Deutschlands Schuldensumpf: Seid verschlungen, Billionen!

27. April 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer, Slideshow

von Frank Meyer

Rekorde! Die deutsche Staatsverschuldung ist im letzten Jahr um 319 Milliarden auf unfassbare 2,08 Billionen Euro gestiegen. Auch hierzulande verdunkeln sich die Aussichten von Jahr zu Jahr…

Wolfgang Schäuble wird seinen Schuldenberg nicht los. Das kann er auch nicht. Und das hat er auch nicht vor. Trotz „Aufschwung XL“, hysterisch gepflegter guter Laune und strahlendem Optimismus stiegen die Steuereinnahmen des Bundes im letzten Jahr um nur drei Prozent. Zweitausend Milliarden Euro – zweitausend kleinste Rettungseinheiten, würde Ex-Finanzminister Peer Steinbrück sagen. Na und?

Finanzminister wissen, dass sie Schuldenberge nicht abtragen können, selbst wenn sie das wollten und immer davon reden. Gleiches hört man jetzt auch aus Baden-Württemberg. Dort heißt es, man will Schulden abtragen und trotzdem mehr Geld für Bildung ausgeben. Wie heiter! Das gehört heute aber zum guten Ton, bleibt jedoch aber Wunschdenken fern ab jeglicher Realität – eine Nebelkerze. Der Grund für den neuen Schuldenrekord sind

„…umfangreiche Maßnahmen zur Finanzmarktstabilisierung in Höhe von 241 Milliarden Euro“

teilte die Bundesbank mit. Dies betreffe vor allem die Bad Banks der Hypo Real Estate und der WestLB. Die deutsche Verschuldung liegt heute bei 83,2 Prozent der Wirtschaftskraft und damit über den Vereinbarungen im Vertrag von Maastricht. Wolfgang Schäuble kündigte an, diese Schuldenquote werde bis 2015 auf 75 Prozent sinken. Ob der dann noch im Amt ist?

Unter „Abtragen“ versteht ein Staat etwas anderes als ein Privatmann. Der Staat ist kein Privatmann. Schulden abzubauen ist nicht die Aufgabe eines Finanzministers. Er hat sich darum zu kümmern, dass der Staat weiter Schulden machen kann, indem er sich nicht um Schulden kümmert, sondern um die Solzenz des Staates. Von daher ist es verständlich, dass er an niedrigen Zinsen interessiert ist. Andererseits hat er dafür zu sorgen, dass die Zuflüsse in die Staatskasse über „Steuern“ und Abgaben genügend hoch sind, so dass keine Zweifel an der Solvenz auftauchen. Und so sitzt Schäuble am Lenkrad und „steuert“. Wenn er dieses Lenkrad in andere Hände gegeben hat, dürfte ihm der Schuldenberg ziemlich egal sein. Was haben die früheren Finanzminister nicht alles versprochen.

Seltsame Zahlen. Vor zwei Wochen hieß es, die deutschen Schulden wären um weitere 78 Milliarden Euro gestiegen. Das ist natürlich Unsinn gewesen, denn richtig wäre, dass es 30 Milliarden Euro weniger Schulden waren als noch im Krisenjahr 2009. Wie dem auch sei, ob mit oder ohne Good-Banks, für jeden Bundesbürger bedeuten zwei Billionen Schulden eine Summe von 24.894 Euro – statistisch gesehen.(Graphik, Bund der Steuerzahler, Link)

Da in etwa nur jeder zweite als Beschäftigter und damit als Steuerzahler in der Statistik auftaucht, verdoppelt sich die Last für jeden auf 50.000 Euro, wobei „beschäftigt“ auch nicht bedeuten muss, dass man heute von Arbeit auch leben kann. Als „Billigjobber“ zahlt man kaum Steuern, so dass die anderen weit mehr als 50.000 Euro abzutragen hätten – statistisch und theoretisch gesehen… (Seite 2)

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52 Kommentare auf "Deutschlands Schuldensumpf: Seid verschlungen, Billionen!"

  1. Andre sagt:

    Das ist aber ein süßes Bild vom Geier 🙂 Wenn es dann soweit ist, kann der kleine Kerl auch anders! Dazu eine passende Weisheit: “ Bei einem Staatsbankrott geht natürlich nicht der Staat pleite – sondern seine Bürger!“
    In diesem Kontext, werde ich mir erneut Gedanken über den Erwerb ein paar australischer Vögel machen!

  2. Stuelpner sagt:

    @ Frank

    Widerspruch
    Minijober zahlen kaum Steuern? Die Steigerungsform ist dann Arbeitslose zahlen keine Steuern. Laut dem bunten XXXXX in Berlin zahlen die H4-Leute schon Unsummen an Bier-, Tabak- und Alkoholsteuer, dann noch 7% Mwst auf die Chips, 19% auf den Flachbildschirm usw. Du verstehst was ich meine, die gesamten Steuern Mwst., „Öko“-, sämtl. Steuern die auf Energie ansich liegen. Wenn einer Durchblick hat kann er ja mal ausrechnen, wieviel von dem um 5 EUR erhöhten Knebelsatz an Steuern wieder an den Staat zurückgeht.

    Zum Artikel an sich fällt mir nur noch ein wieso haben wir trotz dem Euro der nur Gutes für D bedeutet, soviel Dreck am Hacken, Schulden auf dem Buckel…
    Wenn ich mir die Nachricht von heute aus Norwegen ansehen, das Land mit Lohnsteigerung von 60%, wie können die solche Rücklagen bilden? Entweder können die dort nicht rechnen oder das halbe Volk ist schon verhungert und keiner hats gemerkt oder wir in D werden mörderisch beschi… http://www.heise.de/tp/artikel/34/34612/1.html

    • Frank Meyer sagt:

      Über die ganzen Umlagen und Abgaben zahlen Geringverdiener natürlich die gleichen Steuern wie die anderen. Richtig.
      Ich meine vielmehr, dass die Zahl der gut bezahlten Jobs weniger wird und durch den Billigsektor ersetzt wird.
      Dazu kommt noch die kalte Progression. Im Beitrag fehlt noch die ungerechtfertigte Steuerbevorzugung der Unternehmen.

      • holger sagt:

        —>>>Ich meine vielmehr, dass die Zahl der gut bezahlten Jobs weniger wird und durch den Billigsektor ersetzt wird.“

        Das wurde vor ca. 2 Jahren im legendären >1000 Kommentare Thread beim weissgarnix ausführlich diskutiert. Über Kaizen, Auftritt der Gewerkschaften, Gewinnmaximierung und und und. Ich glaube mich zu erinnern, dass da kein Dingen ausgelassen wurde. Hätte eigentlich schon für ein Buch gereicht, was dort zusammen getragen worden ist. Das Dingen hat zum Schluß echt den Rahmen gesprengt. Naja gut, 150-300 Kommentaren kannste abziehen.

        Kurz um: Der Billigsektor ist gewollt. Insbesondere von den Sozis. Agenda 2010 Und den Arbeitgebern. Der Arbeitnehmer muss erpressbar über den Lohn bleiben. Zum 1 Mai öffnet sich die Freizügigkeit gen Osten. Warum wohl? Schon wird in den Medien geschrieben: „Hurra… Fachkräfte-Mangel vorbei“ Oder so in etwa. In 10 Jahren wird man sich umschauen. Und das gerade nicht erfreulich. Ich habe heute mit einem Manager F&E von SKF den ganzen Tag zusammen gesessen. Da haben wir auch über das Thema gesprochen. Spezialisten verdienen, der Rest ist… Stichwort Automatisation. Ist alles mit System aufgebaut.

