Geopolitik & Gold: US-Imperialismus findet seinen Meister

15. Mai 2014 | Kategorie: RottMeyer

von Hannes Zipfel

Ambrose Bierce sagte: „Politik ist ein Streit der Interessen, der sich als Wettstreit der Prinzipien ausgibt“. Wo kann man das im Moment besser beobachten als in der Diskussion um Russland? Um was geht es?

…und welche Auswirkungen sind denkbar? Wer zieht welche Strippen und verfolgt wessen Interessen? Hannes Zipfel mit Hintergründen in seiner monatlichen Online-Konferenz… 

Sie sehen in den kommenden Minuten die vor wenigen Tagen aufgezeichnete Online-Konferenz von www.goldsilbershop.de



Themeninhalte:
– Die wirtschaftliche und strategische Bedeutung der Ukraine
– Hintergründe zur Eskalation der Krise
– Die Rolle Chinas
– Sanktionen und Gegensanktionen
– Bedeutung der Krise für das US-Dollar zentrische Weltwährungsregime und die monetären Edelmetalle
– Fazit & Ausblick


 

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8 Kommentare auf "Geopolitik & Gold: US-Imperialismus findet seinen Meister"

  1. MFK sagt:

    Wirklich exzellente Analyse. Mich würde aber interessieren, woher die Information stammt, dass die USA einen Militärstützpunkt auf der Krim geplant haben.

    • schloss sagt:

      Das liegt an diversen Ausschreibungen für Bautätigkeiten auf der Krim (Ausbau und Neubau von „Schulungsgebäuden“), die schon letztes Jahr im Amerika ausgeschrieben waren.

  2. schloss sagt:

    Am 5. September 2013 stellte die US Navy eine Ausschreibung ins Netz mit der Beschreibung: „Der Zweck dieser Anfrage für Vorschläge ist für die Planung und Errichtung für die Renovation der Schule Nr. 5 in Sewastopol, Ukraine laut beigefügten Anlagen.“ In der Ausschreibung sind genaue Details der gewünschten Bau- und Renovationsarbeiten ersichtlich, angefangen wie das Dach repariert werden muss, die Fassade, die sanitären Anlagen, die Heizung, die Fenster, die Treppen, der Eingang, bis hin zur Sporthalle, die für Basketball eingerichtet werden muss. Eigentlich handelt es sich um eine Totalsanierung des Gebäudes nach neuesten Standard.

    Auftraggeber: Department of the Navy, Naval Facilities Engineering Command. Ort: NAVFAC Europe and Southwest Asia. Klingt nach der Abteilung die sonst Marineeinrichtungen und Hafenanlagen baut, mit Zuständigkeit für Europa und Südwestasien. Die baut auch Schulen und macht einen auf Wohltätigkeit und Technisches Hilfswerk?

    Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: US Navy wollte Geheimbasis in Sewastopol errichten http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2014/04/us-navy-wollte-geheimbasis-in-swastopol.html#ixzz31tCMDDbo

  3. samy sagt:

    Sehr schöne Analyse, eine lohnende Stunde.

    Nur die Sache bei 0:30, dass die USA damals die Atombombe auf Berlin werfen wollten, gibt es da Nachweise? Reine Neugierde meinerseits.

    VG

    • Avantgarde sagt:

      Steht sogar schon im Wiki…

      „….Präsident Roosevelt soll Leslie Groves, den militärischen Leiter des Manhattan-Projekts, angewiesen haben, sich darauf vorzubereiten, eine Atombombe, falls sie vor dem Ende des Krieges mit Deutschland fertig würde, auf Deutschland zu werfen.[2]

      “[Anfang Februar 1945] Mr Roosevelt informed me that if the European war was not over before we had our first bombs he wanted us to be ready to drop them on Germany.”

      Das US-Verteidigungsministerium soll bereits die Industriezentren Ludwigshafen und Mannheim als mögliche Ziele ausgewählt haben; andere Kreise hätten Berlin als möglichen Einsatzort der Atombombe in Europa bevorzugt….“
      http://de.wikipedia.org/wiki/Manhattan-Projekt#Ergebnisse_des_Manhattan-Projekts

      Müsste noch mal genauer nachschauen aber ich dachte auch Dresden wäre dafür vorgesehen gewesen.

      Wie auch immer:
      Unsere großartigen Befreier hätten keinerlei Skrupel gehabt uns das anzutun.
      Hätte der Krieg hier noch etwas länger gedauert oder wären die Russen nicht so schnell vorgerückt wären wir fällig gewesen.
      Freilich nur zu unserem Besten – wie immer halt.

      • samy sagt:

        Danke für die Antwort, dass war mir so nicht bekannt.

        Es gibt übrigens ein Interviem mit Willy Wimmer und KenFM -ich weiß übrigens nicht was ich von Wimmer halten soll- in dem Wimmer beschreibt, das Helmut Kohl ein NATO-Manöver verlasssen hat. Dies fand zur Zeit des kalten Krieges statt. Kohl hätte in dieser Simulation den atomaren Angriffsbefehl auf Ostdeutsche Städte mitzeichnen sollen. Lt. Wimmer ging Kohl. Ich glaube wir machen uns heute gar kein Bild mehr davon (ich bin 41) wie durchdacht und brutal die damalige kalte Konfrontation auf beiden Seiten vorbereitet und geführt wurde und worden wäre. Ein Fehler, ein Missverständnis und die „Party“ wäre ausgeufert.

        Die Vorkommnisse rund um die Ukraine geben einen kleinen Vorgeschmack.

        VG

        • Avantgarde sagt:

          Die französischen Pluton und Hades Atomraketen hatten eine Reichweite von 120 bzw. 480 km.
          Beide Fabrikate waren im Elsaß stationiert.
          Auch das ist eine bekannte Tatsache, die niemand jemals ausreichend aufgeregt hat.

          Deutschland wäre im Konfliktfall nach WK2 ganz klar der Hauptleidtragende gewesen.
          Es wurde sogar billigend in Kauf genommen.

  4. samy sagt:

    Ich möchte kurz noch einmal auf die letzte Viertelstunde eingehen. Kurz und knackig, was geschieht denn, wenn China und Russland eine strategische Allianz eingehen. Wenn Rohstoffe in Rubbel bezahlt werden oder die Chinesen ihre Arbeitsleistungen in Yuan entlohnt sehen wollen?

    Die Zinsen für russische Anleihen müssten sinken, weil die Währung immer härter würde, also mehr Kaufkraft entwickelt. Zufall oder nicht, heute sanken die Zinsen für die 10-jährigen russ. Anleihen deutlich, an dem Tag an dem China und Russland den Mega-Gasdeal eingingen.

    Was treibt die westlichen Militärstrategen an, dass sie eine derart starke Allianz anheizen. Hybris? Kalkühl? Die einen haben Spitzentechnologie in Sachen Waffen und die anderen die Manpower.

    VG

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