sein Vermögen anlegt.
    In Form von Gold ist es tatsächlich sehr unproduktiv angelegt.
    Investiert man in Börsengänge, oder Kapitalerhöhungen von Firmen, ist es sehr Produktiv angelegt. Kauft man einfach so Aktien an der Börse schaut es schon wieder schlechter aus.
    Bargeld ist unproduktiv, Geld auf dem Konto kann sehr produktiv sein, wenn die Banken dieses Geld an Firmen verleihen, Oder destruktiv wenn die Banken damit Derivate (ver-)zocken.

    Bei einem vernünftigen Bankensystem, könnte ich damit leben, wenn Bargeld laufend entwertet wird, um Hortung von Bargeld zu verhindern und das Geld an die Banken zu locken (die es an Unternehmen weitergeben), wo man Zinsen dafür kassiert.
    Dass die Zinsen negativ werden kann ich mir nicht vorstellen, spätestens bei 0% kommt doch der Staat leiht sich alles was da ist und baut Infrastruktur ohne Ende.

    • Fnord23 sagt:

      Hallo auroria,

      du hast es verstanden. Wenn der Zins sich frei bilden kann und es eine Situation gibt, dass bei den Banken die Menge der nicht abgerufenen Schuldtilgungsmittel zunnimmt, dann muß die Bank mit den Zinsen runter. Angebot und Nachfrage.

      Je näher sich der Zins der Marke „null“ nähert, desto mehr wird nachgefragt. Selbst negativ-Zinsen könnten kurfristig möglich sein, weil spätestens dann die Leute losrennen. Einfach nur Psychologie.

      Das alles kann aber nur Teil eines ganzen großen Konzeptes sein, um unsere Probleme zu lösen. Ich hab mamchmal den Eindruck, als ob so mancher denkt, genau diese oder jene eine Maßnahme löst die Probleme.

      Wir sollten die Marke „null“ auch nicht so absolut betrachten. Ich hab den Eindruck, dass viele so dem Gefühl erliegen, dass alles was über „null“ ist gut ist, und unter “ null“ alles böse.

      In der Mathematik gibt es kein gut und kein böse. Es gibt nur Zahlen.
      Eine +1 ist eine Zahl und eine -1 auch.

      VG aus Sachsen

    • 4fairconomy sagt:

      Sparen ist kein Problem, wenn man sich später nachfragewirksam am zukünftigen Sozialprodukt beteiligt, zu dessen Herstellung man beigetragen hat durch Vorfinanzierung der Güterproduktion. Sparen ohne Realwerte für die Zukunft herzustellen und ohne diese Ersparnisse je in Nachfrage umzuwandeln, das geht nicht bzw. ist auf volkswirtschaftlicher Ebene (der Effekt für den Einzelnen kann anders sein) eine Illusion. Rahmenbedingungen müssen her, welche das illusionäre Sparen durch entsprechende Anreize begrenzen. Heute wird das illusionäre Sparen durch die bestehenden Rahmenbedingungen massiv gefördert. Gegen den Folgen anzukämpfen, ohne die Rahmenbedingungen zu ändern, welche dazu führen, ist Murks.

  11. auroria sagt:

    BGE
    ===
    Selbstverständlich ist Dielstleistung sinnvoll, es braucht halt nur noch 1% der Bevölkerung in der Landwirtschaft um den Rest zu ernähren. In der Industrie wird alles automatisiert, wo sonst sollen die Leute denn arbeiten? Was sollen wir mit noch mehr Produktion denn anfangen?

    Und natürlich arbeitet dann noch jemand als Müllmann oder Kanalarbeiter. Frag die Leute mal, ob sie für bedingungslos Harz4 Einkommen Arbeiten aufhören, oder für 5000€ netto weiterarbeiten wollen.
    Die Änderung wäre, dass die Jobs, die gefährlich oder gesundheitsschädlich sind oder keiner machen will, endlich mal gerecht (nämlich am höchsten) bezahlt werden. (Angebot und Nachfrage regeln den Preis.)
    Und dass sich die Arbeitsbedingungen wohl drastisch verbessern, um Mitarbeiter anzuwerben.