        P.S. Ist Clement der große Schlichter noch bei Adecco?

  3. Stuelpner sagt:

    @ Frank

    Jetz hast Du es aber 100%ig getroffen.
    Der Billiglohnsektor trägt noch zum „Zusammenbrechen“ des Gesundheitssystems und der Rentenversorgung bei, würde ich sagen. Die bunten netten Leute in Berlin wissen es aber besser, sonst würden sie solches Zeug wie das und das was Du in Deinem Artikel schreibst doch nicht sehenden Auges machen. Oder ist es Absicht!? Wahrscheinlich sind wir nur kleine bildungsferne unwissende Bürgen, die das große Ganze nicht verstehen. Sonst wäre es Verrat am dt. Bürgen und sowas wird mit unermesslichen Diäten und Lobbyzuwendungen bestraft, grausam.
    Der Rest meiner Gedanken ist XXXXXXXX 😉

  4. samy sagt:

    @stuelpner+Fran

    Hi,

    der Witz und Skandal an der Sache ist doch, dass in den Wochen in denen um die 5€ entschieden wurde, letzt endlich um eine Mehrbelastung des Haushaltes von 2 Mrd. Euro entschieden wurde. Sicher, dass ist Geld das Steuerzahler erst mal verdienen müssen. Der Schlichter Seehofer nannte diese ganze Veranstaltung übrigens sinngemäß, den größten Zirkus in seiner Politikerkarriere, den er so nicht mehr erleben will.

    Worauf ich hinaus will ist aber, genau in dieser Woche wurde damals veröffentlicht, dass die Staatsschulden wegen der Gründung der Bad Banks um ca. 230 Mrd. stiegen. Veranschlagen wir mal einen äußerst günstigen Zinssatz von 2% für deren Finanzierung per Staatsanleihen, dann gibt das mehr als 4 Mrd. € per Anno ohne das getilgt würde!

    Das Fernsehen hat nicht darüber berichtet! Eigentlich ein Skandal. Fragt doch mal rum, wer was davon mitbekommen hat? Von „Hart aber Fair“ bis Illner, nur diese Hartz-V-5€-Debatte, nix anderes.

    Es muß ein Schelm sein, wer …

    VG

    PS: Norwegen erzielt meines Wissens nach Rücklagen aus dem Ölhandel. Die NOK gilt als Fluchtwährung bei einem Crash , weil es immer eine natürliche Nachfrage an dieser Währung gibt, solange Öl exportiert wird. Damit ist eine Stabilität garantiert, auch wenn der Handel global am Boden liegt.

  5. zonenwachtel sagt:

    @ Wolfgang Sch.:

    Ich warte immer noch auf eine Antwort auf meine eMail aus Februar. Damals hatte Wolfgang S. stolz erklären lassen, dass der Bund 2010 wider Erwarten „nur“ 44 Mrd.€ Nettokreditaufnahme zu verzeichnen hatte. Da die Schuldenuhr aber um 300Mrd. gestiegen war, habe ich das Bundesfinanzministerium gefragt, ob es die restlichen Schulden den Ländern und Kommunen unterjubeln wolle, oder ob DOCH echte Verluste aus den „Eventualverbindlichkeiten“ der SoFFin entstanden sind…

    Wollen wir uns jetzt mal nicht über 240Mrd.€ aufregen. Erst 2013 kommt die Neubewertung der toxischen Schrottpapiere der Bad Banks und Auffangbecken. Wie praktisch, da sind ja auch wieder Bundestagswahlen. Und bis dahin schnürt man noch viele schöne €-Pakete und spannt etliche Garantieschirme auf. Sind ja nur Bürgschaften. Wenn die GIPS-Staaten sparen, zahlen sie alles zurück. Ich frage mich nur, wie die Ärmsten die höheren Kreditzinsen finanzieren sollen. Durch Leistung, die Leiden schafft?

    Und bei uns wird wenigstens bei Arbeitslosen und HartzIV-Empfängern gespart. Was ist eigentlich aus dem vorbestraften Peter Hartz geworden, nachdem 2009 seine Bewährungsstrafe ausgelaufen ist? Weiss jemand, wo der jetzt sitzt ?

  6. Stuelpner sagt:

    @samy
    Darüber brauch wir gar nicht reden. Das Fernsehen incl. dem ganzen MSM berichten oft nicht über das was wichtiger bzw. entscheidender ist. Dafür sind sie immer emsig bemüht solche Dinge mit einer neuen Sau die durchs Dorf getrieben wird zu überdecken, und kuckmal um Dich klappt doch prima.
    Wenn man dann noch, wie gestern solche FDP-„Experten“ wie den aus Berlin hat, der schon wieder H4 kürzen will, weil die H4-Leute ihre Kinder nicht bilden und teilhaben lassen wollen, weil sie ja das Geld nicht versaufen können, ist das genau das Gleiche. Das die H4-Leute ihre Kindlein nicht teilhaben lassen können, weil erst im März professorische Anträge ausgegeben wurden und keiner der Sachbearbeiter wußte, was, wie, wo ist dies für mich wieder solch eine lt. Definition Volksverhetzung, natürlich haben sie dann für mind. 3 Monate die Kosten für diese Teilhabe gespart. Es muß ein Schelm sein, wer…
    Es wird immer was Neues geben womit man das wirklich Wichtige verdrängen kann, falls nicht kann man ja etwas nachhelfen zur Not haben wir ja noch den Oamas.
    Weis nicht ob das in Norwegen wirklich so einfach ist, Öl hat in der Krise auch gelitten, die Währungsflucht kehrt sich auch wieder um. Wenns an Bodenschätzen liegt dann müßten doch Canada und Australien ähnlich dastehen. Eigentlich sind doch Endprodukte aus D nicht solchen Schwankungen unterlegen und billigere Rohstoffe müßte die Sache noch lohnenswerter machen. Vielleicht müssen Unternehmen in Norwegen noch Steuern bezahlen (siehe auch Frank) und der Staat kann durch die Wirtschaft dort Geld einnehmen und nicht wie bei uns keine Steuern zahlen und noch Subventionen aufgezwungen bekommen, denke dort liegt der Hund begraben und stinkt schon sehr sehr lange.

  7. bigpuster sagt:

    Gibt es eigentlich eine Zahl, wie hoch die Summe der Schulden ohne die Zinsen wäre? In den letzten Jahrzehnten dürfte doch ein großer teil der neu aufgenommenen Schulden zur reinen Zinszahlung benutzt worden sein. Manche Jahre sogar zu 100%+- .
    Da wird dann mal eben ein Staatsunternehmen zur Zahlung eines Teile der jährlichen Zinsen privatisiert.
    So möchte ich auch Geld verleihen. Hier nimm, bau Dir was auf und später kriege ich das sowieso „geschenkt“. NUR FÜR DIE ZINSEN!!!
    Nächstes Jahr musst Du Dir was neues einfallen lassen. Die Schulden sind ja geblieben. Naja, ein Staat hat ja zur Not noch Grund und Boden.
    Ist das nicht der wahre Skandal auf dieser Welt, dass wir mindestens 1/3 unserer Arbeitszeit nur für die Bedienung von Zinsen, die auf die Konten weniger Vermögender landen, aufbringen. Eine 30 Std. Woche könnte bei gleichem Lebensstandard Realität sein. Zeit für Familie, Kinder, Freunde, Bildung und Hobby. Früher wußte man wenigstens, dass man ein Sklave war. Heute ist man einer und hält sich für frei.
    Die Zinszahlungen werden auch nicht verkonsumiert, sondern landen auf dem Konto, wo schon der Rest seiner Geschwister aus den Vorjahren liegen. Und so werden die Schuldner, unfähig das Geld für den Schuldendienst zu verdienen, gezwungen nach und nach ihr Eigentum an die Geldbesitzer zu verkaufen.

