„Genies“ an der Macht: Vier verlorene Jahrzehnte

7. Juni 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Gibt es eine intelligentere Gruppe des homo sapiens auf dem Planeten? Oder in der ganzen Geschichte? Wir sprechen hier selbstverständlich über Fed-Ökonomen…

Nicht nur, dass sie eine große Depression durch pure Absurdität vermeiden konnten … sie geben der Wirtschaft die eine Sache, von denen es eindeutig zu viel gibt – Schulden. Sie überwachen auch sorgfältig die Fortschritte der Wirtschaft, um jeden Rückfall in die Normalität zu vermeiden.

Und woher bekommen wir diese penetrante Bewertung? Von den Fed Ökonomen selbst, natürlich. Bloomberg meldet:

„Die Entscheidungen der US-Federal Reserve, Zinserhöhungen zu verzögern, haben dazu beigetragen, die wirtschaftlichen Schocks durch schnell steigende Kreditkosten für US-Unternehmen Ende letzten Jahres bis Anfang 2016 abzufedern. Dies gaben Ökonomen der Fed von New York bekannt. Dadurch, dass der US-Leitzins niedrig gehalten wurde, gelang es dem FOMC im Wesentlichen die Auswirkungen der Verschärfung Finanzbedingungen auf die Wirtschaft zu kompensieren“, so die Autoren auf der Website der Bank.“

Sie sind Genies. Daran besteht kein Zweifel. Deshalb sind sie an der Macht, und wir sind es nicht. Sie sind die Elite. Sie halten die Schattenregierung – den „Deep State“ – am Laufen. Ein Hoch auf sie! Wer weiß, welche Preise wir vielleicht entdecken würden, wenn wir auf uns allein gestellt wären?

Vier verlorene Jahrzehnte

Einer der liebenswerten Eigenschaften der herrschenden Klassen ist ihr unerschütterlicher Glaube an ihr eigenes Verdikt. Trotz unerschöpflicher Hinweise darauf, dass sie in Wahrheit unbeholfen und inkompetent sind, hält die Machtelite buchstäblich an ihren Waffen und ihren angenehmen Pfründen fest.

Wir sind nun über sieben Jahre in der sog. „Erholung“, die ja angeblich von den PhDs bei der Fed gesteuert wird. Zu einem Preis, der je nach Schätzung zwischen vier und zehn Billionen Dollar liegt, haben wir nur eine Wachstumsrate erreicht, die etwa der Hälfte der Rate entspricht, die es vor 40 Jahren gab. Und dank dieser Hüter des öffentlichen Wohls haben 99% der Familien in den USA jetzt weniger Reichtum als vor der Krise, die 2008 begann.

Aber warten Sie … es kommt noch schlimmer.

Es ist mittlerweile 45 Jahre her, seit die PhDs die Kontrolle über Amerikas Geld übernahmen. Was denken Sie, wie viel finanziellen Fortschritt hat die durchschnittliche Familie in der Zeit gemacht? Etwa Null.

Ja, das Levy Institute veröffentlichte eine Studie, die uns das sagt, was wir bereits vermuteten: Neun von zehn Menschen in den USA haben in etwa die gleichen Realeinkommen wie in den frühen 1970er-Jahren. Das bedeutet, es gab dank der Feds seit der Einführung des neuen Geldsystems alles in allem VIER VERLORENE JAHRZEHNTE ohne jegliches materielles Wohlergehen der amerikanischen Bevölkerung.

Vergehen gegen Mensch und Gott

Inzwischen hat es sich auch erweisen, dass der Sicherheits-Elite nicht einmal ein Ladenlokal anvertraut werden kann – geschweige denn eine ganze Nation. Billionen von Dollar wurden ausgegeben… Tausende von Menschen wurden getötet … Vergehen gegen Gott und die Menschen sind in Hülle und Fülle begangen worden.

Vielleicht liegen Sanders und Trump doch richtig; vielleicht ist es an der Zeit, einen frischen Blick auf die Machtelite zu werfen … und wie sie das Land regieren.

Warnung – Das intelligente Geld flieht aus dem US-Aktienmarkt
von Bill Bonner

Jüngst sagte ein weiterer kluger Milliardär, dass er sich nicht am Aktienmarkt nach Gewinnen umsehen werde. Reuters meldet:

Investor Carl Icahn sagte, dass die Gefahr bestehen würde, dass der Aktienmarkt einen großen Rückgang erleiden werde. Er verwies in dem Kontext auf hohe Bewertungen. Die Ergebnisse seien bei vielen Unternehmen mehr durch niedrige Kreditkosten als durch das Bestreben des Managements, die Gewinne zu steigern, angetrieben. „Aktuell bin ich bei Aktien sehr vorsichtig. Dieser Markt könnte sehr leicht einen großen Rückschlag erleiden“, sagte Icahn.“

Ja, liebe Leser, das intelligente Geld zieht sich aus US-Aktien zurück. Und hier meldet sich unser alter Freund Rob Marstrand zu Wort und erklärt warum dem so ist:

„Gerade jetzt zeigt jeder Indikator, der den S & P 500 analysiert, an, dass der Markt teuer sei. Die Preise sind hoch im Verhältnis zum Gewinn, Netto-Vermögen, Umsatz und Cash-Flow.