    Wer nicht glaubt, dass die Menschen gerne kostenlos arbeiten, der sollte mal bei Wikipedia vorbeischauen, oder hier im Blog sich umsehen.

    EDIT: Nein, ich habe nicht bei Sebastian 00:47 abgeschrieben, auch wenn jetzt weite Teile dieses Posts so ausschauen 😉

    • Fnord23 sagt:

      Genau das macht den Unterschied.

      Den Begriff „Arbeit“ neu definieren.

      Und WARUM mache ich etwas:
      Schleppe ich mich jeden Tag dahin. Dann ist es reine Erwerbsarbeit.Ein Zwang.

      Oder mach ich das, weil es Spass macht, weil es sinnvoll ist.
      Dann nehm ich die Kohle halt so mit.

      Die zwei Extreme.

      Durch das BGE könnte sich die Arbeitswelt komplett verändern.

      Wenn ich „kostenlos“ ehrenamtlich tätig bin, dann tue ich das, weil ich in dieser Tätigkeit einen Sinn erkenne. Das macht Spass. Ist höchst befriedigend und macht mich glücklich.

      Darum geht es: Wir suchen alle das Glück.

      • samui1970 sagt:

        Hi Fnord,

        warum suchst Du Dir nicht eine Arbeit, bzw. machst Dich selbständig mit etwas, was Dir Spaß macht ?? Dann hat sich auch der Zwang erledigt !! Lieber läßt Du Dir zwangsweise viel von der Umverteilungsmafia abnehmen, um dann anschliessend eine „nichtbezahlte“ Tätigkeit nachzugehen, die Dich ausfüllt … erkennst Du den Irrsinn in diesem Ablauf nicht ? Organisier Dir Dein Leben selbst so, wie Du es haben möchtest, dann muss auch weniger umverteilt werden.

        lg samui

        • Fnord23 sagt:

          Hallo samui,
          Ich glaube wir reden aneinander vorbei.

          Ich bin selbständig und bin in der Lage mit ca. 10 Stunden Erwerbstätigkeit den Teil am Familieneinkommen beizutragen. Ich habe persönlich keine Lust da mehr Zeit zu investieren. Ich hätte dann mehr Einkommen, würde aber auch mehr Kohle in dieses Umverteilungssystem abführen.

          Aber: Ich hätte dann auch weniger Zeit meine Kinder zu erziehen, meinen Freunden zu helfen, und ehrematlich für andere etwas zu tun.

          Das ist mein Lebenskonzept. Es geht doch nicht darum, dass du das genauso machen mußt, oder das gut finden sollst, was ich tue.

          Es geht darum, dass die Menschen mehr Freiheit haben sollten in Ihren Entscheidungen.

          So wie es eben immer nur um Freiheit geht. Und da hilft aus meiner Sicht ein BGE schon weiter.

          VG aus Sachsen

          • samui1970 sagt:

            Hi Fnord,

            in der Tat reden wir hier viel aneinander vorbei 😉 Dein Lebensmodell ist mir ziemlich symphatisch, ich handhabe das nämlich genauso… nur mit evtl. noch weniger Stunden 😉

            Wo wir allerdings nicht vorbei reden sollten ist, wer die ganze Zeche zahlen soll… Du und ich verzichten auf mehr Konsum, der bei mehr Arbeit sicherlichmöglich wäre, ich bin zufrieden und brauch viel von dem Statusschrott nicht mehr, deshalb komm ich mit wenig Arbeit und Entgelt aus.

            Wer mehr will, muss mehr arbeiten, ganz einfache Rechnung. Bei BGE wird einem Arbeitenden mehr abgenommen (ungerechter Weise ist dies in unserem Wirtschaftssystem BRD der Mittelstand, der von allen Seite gefickt wird), denn das Manna regnet bekanntlich nicht vom Himmel, es muss also den immer wenigeren, die noch in „bezahlter“ Arbeit „feststecken“, abgenommen werden, damit es nach „oben“ und „unten“ umverteilt werden kann, und da kommt mein Problem ins Spiel…

            Wer bekommt alles das BGE, wie wird BRD abgegrenzt ? Um es mal überspitzt auszudrücken, sind die vielen kleinen „Kopftuchmädchen“ dann auch alle bezugsberechtigt ? Um die Beantwortung dieser Fragen drücken sich die BGE-Gutmenschen immer gerne herum, ist vermutlich nicht politisch korrekt, darauf eine plausible antwort zu geben ;-)…

            lg samui

  12. Fnord23 sagt:

    Hallo Sebastian,

    das mit der gedanklichen „null“ war so als Gegenmittel für die gedacht, die mit dem BGE Bauchschmerzen haben.