  8. samy sagt:

    @stuelpner
    Volksverhetzung, genau das habe ich auch gedacht, als Westerwelle mit der „spätrömischen Dekadenz“ und „Schneeschippen“ loslegte, als man lieber mal die sich abzeichnende Eurokrise hätte diskuttieren sollen. Egal von welche Partei, Religion oder Denkschule das kommen wird, FALLS es wirklich in den nächsten 3 bis 4 Jahren heiss her geht, wir dürfen uns nicht spalten lassen. Die werden arm gegen reich, alt gegen jung, Norden gegen Süden usw. auspielen wollen, nur um an der Macht zu bleiben und Probleme zu vertuschen. Immerhin hat die FDP ihre eigenen Wähler verprellt, so dumm sind die Deutschen dann nicht. Im Gegenteil, seit S-21 und Gutenberg knallt der Bürger den Politikern die Faktenlage rechtzeitig um die Ohren.

    Zu den Fluchtwährungen noch einmal, FALLS es knallt, dann werden auch der Australische und Kanadische Dollar Fluchtwährungen werden, eben wegen des Handels von heimischen Rohstoffen.

    Die neutrale Schweiz und die dann bald vielleicht kommende Handelsmetropole eines erstarkenden Asiens, Singapore (Singapore Dollar), werden auch als Kandidaten gehandelt. Das schreibe ich nur, falls jemand „Eiserne Reserven“ in Cash halten will und nicht nur in EM und Aktien.

    VG

    • Stuelpner sagt:

      @samy
      „FALLS es wirklich in den nächsten 3 bis 4 Jahren heiss her geht,…“
      Solange noch?

      „… wir dürfen uns nicht spalten lassen. Die werden arm gegen reich, alt gegen jung, Norden gegen Süden usw. auspielen wollen, nur um an der Macht zu bleiben und Probleme zu vertuschen.“
      Na ja eigentlich ist D schon lange gespalten, der Westen seit 60 J. und der Osten seit 20 J., in alles mögliche. Teile und Herrsche, klappt doch bis jetzt ganz gut oder kennst Du noch eine nennenswerte Gruppe die zusammenhält wie Pech und Schwefel?

      „… so dumm sind die Deutschen dann nicht….“
      Ob dieser Satz so stimmt, immerhin haben sie die Vorstellung die neuen Typen würden wirklich für ihre Interessen arbeiten. Hihi lustig.

      • samy sagt:

        Hi,

        innerhalb (!) der nächsten 3-4 Jahre. Ich sage seit 2009 2015 +-3 Jahre. Nicht wenige meiner Bekannten halten mich seit dem für, na ja, wie soll ich sagen? Überspannt? Ich bin halt vorsichtig geworden mit pessimistischen Äußerungen, die verschrecken nur und regen deswegen nicht zum Nachdenken an. Und wir könnten irren und alles wird wieder gut 🙂

        Unterschätz nicht den Zusammenhalt in Deutschland, was den kleinsten gemeinsamen Nenner einer sozialen Absicherung angeht. Nicht wenige Gutverdienende waren durchaus erschrocken über das Gesülze von der spätrömischen Dekadenz. Und vergeß nicht, es gab damals Umfragen, dass Schuldenabbau den Steuersenkungen vorgezogen wurde. Also viele denken auch an das „Ganze“.

        Auch wurden Parteien durchaus abgestraft. Die SPD kommt nicht mehr auf die Füße und die FDP geniesst kaum noch Ansehen.

        S-21 und die Guttenbergwiki waren ebenfalls gute Zeichen, genauso wie diese Bloggs, in denen sich viele verschiedene Charaktere austauschen wollen. Vielleicht geht der Trend bald hin zu einer Volksabstimmung a la Schweiz, hätte nix dagegen.

        VG

  9. Holla sagt:

    Nur mal so ! Man beachte ,, sonstige,, (LINK)

    Welche Partei würden Sie wählen, wenn kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre?

    Ergebnis

    14% CDU
    9% SPD
    13% Grüne
    4% FDP
    5% Linke
    55% Sonstige

    13313 abgegebene Stimmen

  10. Andre sagt:

    erste Heli – Ben Entscheidung 🙂
    Zins bleibt bei 0,00 – 0,25 dies lief gerade über den Ticker!

  11. holger sagt:

    Zu den allgemeinen Aufregungen um die „Verschuldung“ etc.pp. Möchte ich nur eines anmerken. Der Bund hat im Gegensatz zu den Privaten, nicht einen Fatz an Sicherheiten außer den Steuereinnahmen. PPP/ Cross B-Leasing hat den Bund/ Ländern/ Gemeinden dazu auch noch den Rest gegeben. Was verfolgt zB. der IWF in Griechenland. Die Verschuldung zielt nur darauf ab, Eigentumsrechte „rechtliche“ zu erlangen. Sale and Lease Back in Europe.

    Ich erinnere mich, wie der SPD Vorgänger von Schäuble im Container, hoch schwitzend, zu Brüssel auftauchen musste, um das „Go“ für die HRE zu bekommen. Souveränität sieht für mich anders aus. Aber das ist wieder einmal eine andere Geschichte. Die nicht zur Sache dient. Also Jungs und Mädels des „vereinigten“ Deutschlands, eingebettet und geführt in Brüssel. Gürtel enger schnallen und durch. Nicht umsonst hat der Weber kein Bock mehr. Die Verschuldung ist eigentlich „pille-palle“. Siehe „Schwarz-Buch“ von Däke. Da gehts jährlich auch immer um Beträge, die fast der Zinszahlung gleicht. Wir haben es doch. Ruhig Blut… wozu gibts die Think-Tanks und die Eliten.

  12. carsten_kai sagt:

    Huch, warum die Aufregung? Deutsche Anleihen werden durch die „Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH“ begeben seit langem. Bei einem Bondcrash wird mit dem Geschäftsvermögen bzw. Gesellschaftsvermögen gehaftet, mehr nicht. GMBH: Gute Idee unserer sonst eher intelektuell minderbefähigten Staatslenker. Sollen sich unsere Gläubiger die Einlage teilen, da sind n paar Cent für alle drin! Manchmal kann man einen Gesamtplan fühlen hinter allem, was gerade um uns herum geschieht. Bevor man es greifen kann, ist das Gefühl wieder weg. Sollte „der Crash“ kommen, haben wir ALLEN in der Welt etwas voraus: Wir sind eine echte Industrienation, innovativ und fleissig. Wir haben von Schwerindustrie über Zukunftstechnologie (ich hasse das Wort) bis Handwerk alles im Land. Edison hat die Glühbirne erfunden und KEINE EINZIGE davon wird mehr in den USA produziert derzeit. Staatsverschuldung wird geregelt durch default oder Inflation, wie auch immer: Ich möchte nirgendwo anders sein, wenn es crasht. Wir haben was wir brauchen ->www.ernaehrungsvorsorge.de/de/staatliche-vorsorge/ also mitsummen „don’t worry be happy“.