Schwerer wiegt indes, dass es viele Hinweise darauf geben würde, dass der Hauptgrund für den Anstieg der Aktienkurse von den Unternehmen selbst ausgegangen sei. Aktienrückkäufe stützten den Markt.“

Und nun scheint dieses Antriebsmomentum aus dem Aktienmarkt allmählich zu verschwinden. Bloomberg meldet:

„Nachdem die Unternehmen in einem fünfjährigen Kaufrausch Billionen von Dollar in ihre eigenen Aktien gesteckt und damit alle anderen Käufer in den Schatten gesteckt hätten, treten nun US-Unternehmen, angeführt von Apple Inc. und IBM Corp. auf die Bremse. Das Volumen angekündigter Rückkäufe sank um 38% auf 244.000.000.000 $ in den letzten vier Monaten. Das ist der größte Rückgang seit 2009 …“

Paretos „Füchse“

Obwohl der Bullenmarkt der US-Aktien wahrscheinlich in den letzten Zügen liegt, zeigt die Hausse von „deep state“ – des Schattenkabinetts – keine Anzeichen einer Abschwächung. Jahr für Jahr wächst die Macht der „Füchse“.

Es war der große italienische Ökonom Vilfredo Pareto, der – unter anderem – anmerkte, dass egal an welche Art von Regierung man denkt, es immer einige schlaue Insider, die „Füchse“ eben, geben würde, die die Kontrolle über sie übernähmen. Richtlinien würden festgelegt, Programme würden gestartet … Entscheidungen würden getroffen … ohne Zustimmung der Bevölkerung oder ihre gewählten Beamten; die Füchse gehen die Sache in ureigenem Interesse an.

Im Laufe der Zeit werden die Kräfte von Recht und Ordnung mehr und mehr korrupt … und die Füchse zwingen das gesamte System dazu, ihren Befehlen zu gehorchen.

Kriege werden ohne Plan oder Absicht begonnen, sie zu gewinnen. Das Geld wird für keinen besseren Grund als diesen ausgegeben: Sie können mit der Knete einfach davonlaufen. Und das Beste ist, die meisten Menschen sind nicht klüger; sie glauben immer noch an die Mythen … und greifen jeden an, der diese in Frage stellt.

Abzocke

Die größte Abzocke aller Zeiten fand vielleicht in den letzten acht Jahren statt- vor unser aller Augen. Über die Magie der ultra-niedrigen Zinsen nahm die Fed – ein Nest für die trickreichsten und schlausten der Füchse – rund $ 8000000000000 aus den Taschen der Sparer und Rentner und reichte die Summe an die Kreditnehmer weiter.

Wer ist der größte Kreditnehmer der Welt? Ja … es ist „deep state“ höchstpersönlich.

Die Fed behauptete, sie werde dabei helfen, die Wirtschaft zu „stimulieren“. Aber man kann nicht wirklich eine Wirtschaft stimulieren, indem man die Menschen bestiehlt, die Reichtum produzieren und sie mit Kapital versorgen.

Wenig überraschend ist das Wachstum nun ins Stocken geraten. Die Löhne sind gesunken. Die Produktivität stagniert. Für 95% der männlichen Bevölkerung sind die Reallöhne niedriger als im Jahr 1973. Wenig verwunderlich, dass viele dieser Männer für Donald Trump stimmen – einem „starker Mann“, der verspricht, etwas dagegen zu tun?

Aber die Top 5% – der Bereich, wo die Füchse sind – gewannen an Einkommen hinzu. Ihre Löhne sind real um mehr als 50% in der selben Zeit angestiegen. Warum? Weil sie uns immer mehr Geld abnehmen.

Quelle: Kapitalschutz Akte
Vier verlorene Jahrzehnte (von Bill Bonner)
Das intelligente Geld flieht aus dem US-Aktienmarkt (von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

 

3 Kommentare auf "„Genies“ an der Macht: Vier verlorene Jahrzehnte"

  1. bluestar sagt:

    Wertvoller Artikel von Mr. Bonner, vielen Dank. Für mich ist dieser kluge und mutige Mann
    der Typ Amerikaner den ich so mag, im krassen Gegensatz zu den vielen Füchsen und Regierungslakaien, welche eigentlich auf die Anklagebank und manche sogar vor ein Kriegsverbrechertribunal gehören.
    „Kriege werden ohne Plan oder Absicht begonnen, sie zu gewinnen. Das Geld wird für keinen besseren Grund als diesen ausgegeben: Sie können mit der Knete einfach davonlaufen. Und das Beste ist, die meisten Menschen sind nicht klüger; sie glauben immer noch an die Mythen … und greifen jeden an, der diese in Frage stellt.“
    Der letzte Satz ist auch für Deutschland zutreffend – leider. Die weltweiten Füchse besitzen eine hocheffektive globale Verblödungsindustrie die dafür sorgt dass öffentlich nicht nach Ursachen und Hintergründen gefragt wird. Die herrschende Meinung war und bleibt nun einmal die Meinung der Herrschenden.

    • Michael sagt:

      Das Einkommen wird heute noch immer als das Ergebnis einer schicksalhaften Fügung des harmonischen Zusammenwirkens von Geld und Bewirtschaftung verkauft. Wer es glaubt? Ohne eine Verbindung über einen Wertekontext oder einen Kontext der Zufriedenheit wird kaum der Trade zu einem ‚echten‘ Gewinn führen, sondern eine Illusion von Gewinn versprühen. In dem Punkt ist die Welt weit abgewichen von der Sinnstiftung im Rahmen des regen Handelstreiben.

  2. Michael sagt:

    Wirtschaft ist nicht das einzige im Leben oder?

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