    Ich kann diese ganzen „wenn“ und „aber“ schon verstehen. Gefällt mir besser, wenn sich einer wie samui damit beschäftigt, als sofort Feuer und Flamme hinter allem her zu rennen.

    Na ja, wir haben das eh nicht in der Hand. Ich denke, wir werden noch überrascht werden, was die da oben schon so vorbereitet haben.

    Ich sehe das positiv. Was bleibt mir übrig mit Familie. Über die schlimmen Dinge die auch im Rahmen des Möglichen liegen, will ich lieber nicht intensiv nachdenken, bzw. daran will ich nicht glauben.

    VG aus Sachsen

    • samui1970 sagt:

      Hi Fnord,

      „Ich sehe das positiv. Was bleibt mir übrig mit Familie. Über die schlimmen Dinge die auch im Rahmen des Möglichen liegen, will ich lieber nicht intensiv nachdenken, bzw. daran will ich nicht glauben.“

      ja, so hart sich das auch anhört, das Aufwachen aus einer „Lebenslüge“ tut weh, bzw. wird noch vielen weh tun. Nur weil Du und viele andere darüber nicht so intensiv nachdenken oder dran glauben möchten, also Vogel Strauß-Taktik, wird die Scheisse nicht davon abhalten, trotzdem zu passieren.

      Der ganze Mist, der täglich um uns herum passiert, gerade und speziell auch im Finanzsystem passiert genau deshalb, weil mind. 95 % der Menschen strunz-dumm im Umgang mit Geld und was Geld überhaupt ist, sind. Und genauso gleichgültig sind sie in vielen anderen Dingen, solange das Hanse-Pils, die Tüte Chips und die kostenlose Übertragung der Bundesliga im Dumm-TV läuft.

      Diese Diskussionen habe ich leider im Familien – und Freundeskreis schon unzählige Male gehabt, meine Erkenntnis darau ist leider die, dass die meisten Menschen nur über Schmerzen lernen… und dies ist eine sehr bittere Erfahrung…

      lg samui

  13. Podcast beim Meyer | Global Change 2009 e.V. sagt:

    […] na ja, die Skype  Verbindung war wohl nicht die beste und der große Redner bin ich leider  nicht. […]

  14. Ronny sagt:

    Warum geht ihr alle so weit ?

    Die Aussage ist: „Hört endlich auf zu sparen“

    heißt im Umkehrschluss: „Kauf sonst geht es der Wirtschaft schlecht“

    Also muss ich doch die Bevölkerung geistlich „verarmen“ damit sie denkt wenn ich was kaufe gehts mir besser.

    Ich spare die ganze Zeit,unfreiwillig weil ich nicht weiß wohin mit meinem Geld!

    Und den 65000 Reichen die 98% des Geldes besitzen wissen sicherlich auch nicht was sie noch kaufen sollen.

    Also liegt das nicht an dem kleinen Sparer die hier auf dem Blog sich tummeln.

    Mfg.
    Ronny

    • Fnord23 sagt:

      Hallo Ronny,
      zu den 65000 Reichen gehört wohl auch der Jörg B.
      Aber das hat er ja nicht so rumliegen. Das steckt sicher in seinen Unternehmungen.

      Mir geht das ebenso. Ich hatte irgendwann keine Lust mehr zu konsumieren. Und mir aller 2 Jahre ein neues Auto zu kaufen. Auch unter Umweltgesichtspunkten. Mein 8 Jahre altes Auto fährt immer noch.

      Jetzt mach ich eben weniger Erwerbsarbeit. Hab damit auch nicht mehr das große Problem, dass ich Schuldkontrakte(Geld)im Übermaß ansammel. Dafür hab ich mehr Zeit für andere Dinge.