    • Stuelpner sagt:

      @carsten_kai
      FA-GmbH-Stammkapital, diese Idee kam mir ehrlich gesagt auch schon, aber wieso zahlen wir dann immer noch und an Jeden irgendwelche Schulden aus der h. Verantw. und dem 2.WK Wer würde einer solchen Firma solchen Kredit geben, nachdem sie schon ausgeweidet wurde, Entschuldigung privatisiert wurde, heißt es glaube ich polit. korrekt. Glaube nicht das es so einfach ist. Übrigens kam schon wieder die Forderung nach einem weiteren geschenktem Gluckgluckschiffchen.

    • Frank Meyer sagt:

      GROSSSCHREIBUNG ist ein Ausdruck von SCHREIEN.

      • carsten_kai sagt:

        Ich jetz? Ich schreibe „groß“, was ich schreien würde im Gespräch. Wie: „es wird nicht eine einzige Glühbirne (Wolframfaden im Vakuum) mehr im Land des Erfinders produziert“. Wenn ich da nicht schreien darf: War schön hier.

  13. Stuelpner sagt:

    @holger
    „Der Billigsektor ist gewollt. Insbesondere von den Sozis.“
    Sozis? Welche Sozis, das SPD-XXXX, was haben die mit sozi. zutun, die verkaufen alles und Jeden, spätestens nach H4 und Steuersenkungen für notleidende Reiche können die sich mit diesem Alibi nicht mehr schmücken.

    „Der Bund hat im Gegensatz zu den Privaten, nicht einen Fatz an Sicherheiten außer den Steuereinnahmen.“
    Na ja Steuern kann man bis zur Verendung des eigenen Volkes erhöhen und dann haben sie immer noch die Zwangshyopthek, m. E. auch nicht zuvernachlässigen bzw. ist die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung sehr groß, die Gebäude und Wohnraumzählung im Mai 2011 ist als Inventur sehr geeignet. Vorallem interessant ist der Punkt an dem sie wissen wollen, welche Herkunft und/oder Nationalität der Besitzer hat, mmmh warum wohl.

    „Die Verschuldung ist eigentlich “pille-palle”.“
    Genauso ist es, Hauptsache die Zinsen fließen, ohne Schulden keine Zinsen, ohne Zinsen keine Geldmengenausweitung, kein Wachstum. Wachstum ist gut, immer größer, immer höher, was bei Gebäuden nur bis zu einem gewissen Punkt funktioniert, klappt auch sonst nur bis zu einem gewissen Reset-Punkt (Kondratjew-Zyklen).
    Meines Wissens hat noch kein nennenswerter Staat seine Schulden ja zurückgezahlt, zu letzt waren es die Amis unter Jefferson (wenn ich mich recht erinnere).

    „Spezialisten verdienen, der Rest ist… “ …überflüssiges Humankapital oder eben schlicht Biomüll.
    Laut bigpuster „Früher wußte man wenigstens, dass man ein Sklave war. Heute ist man einer und hält sich für frei.“ jedenfalls die die es nicht merken was sie sind und sich darauf einstellen. Wahrscheinlich wurden die Sklaven damals für wertvoller erachtet als heute der Rest. Dies sieht man auch an der in Stein gehauenen 500Mio.-Bevölkerungsgrenze.

  14. holger sagt:

    @ stuelpner

    nehme er es mir nicht übel, wenn ich nicht mehr wie „150“ Buchstaben eintippe. Bekomme ich sonst nur wieder „Haue“, und die ständigen „blauen-Flecken“ treffen auch mich mal.

    —>>>Sozis: ich habe vergessen diese in „“ zu setzen.
    —>>>Zwangshypothek: ist durch EEG und EnEV schon am laufen. Da sind die Erhöhungen der Grundsteuer lächerlich dagegen.
    —>>>Staatsverschuldung USA siehe: http://www.sgipt.org/politpsy/finanz/schuldp/usa/usa0.htm

    Ansonsten bin ich der Meinung, es könnte durchaus auch anders funktionieren. Aber eben noch nicht gewollt.
    Plus kurzem Gruß

  15. carsten_kai sagt:

    Da ist ein kleiner Denkfehler drin. Ich nehme mal die FED als Extrembeispiel: Die FED kann den gesamten US-Häusermarkt in Ihre Bilanz aufnehmen. Die FED kann tatsächlich und wortwörtlich Geld drucken und mit Helikoptern über der Bevölkerung abwerfen lassen. Das klitzekleine Problem solcher Aktionen: WIE wirkt sich das auf den U$dollar und dessen Glaubwürdigkeit aus…? Das ist das Feuer, in dem die Fed gerade zündelt. Ich beömmel mich über die GriechenBonds 2 jahre Laufzeit: 25%!!! Während die Zentralbanken über Verleihzinsen von unter 1% palavern. Was für eine coole Zeit wir alle erleben 🙂 Mittendrin statt nur dabei. Hab ich schon erwähnt, dass ich vor Angst weder schlafen noch Kotzen kann?

  16. samy sagt:

    Aloha,

    wie denkt ihr über die EM Reaktion nach dem Zinsentscheid (Silber +5,5%, Gold +1,5%?

    Niedrige Zinsen führen zu weiterer Inflation aber „angekündigtes“ Ende des Anleihenankaufs die Gefahr eines Crashs auf dem Anleihemarkt, somit deflationär.

    VG

  17. carsten_kai sagt:

    Ich denke (ohne schreien zu wollen): „Geld“ -als neutraler Tauschvermittler zwischen Waren- kann als Ware betrachtet werden. Die Ware „Geld“ wird permanent vermehrt (ZBs). Prinzip Angebot und Nachfrage lehrt, was unbegrenzt verfügbar und vermehrbar ist sinkt im „Wert“.

    • samy sagt:

      Was geschieht bei einem Bondcrash, wenn die FED wirklich nicht eingreift? Gewaltiges Vermögen wird vernichtet, somit entsteht ähnlich wie nach Lehman intransparenz darüber, welcher Marktteilnehmer eigentlich noch Bonität besitzt. Kredite platzen, werden nicht verlängert und eingefordert, der ganze Rattenschwanz eben.
      Dann wird Geld ratz fatz wieder knapp und diese Möglichkeit scheinen die EM-Kurse jetzt in diesem Moment nicht wiederzuspiegeln.
      Klar, kann morgen wieder anders aussehen.

    • samy sagt:

      … natürlich hast du recht, wenn du sagst die Ware Geld kann nicht knapp sein, wenn ihr Preis, also der Zins, gegen null läuft. Da widersreche ich nicht.

  18. Stuelpner sagt:

    @holger
    „Da sind die Erhöhungen der Grundsteuer lächerlich dagegen.“
    Das sehe ich genauso. Noch, mal sehen wie die nächsten Erhöhungen aussehen.
    Laut bigpuster „Und so werden die Schuldner, unfähig das Geld für den Schuldendienst zu verdienen, gezwungen nach und nach ihr Eigentum an die Geldbesitzer zu verkaufen.“ Zu verkaufen klingt hier aber ehe irre führend, zu verschenken kommt der Sache dann näher.

