Gewaltige Einsichten

22. Februar 2016 | Kategorie: Aufgelesen, Kommentare

Zum Thema Gewalt in Flüchtlingsheimen findet sich im Telepolis-Blog eine bemerkenswerte Einsicht.

In Dorfen, im Landkreis Erding, hat ein 38-jähriger Somalier in einem Flüchtlingsheim, in dem 35 Menschen, meist alleinstehende Männer, untergebracht sind, einen 20-Jährigen Senegalesen erstochen. Die beiden mussten ein Zimmer teilen, es ist zu einem Streit gekommen, wie es häufig zwischen Asylbewerbern kommt, die aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen kommen.

Sie werden zusammengezwängt in den Heimen, dann heißt es, die Flüchtlinge seien aggressiv und gewaltbereit, auch wenn für alle klar sein dürfte, dass auch Deutsche in Gewalt ausbrechen können, wenn sie derart mit Menschen aus anderen Kulturen zusammengezwängt würden (…).

(…) Meist sind es Kleinigkeiten, die zum Ausbruch einer angestauten Wut oder Verzweiflung führen. Jedenfalls hat der Somalier mit einem Klappmesser mehrmals auf den jungen Senegalesen eingestochen. Der Täter ließ sich ohne Gegenwehr festnehmen und gestand die Tat, was darauf hinweist, dass es eine Spontantat war.

Das lapidare Fazit des Autors lautet:

Mit so etwas muss man in solchen Unterkünften wohl leider immer wieder rechnen.Wer meist junge Männer in einer ungewissen Lage zusammensperrt, muss mit dem Ausbruch von irrationaler Gewalt rechnen.

Na dann gute Nacht. Hier der ganze Artikel auf heise.de.

 

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3 Kommentare auf "Gewaltige Einsichten"

  1. Insasse sagt:

    Mächtig gewaltig, dieses irrationale Plädoyer! Ich bin schwer negativ beeindruckt. Das Ganze passt aber hundertprozentig ins System. Die Aufzählung von Entschuldigungsgründen in der Person des Autors (schwere Kindheit, unterbezahlter Job, Arbeit im stickigen Großraumbüro etc.) scheint müßig, da Hoffnung auf Besserung ohnehin nicht in Sicht ist.

  2. Argonautiker sagt:

    Dieses Fazit, sollte man Merkel, 100 Mal in Schönschreibschrift abschreiben lassen. Vielleicht begreift sie dann irgendwann, den Unterschied zwischen ihrer Vorstellung und der Wirklichkeit.

    Falls 100 Mal aber nicht ausreichen, kann man das Pensum auch vervielfachen. Notfalls muß man ihr ein mehrwöchiges unbegleitetes Praktikum als Flüchtlingshelfer in einem Flüchtlingsheim angedeihen lassen, um die Wirklichkeit wieder in ihr einziehen zu lassen.

    Nach 4 Wochen dann mal nachfragen, ob sie es denn auch schaffe.

  3. Skyjumper sagt:

    Welch erhebende Einsicht. Ehrlich. Leider mal wieder nicht konsequent zu Ende gedacht, und dass obwohl es sogar schon korrekt beschrieben wurde. Sicherlich würde der Autor der Zeilen vehement widersprechen wenn man ihn mit der Konsequenz seiner „Einsicht“ konfrontieren würde.

    „auch wenn für alle klar sein dürfte, dass auch Deutsche in Gewalt ausbrechen können, wenn sie derart mit Menschen aus anderen Kulturen zusammengezwängt würden (…).“

    Ja, so ist es. Das Zusammenzwängen von Menschen unterschiedlicher Kulturen führt zu Gewaltakten die es ohne das Zusammenzwängen nicht zu geben bräuchte. Das gilt nicht nur für eine Heimunterkunft, sondern generell. Ja, auch für Deutschland als ganzes.
    Die Messerstecherei in Erding ist genauso verwerflich wie der Empfang des Flüchtlingsbusses in Clausnitz. Beides ließe sich vermeiden wenn man endlich damit aufhören würde zu versuchen Kulturen zu vergemeinschaften die nicht zusammengehören.

    Migration, zumal in solchen Quantitäten, trägt den Samen der Gewalt in sich und sollte keinesfalls gefördert werden.

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