      Was nützt mir die Kohle, wenn ich durch Geldentwertung ständig verliere und durch Währungsreform, oder was auch immer, dann noch enteignet werde. Hätt ich ja gleich weniger arbeiten können.

      Weil das System klaut dir ja kein Geld, sondern Lebenszeit=Arbeitszeit.

      VG aus Sachsen

      • samui1970 sagt:

        Hi Fnord,

        also Dein Jörg B. ist da sicherlich eine ganz kleine Nummer, auch wenn er als Unternehmer vielleicht „vermögend“ ist. Worum es demnächst gehen wird, ist den entsprechenden Superreichen einen Teil ihres Vermögens abzunehmen und mal wieder in die Mitte und unten umzuverteilen, bzw. diese steuerlich zu entlasten, dass auch deren Konsum steigen kann, aber dies regelt das System auch ganz von allein 😉 von daher viel Aufregung um nichts… Das die Supervermögenden da nicht begeistert von sind und ihre Mittel abzusichern versuchen, ist wohl verständlich, aber dummerweise trifft die Rasur auch oft die falschen, die auf bestimmte Versprechungen hereingefallen sind.

        lg samui

  15. braindead sagt:

    zum BGE (als dessen Befürworter ich mich klar oute)

    mal eine nette Seite imho

    http://www.iovialis.org/?id=2&lang=de

    speziell zum Problem „Mauer um das Land“ welches als erstes den Mut zu Veränderungen aufbringt
    http://www.iovialis.org/counting.php?file=Dilthey-Modell.pdf
    (blühende Landschaften , nur ohne Parteisoldaten und sonstige parasitäre Mitläufer am oberen Ende der Gesellschaft! Denn der Fisch stinkt bekanntlich wo zuerst?)

    und im Prinzip mache ich es schon genau so wie einige es hier berichten
    minimaler Konsum, ausklinken aus dem Irrsinn, Zeit für Dinge die ich für sinnvoll erachte verwenden

    ebenfalls selbstständig …

    und die bittere Lebenserkenntnis bis jetzt … Arbeiten macht in diesem System wenig Sinn (primär weil echte Leistung gnadenlos abgestraft wird in den meisten Fällen.)

    aber es hat meine Tag erheblich aufgehellt, was ich an neuen Kommentaren hier lesen durfte. Danke dafür

    @Frank BGE dürfte wegen mir fester Diskussionsbereich hier sein (-;

  16. samui1970 sagt:

    Hi braindead,

    leider ist das Thema „Mauer um Deutschland ziehen nicht in den von Dir erwähnten Quelle aufgeführt, lediglich die Pauschal-Aussage „es müßte global eingeführt werden, um nicht wieder zur partiellen Unterschieden zu führen“ … klasse Aussage, nachdem ich mehr als 50 Seiten dieser Ausführungen gelesen habe (ich habe auch damals nach Erscheinen von Götz Werner´s Buch dasselbe gedacht), weiss ich wieder, warum ich dies illusorisch fand und auch auf einen zu idealistischen Menschenbild basierend fussend betrachte… mir kommt sofort wieder der Begriff „links-sozialer Gutmenschen-Träumer“ vor Augen…

    lg samui

    P.S. habe das Gefühl, die Umverteilungskacke kommt beim BGE nur wieder in einem anders angemalten GEwand daher 😉

    • braindead sagt:

      Hi auch (-;

      bin wohl abgerutscht beim Link klicken

      guggste mal einen tiefer bitte (auf der Seite unter downloads)

      Dilthey-Modell_Auslegung.pdf

      das hat nur 11 Seiten (letzten 3 Seiten wenn querlesen Probleme bereitet, was ich nicht vermute!)

      ggf. auch noch Wirtschaftliche_Betrachtung.pdf

      sry für fehlende Direktlinks aber will Frank nicht stressen

      lG
      bd

      • stonefights sagt:

        Kleiner Tipp: Lass das http UND sofern in gewünschten links vorhanden das www weg, dann stresst du den blogwart nicht, da nicht „direkt“ verlinkt, Beitrag geht sofort online und der Leser kann sich „manuell“ die Prefixe „aktiv“ selber dazu tippen, wenn er im neuen Fenster es öffnen will…