    „Staatsverschuldung USA siehe:“
    Netter Link. Da war es wohl doch eher Jackson und nicht Jefferson. Na ja fing mit J an und hört mit son auf, bitte um Anerkennung von 50%.
    Die Restschuld muss aber wo anders gewesen sein, bei der Bank (First Bank, wars glaube ich) hatte er alles zurückgezahlt, um dieser Todesspirale zu entgehen.

  19. samy sagt:

    Wenn die „Margin-call-Erhöhungen“ wirklich nur und ausschließlich eingesetzt werden, um die Preise zu drücken, dann wird diese Waffe zunehmend stumpf. Über 6% beim Silber, noch während der Bernankerede.

  20. holger sagt:

    @ Stuelpner

    —>>>Laut bigpuster “Und so werden die Schuldner, unfähig das Geld für den Schuldendienst zu verdienen, gezwungen nach und nach ihr Eigentum an die Geldbesitzer zu verkaufen.” Zu verkaufen klingt hier aber ehe irre führend, zu verschenken kommt der Sache dann näher“

    Ja, kannst Du Dich an den Merckle (richtig geschrieben?) erinnern? Der im hohen Alter, vor ca. 2 Jahren sich tatsächlich in kalter Jahreszeit auf die Bahn verlassen hat? Der wär doch letztes Jahr ehr erfroren.

    Naklar ist jeder Debitor, mit der Zeit, nicht in der Lage, mehr das Geld zu verdienen um den Dienst zu leisten. Wie denn auch? Exclusion aller Orten. Bis auf ein paar wenige. Wenn man nur noch wenige Eigentumsrechte verteilen und umschichten kann, siehe „Zwangsversteigerungen“ USA, dann wird es für die Kreditoren eng. Selbst nach einem Haircut oder Umschuldung. Denn die Eigentumsrechte gehen ja nicht zurück zum ehemaligen Eigentümer. Die bleiben rechtlich beim Kreditor. Und der versucht wieder einen Käufer zu finden. Dieser muss aber solvent sein. Und wer richtig solvent ist, der hat im Leben genügend Erfahrung gemacht, um den Schrott nicht zu kaufen. Ergo… lagert man es in den Bad-Man Abteilungen aus, weil es keine genügenden „doofen“ Debitoren mehr gibt.

    Pluss Gruß aus der CH.

  21. Deutschlands Schuldensumpf: Seid verschlungen, Billionen ! sagt:

    […] http://www.rottmeyer.de/germanischer-schuldensumpf/ […]

  22. Knobiator sagt:

    Wer so sorgenfrei Schulden macht (z. B. innerhalb einer Woche, ohne Diskussion, war die Bankenrettung durch – in der Höhe eines früheren Bundeshaushaltes!!), hat nie vor diese jemals zurückzuzahlen.

    Da Schulden aber nicht einfach verdunsten, gibt es historisch für eine solche Lage nur zwei Lösungen: Krieg oder Inflation und Zusammenbruch.

    Bleibt übrig die Inflation. Und die wird kommen – in märchenhaften Ausmaßen. Das heißt, daß alle erworbenen Renten- und anderen Ansprüche, jedes Geldvermögen wegschmelzen wird wie Butter in der Sonne. Wer sich auf 1000.- Rente freut, bekommt günstigstenfalls 1.-

    Der einzige Weg, seine Werte zu erhalten, ist der Erwerb von Sachen, vorzugsweise Immobilien. Auch ein Vorrat an Schnapsflaschen wird sinnvoll sein – dafür wird man nach dem Zusammenbruch etwas eintauschen können. Ansonsten sieht sich der kluge Mann um nach Methoden des Landbaus mit einfachsten Mitteln, der alternativen Lebensform: Hof, eigener Brunnen, Wald in der Nähe oder Solarflächen auf dem Dach, Ställe für Vieh – ohne das wird das Überleben unmöglich sein.
    Und weg aus den Städten! Wo noch hunderttausend andere die gleiche Not haben, setzen sich die Gewalttätigen durch – und wie das aussieht, erleben wir ja bereits auf Schulhöfen und in Problembezirken.

  23. zonenwachtel sagt:

    @knobiator

    Die Idee mit dem Schnaps ist nicht schlecht. Zur Not habe ich dafür auch selbst Verwendung (Vodka-Lemon).

    Der Rest ist paranoid.

    Mit deutscher Gründlichkeit wird der Crash vorbereitet werden, es wird rechtzeitig neues Bargeld ausgegeben, Buchgeld in Form von Spareinlagen, Lebensversicherungen etc. einfach abgewertet. Wer Schulden hatte, hat hinterher noch mehr, weil Gläubiger und Banken besser gestellt werden.

    Aber auch soweit sind wir noch lange nicht. Ich hatte den Cut auch schon früher erwartet, den Fakten und dem gesunden Menschenverstand folgend.

    Das Verhalten der Akteure aus Politik, Finanzwirtschaft und Börse vergleicht man am besten mit Goldhamster in ihrem Rädchen. No way out, keep on running.

    Gold ist für mich der absolute Renner, bis Ende 2012 sind wir sicher bei 5000$. Nur meine Meinung, keine Anlageempfehlung!

  24. samy sagt:

    @zonenwachtel
    Moin,

    „… Buchgeld in Form von Spareinlagen, Lebensversicherungen etc. einfach abgewertet. Wer Schulden hatte, hat hinterher noch mehr, weil Gläubiger und Banken besser gestellt werden“

    Weil die Forderungen des Einen die Verbindlichkeiten des Anderen sind und weil jede Bilanz ausgeglichen sein muß, besteht die frohe Hoffnung, dass dann sogar Schulden reduziert bzw. gestrichen werden.
    Nur bis dahin würde es ein holpriger Weg.
    Ein paar Nahrungsmittel und gute Nachbarn können auf diesem Weg nicht schaden, wenn es überhaupt so dramatisch werden sollte.

    (Und ein paar EM und Fluchtwährungen für den Neustart).

    Hast aber recht, sich Sorgen machen und sich zuviele Sorgen machen, dass ist ein schmaler Grat.

    VG

  25. holger sagt:

    @ samy
    „Weil die Forderungen des Einen die Verbindlichkeiten des Anderen sind und weil jede Bilanz ausgeglichen sein muß“

    Welche Verbindlichkeiten stehen eigentlich hinter den ausufernden Guthabenzinszahlungen? Oder welche Verbindlichkeiten hinter dem QE 1-X?
    Es ist nicht ganz richtig, dass Guthaben und Schulden auf Null aufgehen. Weil die weltweite Real-Produktivität (Güter/Häuser/Autos etc.) nicht mehr hinter der Zinsproduktion hinterher kommt. Es entsteht erst der Zins im Moment, und dann daraus das Produkt. Dieser Punkt wurde schon bei Alan Greenspan erreicht. Vorher war es vermutlich anders herum.