      • samui1970 sagt:

        Hi braindead,

        sorry, habe ich auch gelesen, aber weder dort noch anderswo wird explizit auf die Problematik von Migrationsströmen eingegangen, die wohl zu erwarten sind, wenn weltweit bekannt wird, dass hier Milch und Honig in den Flüssen fliessen 😉 ! Leider konnte mir darauf noch kein BGE-Befürworter eine plausible Antwort geben…

        lg samui

  17. holger sagt:

    Ha und ein Moinsen

    hi @ braindead

    wir werden um ein BGE, wie immer es auch aussehen mag, nicht umhin kommen. Egal was der 1970 Jungspund 😉 (nicht bös gemeint) dazu schreibt. Empirisch gesehen, kann er überhaupt nicht behaupten und belegen, welche Auswirkungen ein BGE haben wird. Weil noch nicht ausführlich getestet. Und somit in deutschen Hirnen für Tod befunden. Das deutsche Hirn funktioniert so: Geht nicht… Ahh das habe ich ja immer schon gesagt. Wusste ich doch schon immer…

    LG wiadG

    Du bist nicht alleine 😀

    • samui1970 sagt:

      Hi Holger,

      ist zwar süß, dass ich bei Dir noch als Jungspund gelte, aber Deine Argumentation läßt vermuten, dass auch bei wesentlich älteren Semestern Alter nicht unbedingt mit Reife, Erfahrung & Wissen gleichzusetzen ist 😉 (ist nicht bös gemeint). Empirisch kann ich es auch nicht beweisen oder belegen, weil Empirie auf gemachten Erfahrungen beruht, Du, bzw. Dein Satz widerspricht sich also von selbst, aber als Cleverle wie Du einer bist, erklär Du mir doof-Jungspund doch einfach mal, wie wir den Rest der weniger entwickelten Welt davon abhalten, ins Land des Milch & Honig auszuwandern, wenn 5 Mrd Menschen von weniger als 1 $ täglich leben 😉

      lg samui

      • holger sagt:

        Hi samui

        Als 1969 geborener erlaube ich mir, alle zu spät geborenen als Junge Hüpfer zu bezeichnen. 😀 (Spaß)

        Mir geht es darum, und ich komme aus der Industrie, wie viel Arbeitszeit bleibt den ca. 7 Milliarden Menschen noch übrig, wenn immer mehr Automatisation in Zukunft stattfinden wird? Und da ich ein faules Schwein bin, bin ich dafür, dass der Mensch nur noch das Nötigste selbst tun muss. Wir machen so viele Dinge die überflüssig sind. Nur der Beschäftigung halber. Dafür sorgt der Gesetzgeber. Wir haben immer weniger Arbeitszeit zum verteilen übrig. Nur sollen die, denen man keine Arbeitszeit mehr anbieten kann, erschossen werden?

        Es kann nicht jeder mehr Arbeit haben. Und das wird noch kritischer. Wir machen die Welt immer smarter. Dann sollen se sich Schaufeln nehmen und Schiffe per Hand löschen.

        Einerseits wollen wir die Automatisation, und auf der anderen Seite wundert man sich, wenn Arbeitszeit durch Maschinen ersetzt wird. Also eine Umverteilung der Arbeitszeit. Und dann schimpft man noch über die faulen Schweine die exkludiert am Rand verharren müssen. Nur weil sie dem Trend nicht folgen können.

        Ich weiß wovon ich rede. Ich habe Anfang der 90er meinen eigenen Arbeitsplatz aufgelöst. Da steht seit Jahren eine Maschine. Und das ist gut so. War nämlich ne Drecks-Arbeit. Gummiverarbeitung. Und? Was machte dann mein Einkommen? Arbeitslos mein Freund. Du wirst bestraft dafür, die Welt ein wenig smarter zu machen. Denn in einer smarten Welt braucht man den Malocher nicht mehr. Denk mal drüber nach.

      • sebastian sagt:

        Hi samui,

        in einer Antwort zu einem anderen Artikel hatte ich das schon mal zu erklären versucht.
        Ich versuch‘ das gern noch mal.