    Nutzt es Heli denn irgendetwas, die Zinsen anzuheben? Ich vermute nicht. Ich denke diese Entscheidung, nix zu tun, ist ja auch dem Verhältnis USD-Yuan geschuldet. Ich bin echt der Überzeugung, dass man vor 20 Jahren nicht mit der chinesischen Werkbank gerechnet hat. Alles was Heli auch machen würde, betrifft auch die USD Reserven der Chinesen. So einfach aus der Nummer heraus, kommt die Fed nicht. Man kann es auch anders sagen: Der USD gefährdet die innere-nationale Sicherheit der USA. Den „Kampf“ um die Rohstoffe nicht zu vergessen. Eine 1,3 Milliarden Volk will noch viel urbanisieren und versorgt werden.

  26. samy sagt:

    Moin Holger,

    „Welche Verbindlichkeiten stehen eigentlich hinter den ausufernden Guthabenzinszahlungen ?“

    Verbindlichkeiten, die für den Empfänger der hieraus resultierenden Zinszahlungen nur solange einen Wert haben, wie er an dessen Tilgung in der Zukunft glauben darf.
    Glaubt er nicht mehr daran, trägt er seine Liquidität nachfragewirksam auf den Markt für Sachwerte. Der Markt kann aber nicht im gleichen Ausmaß seine Angebot steigern, somit tritt eine Inflation ein.
    Geschieht dieser Prozess (Rückzahlungsunfähigkeit zu schnell und offensichtlich, dann wollte ich nicht ausschließen, dass das zu einem Deflationsschock führt, weil die Masse der Gläubiger begreift, dass sie Reichtum „real“ abschreiben muß. Nehmen die ZB dann diese faulen Vermögenswerte (Anleihen, Bad Banks, usw.) nicht mehr gegen Ausgabe neuen Geldes in die Bilanzen auf, könnte so ein Deflationsschock geschehen, weil der Kreditmarkt wiederum in Mißtrauen ersäuft und dann das Geld nicht mehr wandert. Alle verkaufen dann alles zu jedem Preis um ihre Schulden glatt zu stellen.

    „Es ist nicht ganz richtig, dass Guthaben und Schulden auf Null aufgehen“

    Sag ich auch nicht, sondern das sie bei einem Reset im gleichen Umfang reduziert werden müssen, damit die Bilanz (Aktiva und Passiva) im Gleichgewicht bleiben. Verbliebene Sachwerte Fluchtwährungen und aber auch der Eigentum meiner eigenen Arbeitskraft würden dann die Sicherheiten für neue Kredite. Das Spiel beginnt wieder von neuem.

    (By the way: Die FED-Bilanz hat angeblich eine EK-Quote von 2%. Viel Spaß beim Abschreiben von Vermögenswerten, wie etwa Anleihen, die derzeit nicht mehr annähernd Kaufpreise erzielen könnten. Die FED kann sich gar nicht mehr risikolos von Anleihen und anderen „toxic assets“ trennen, die sie in die Bilanz aufgenommen hat, ohne ev. Bankrott zu gehen.)

    „Nutzt es Heli denn irgendetwas, die Zinsen anzuheben? „

    Wahrscheinlich nein,oder? Er müsste sie wie Paul Volker anheben. Das Land liefe dann Gefahr in sozialen Unruhen zu ersticken. Die steigenden Zinsen für Aneihen würden via Staatschulden den Rest erledigen, denke ich jedenfalls.

    Aber kann er es denn wirklich verhindern, dass der Teil der Zinsen in einem Land steigt, in dem Unklarheiten über die Rückzahlungsfähigkeiten der Marktteilnehmer zunehmen? Ich meine die Risikoprämie im Zins.

    „Ich bin echt der Überzeugung, dass man vor 20 Jahren nicht mit der chinesischen Werkbank gerechnet hat. „

    Ha, Holger! Was sagt die Filmfigur Gordon Gekko? Gier ist gut! Oh doch, die Elite wusste was sie tat und wir haben alle weggesehen oder mitgemacht . Geshopt auf Kredit und die Unternehmen von Heuschrecken zerschlagen lassen.
    Um den durch Zinsen anwachsenden Geldmengen mehr Güter entgegenzustellen, war man auf die Erhöhung der Produktivität angewiesen. Und das haben die Billigarbeiter unter üblen Bedingungen erledigt. Sonst hätten wir schon viel früher eine Inflation erlebt, also die Entwertung des Geldvermögens. Das galt es zu verhindern.

    Hoffentlich ist dir die Antwort nicht zu lang geraten.

    VG

  27. holger sagt:

    @ samy

    „Oh doch, die Elite wusste was sie tat und wir haben alle weggesehen oder mitgemacht . Geshopt auf Kredit und die Unternehmen von Heuschrecken zerschlagen lassen. (…) Und das haben die Billigarbeiter unter üblen Bedingungen erledigt.“

    Das mag ja für die „westliche“ Welt zutreffen. Auch in DE. Hier gibt es auch genügend „Billigarbeiter“, in den letzten 20 Jahren geformt. Aber ich glaube nicht, dass es in China eine Privatisierung in diesem Ausmass geben wird. Wenn überhaupt. Das heißt der Markt dort ist unter „Kontrolle“. Und somit ist der „China-USD“ anders bestimmt, als der „US-USD“. Das ist ja das verrückte an der Sache. Jede Sache die Ben entscheidet, betrifft unmittelbar die „China-USD“. Hier treffen doch zwei Wirtschaftswelten aufeinander. Wenn Ben die Zinsen anhebt, steigen die „China-USD“ mit. Eigentlich müsste Ben den USD zerstören. Um Gleichzeitig die Kaufkraft der Chinesen zu zerstören. Wenn er aber das macht, dann brennt in den USA der Baum. Er sitzt ganz einfach in einer Falle, aus der es nur mit Geschrei rausgeht. Und mittendrin all die Produzenten, die ihre Waren in USD weltweit handeln.

    Den Chinesen braucht es auch gar nicht zu stören, dass die Rohstoffpreise steigen. Weil das betrifft dann auch die USA. Nur, dass die USA sich dafür verschulden müssen, und der Chinese eben nicht. Der ist doch froh, wenn er das grüne Zeugs los wird. Er sagt ja selber, dass er mit 1,5 Billionen Reserven gut zurecht kommt. Das Problem mit dem USD haben dann ja die Verkäufer von den Rohstoffen. Die müssen doch auch wieder sehen das grüne Zeugs schnell los zu werden. Stell dir vor es gibt Dollar und keiner will ihn haben.

  28. samy sagt:

    @Holger
    Du legst den Finger irgendwie in die Wunde, nur weiss keiner wie das dann in der Realität genau abläuft. Schau mal, ein Spiegel aus dem Jahr 2005, falls unsere Politiker wieder sagen: „unvorhersehbar“. Ein wunderschönes Titelblatt, an das ich mich immer erinnere:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2005-32.html

    Viele achten gegenwärtig auf die FED und was die FED macht. Dabei verliert doch sowohl bei einer Deflation als auch bei einer Inflation derjenige das Meiste, der sich im Chaos zuletzt (!) bewegt (entweder maximale Abschreibungen von Krediten aber maximaler Kaufkraftverlust).

    Daraus ergibt sich für mich die simple Frage: warum sollte China sich zuletzt (!) bewegen?

    Ich denke wir werden bis zum Ende dieses Jahrzentes ein „wanderndes Wohlstandszentrum“ hin nach Asien erleben. Sicher wird es dabei auch turbulent in China hergehen, aber sind die nicht härter im nehmen? Sind wir, der Westen, nicht zu sehr verwöhnt? Die USA, der letzte militärische Hegemon, könnten sich dem nur noch mit Gewalt entgegen stellen. Peak Oil verschlimmert alles nur noch.

    Für den Bürger in China bin ich dann in 10-20 Jahren guter Dinge, denn das fleissige Bürgertum wird sich nicht ewig von einem schmarotzendem ZK die Butter vom Brot nehmen. Ähnlich wie zu Zeiten der franz. Revolution. Nur bis dahin werden die zusammenhalten.

    VG

    PS: Es gab hier auf dem Blogg eine wirklich sehr schöne Zusammenfassung der chinesischen Strategie von Dietmar Siebholz. Ich meine die kursiv geschriebenen 13 Punkte. Falls du das noch nicht gelesen hast, mach das bitte mal. Ich denke wir stehen irgendwo zwischen 11 und 13.
    http://www.rottmeyer.de/title-732/

  29. zonenwachtel sagt:

    Hallo Samy,

    die Forderungen des einen sind die Verbindlichkeiten des etwas anderen, nämlich einer Bank. Im klassischen Sinne hat sie das Geld an Häuslebauer verliehen. 1948 wurden aus 100RM 6,50DM, Hypotheken wurden 10:1 umgestellt. Aus 100.000 RM Sparguthaben wurden 6.500 DM, aus 100.000 Grundschuld 10.000 DM. Das Eigenkapital der Banken hätte trotz Ausgleichsforderungen sonst nicht ausgereicht.

    Deshalb sage ich als echte zonenwachtel-weil das so ist-: Schulden so weit wie möglich abbauen.

    Und als Fluch(t)währung eignet sich m.E. überhaupt keine, denn der Dollar würde alles mitreissen.

    Ich bin mir aber nicht sicher, ob die da oben nicht doch noch eine Lösung aus dem Hut zaubern, bsw. über einen multilateralen Schuldenerlass und einem Kapitalschnitt bei Unternehmen. Die Luftbuchungen mit den Schrottpapieren aus der Finanzkrise I geben Anlass dazu. Ich stelle mir deren Argumentation so vor, dass das Geld, das dann weg ist, sowieso nie da war! Nur als kByte oder MByte. Um die Märkte zu stabilisieren. Hat aber nicht geklappt. Auf ein Neues.

    Als privater Gläubiger (ich meine nicht deutsche Banken, die an Griechenlands Pleite profitieren) sollte man zum Gläubigen an Edelmetalle werden, als Bürge des Staates zum Bürger.

    • samy sagt:

      Hi,

      das mit den RM wird wohl stimmen. Es heißt aber interessanter Weise auch, dass Sachvermögen, also jetzt mal die schuldenfreien Immobilien, relativ weniger an Wert verloren haben als Cashbestände, sie also besonders geschützt wurden. Aber darauf willst du nicht raus, geht mir gerade durch den Kopf. Ich bin im Grundsatz deiner Meinung, besser keine Schulden machen.
      Irgendwo habe ich gelesen das Gold die Währung der Könige ist, Silber die der Kaufleute und Schulden die der Sklaven.

      (Immokäufe jetzt mit möglichst langlaufenden festen Zinssätzen finanzieren und ggf. mit Sondertilgungsrechten. Wie siehst du das?)

      „Und als Fluch(t)währung eignet sich m.E. überhaupt keine, denn der Dollar würde alles mitreissen.“

      Streng genommen könnte sich auch Gold als „Fluchtwährung“ als ein Totalausfall erweisen, falls der Goldbesitz reglementiert wird.

      Deinen Restoptimismus teile ich bis zum bitteren Ende. Ich hoffe auch auf Regelungen von Schuldenerlässen.
      Besser ist das.

      VG

  30. quest sagt:

    Ist das hier der (freundliche) Versuch einer Übernahme? Will sagen: ein Wirtschaftsblog der etablierten Art befasst sich doch eher mit der Frage, auf welcher Seite der Prozentschaukel der Herr Sarrazin zu sitzen hat.

  31. quest sagt:

    Der Kommentar bezieht sich auf des entkernte Haus Strobl, wo eine Hausmeisterfirma namens Lübberding noch ein wenig Besenschwingen betreibt.

  32. zonenwachtel sagt:

    Moin Samy,

    Sonderkündigungsrechte haben bei steigenden Zinsen die Banken. Rechtliche Grundlage dieser Kündigung sind deren AGB´s, die Bestandteil des gesamten Kreditvertrages sind.

    Ohnehin halte ich Immobilien als Kapitalanlage in Krisenzeiten für riskant:

    1. hast du dann solvente Mieter?
    2. steht das Objekt leer und die Kosten laufen weiter?
    3. der Staat könnte wieder einen Lastenausgleich verlangen, (denn die Sparer wurden ja zur Kasse gebeten) und obendrein die Grundsteuer erhöhen.

    Gefühlte vier Bio€ beträgt das Vermögen der Deutschen. Richtigerweise wurde hier auch schon gepostet, dass der Staat über so gut wie gar kein Vermögen mehr verfügt. Wenn der Bankrott droht, holt er sich das Geld bei uns, soviel ist klar.

    Aber er kann den Leuten nicht ihre Edelmetalle abnehmen. Das hat 1917 nicht funktioniert, daher gibt es noch etliche 20Goldmark-Stücke, und selbst unter den Nazis haben die Menschen ihre 5RM-Silbermünzen behalten.

    Im Moment kann man m.E. die weitere Entwicklung nur verfolgen und ggfs. die eigene Meinung revidieren. Es kommen noch viele Überraschungseier, etwas zum Spielen und auch etwas Süsses. Vor allem aber nutzloser Inhalt, den keiner haben will.

  33. samy sagt:

    Moin,

    mir ging es um Sondertilgungsrechte, also das Recht der Schuldner mehr zu tilgen als eigentlich nötig wäre. Das macht dann Sinn, um hochinflationäre Phasen der Tilgung zu nutzen, falls(!) auch die eigenen Einnahmen nominal steigen. Es gilt im Schuldrecht das Nominalwertprinzip, nicht das Realwertprinzip.

    Punkte 1 und 2 sind ganz richtig und ich bin deiner Meinung, aber es geht um eine selbstgenutzte Immobilie, die sich Freunde anschaffen wollen. Zu „3.“ sei gesagt: ja, das kann geschehen, muß aber nicht. Jemanden die Schockstarre empfehlen bis sich irgendwann mal die Staatsschuldenproblematik gelegt hat, dass bringt als Tip auch nicht viel. Bleibt sich möglichst Klarheiten in Sachen festen Zinsen und Tilgung zu verschaffen. Wenn du Horrorgeschichten kennst in Sachen AGB, dann nur zu, noch kann ich das weiter geben.

    „Aber er kann den Leuten nicht ihre Edelmetalle abnehmen.“

    Stimmt, dass hat irgendwo auf der Welt und irgendwann im Inland immer einen Wert, auch nach einem Verbot. Du kannst die Leute aber vorübergehend in einen Schwarzmarkt treiben, wenn der Goldhandel reglementiert werden sollte. Mir geht es nur um die Idee seine „eisernen Reserven“ möglichst Liquide zu halten. Neben EM daher vielleicht auch solidere Währungen. Aber vielleicht und hoffentlich bleibt unsere Diskussion theoretisch.