        Das Zuwanderungsproblem ist doch keines, welches durch ein BGE erst geschaffen wird.
        Wir haben doch jetzt schon geregelt wer sich hier unter welchen Umständen dauerhaft aufhalten darf und bei Bedarf unterstützt wird.
        Deutschland zahlt doch kein Welt-Hartz IV, sondern nur denjenigen, die darlegen konnten, daß sie bedürftig sind.
        Und Deutschland wird natürlich auch kein Welt-BGE bezahlen (können).
        Es wird auch dann Regeln geben, welche definieren wer ein BGE bekommt und wer nicht.

      • Fnord23 sagt:

        Hee samui,
        vergiss mal die Ideologien und Dogmen. Alles geht, wenn wir wollen.

        Bitte bedenke:
        Es ändert sich doch nicht die Höhe dessen, was der Staat jetzt ausschüttet. (Wertschöpfungsverteilung nach unten)
        Es wird nicht mehr“ Milch und Honig“ fließen als jetzt. Vielleicht weniger. Du siehst das immer nur aus deinem materialistischen Guckloch.

        Sondern es wird einfach nur anders benannt. Das ist eine psychologische Frage. Ob ich Hartz 4 beziehe und man mich somit als Loser brandmarkt, was je absolut herabwürdigend, deprimierend ist und dadurch die Eigeninitiative hemmt,

        oder

        ob ich wie jetzt auch schon, an der Wertschöpfung der Gesellschaft partizipiere, nur eben über ein Konstrukt was jeder bekommt, mit der Einschränkung einer steuerlichen Gegenrechnung bei höheren Einkommen.

        Das wird auch die von dir im Moment ausgemachte fehlende Arbeitsmoral heben, weil ich mich eben nicht mehr umständlich bei der ARGE an und abmelden muss. Da wird kein Druck ausgeübt, wie jetzt. Druck erzeugt ja bekanntlich Gegendruck. Den Rest regelt die Gier und der Neid.

        Da du ja so fürs weniger Geld ausgeben bist, was ja vernünftig ist, müsstest du einer der glühenden Verfechter sein, weil dadurch enorm viel Verwaltungsaufwand eingespart wird.

        Das Argument, dass man uns überrennt, kann ich nicht nachvollziehen. Was meinste, was jetzt die Leute bekommen, die hier von außerhalb D aufschlagen. Ich denke mehr als mit BGE.

        Das Wichtigste am BGE ist das „Bedingungslos“. Eine rein psychologische Antwort auf bestimmte Probleme des 21. Jahrhunderts.

        So stelle ich mir auch modernen Kapitalismus.

        Hast du mir schon auf meine Frage geantwortet, wie du das Problem lösen willst? Also steigende AP und wie die Gesellschaft daran partizipiert?

        VG aus Sachsen

  18. […] na ja, die Skype  Verbindung war wohl nicht die Beste und der große Redner bin ich leider  nicht. Trotzdem natürlich herzlichen Dank an Holger für’s Ankurbeln und Frank Meyer für die guten Fragen. Sharen mit:TwitterFacebookGefällt mir:Gefällt mirSei der Erste dem dies gefällt. […]

  19. 4fairconomy sagt:

    Unverständlich ist, dass Jörg Buschbeck als Alternative zur Geldhortung den Boden als Geldanlage befürwortet.

    Dies ist eine weitere, und heute eine der wichtigsten und schädlichsten Form der illusionären Ersparnisbildung, worauf auch Gesell hinwies. Damit wird nur die Lebens- und Produktionsgrundlage verteuert, ohne, dass für die Zukunft irgend ein Wert geschaffen wird. Es führt volkswirtschaftlich gesehen zur Geldentwertung. Nebenbei und nicht unbedeutend führt es zu einer Umverteilung von Kaufkraft von den Bodenbesitzern zu den Nicht-Bodenbesitzern. Unter dem Strich wird letztlich mehr Kaufkraft vernichtet als neue geschaffen.

    Zu denken geben sollten all die Immobilienkrisen, welche Länder und zuletzt auch die ganze Weltwirtschaft an den Rand des Abgrundes geführt haben. Das sind Marktbereinigungsprozesse illusionärer Vermögensbildung wobei der Boden als Geldanlage eine zentrale Rolle spielt.

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