    VG

  34. holger sagt:

    @ samy auch moinsen

    mir ging es um Sondertilgungsrechte, also das Recht der Schuldner mehr zu tilgen als eigentlich nötig wäre. Das macht dann Sinn, um hochinflationäre Phasen der Tilgung zu nutzen, falls(!) auch die eigenen Einnahmen nominal steigen

    Da hast Du vollkommen recht. Am besten die Zinsen fix und Tilgung variabel. Die Immobesitzer hatten doch die letzten 1-2 Jahre beste Konditionen vorgefunden. Selbst bei einer Umschuldung und selbst auf längere Laufzeiten. Wo ich vor ca. 20 Jahren mich für eine Hütte verschuldet habe, lag der Zins bei ca.9% und 1,5% Tilgung. Heute irgendwo bei 3,5. Bei 200k macht das schon etwas aus. Edit: ( Die Hütte habe ich nicht mehr 😀 )

    Und für die „eisernen“ ist Diversifikation schon angebracht. Immer vorausgesetzt, man muss sich die Rücklagen nicht vom Munde absparen und sich und oder die Familie mit Geiz quälen. Irgendwie habe ich das die letzten Jahre verpennt, ehrlich gesagt: War ich in Gelddingen immer zu naiv. Da ich größtes Vertrauen in die CH habe, dieses Land wird wohl als letztes dran glauben müssen, kannste dir ja vorstellen wo ich den Überschuss hinstecke. Aber momentan nur in Cash. Ein anderer Teil geht in „erneuerbare Energien“, aber nicht erst seit Fukushima. In Rohstoffe werde ich erst reingehen, wenn Copper einen kleineren Dämpfer bekommt. Und wenn ich dran kommen sollte, dann Neodym.

    • samy sagt:

      Hi Holger,

      ich geb das mal weiter mit den variablen Tilgungen. Kennst du/ihr sonstige Pferdefüsse in Sachen AGB’s und zu erwartender Inflation in den nächsten 10-15 Jahren?

      Ja, Peak Energy, Peak Oil und Green Energy wird ein Thema der nächsten Jahre. Ein Engpass, der das Wirtschaftwachstum in einer Phase abwürgen könnte, in der es zur allgemein nötigen Schuldentilgung keine Stagnation bzw. Schrumpfung geben darf. Herausforderungen über Herausforderungen.

      Ich zitier mal was aus der schon vielleicht zu pessimistischen Feasta Studie, die aber sehr beeindruckend ist:
      „… Als das Fass Öl 135 Dollar kostete, hat die USA den Gegenwert von 1 Billion (1 000 000 000) Dollar jährlich für Öl ausgegeben, das entspricht 15% der Netto-Lohnsumme aller amerikanischen Steuerzahler. In diesen 15% sind noch nicht die Erhöhungen der Lebensmittelpreise eingerechnet ( die Lebens-mittelproduktion ist sehr stark von fossilen Brennstoffen abhängig und in Konkurrenz zu Biotreibstoffen) sowie die der Erdgaspreise (an Erdöl gekoppelt). Diese zusätzlichen Kosten haben das Konsumverhalten verändert und zu Schwierigkeiten in der Rückzahlung von Krediten geführt.“

      Quelle:http://www.feasta.org/2010/03/15/tipping-point-near-term-systemic-implications-of-a-peak-in-global-oil-production-an-outline-review/
      (Deutsche Übersetzung wird auf der Seite unten angeboten.)

      Worauf will ich hinaus? Obiges Zitat beruft sich auf Zeiten, in denen noch nicht 8 Millionen Jobs durch die Krise verloren gingen und/oder nur im Ansatz durch schlechtere ersetzt wurden. Auch dürfte die Inflation in den USA der Lohnentwicklung davon gelaufen sein. Die Kreditvergabe oder der Wunsch sich für den Konsum zu verschulden dürften ebenfalls bescheidener sein. Bei welchem Ölpreis werden wir wohl diesmal Kredittilgungsprobleme sehen? Ich denke bevor wir noch einmal die 150$/Barrel haben.

      VG

  35. holger sagt:

    @ samy

    “ Auch dürfte die Inflation in den USA der Lohnentwicklung davon gelaufen sein. Die Kreditvergabe oder der Wunsch sich für den Konsum zu verschulden dürften ebenfalls bescheidener sein. Bei welchem Ölpreis werden wir wohl diesmal Kredittilgungsprobleme sehen? Ich denke bevor wir noch einmal die 150$/Barrel haben.“

    Genau das Problem haben wir hier in DE doch auch. Es ist ja eigentlich nicht die Verschuldung an sich. Es ist ganz einfach ein Raub von Bonität oder Solventität bei den Debitoren. Und diese Bonität bekomme ich, wenn ich Zinsen zahlen muss, nur über das verfügbare Netto-Einkommen und über die Kaufkraft, welches das Netto hat. Und in den unteren und dementsprechend häufigsten Einkommensschichten, wird die Luft immer dünner. Das liegt aber an den Verbrauchsstoffen, die für Heizung und Strom benötigt werden und deren Steuer.

    Schau dir mal diese Grafik an :http://www.acv-presse.de/detail_daten_zahlen/img/mineraloelsteueraufkommen.gif

    Leider geht sie nur bis 2003. Aber da wir ja bei Deutschlands-Schulden sind, siehst du, dass die Zins-Empfänger aus der Verschuldung über die Energiesteuer abgesichert sind. Anders salopp gesagt: Tanken und Heizen für die Zinszahlung. Denn Energie wird immer benötigt. Der Preis für Energie ist eine Zwangsabgabe sondergleichen. Und der wirkt über die ganze Masse. Und geht in die Bundeskasse. Ohne das Thema Peak-Sonstwas oder CO², das lasse ich bewusst außen vor. Über den Energiepreis und dessen Steuer, kannst du die Gläubiger beruhigen.

  36. samy sagt:

    „Anders salopp gesagt: Tanken und Heizen für die Zinszahlung…“

    Stimmt, für die Zinszahlungen die sich u.a. aus der Neusverschuldung für die Rettungspakete eines überschuldeten Systems speisen.

    Wie war die Faustformel? Wenn ich mehr als 30% meiner Steuereinnahmen nur verwende um meine Zinsen zu tilgen, dann war es das wahrscheinlich für eine VW (im Sinne von Minsky). Und wenn der Rohstoff Öl teurer wird, was geschieht dann mit den Steuereinnahmen? Sollte dann noch gleichzeitig die Finanzierung über Anleihen teurer werden, weil das Risiko im System steigt, was dann? Wenn es kippt, dass mit dem US-Haushalt, dann plötzlich, daran glaube ich fest.

    Schauen wir mal. Verrückt das Ganze.

    VG

  37. Forextotal sagt:

    Blöde Frage: Alle haben scheinbar Schulden, oder gibt es einen Industriestaat, der nicht verschuldet ist? Ja sogar das hochgelobte China hat rund 20% Schulden gemessen an seinem BIP. Wenn alle Schulden haben, stellt sich doch gleich die nächste Frage, wer sind die Gläubiger?

    Ein Gesamtsystem in dem es sowohl Gewinner als auch Verlierer gibt, kann doch eigentlich nicht „kippen“. Ich glaube man sollte Staatsschulden etwas differenzierter betrachten, denn Privatschulden, die ein Bürger zu tragen hat, sind aus meiner Sicht etwas ganz anderes.

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